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Weil nicht sein kann, was nicht sein darf

Da fährt doch wohl kein LKW am Pfingstmontag an Dannenberg vorbei in Richtung Lüneburg?

Kann nicht sein, wusste schon Christian Morgenstern:

Eingehüllt in feuchte Tücher,
prüft er die Gesetzesbücher
und ist alsobald im klaren:
Wagen durften dort nicht fahren!

Und er kommt zu dem Ergebnis:
»Nur ein Traum war das Erlebnis.
Weil«, so schließt er messerscharf,
»nicht sein kann, was nicht sein darf.«

Zum ganzen Gedicht…

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Was uns von Essen unterscheidet

Während die Essener im Schnitt in weniger als einer Minute die nächste Auffahrt erreichen, dauert es für Urlauber aus dem Kreis Lüchow-Dannenberg (Niedersachsen) länger als eine Stunde. Im Schnitt brauchen die Deutschen 17 Minuten zur nächsten Autobahn, das ermittelte das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR).
RP-Online

Tja. Damit ist es wohl amtlich. Lüchow-Dannenberg ist einen Arm weit weg von der bösen, weiten Welt :-)

Mit dem Rad zur KLP 08

Ringverkehr zum DownloadDie Kulturelle Landpartie ist ein touristischer Magnet, der frischen Wind in die Amtsstuben bringt.

Im Landratsamt wurde ein Ringverkehr mit einem fahrradtauglichen Bus eingerichtet – das soll mich doch…

Als Pilotvorhaben wird in diesem Jahr zunächst ein großer Ringverkehr mit einem Bus mit Fahrradanhänger eingerichtet. Der Ringverkehr bindet die wichtigsten Orte und die Bahnhöfe Schnega sowie Hitzacker und Dannenberg, mit vier täglichen Umläufen an. Geplant ist, den Fahrradbus in der Zeit vom 01.05. bis 04.05.2008 (verlängertes Himmelfahrtswochende) und vom 09.05. bis 12.05.2008 (verlängertes Pfingstwochende) einzusetzen. Die Einzelfahrkarte soll 3,- EUR und die Gruppenkarte für bis zu vier Personen 6,- EUR kosten. Die KLP wird den Hinweis auf den Fahrradbus mit Fahrplan auf ihre Internetseite stellen. Die Elbtalaue Wendland Touristik GmbH und die Deutsche Bahn werden den Fahrplan ebenfalls publizieren.

Seite des Landkreises Lüchow-Dannenberg

Ich hoffe nur, dass die Radfahrer der Republik sich nicht vom frühen Termin und dem wahrscheinlich garstigen Wetter von einer Fahrt ins Wendland abhalten lassen. Dass diese Fahrt durchaus Sinn macht, kann man hier lesen.

Dreiradfahrer rechts raus

Man könnte der Meinung sein, ab einem gewissen Alter ist MANN damit durch, sich in und auf jedes erdenkliche Fahrzeug zu setzen. Nun liebe Leserinnen – vergesst es.

Probefahrt

Ich für meinen Teil hatte heute ein Fahrerlebnis der besonderen (anstrengenden) Art. Angekündigt war der Testdrive ja schon hier aber heute war es endlich soweit. Kurzes Fazit: Das Teil rockt, ist aber sehr gewöhnungsbedürftig und ich bin mir nicht sicher, ob es das Richtige für mich ist.

Take a seatJan Cordes hat mir ein Velotechnik Scorpion fx mit Verkleidung zur Verfügung gestellt – eine unverbindliche Probefahrt erleichtet die Kaufentscheidung bekanntlich ungemein.

Nach kurzer Einweisung (81 Gänge, 3 Bremsen und überhaupt) mache ich mich auf den Weg durch Uelzen: Kurze Steigungen, Radwege und verkehrsberuhigte Wohngebiete mit reichlich Kurven. Leichter Nieselregen und böiger Wind aus Nordost brachten die kleine Spritztour ziemlich nahe an das, wofür ich das Trike nachher benutzen möchte: den täglichen Weg zur Arbeit.

