4 Tipps, einen gesuchten Artikel zu finden

Weil ich jüngst von einem Nachbarn gefragt wurde, erkläre ich die vier verschiedenen Möglichkeiten, auf dieser Site einen gesuchten Artikel zu finden:

    Möglichkeit 1

Präzise: Das ‘Suchen’-Feld
Wenn Sie ein geübter Internetsurfer sind, haben Sie auf den ersten Blick in der linken Spalte das Suchen-Feld gefunden.
Wenn Sie es erst jetzt suchen, ist das natürlich auch nicht schlimm. Es ist ganz oben links.

Fahren Sie mit der Maus auf das graue Feld (das mit der kleinen Lupe), klicken Sie einmal mit der linken Maustaste darauf und geben Sie ein Suchwort ein. Möglich ist jedes beliebige Wort aus dem gesuchten Beitrag (selbst ‘und‘ oder ‘der‘).

Wie bei Google werden Ihnen alle Treffer angezeigt sobald Sie auf das Wort ‘Suchen’ unter dem Feld klicken.
Die Beiträge sind nach Erscheinungsdatum sortiert. Das Datum steht Neben der Überschrift in dem Kalenderblattsymbol. Um die Artikel ganz zu lesen, klicken Sie einfach auf die Überschrift.

Zurück kommen Sie mit dem Zurück-Knopf in ihrem Browser. (Das sollte eigentlich bei allen Webauftritten so sein. Zurück-Links sind eine Unsitte.)

    Möglichkeit 2

Chronologisch: Der Kalender
Ihr Freund sagte heute vormittag:

‘Das Video habe ich vor drei Tagen im Wespennest gefunden…’.

Nutzen Sie einfach den Kalender. Er befindet sich unter dem Suchen-Feld. Kalender lohnen sich zum schnellen Finden der Artikel des Vortages oder vom Sonnabend vergangener Woche.

Ein Klick mit der Maus auf das gewünschte Datum und Sie erhalten alle an diesem Datum erschienenen Artikel auf einen Blick.

Ich persönlich nutze diese Form der Kalendernavigation bei mir fremden Seiten nur zum Stöbern in den Beiträgen der letzten Tage und Wochen. Alles andere ist mir zu umständlich.

update: Ich habe den Kalender aus der Sidebar rausgeworfen.

    Möglichkeit 3

Modern: Die ‘Tag’-Wolke
Um sich einen Überblick über die Themen im Wespennest zu verschaffen, können Sie die sogenannte ‘Tag-Wolke’ nutzen.

Diese Form der Navigation ist relativ neu. Je häufiger das Stichwort in einer Seite verwendet wird, desto größer wird das Stichwort dargestellt. Es findet also eine optische Gewichtung statt, was eine schnelle Übersicht über die Themenschwerpunkte der Internetseite bietet.

Sie befindet sich bei mir auf der linken Seite, unmittelbar unter dem Kalender und besteht aus vielen Stichwörtern, den sogenannten Tags (engl. also Täggs).

Jedes der gezeigten Tags ist ein Link. Wenn Sie diesem Link folgen kommen Sie auf eine Seite, die alle Artikel anzeigt die ich mit diesem Stichwort versehen habe.

Die meisten Artikel enthalten noch andere Tags.
Sie werden unter der Überschrift angezeigt. Das hat einen kleinen Vorteil beim Suchen: Sie können schnell abschätzen, ob der Beitrag für Sie interessant ist.

Das Surfen in Tags führt Sie sehr tief in das Wespennest.

Um zurück zu kommen, nutzen Sie einfach die Tasten in ihrem Browser. Auf die Startseite komme Sie, indem sie ganz oben links auf den Schriftzug ‘Wespennest’ klicken.

    Möglichkeit 4

Klassisch: Themenrubriken
Sie kennen das von ihrer Zeitschrift: Jeder Artikel gehört zu einer Rubrik, einem immer wiederkehrenden Oberthema, sozusagen.

Das gilt auch für das Wespennest. Themenrubriken werden derzeit ‘räumlich’ gegliedert. Das erweist sich nicht immer als leicht und ist noch im Aufbau. Darum sind die Themenrubriken bei mir ganz am Ende der linken Navigationsleiste zu finden.

