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Riesen haben ihren Arsch nicht vorne!

Darf man lügen? Und ab wann ist das bloße Weglassen von Wahrheit schon Lüge? Diese Fragen kann und muss jeder für sich beantworten. Wer absolut keine Ahnung hat, kann sich gerne Hilfe vom Herrn Pastor holen. Die Kirche hat (idealerweise) 2000 Jahre Erfahrung mit der Deutungshoheit.

Mir soll niemand erzählen, er oder sie würde immer und dauernd die Wahrheit sagen.

Peter Stiegnitz weiß (danke, Carina) es genau . Der gebürtige Österreicher behauptet, der Mensch lüge im Schnitt 200 Mal am Tag. Eine Zahl, die regelmäßig wieder als Sau durch das Dorf der verfallenen Moral getrieben wird (siehe auch 2001, 2003 oder 2004) . Es ist nur konsequent, dass ich der Zahl per se misstraue. Hätten Lügenforscher nur zwei Tage an dieser These gearbeitet, hätten sie 400 Gelegenheiten zum Aufpeppen der Idee verpassen müssen.

Lügen macht manchmal Sinn
Wer sich mit der Lüge etwas intensiver beschäftigt, gesteht ihr doch immerhin eine gewisse Zweckmäßigkeit zu: So manches gemachte Kompliment dürfte nicht so gemeint gewesen sein und führt doch niemandem direkten Schaden zu. Diese kleine Lüge erleichtert aber das Zusammenleben in einer Welt, die unfreundlich und kompliziert genug zu sein scheint.

Trotzdem: Die Menschheit besteht aber nicht nur aus Lügnern, sie besteht auch aus Belogenen.

Werber kommen in die Hölle
Und die Werbung? Ist sie nicht geradezu zur Lüge verpflichtet?

Nun ja. Eigentlich wäre es ja schön, wenn Werber und ihre Agenturen nicht zur Lüge greifen. Aber das ist eine Frage der Auslegung und des Kundenwunsches. Wobei mit Kunde in diesem Fall nicht der belogene Endverbraucher sondern der Auftraggeber gemeint ist.

Natürlich möchte der Werbekunde gut aussehen. Natürlich darf er sich und sein Produkt in der Werbung mit seiner Schokoladenseiten präsentieren. Das ist der Zweck von Werbung. Wer bezahlt, bestimmt was gespielt wird. Aber wenn der nette weiße Riese einen Fleck auf der Bluse hat, dann sollte er eben erst einmal einen Waschgang einlegen bevor er sich wieder unter die Leute traut.

RWE und sein Riesenproblem

Das ehemalige Rheinisch-Westfälisches Elektrizitätswerk (seit 1990 kurz und knackig RWE) ist in seinem neuesten Imagefilmchen ein solcher großer Riese. Ein aufmerksamer Beobachter wundert sich zwar, warum der nette Dicke seinen Arsch dort trägt, wo normalerweise der kleine Freund sein sollte – aber dieser Riese ist wirklich zu freundlich:

Der strabatzt durch Hobbingen und baut überall Wind- und Gezeitenkraftwerke, lässt die Kohle wie Puderzucker auf Fließbänder rieseln und legt ansonsten Rollrasen aus und pflanzt mit Vorliebe Bäumchen. Alles schön knubbelig und niedlich – geeignet, die nächsten Juniortüten bei McDonalds zu bereichern.

Dumm nur, wenn ein so schicker Werbespot wie jener von RWE als wirklich plumpe Schleimerei um Kundengunst geoutet wird: Kaum ist der Film veröffentlicht, kursiert auf YouTube eine andere, ehrlichere Version und findet über Twitter etliche Zuschauer. Mehr noch: Greepeace ruft zu einer Kampagne auf und es ist wirklich spannend, was sich in den nächsten Tage diesbezüglich noch entwickeln wird.

Die mit Untertiteln versehene Fassung, beschwert sich über eine beispiellose Kundenverarsche. Meiner Meinung nach zu recht: Immerhin haben die Stromkunden mit ihren Rechnungen diese schöne Animation von dem Riesen mit dem Arsch im Schritt bezahlt.

Egal. Solange dieses YouTube-Video kursiert, möchte ich Euch den Spot nur wärmstens ans Herz legen :-)

Schönes Leben noch, und: Beim Schwindeln nicht erwischen lassen!