Dabei ist das Fahren von engen Kurven eindeutig das Geilste, das Fahren von Steigungen und Beschleunigen eindeutig kräftezehrend und das schnelle Fahren eine Sache der Technik.

Ein fester Lenkergriff ist – anders als beim “normalen” Rad – so ziemlich das Dümmste was man machen kann und wird vom Scorpion mit einem sehr unruhigen Geradeauslauf quittiert. Ein typischer Fehler von Anfängern, wie Jan Cordes mit anschließend erklärt. Während ich vollkommen durchgeschwitzt nach 20 Minuten Fahrt wieder bei ihm im Laden stehe, rückt er mit den Tricks raus . . .

Der Lenkergriff: Wie um ein rohes EiDer Stummellenker werde von den Könnern wie ein rohes Ei umfasst. Ähnlich wie beim Helikopterfliegen, denke ich mir noch und schwitze leise vor mich hin – natürlich kein Taschentuch zur Hand.

Die Sache mit der richtigen Trittfrequenz (“… so um die 90 Kurbeldrehungen pro Minute sind optimal”, sagt Cordes) leuchtet mir ein – nur ob ich dabei weniger ins Schwitzen gekommen wäre, steht auf einem vollkommen anderen Blatt. Ich hatte es wohl eher auf 30-40 Umdrehungen gebracht und stand bereits nach wenigen Metern im eigenen Saft.

ProfilÄhnlich wie beim normalen Hochrad kann man beim Liegerad und auch beim Trike an jeder Menge Stellschrauben drehen: Da sind zuerst einmal die Reifen. Ich habe Schwalbe Marathon auf meiner Testmaschine. Die sind ziemlich schwer – allerdings mit einem einigermaßen hohen Federungskomfort versehen. Cordes empfiehlt mir trotzdem eine andere Bereifung. Geringerer Rollwiderstand ist beim Trike das A und O. Schließlich ist der ohnehin hohe Rollwiderstand dreier Reifen zusammen mit dem relativ hohen Gewicht eines Trike-Rahmens dessen größter Nachteil. Die geringere Angriffsfläche durch den Fahrtwind ist als Pluspunkt schon fast zu vernachlässigen.

Die Schaltung ist auch so eine Sache: Ob es wirklich 81 Gänge (3x3x9) sein müssen? Wohl nicht, zumal die Überschneidungen der Gänge auffällig sind. Cordes empfiehlt die 27 Gang-Schaltung mit der lapidaren Bemerkung, alles andere sei Spielkram. Außer natürlich: die Rohloff-Narbenschaltung. Die ist aber im Vergleich zum Rest des Bikes so teuer, dass ich sie mir schlichtweg nicht leisten wollte. Ich zahle doch für eine Schaltung nicht soviel, wie für mein “normales” Fahrrad.

Auf Wiedersehen

Der Preis ist es letztendlich, der mir die Entscheidung so schwer macht. Bummelig 2.600 € würde ich in die Minimalausstattung (plus Gepäckträger, plus 27 Gang-Schaltung) in die Anschaffung investieren müssen.

Der einzige vernünftige Grund, der für eine solche Investition spricht ist die Tatsache, dass ich mit dem Scorpion auch bei Schnee und Glätte zur Arbeit kommen könnte – aber ist das wirklich gerechtfertigt?

Es gibt natürlich auch noch andere Gründe die für eine Anschaffung sprechen aber die sind nicht vernünftig und darum werde ich mich hier nicht dazu auslassen ;-)

Über den Wolken

… muss die Freiheit wohl grenzenlos sein – wenigstens für drei Tage.

So lange kann nämlich diese französische Version des Zeppelin in der Luft bleiben und – wie der Spiegel schreibt – 40 Gäste transportieren.

