Schlagwort-Archiv: Schule

Schülerzeitungsfreiheit

Respekt! Mit einem Jahrgangsbuch schaffen es nur wenige Gymnasiasten, eine Diskussion um Presse-/Meinungs- und Satirefreiheit anzustoßen.

Dem Abijahrgang des FRG ist es gelungen. Der Schulleiter fühlt sich von einem Beitrag diffamiert und wird böse.

Und dann? … schaltet er die Juristen ein und die Schüler die Medien. Weiterlesen

Dannenberger Elterninitiative Dömitz?

Aus aktuellem Anlass eine Frage an meine Leser in Lüchow-Dannenberg:

Gibt es eine Elterninitiative die versucht, ihre Kinder trotz des Aufnahmestopps in Dömitz anzumelden?

Vom Landkreis dürfte in dieser Angelegenheit wenig Unterstützung zu erwarten sein, immerhin ist an dessen Weigerung sich an den Kosten zu beteiligen, die ganze Angelegenheit hochgekocht.

Auch in der Prignitz ist das ein Problem und Eltern sind betroffen. Aber im Netz habe ich bisher nichts gefunden, was ja aber noch nichts bedeuten muss.

Lüchow-Dannenberger unerwünscht

Es sind vor allem die Elbanreiner, die ihre Kinder ins benachbarte Mecklenburg-Vorpommern auf die Schule schicken. Wer in Damnatz oder Gusborn wohnt, überlegt sich zweimal ob er den Nachwuchs in das Dannenberger Gymnasium fahren lässt oder in Dömitz anmeldet.

Akute Raumnot und eine mäßige Ausstattung in Dannenberg konkurrieren mit Turbo-Abi und einer hoch motivierten Lehrerschaft in Dömitz. Ihre Entscheidung?

Fakt ist:
78 Schüler aus Lüchow-Dannenberg besuchen das regionale Schulzentrum in Dömitz, ohne dass der Landkreis sich an den daraus entstehenden Kosten beteiligt.

Fakt ist auch: Damit ist nun Schluss.

Schüler aus dem benachbarten Landkreis Lüneburg dürfen noch kommen und die Schulen im Landkreis Ludwigslust besuchen. Für neue Schüler aus dem Landkreis Lüchow-Dannenberg und dem Landkreis Prignitz ist ab dem Schuljahr 2008/2009 Schluss. Das ist das bittere Fazit, dass der Ludwigsluster Landrat Rolf Christiansen während einer Pressekonferenz im Schulzentrum Dömitz ziehen musste.

Schweriner Volkszeitung

Der Landkreis Ludwigslust zieht also die Notbremse indem er für das kommende Schuljahr keine weiteren Schüler aus Lüchow-Dannenberg annimmt. Bleibt zu hoffen, dass der Kreis die “eingesparten” Mittel dafür verwendet, die Ursache für den Wunsch nach Abwanderung zu bekämpfen. Wahrscheinlicher ist, dass sich nichts ändert, da einer ernsten Suche nach den Wurzeln des Problems politische Interessen im Wege stehen dürften.

Schulbezirke auflösen!?

Kurze Wege für kurze Beine (Füße) – dieser Spruch ist so schön griffig und beschreibt eine sinnvolle Forderung.

In Neuhaus sind die Wege im Augenblick sehr weit. Darum fordern die örtlichen Kommunalpolitiker:

Rat fordert Auflösung des Schulbezirks
Kommunalpolitiker aus Amt Neuhaus appellieren an Landkreis Lüneburg – Neuordnung der Schülerströme im Blick

Landeszeitung

Gymnasium Lüchow vs. Fritz-Reuter-Gymnasium

Au weia! Das Gymnasium Lüchow ist amtlich durchgefallen. Das schreiben zumindest Jens Feuerriegel und Hans-Joachim Wicht in der heutigen EJZ. Ersterer in Form eines Berichtes auf Seite zwei, letzterer in einer Polemik auf Seite 23. Beides zu lesen in der heutigen Ausgabe der EJZ (hier zur Sicherheit der Artikel von Jens).