Entwickeln Sie ihre eigene Suchstrategie
Ich nutze das Internet täglich und gerne: Dabei habe ich mir – wie die meisten anderen Webnutzer auch – eine eigene Suchstrategie zurecht gelegt.
Ich bevorzuge Suchfelder für die schnelle Suche und die Tagwolke, wenn ich Lust auf Surfen und Inspiration habe.

Welche Art zu suchen Ihnen am besten gefällt, hängt von Ihrem persönlichen Geschmack ab.

Wenn Sie diesen Artikel hilfreich finden, bewerten Sie ihn doch einfach: Ziehen Sie ihre Maus von links nach rechts über die Wespenköpfe. Je mehr farbige Wespenköpfe erscheinen, desto besser die Bewertung.

Das zweite Leben beginnt.

Während ich hier im Wendland gerade mein neues Leben im Einfamilienhaus in den Griff bekomme, mache ich mich nebenbei schon mal in das nächste Leben auf. Dieses zweite Leben (second life)ist im Spiegel massenkompatibel beschrieben und wird ausführlich von zahlreichen Kommunikationsexperten beleuchtet.

Second Life ist eine dieser ganz hypermodernen Internet-Anwendungen. Ich war bereits während meiner Zeit bei Volkswagen im Frühjahr 2005 auf das Spiel schon einmal aufmerksam geworden und habe die Entwicklung seitdem am Rande verfolgt. Nach einigen erfolglosen Versuchen mich anzumelden (Second Life macht es dem 1&1-Kunden nicht besonders leicht) habe ich es heute endlich geschafft.

So sehe ich in meinem zweiten Leben aus.

Man beachte das volle (dafür graue) Haar und die ansprechenden Körperproportionen.

Second Life ist ein kostenloses Internetspiel. Wobei ich mir bei ‘Spiel’ schon fast nicht sicher bin, denn Spiele ohne Ziele machen wenig Sinn. Ein bestimmtes Ziel gibt es im Second Life aber nicht und darin ähnelt das virtuelle Leben dem realen.

Second Life versteht sich denn auch eher als Plattform, auf der sich Menschen darstellen und austauschen können. Unabhängig von den hürden der realen Welt gilt dort die Devise: anything goes.

Für mich als Anfänger ist Second Life erst einmal ein auf Avataren basierter Chatroom (und damit ähnlich wie Mokitown, eine Kinderwebsite von der Mercedes) und vor allem aufgrund der Komplexität etwas Neues.

Leider ist die Steuerung nicht ganz trivial und darum wieder einmal etwas, was ich wirklich nur ungerne weiter empfehle. Es sei denn Sie haben viel Zeit.

Vielleicht sehe wir uns ja. Ich heiße Stuff Writer. Warum? Weil das meine zweite Natur geworden ist ;-)

Kennen Sie Google?

Die meisten antworten spontan mit ‘Ja’. Sie kennen die Domain. Aber kennen Sie die Idee die dahinter steckt?

An der Universität in Ulm beschäftigen sich Ozan Halci und Jürgen Mayer mit dem Phänomen Google und produzierten einen absolut sehenswerten Film zur Einführung in das Thema. Der Film ist leider nur in englisch verfügbar. Einen Besuch ist die Seite trotzdem wert, denn die wichtigen Hintergrundinformationen gibt es auch in Deutsch.

Es geht um Mathematik, Wirtschaft, Geheimdienste und – man höre und staune: Genetik.

Ein Surftipp von Bueltge.de.

Entscheidungsfrage Marke

Marken sind wie organische Lebewesen. Sie passen sich evolutionsmäßig an die Umwelt, sprich die Käufer, an. Je besser eine Marke das kann, desto größer die Wahrscheinlichkeit, das große Räuber-Beute-Spiel zu überleben.

Käufer entscheiden bislang mit ihrem Geldbeutel, bestenfalls mit ihrer Aufmerksamkeit; was einerseits die Verkäufer, andererseits die Kommunikationsabteilungen interessiert.

Markenkunden entscheiden auch, wie sie über ein Produkt, eine Dienstleistung sprechen, mit Freunden, der Familie und Kollegen. Was sich bislang im Verborgenen abspielte, bekommt mit zunehmender Verbreitung des Webs in der breiten Bevölkerung eine neue Relevanz und – positiv ausgedrückt – Transparenz.