PS: Es könnte übrigens sehr gut sein dass RWE versucht, jene entlarvende Variante ihres Spots von YouTube löschen zu lassen. (Das Urheberrecht dürfte ausreichen). In unserem Staate ist es Riesen zwar erlaubt seine Kunden zu bescheißen aber eben nicht jedem, in der Scheiße zu wühlen und zu zeigen, woher dieser unendliche Gestank eigentlich kommt.

Jever-Werbung
Boah wie schlecht

Ich hab schon lange drauf gewartet: Der Jever Mann ist in Rente gegangen. Zumindest wurde mir das heute bewußt.

Eben habe ich die neue Jever-Werbung auf Pro7 gesehen. Anders, aufgeladen mit Pferden und den guten Freunden. Überladenes Bildergewusel.

Ein bisschen schade. ‘Kein Stress, keine Hektik, keine Termine’ hat mich meine aktive Biertrinkerphase hindurch begleitet – aus, vorbei. Da kann ich auch gleich auf bayerische Gemütlichkeit umsteigen.

(c) Paulaner.de

 

Werbung und Realität

Nicht immer hält Werbung, was sie verspricht. Im Grunde genommen ist das aber auch scheißegal – zumindest den Kreativen die Verpackungen für Lebensmittel entwerfen, den Abteilungsleitern die diese Verpackungen absegnen und den Kunden die diese Verpackungen kaufen.

Inhalt und Verpackung haben manchmal nicht viel mit einander gemein. Ins Bild und ausdrücklich als Kunstprojekt in Szene gesetzt wurde der Beweis für diese Behauptung durch Samuel Mueller. Sein Projekt “Werbung gegen Realität” ist hier vollständig zu sehen.

Ich ziehe meinen Hut vor der Mühe und wünsche ihm und seinem Projekt die Aufmerksamkeit, die es m.A.n. verdient. Allerdings fürchte ich, dass die Leute immer das sehen, was sie sehen wollen. Hmmm, lecker… ;-)

via Robert Basic

Süßstoff macht dick – Irreführende Werbung?

Irreführende Werbung ist – wenn ich das richtig sehe – ein Fall für die Richter.

Wer sich mit Diäten auskennt, vielleicht schon einige hinter sich hat, der hat es schon lange geahnt:
Süßstoffe machen dick. Diese Vermutung haben Forscher der Purdue University in Indiana mit einem Versuch untermauert und in einem Fachblatt geäußert.

In einen Laborversuch hatten sie Ratten mit Zucker, bzw Saccharin gefüttert und sind dabei auf diese Nebenwirkung gestoßen. Davon berichtet Spiegel online in einem heutigen Bericht.

Seit Einführung von Diät-Erfrischungsgetränken ist die Zahl der der Fettleibigen deutlich gestiegen. Andere Forschergruppen sehen zudem einen Zusammenhang zwischen dem Genuss von Diät-Getränken und einem erhöhten Risiko für Fetteinlagerungen im Bauchbereich, Bluthochdruck und Insulinresistenz.

Spiegel Online

Wer an den Supermarktregalen vorbeischlendert, wird von Light-Produkten geradezu erschlagen. Neben “fettarm” ist vor allem “zuckerfrei” ein Schlagwort, auf das Menschen mit Figurproblemen fliegen. Irreführend? Ein Fall für den Richter?

Gescannte Botschaft via QR-Code

Hinweis auf Wikipedia via QR-CodeSie dürften Ihnen schon einmal unter die Augen gekommen sein: QR-Codes.

Sie sind die Weiterentwicklung des Barcodes, der an Supermarktkassen für kurze (oder längere) Schlangen sorgt. Anders als Barcodes können im QR-Code auch Buchstaben und andere Zeichen verschlüsselt werden.

Diese Dinger sind perspektivisch eine sehr interessante Sache für Werbung, Messen, Museen, Stadtführer und sogar Bücher!

Der Betrachter scannt den QR-Code am Produkt (Messestand, Exponat, Denkmal oder Quellennachweis). Dann verbindet sich dessen Handy mit einer durch den Code festgelegten Adresse im Internet.