Schöne Idee! Aber ausgerechnet von den Franzosen?
Warum nicht . . . 2005 setzte die Pariser Polizei ein Luftschiff zur Überwachung der Fête de la Musique ein.

Züge rollen für den . . .

In Sachen Bahnverbindung ist Lüchow-Dannenberg echt gekniffen.

Hitzacker, Dannenberg, Schnega sind noch in das aktive Schienennetz verbunden aber streng genommen abgekoppelt. Wenn Züge kommen, gibt es darum immer ein großes “Hallo”.

In diesem Zusammenhang:

Bis 2010 sind um den durch die Bundesregierung zugesicherten Zeitplan einzuhalten noch drei Castortransporte von LaHague nach Gorleben geplant. Durch die Pause 2007 besteht damit jetzt ein gewisser Zeitdruck. Der nächste Transport ist für 2008 angesetzt, und es gibt sogar einige Hinweise auf einen zweiten Transport 2008. Doch beginnt die nächste Runde nicht erst mit dem Transport. Diesmal eröffnet die Staatsanwaltschaft das Spiel. Mit einem Prozess.

indymedia

A39: Fahrn, fahrn, fahrn auf der Autobahn

Die Anbindung an den Rest der Republik ist – auf deutsch gesagt – beschissen. Züge fahren kaum bis gar nicht, mit dem Auto ist man auf Bundesstraßen angewiesen. Eine Autobahn ist seit Jahren im Gespräch, passieren tut aber nix.

Nun macht die Kommunalpolitik Druck.

“Sehr geehrter Herr Minister Tiefensee, wir, die unterzeichnenden Landräte, Oberbürgermeister, Bürgermeister möchten Ihnen hiermit das dringliche Interesse unserer Region an einem baldigen Baubeginn für die A 39, die bekanntlich ein einheitliches Projekt mit der A 14 und der Querspange 190n darstellt, zum Ausdruck bringen. Nachdem das Raumordnungsverfahren in Niedersachsen abgeschlossen worden ist, dürfte einer umgehenden Linienbestimmung durch Ihr Haus nichts im Wege stehen. Wir möchten Sie daher bitten, alle Möglichkeiten einer Beschleunigung zu nutzen. Um die Realisierung der A 39 so schnell wie möglich zu erreichen, sprechen sich die Unterzeichner dafür aus, im Bereich der Stadtdurchquerung Lüneburg, die erforderlichen Lärmschutzmaßnahmen – insbesondere durch eine Deckelung – in die weitere Planung und Finanzierung aufzunehmen. Wegen der besonderen Bedeutung, die dieses Autobahnvorhaben für uns alle hat, haben wir uns erlaubt, je eine Ablichtung dieses Schreibens an die Niedersächsische Landesregierung an die Bundestags- und Landtagsabgeordneten unserer Region zu senden, sowie die Presse über unsere Initiative zu informieren.”

Pressestelle Wolfsburg
Unterzeichnet wurde dieser Aufruf auch von Landrat Jürgen Schulz. Wollen wir mal schauen, was der Minister antwortet ;-)

Ganz anders als die Landräte sehen das natürlich die Gegner der A39, die an Tiefensee appellieren, sich gegen einen Autobahnbau zu stellen. Besonders umstritten ist die Trassenführung kurz vor und durch Lüneburg.
Hintergrundinformationen zum Thema bekommt man auf den Seiten des Landes Niedersachsen.

Lkw-Lärm: Fragen Sie doch den Spediteur

Kennzeichen für eine mautpflichtige StreckeWenn der Transport via Autobahn teurer wird, lohnt das Ausweichen auf die Bundesstraße. Das nervt die Anwohner.

Wir haben mal fünf der Speditionen angerufen, deren Fahrzeuge auf der B216 bzw. B1921 so häufig unterwegs sind, dass der Firmenname auf den vorbeifahrenden LKW im Gedächtnis haften blieb.