Komisch dass diese geballte Kritik erscheint, nachdem zwei Tage zuvor das Oberlandesgericht Köln die endgültige Erlaubnis für ein Lehrerbewertungstool erteilte.

Das passt ja wie Faust aufs Auge und weil die Sicht der Schüler in beiden oben erwähnten Texten nicht vorkommt, führe ich diese mal zur Ergänzung hier ins Blog. Aber kurz vorweg noch einmal die Vorgeschichte…

Das Gymnasium Lüchow hatte im Oktober 2007 bei einer formellen Schulüberprüfung versagt. Besser gesagt: Es hat einen ordentlichen Motivationsschub in Form eines amtlichen Arschtritts erfahren. Statt eines Lehrkörpers gäbe es dort einen “Leerkörper”, ätzt der eingangs erwähnte Wicht. Na ja. In einem Leserbrief darf man eben doch mal etwas verallgemeinern. Zumal diese vermutlich kontrollierte Verbaleskalation letztlich im Aufruf mündet, den Laden in Lüchow doch besser zu schließen.

Dem gegenüber steht das Dannenberger Fritz-Reuter-Gymnasium. Das bekommt demnächst eine schöne Mensa. Wie jüngst bekannt wurde, geben immer mehr Eltern aus dem Dannenberger Raum ihre Kinder aufs Gymnasium Dömitz. Diese entgangenen Schülerzahlen gleicht der agile Schulleiter Thiele durch eine Kooperation mit dem Schulstandort Clenze aus. Ob das so funktioniert ist natürlich eine ganz andere Frage. Es könnte ja auch sein, dass die Clenzer lieber gleich nach Salzwedel fahren.

Ach ja, die Wahl der Schule. Wie entscheidet man sich zwischen Pest und Cholera?

Welche Schule in die engere Wahl kommt, davon können sich Schüler und Eltern – aber auch Politiker und Schulaufsichtsbehörden ein Bild machen, indem sie einfach den Patienten Schülern Gehör schenken. Das geht, dank Portalen wie spickmich.de recht einfach.

Dort dürfen die Schüler ganz offiziell ihre Lehrer benoten und das wird ja auch schon getan. Selbst in Dannenberg und Lüchow . . . Und das schauen wir uns jetzt mal genauer an:

Dannenberg hat (Stand heute) 54 Gymnasiasten-Meinungen vorzuweisen und die geben dem Fritz-Reuter-Gymnasium eine 2,7 im Schulnoten-System.

Lüchow ist in Sachen elektronische Medien etwas hinterher und bringt es vielleicht darum lediglich auf acht Schüler, die ihrer Schule eine Stimme geben. Deren Bewertung fällt deutlich schlechter aus.

Das ist angesichts der absoluten Zahl der abgegebenen Stimmen aber nur bedingt aussagekräftig. Der Vollständigkeit halber sei es trotzdem gesagt: Mit einer 3,2 wird das Lüchower Gymnasium nur zweiter Sieger.

Aber bevor sich Hajo und die Dannenberger jetzt selbstgefällig die Schuppen von den Schultern klopfen: Die seitens der Behörden in Lüchow so gescholtenen Lehrer werden durch die (wenigen) Schülerstimmen nur unwesentlich schlechter beurteilt, als die Kollegen in Dannenberg durch ihre Zöglinge.

Als sehr gut oder gut empfinden die Lüchower das Angebot an Fächern und AG’s beziehungsweise das Klima innerhalb der Schülerschaft. Im Vergleich dazu sind die Dannenberg bei der Bewertung dieser Punkte deutlich oder wenigstens etwas zurückhaltender.

Größter Kritikpunkt der Lüchower Gymnasiasten an ihrer Schule sind übrigens nicht die Lehrer sondern die mangelnde Versorgung mit Essen. Während die Dannenberger die Fressalienversorgung an ihrer Schule noch mit 2,8 als befriedigend bezeichnen geben die Lüchower ihrer Schule in dieser Beziehung eine glatte 5.

Das sei nur mal so angemerkt zum Thema Mensa. So – und jetzt warten wir mal ab.
Ach ja, bevor ich es vergesse. Der deutsche Lehrerverband hat sich zum eingangs erwähnten Urteil eine Meinung gebildet und verbreitet diese auf seiner Homepage.