Wo liegt die Stärke der Marke, wo der Fokus der Umwelt, also der Käufer? Dieses immer wieder neu zu erkennen, ist für Marken entscheident. Aber woher soll das Wissen kommen?

Die Lösung wird nach Dafürhalten des Gottlieb Duttweiler Institutes in Zürich in einer neuen Arbeitsteilung liegen.

In einem Brandroom kontrollieren nicht mehr die klassischen Markenkommunikateure mit dem Zugriff auf siebenstellige Budgets die Themen, sondern die Welt da draußen: Kunden, Medien, Mavens. Im Brandroom laufen alle Informationen zusammen: Der Erfolg einer TV-Kampagne, die Umsatzzahlen, die Nachrichtenlage, das Monitoring von Blogs und Wettbewerb. Wenn nötig, kann aus dem Brandroom heraus sofort auf aktuelle Anforderungen reagiert werden: Wenn der Börsenkurs sinkt, das Produkt des Konkurrenten am Pranger steht oder Blogger den eigenen CEO in aller Öffentlichkeit sezieren.

Themenblog

Wie eine Marke reagiert? Nun, vielleicht sind da nicht neue Techniken, sondern vergessene Wahrheiten hilfreich . . .

Fragen Sie Ihren Abgeordneten

Die Politik gibt genug Anlass zum Schmunzeln, Rätseln und Kopfschütteln. Aber mal im Ernst: Wann haben Sie das letzte Mal Ihren Abgeordneten etwas wichtiges gefragt und eine Antwort erhalten?

Zugegeben: Die meisten Abgeordneten im Deutschen Bundestag haben nicht wirklich viel Zeit. Wenn Sie schon einmal vor Ort (also im Wahlkreis) sind, bereiten Sie sich entweder auf die nächste Wahl vor oder man trifft sie einfach nicht.

Versuchen Sie es doch mal mit dem Internet. Surftipp: Abgeordnetenwatch.de

Man kann seine Postleitzahl angeben und die Site sagt einem dann, wer für einen im Bundestag sitzt. Und eine Telefonnummer steht auch dabei. Da kann man gleich im Büro anrufen und einen Termin für die nächste Sprechstunde vor Ort ausmachen. Und dann Auge in Auge erzählen, warum man meint, dass sich was ändern sollte und wie man es ändern könnte. Und vielleicht, wenn sich genügend finden und nicht allzu doofe Argumente vorlegen, könnte sich sein, dass sich was ändert. Denn diese Leute, die Abgeordnetenwatch.de auflistet, die machen unsere Bundesgesetze.

Du findest Abmahnungen doof? : Verwickeltes

Wer möchte, kann auch direkt über das Web etwas fragen. Das ist eine feine Sache und die Website gibt sehr genau Auskunft darüber, wer antwortet und wer nicht. Auch das trägt zum Bild des Abgeordneten bei. Besonders schön finde ich die Ausführungen des stellvertretenden Vorsitzenden des Unterausschusses Neue Medien, Philipp Mißfelder (CDU), auf die an ihn gestellten Fragen.

Wir alle sind Erster!

Sind auch Sie gespannt auf die Markteinführung des neuen Tiguan? Dann melden Sie sich jetzt an, damit Sie Anfang März 2007 als Erste(r) benachrichtigt werden, wenn wir im Internet mit exklusiven Informationen und Bildern über den Tiguan informieren

Volkswagen (Auf einer Promosite für den neuen Cross-Golf)

Da staunt der Fachmann und der Laie wundert sich… Noch exklusiver geht’s ja wohl nicht

Regionalmarketing: Mehr Kanäle nutzen

Das Wendland ist eine traumhaft schöne Ecke von Deutschland. Leider – oder zum Glück – ist es wenig bekannt.

Im Auftrag des Stadtmarketing entstand eine sehr schön gemachte DVD, die seit Ende vergangenen Jahres von zahlreichen Einzelhändlern verkauft wird: Dafür gibt es eine gelungene Mischung von wunderschönen Naturaufnahmen und die Sahnstücke des örtlichen Kultur- und Wirtschaftslebens.

Während der Produktfilm aus dem Hause Blendwerk eindeutig gesteuerte Kommunikation ist, gibt es ungeschnittene Eindrücke zu Hauf aus dem Web. Vor allem in den großen Portalen wie Flickr, Google und Xing gibt es glaubwürdiges Material zu Hauf.
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Knoten am Hals?

