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Verantwortlich handeln

Jeden Tag zahlt der Deutsche Steuern. Wenn er ein Auto kauft oder Milch oder eine Kettensäge. In der Regel handelt es sich dabei um Mehrwertsteuer (böse Zungen sprechen von Märchensteuer). Es gibt aber einige Güter und Dienstleistungen, die mit einer weiteren Steuer belegt werden.

Beispiel Tabak. Die auf das Rauchkraut erhobene Steuer ist wirklich lukrativ – mit den Süchten der Menschen kann man einfach gut Kasse machen – eine Erfahrung, die Staat und Drogenhändler teilen.

Die Tabaksteuer bringt über 14 Mrd. Euro. Geld, das für die Behandlung der potentiell entstehenden Mehrkosten den Krankenkassen zu Gute kommen könnte. Wohl gemerkt: Könnte.

Anders als “Gebühren” sind “Steuern” nämlich nicht zweckgebunden und dürfen nach Gutdünken verwendet werden. Die Krankenkassen haben keinen Anspruch darauf und bekommen seit 2008 auch nichts mehr aus diesem Topf.

Von jeder Schachtel Zigaretten die für 4 € über den Ladentisch geht, sackt sich der Fiskus glatte 3.06 € ein. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass der Dreck der sich in den Fertigzigaretten befindet gerade einmal einem Warenwert von 94 Ct entspricht. Traurig aber wahr.

Also: Raucht weiter – denn ohne Euch geht in Deutschland gar nix mehr und das Konjunkturpaket wird schlicht und einfach nie getilgt werden können.

Frohe(s) Neue(s,) Vorsätze

 

Frohes Neues

Frohes Neues 2009. Feuerwerk über der Stadt vom Balkon aus gesehen. Nein, ich war nicht los. Ja, ich habe mich darüber geärgert. Nein, ich bin nicht fit.

Ich nutze die Gelegenheit, auf diesem Wege allen Lesern ein frohes, neues Jahr zu wünschen.

2008 hat sich bei mir mit einer laufenden Nase verabschiedet und das neue Jahr hat sich durch Schüttelfrost und kalte Füße bemerkbar gemacht. Dass ich damit nicht alleine bin, erlebe ich in der eigenen Familie – aktuelle Ausfallquote: 80%

Das gibt Zeit zum Nachdenken.

Eigentlich halte ich nicht mehr viel von Vorsätzen zum neuen Jahr – trotzdem seien hier einige festgehalten.

 

  • Konsequentes Veröffentlichen im Wespennest – Zum Beispiel durch Weiterführen der Menschenrechtsserie.
  • Beleben von kinderwirtschaft.net mit einem regelmäßigen Podcast
  • Twitter zurückfahren
  • Die Funktionalitäten von me.com ergründen
Wer glaubt, ich würde das Rauchen einstellen wollen:
Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom. Ich drehe weiter.

Karlsruhe kassiert Kneipenregelung im Nichtraucherschutzgesetz

Bis 2010 müssen die Länder sich überlegen, was sie wollen. Ein bisschen schwanger geht eben auch nicht und darum haben die Verfassungsrichter die für die Kneipen relevanten Bestimmungen des Nichtraucherschutzgesetzes kassiert.

Der Spiegel hat sich ausführlich dazu geäußert. Wird wohl wieder Zeit für ein neues Video. Bis dahin wird das alte noch einmal aus dem Archiv gezaubert… ;-)

Shey Life

Nachdem ich (dank Dennstedt) endlich das Projekt für die KITA Max und Moritz abgeschlossen hatte, habe ich mir gestern einen freien Abend gegönnt: Im Hannoveraner in Dannenberg gab es Life-Musik.

Kristin Shey macht schönen, handgemachten Blues. Minimalistisch, Gitarre, Bass; das reicht.

Ich habe Shey bereits in Dömitz erlebt und dort hatte sie mir ausnehmend gut gefallen. Das lag wohl auch an der Stimmung im Martins.

Die war mit der gestrigen nicht zu vergleichen. Sie war verhaltener, nicht so ausgelassen und trotzdem war es ein gelungener Abend. Nicht zuletzt, weil mir die Kneipe gut gefallen hat: drei Räume, nett eingerichtet und Tische mit Tischdecken.

Und, last not least: Ein Raucherraum, der einem das Frieren im Sturm erspart ;-)

Geboren für den Karton!

Dies Ist Ein Karton

Fluchtverhalten ist eine natürliche Angelegenheit. Das Reh flieht vor dem Wolf, der Vogel vor der Katze. Auch Menschen können flüchten. Selbst im Kollektiv.

Wer jemals als cooler 14jähriger auf dem Schulhof in einer illegalen Raucherecke von der Pausenaufsicht aufgemischt wurde, wird dem beipflichten. Wer trotzdem stehen geblieben ist, tat das nicht aus Mut sondern aus einer anderen Empfindungslage heraus: Trotz!

Bevor es üblich wird, in Innenstädten heimliche Raucherecken einzurichten, hat Helge Schneider die Gegeninitiative ergriffen und kurzerhand wieder mit dem Schmöken angefangen – nachdem er bekennender Nichtraucher war!