Auf die Frage “wohin fahren Ihre LKW eigentlich, wenn sie Dannenberg queren?” gab es teilweise lustige Reaktionen. Nicht alle sind freundlich und nett. Aber Einigkeit besteht in der Aussage ‘wir umgehen die Maut nicht’. Wer’s glaubt . . .

Während sich die Diskussion um Toll Collect aus dem öffentlichen Bewusstsein verabschiedet hat, wurden zum 1.September die Mautgebühren auf 13.5 Cent pro Autobahnkilometer erhöht.

Dafür sinkt die Kfz-Steuer für den schweren LKW und gleichzeitig steigt die Attraktivität der Bundesstraße.

In diesem Zusammenhang habe ich folgende Aussage von FDP-Wirtschaftsminister Walter Hirche im Web gefunden:

Der Minister betonte (…) dass für Niedersachsen das Instrument der Sperrung eine wirkungsvolle Alternative zu einer Maut auf Bundesstraßen darstelle. (…) “Eine generelle Ausweitung der Mautpflicht würde vor allem die Wirtschaft in den betroffenen Gebieten zusätzlich belasten und zu weiteren Umgehungsstrecken führen”, so Hirche. “Eine Sperrung für den Durchgangsverkehr als verkehrslenkende Maßnahme setzt dagegen auf den Sachverstand vor Ort, schränkt die örtlichen Spediteure nicht ein und ist genauso effektiv.”

OLG Braunschweig

Auch das Bundesumweltministerium sieht Handlungsbedarf und ruft dazu auf, den vorhandenen Handlungsspielraum zu nutzen.

Eine Sammlung mit Tipps für betroffene Anwohner hat der BUND auf seiner Homepage veröffentlicht.

CB sevenfifty wartet auf TÜV

Es wird Zeit. Im letzten Jahr bin ich nicht dazu gekommen. Und im Jahr davor auch viel zu wenig.

Mein geliebtes Moped hat heute seinen ersten Schnaufer in diesem Jahr gemacht. Und ich sage euch eines: Es war schön.

Ich habe ein Thema für meinen nächsten Audiobeitrag:
Moped heile machen – die Motivationshilfe für Wiederaufsteiger.

Als erstes fange ich mal mit der Batterie an. Da fällt mir ein: Dazu hatte mein hochgeschätzter Kollege Thoddy schon einmal was Sinniges gedacht :-)

(via Batterieblog)

Wendland Transit

Der Landkreis Lüchow-Dannenberg ist – verkehrstechnisch betrachtet – unerschlossenes Gebiet: Autobahnen gibt es im Umkreis von 70 Kilometern nicht, Bahnhöfe mit regelmäßigem Zugverkehr sind im Umkreis von 40 Kilometern nicht in Sicht und selbst in Sachen Schifffahrt geht nicht viel.

Da wunderte es mich schon, dass laut EJZ von gestern ausgerechnet der Hamburger Hafen ein Interesse am Landkreis haben soll. Genauer gesagt: Die verantwortlichen Hanseaten haben ein Interesse an der Bahntrasse, die durch den Landkreis führt.

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A39 Verbindung: Lüchow fürchtet um Anschluss

Der Lüchower Stadtrat befürchtet, die Stadt und Lüchow könnte von den geplanten Autobahnen nicht ausreichend zu profitieren. Das wurde bei der Sitzung des Rates der Stadt deutlich. Ratsherr Otto Schiewe wäre es am liebsten, wenn sich die ‘Spange‘ zwischen der A39 und der A14 zwischen Lübbow und Salzwedel befinden würde.

‘Möglichst dicht ran an Lüchow’, will Schiewe die Spange. Das sorgte für einige Heiterkeit auf der anderen Seite des Saales. ‘Das Geschrei möchte ich nicht hören’, erwiderte Ratskollege Dr.Norbert (Vorname ist wichtig, es gibt nämlich zwei) Messerschmidt. ‘wenn die richtig dicht rankommt.’