Wer hätte das gedacht: Da wird der ehemals wichtigste Mann des Iraks zum Galgen geführt und das Ganze auch noch gefilmt und im Web veröffentlicht.

Nun sucht man im Irak nach dem Handyfilmer, der die gespenstische Szenerie auf Video aufgezeichnet hat.

Die Handy-Aufnahme von der Exekution ihres Erzfeindes reichten sich die Schiiten des Landes schnell weiter. Im irakischen Fernsehen waren lediglich Aufnahmen von der Vorbereitung der Hinrichtung am Samstag zu sehen und dann die Leiche Saddam Husseins. Im Internet tauchte die Videoaufnahme einen Tag später auf.

“Handy-Filmer” von Saddams Exekution gesucht | tagesschau.de

Bermerkenswert sind die Kommentare, die unter der LiveLeak.com und den diversen YouTube-Versionen dieses Videos aufgelaufen. Im Wesentlichen geht es über die altbekannten Positionen zum Irak-Einsatz der US-Amerikaner und ihrer Verbündeten. Auch die Frage nach dem ‘danach’ wird gestellt – bleibt letztendlich aber unbeantwortet.
Anders als im Fernsehen werden die einzelnen Clips im Internet je nach Plattform von den Zuschauern bewertet und bei Bedarf kommentiert. Kurzer Zwischenstand: Bei LiveLeak.com wurde der Clip mit der Hinrichtung inzwischen 3Millionen Mal gesehen.

Scharfe Jobs in Kölle

Für “Ehrensenf” und neue Formate brauchen wir Unterstützung! Dafür suchen wir junge, intelligente Moderationstalente aus dem Kölner Raum (20 – 33 Jahre) mit eigenem Stil. Du darfst gerne AnfängerIn sein, aber solltest eine klare Aussprache, keine Angst vor der Kamera und jede Menge Humor haben.Castingtermine: 4. und 5. Januar in Köln.Bitte schickt eine Kurzvita mit 1-2 Fotos und Betreff “Casting” an:info (at) ravenrocker (punkt) de(Datei-Anhänge bitte nicht größer als 1 MB)

Ehrensenf Internet TV » ravenrocker sucht junge Talente

Die nächste Welle rollt

Die Bloggosphere ist eine Macht geworden.

In den USA kreisen die ersten Tipps, wie sich Unternehmen dem Druck der öffentlichen Meinung stellen können. Jüngstes Paradebeispiel bei uns in Deutschland war der Blogskandal über StudiVZ, das in Folge eines virtuellen Tsunami nun die Reste ihrer Deiche (ääh Firewall) zusammenfegt.

Auslöser war ein Blog. Jetzt könnte die nächste Welle rollen, auch wenn der Anstoß zum Beben aus einer ganz anderen Ecke kam und im Epizentrum steht der DOSB. Kennen Sie nicht? Wie wäre es mit ‘Olympia‘?

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Del.Icio.US ist runter bis 2pm (pacific)

You’ve reached the end of the internet

We’re in the midst of a scheduled upgrade which will take no more than a couple of hours. Come back after 2 pm (Pacific) today and you will see the del.icio.us you’ve come to know and love. For live updates, please see our blog.

del.icio.us

Mist ;-)

Wie kann ich meine del.icio.us – Bookmarks eigentlich sichern? Eine Frage, der ich wohl morgen nachgehen werde.

Aber mal ein Gedanke: Das wäre doch die Show, einen Dienst aufzumachen, alle ‘Umsonst’-User drauf zu locken, sie richtig heiß zu machen und dann die ganze Choose abzuschalten und zu sagen: ‘Wisst ihr was Leute, danke für den Fisch’

Wo sind die Interessenten?

Die neuen Medien sind ja eine wunderbare Sache. Leider bleiben die ländlichen Gebiete außen vor.

Das ärgert nicht nur die Kids, die mit schlechten Pings und miesen Bandbreiten bei Counterstrike nie richtig mitspielen dürfen. Es ärgert auch die Eltern, die durchaus wissen, dass es mehr gibt, als nur ISDN.