Dort kann ein aktuelles, zusätzliches oder interaktives Informationselement Dienst am Kunden (Besucher) leisten.

Kommt da ein neuer Trend auf uns zu? Diesmal aus dem Osten?

Davon ist auszugehen. Immerhin haben wir von dort auch schon das Tamagotchi in unser Herz geschlossen (bis es verstarb).

In Japan stellt Roger Fischer breite Akzeptanz von QR-Codes fest. Witzigerweise ist QR wie der RFID-Chip eigentlich ein Mittel der Logistiker. Beide scheinen dabei, sich den Alltag zu erobern. Gegen die Chips werden die ersten Abwehrmaßnahmen seitens der Datenschützer diskutiert.

Dank an Mario Sixtus für dieses Thema und das tolle Interview.

Malanca 125: Haste Bock auf ‘nen Bock?

Während der 80er stand ich persönlich ja auf deutsche Mopeds – vor allem auf Zündapp (hier ein schöner Link zu auf die Nürnberger Firmengeschichte, übrigens Teil eines wunderschönen Projektes).

Es geht aber nicht um mein Moped. Es geht um den Bock von Toni.

Toni ist ein alter Bekannter. Pizzabäcker, Italiener und irgendwie vor Ewigkeiten mit seinem Onkel nach Dannenberg gekommen und hier hängengeblieben. Und: Er besitzt eine Malanca Baujahr 80.

Toni muss sie verkaufen. Sonnabend kam er und fragte:
‘Due has doch Internät? Kannst nicht schreiben, ich verkaufe? Sag mal, so 600€’

P1100716.JPG

Malanca 125 mit Rennverkleidung

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Werbung auf Lüchow-Dannenberg.de

Werbung im Internet ist nun wirklich nix Besonderes. Im Gegenteil.

Ich besuche täglich viele Seiten, deren Betreiber mit Hilfe von Anzeigen ihre Kosten wieder einspielen. Einige wollen Gewinn machen, wundern sich dass es nicht klappt – aber das ist ein anderes Thema.

Wenn der Landkreis Lüchow-Dannenberg, die Samtgemeinden Elbtalaue, Lüchow und Gartow als kommunale Einrichtungen Werbung auf der eigenen Website schalten, ist das meiner Ansicht nach ebenfalls in Ordnung (falls das Geld dem Kämmerer zukommt!). Trotzdem habe ich ein Problem mit der (ja, Einzahl) Anzeige, die ich seit einigen Monaten auf den Seiten unserer Kommunen finde.

Der Anzeigenkunde macht Werbung für’s citynahe Wohnen in Lüneburg. (und ist dabei so freundlich, direkt auf das Portal der Stadt zu verlinken… *hahaha)

Eigentlich ist das eine schöne Fläche für Hotels, kommerzielle Veranstaltungen, Handel, Handwerk und so weiter. Klassischer regionaler Bezug eben. Dummerweise ist Online-Werbung bei der Lüchow-Dannenberger Wirtschaft keine geübte Praxis – selbst auf der Portalseite der Stadt Lüneburg sind nur schlechte Gif’s an ähnlicher Stelle geschaltet.

Aber statt konsequenterweise auf die Werbeeinnahmen zu verzichten, tun die kommunalen Portale alles, um in Lüneburg ein paar Immobilien an den Mann zu bringen.

Komisch.

Werbung: Spam sells

Ich habe eben meine Kommentare von Spam befreit. Dabei konnte ich es mir diesmal nicht verkneifen, etwas genauer hinzuschauen. Nicht dass ich sonderlich überrascht gewesen wäre: Sex – 100% purer, dreckiger und unverhohlener Sex.

Auch wenn sich die meisten Leute darüber ärgern: Spam muss ja offenbar etwas bringen. Ich habe einmal gehört, ein bedeutender Teil der Umsätze die über das Internet erwirtschaftet werden, hinge unmittelbar mit Pornografie zusammen. Genau dieser ‘bedeutende Wirtschaftsteil’ des Internet ist auch für das Spam-Aufkommen verantwortlich.

Meine These: Spam funktioniert.

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Wir alle sind Erster!

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Volkswagen (Auf einer Promosite für den neuen Cross-Golf)

Da staunt der Fachmann und der Laie wundert sich… Noch exklusiver geht’s ja wohl nicht