Das Rauchverbot sei ja zum Schutz der Bürger, sagte Schneider – äußerte zugleich jedoch sein Unverständnis über diese Maßnahme: “Der Bürger wird demnächst gar nichts mehr selber machen müssen. Der wird geboren, kommt in so einen Karton, fährt durch die Gegend, wird gepflegt, gefüttert, wird geschützt vor allen Dingen.”

Spiegel online

Rotz und Tränen und Hannover

Rotz und Tränen gab es heute überall. Zum Beispiel bei den Damen der brasilianischen Fußballnationalmanschaft. Die haben sich heute bekanntlich ein echt schönes Endspiel mit den WELTMEISTERN aus Deutschland geliefert und verloren.

Da sind Tränen gerechtfertigt. Zum Heulen ist mir aber eher wegen dieser widerlichen Erkältung, die meine Frau umgelegt und mich im Würgegriff hat.

Bekommen haben wir sie von Brian (Danke) und einzig die Schwiegermutter hat sich bisher um eine Ansteckung gedrückt. Es könnte die letzte und will darum wohl überlegt sein.

Mich quält aber neben dem Virus auch immer noch die Fahrt nach Hannover. Das war Freitag Abend. Die Reise endete weit nach Mitternacht und war nötig, um den Social Media Stammtisch zu erreichen. Ich war ja nun schon öfter dort und habe den Abgleich mit ähnlich Interessierten immer als angenehm empfunden.

Diesmal habe ich Renate und Klaus mitgenommen. Die beiden haben sich mit Spinwebtv an ein echt spannendes Projekt gewagt und produzieren seit 26 Wochen ein aufwendiges Video Parodie-Format.

Nach interessanten Gesprächen im Auto Ernüchterung:

Rheinische Gemütlichkeit in der ständigen Vertretung. Die Gäste im Anzug und Kostüm als Beweis der langen Bürozeiten. Hintergrundkulisse wie beim 1.Mai auf dem Marktplatz von Dannenberg. Der akustische Aktionsradius der Stammtisch-Teilnehmer beschränkte sich auf wenige Handbreit von Lippen zum Ohr – nix für schwache Nerven.

Immerhin habe ich rausgefunden, dass Jörn auch ein privates Blog führt (erstmal im Feedreader verankert) und von Skitch sehr angetan ist.

Insgesamt ist mir bei dem Stammtisch eine Erkenntnis gekommen: Mit dem Rauchverbot in den niedersächsischen Gaststätten steht das Land vor einer kommunikativen Spaltung.

Drinnen die Gesunden, draußen die Gespräche. Drinnen ist es voll und laut. Draußen hat es Spaß und tabakselige Gespräche, bei denen komplexe Themen zerpflückt werden. Aber: die Raucher werden krank.

Kein Wunder, bei 15 Grad, Westwind und Schauerwetter. Ich hol mir jetzt ertmal nen Tee.

Rauchen im Wendland

Es wird spannend. Seit heute ist in Niedersachsens Kneipen, Diskos und Restaurants das Rauchen verboten.

Aufmacher in der EJZ ist die Reaktion der hiesigen Gastwirte auf diese Bestimmung.

So gesehen könnte das Rauchverbot zu einer neue Art von Konjunkturprogramm für die Großen werden. Rauchtouristen werden das Wendland durchstreifen und dabei nie gesehene Gaststätten finden.

Ich bin gespannt wie lange es dauert, bis sich die Hardcore-Raucher in den Großstädten entschließen, Smoking-Lounges zu gründen und sich in Clubs zusammenzuschließen.

Der letzte Raucher

Mit dem Rauchen ist das bekanntlich so eine Sache.

Es riecht streng, es schmeckt eigentlich nicht. Außerdem ist es fürchterlich teuer und ungesund.

Und trotzdem rauche ich. Allerdings wird die Luft dünn. Heute ist der letzte Tag, an dem Raucher ihrer Sucht in der Gastronomie fröhnen können. Wir haben hier in Dannenberg einen kleinen Italiener (eigentlich ja eine kleine Italienerin) und bei Lina gehört zum Latte eben eine Selbstgedrehte.

Aus, vorbei. Ab morgen ist das Rauchen in den Gaststätten Vergangenheit. In spätestens 10 Jahren ist es ebenso unvorstellbar wie das Rauchen in der Kirche.

Ich werde in mich gehen, nachdenken, versuchen mit einzuschränken und gegebenenfalls auf meinen Kaffee verzichten.

Im Spiegel des Kanzlers

WikipediaDer Kanzler war…!? Nein, nicht Kohl, nicht Schröder – es war Otto von Bismarck.
Heute schenkte mir ein Freund ein kleines Taschenbuch mit dem treffenden Titel: ‘Was würde er dazu sagen? Die heutige Politik im Spiegel Bismarckscher Zitate’

Rauchen Sie nur auch. Wer raucht, verbessert die Staatsfinanzen. Mir selbst wird’s Rauchen ja manchmal sauer, aber ich tue es dennoch. Ihnen zum Vorbild im allgemeinen Staatsinteresse.
Otto von Bismarck, 1895

Was wahr ist, soll wahr bleiben…