Während im Landkreis Lüchow-Dannenberg die Städte durchaus am DSL-Netz hängen, bleiben viele Dörfer abgeschnitten. Die Elbe-Jeetzel-Zeitung und die Wirtschaftsförderung haben nun eine Initiative gestartet. Das Ziel: eine bessere digitale Infrastruktur im Landkreis Lüchow-Dannenberg.

»Die möglichst schnelle und komfortable Übermittlung von Daten und Informationen ist für Unternehmen heutzutage ein entscheidender Wettbewerbsfaktor», stellt Martina Grud, die Leiterin der »WirtschaftsFörderung Lüchow-Dannenberg» fest. In Zusammenarbeit mit der EJZ hat die »WirtschaftsFörderung» eine Initiative gestartet, um die Bedingungen für die Nutzung dieser Technologien im Kreis zu verbessern.

EJZ Elbe Jeetzel Zeitung Lüchow

Der Verdacht bleibt unausgesprochen: Wo zu wenige Interessenten sind, ist das Investitionsinteresse der Telekom gering. Aber sind es denn wirklich zu wenige Kunden? Das herauszufinden ist eine lohnenswerte Aufgabe und darum machen sich die beiden Partner EJZ und Wirtschaftsförderung auf die Suche nach dem Lüchow-Dannenberger Internet-Nutzer.

In der heutigen Ausgabe ist ein Fragebogen auf der Seite Vier.

Darin wird nachgefragt: Nutzen die Leser der EJZ das Internet, wofür und zu welchem Preis? Auch zum Provider können Angaben gemacht werden. Das ganze bleibt anonym und ist eine seriöse Sache. Ich habe meine Samstagszeitung schon zerschnitten, den Zettel ausgefüllt, eingetütet und in den Briefkasten gesteckt.

Leider ist der Fragebogen bislang noch nicht auf den Seiten der Wirtschaftsförderung veröffentlicht, sonst würde ich von hier aus drauf verweisen. Auch auf den Online-Seiten der EJZ könnte man so etwas doch eigentlich anbieten aber was soll es.

 

Ach nur so nebenbei: Warum setzt der Autor der EJZ eigentlich in diesen komsichen ‘Tüddelchen’ vor und nach der Wirtschaftsförderung?

UPDATE: Der Fragebogen ist inzwischen als Download online
.

Soundfoundation verknüpft Musik

Satte 1.223 Tracks von 345 Bands hat die im November überarbeitete Soundfoundation von Volkswagen inzwischen in ihrem Soundnatvigator zusammen. Mit dem kommen Musikfreunde in dunklen Dezemberabenden zu neuer, unverbrauchter Musik aus dem Web.

Der Navigator ist eine sehr hübsche Idee, verhilft er doch dem unschlüssigen Musikfan zu etwas Übersicht in der unendlichen Weite der Musikrichtungen. 345 Nachwuchs und ‘Noch-No-Name’-Band haben ihre Stücke bei der Soundfoundation eingestellt, sammeln eine virtuelle Währung (Pleks) durchs Mitmachen und können vielleicht einen T5-Bus für die nächste Tour abstauben. Den Hörer freuts, hat er doch eine Menge zu entdecken.

Kurz: Für alle Beteiligten eine gute Sache.

Die Band sind zwar alle mehr oder weniger gut – aber Geschmack ist eben wie das Wetter: schwer einzuschätzen was da kommt.
Um dem Musikfreund stundenlanges Surfen durch genau die falschen Genres zu ersparen, schafft der Soundnavigator Nähe zu bekannten Künstlern, den sogenannten ‘Leuchttürmen’.

Die stehen manchmal ziemlich einsam in der rauhen See (10CC zum Beispiel) aber um die großen Vorbilder wie ‘Metallica’ oder ‘Wir sind Helden’ drängen sich die Inspirierten wie Korallen mit Musik, die eine Entdeckung wert sein könnte.

Mein Fundstück zum Einstieg hieß Janka, die ich in der näheren Umgebung von Bob Dylan antraf. ‘Unterwegs’ heißt ihr Stück, bis zum Ende gehört und dann weiter.
Von Janka aus surfe ich Richtung ACDC auf DMP, die mit ‘for god damned football’ mich nicht überzeugen und weiter gehts zu …

Jaja. Das Switchen von einem Track zum nächsten ist einfach, das war es auch.

Ohne Registrierung geht nix. Keine Kommentarfunktion, kein Download der Tracks, keine Kontaktaufnahme.

Kurz und gut: Nette Idee liebe Volkswagens – aber zu kurz gesprungen. Da helfen auch die eingebauten Feeds nicht.
Dabei wäre aus der Idee durchaus etwas zu machen.

Was mich interessieren würde: Gibt es für Plattformen, die Tagging für Musik zulassen und wie hat es die Soundfoundation geschafft, um das Einheitsdesign von VW herumzukommen?

Medien: Das Angebot bestimmt die Nachfrage

Das gilt nicht nur für vermeintlich unverzichtbare Dinge wie Bürsten, Waschmittel, Laptops, Playstation III oder Nintendo WII. Das gilt auch für Inhalte von Medien.

Heise bezieht sich auf eine Studie der BCC und stellt fest:

Bei rund 43 Prozent der Briten, die sich regelmäßig Internet-Videos ansehen, geht das zu Lasten des regulären Fernsehkonsums. Zu diesem Ergebnis kommt eine von der BBC in Auftrag gegebene Umfrage. Von den 2.700 Befragten gaben 23 Prozent an, etwas weniger Fernsehen zu schauen, 20 Prozent verbringen sogar deutlich weniger Zeit vor dem Fernseher.

heise online – Ich glotz … ja, was denn?

mehr lesen …

Meeting Corinna

so sei es: Nach langer (viel zu langer) Zeit, hätte ich es eigentlich wissen müssen…

Corinna wird Wolfsburg verlassen.

Warum? Das könnt ihr sie selbst fragen und überhaupt jeder, der sie kennt kann das von ihr erfahren. Ich werde mich hier zu den Einzelheiten nicht weiter äußern.

Nur soviel: Dieses Posting ist nur aufgrund der Nachfrage entstanden, wie schnell könnte man wohl einen Videobeitrag nach ganz oben bringen.

Also die Frage: Schaffe ich es in kurzer Zeit, den Namen Corinna in Google zu positionieren? Ich vermute ja, Corinna sagt nein.
Schau’n wir mal

Schüler können das schon lange

Was dem Studenten sein StudiVZ ist dem Schüler seine eigene Plattform.

Zum Beispiel www.netzcheckers.de. Es ist nur eine von tausenden, in denen sich Erwachsene über Medienkompetenz und Jugend im Internet auslassen.

Netzcheckers muss was taugen, steht doch das Siegel von Familienministerin von der Leyen und das von Jugendonline drauf. Und genau das ist es, was mich ärgert. Wenn solch versiegelte Seiten Linktipps ausprechen, dann bitte auch ‘geprüfte’.

Unter dem Menuepunkt ‘Internet’ werden da ganz tolle Dinge angepriesen: Die WLAN Community fon, die auch von seriösen elektrischen Reportern vorgestellt wurden, und zum auch www.meet-teens.de

Das ist auch ein Jugendportal und kommt der ganzen Web2.0-Kiste schon ziemlich nahe. Stichwort ‘user generated content’. Auf der Seite können Jugendliche darum auch prima Profile anlegen und gaaanz sexy Bilder posten. Ach wie schön ist es doch, wenn die Kiddies unter sich bleiben.

Während sich die Bloggosphäre über den mangelnden Datenschutz von Userprofilen bei StudiVZ seit Wochen die Finger wund schreibt, bleibt unbemerkt welche Profildaten von Schülern über die diversen Plattformen gepostet werden. Das ist zwar nicht mehr ganz neu, aber so richtig relevant ist das wohl nicht, solange keiner petzt.

Gut, Klarnamen werden nicht genannt – aber dafür gibt es ICQ, email und Yahoo-Adressen. Das ist doch viel schöner.

Während es in StudiVZ einer Gruppe bedarf, die sich für eine Miss-Wahl unter den Profilen selbst findet, ist das bei meet-teens.de ein wesentliches Prinzip.

Matching heißt der Menue-Eintrag und dort werden die Top-Boys und die Top-Girls gevotet. Vorausetzung ist natürlich ein Bild als Appetizer, und am besten ein Profil mit noch mehr Bildern. Es lockt eine Aufnahme in die Top-25-Liste für die Fotografierten. Und: Der Bilderreigen ist auch für den Papi und die Mami und für mich frei einsichtig.

Toll.

Hang him high! Die Macht der Masse

Blogs sind in Deutschland zwar noch immer eine Randerscheinung, trotzdem besitzen sie schon heute eine gewisse Macht.

Welche Sachen gerade ganz heiss diskutiert werden, zeigt die spezielle ‘Blogsuchmaschine’ Technorati auf den ersten Blick.

Auf der Startseite werden die Top-Suchbegriffe des Tages eingeblendet und mit etwas Mühe kann man auch die Entwicklung des Themas im zeitlichen Verlauf nachvollziehen. Ein Feature das ich an Technorati sehr mag, bietet es doch reichlich Platz für Ablenkung. Vielleicht macht es sogar Sinn, sich damit näher auseinander zu setzen, auch wenn Statistiken bekanntlich per se manipulativ sind.

Ein Zeichen für die zunehmende Bedeutung der Bloggs auf Unternehmen zeigt eine Artikellavine, die derzeit ein hoffnungsvolles Start-Up unter sich begräbt: StudiVZ ist der Name einer Studentencommunity-Site a’la Xing und Co.

Die hatte ganz im Stil der DotCom-Ära eine glamoröse Erfolgsgeschichte. Wer als Student etwas auf sich hielt, hinterlegte bei StudiVZ sein Profil und tauschte sich innerhalb der Website mit anderen Studenten aus. Social-Software heißen solche Projekte. Sie füllen sich mit Inhalten, die von den Benutzern (den Usern) selbst erstellt werden. Profile, Bilder, Musik, Videos – erlaubt ist, was der Zielgruppe gefällt.

Vor wenigen Wochen tauchten Gerüchte auf, die Sicherheitslücken in der Software anprangerten, das persönliche Verhalten der Betreiber in Zweifel zogen und damit nahm die Geschichte ihren Lauf. Inzwischen führt StudiVZ die Technorati-Hitliste zum zweiten Mal in Folge an. Ein Ende der Diskussion ist noch nicht in Sicht.

Technorati eignet sich, um die Diskussionsschübe von größeren Skandalen nachzuvollziehen. Die Suchmaschine auf das Durchsuchen von Blogs optimiert und in der Szene geschätzt. Viele Blogs (auch dieses) bemühen sich, möglichst kompatibel zum Technorati-Algorythmus zu bleiben.

Die Suchmaschine bedankt sich, in dem die unübersichtliche Blogszene in Cluster von ‘Anerkennung’ geordnet werden.

Verlinkung durch andere Blogs bedeutet Reputation oder wie die Amerikaner sagen: authority. Wer ‘a lot authority’ bescheinigt bekommt, wird oft zitiert. ‘Some authority’ erhalten Blogs, die auf deutlich weniger aber immer noch ausreichend häufige Verlinkung verweisen können. Der große Rest ist mit ‘a little’ oder schlicht ‘any authority’ eine eigene Gruppe: the long tail.

Den bekam dort bis gestern Abend ‘Seinfeld‘-Star Michael Richards ins Genick.

Technorati Chart

Posts that contain “michael Richards” per day for the last 10 days.

Denn verzeichnete Technorati am 20. November die ersten Ausschläge zum Stichwort ‘Michael Richards’ von zumindest einem Blogger mit ‘Any authority’, meldete die Suchmaschine einen Tag später, am 21. November, schon mehr als 800 Blogeinträge Kategorien zum Thema. Auch in Deutschland was das Thema angekommen.

Erst am 22. erreichte das Thema auch die oft zitierten A- und B-Blogger. In diesem Momoent explodierte der Umfang der Posts in Blogs und der YouTube-Videstatements.

Soweit, so anders die Fälle. Während der Star trotz heftiger rasisstischer Ausbrüche auf offener Bühne bereit nach 4 Tagen wieder aus der Top-Ten-Search-List raus war, verharrt StudiVZ dort immer.

Und die Lehre?
Die Dynamik stellt alles bisher da Gewesene in den Schatten und ich bin gespannt, welche Mittel und Wege aus solchen Statementlavinen herausführen können. Das Gegenblog ist wohl wenig geeignet wie das Beispiel von StudiVZ zeigt.

Ob der frühzeitiger Gang nach Canossa (zeitgemäßer ist ein ‘Mea Culpa’ in den großen TV-Shows) demnächst wieder in Mode kommt? Die große Welle scheint in den USA jedenfalls abzuflauen.

Abwarten und Tee trinken.