Wenn Bürger Medien machen

Medienkompetenz ist ein schwieriges, steiniges Feld, das in deutschen Schulen in der Regel in Form einer Wandzeitung beackert wird.

Um im Bild zu bleiben: In der Schule dreht sich heute vieles um die Drei-Felder-Wirtschaft, während man sich in der Jetztzeit eher mit Genmais beschäftigt.

Und um bei der Wahrheit zu bleiben: einige Schulen sind da schon erheblich weiter.

Die Möglichkeiten von Web 2.0 mit Blogs, Podcasts und sozialen Netzwerken Meinung zu verbreiten, münden in einer (nicht mehr aufzuhaltenden) Form des Bürgerjournalismus, deren Vordenker sich über die Möglichkeiten und Risiken einen regen Gedankenaustausch stellen.

Einer jener Vordenker und Verfechter dieser Medienrevolution ist Dan Gillmor, der in der readers edition seine sehr profunden Ansichten in Worte fasst.

Einen eigenen Absatz widmet er dem Thema Medienkompetenz und beginnt das Thema so:

Was in zunehmendem Maße deutlich wird, ist die Notwendigkeit, Medienkompetenz in einem medial durchsetztem Zeitalter zu erhöhen. Wo Leute Schöpfer von Medien und nicht bloße Konsumenten sind, ist die Aufgabe komplizierter — aber wichtiger als je zuvor.

Bürgermedien: Ein Zwischenbericht

Wer es lieber als Video mag, dem sei das Interview mit dem elektrischen Reporter empfohlen.

Angesichts dieses Trends reagieren auch die etablierten Medien wie der Spiegel und zählen auf die Medienkompetenz der Leser.

Die Entwicklung bleibt abzuwarten.

Förderpraxis: Nicht für die Öffentlichkeit?

Rund eine Milliarde Euro wird in den Jahren 2007 bis 2013 über den ehemaligen Regierungsbezirk Lüneburg in Form von Fördermitteln ausgeschüttet. Stichwort: Ziel 1-Förderung.

Die Mittel kommen den Kommunen, privaten Unternehmen und Initiativen zu gute und direkt aus Europa. So weit so schön.

Die Ersten machen sich bereits Gedanken, wie die Förderanträge für schon lange geplante Vorhaben formuliert werden müssen. Trockenübungen, sozusagen. Das wurde gestern klar, als Harald Ottmar, Leiter der niedersächsischen Regierungsvertretung, im Dannenberger Schützenhaus einen ‘Powerpointvortrag’ über das Thema Ziel-1-Förderung hielt.

Wichtigster Hinweis des Abends: Vor Sommer 2007 wird es keine konkreten Förderkriterien geben (außer den grundsätzlichen Lissabon-Kriterien) Und: Vor dem Stellen eines Förderantrages sei eine Beratung durch die NBank sinnvoll und in der Regel kostenlos. Dort findet auch eine Beratung statt – und zwar fundiert.

Ich fragte, ob die geförderten Unternehmen und Initiativen mit ihren Projekten und den bewilligten Fördersummen denn öffentlich genannt werden.

Die Reaktion: Heiterkeit im Saal. Gefolgt von der wohlmeindenden Begründung des Regierungsvertreters. ‘Nein, das wäre wettbewerbsverzerrend…’
???

Die Förderung oder die Veröffentlichung? Was versteht man hier denn unter ‘Wettbewerb’?

Meine Meinung: Wer seine Projekte der Öffentlichkeit vorenthalten möchte (was bestimmt im einen oder anderen Fall sinnvoll wäre), braucht keine Fördermittel zu beantragen.

Wer Fördermittel beantragt und sie erhält, hat in der Regel eine gute Idee. Diese gute Idee könnte auch in anderen Teilen der europäischen Union die Lösung eines regionalen Problems sein. Wenn es zum Beispiel eine Möglichkeit gibt, als Kommune die Sanierung der örtlichen Schule über einen der drei Fördertöpfe zu stemmen, dann ist das eine verdammt wichtige Informationen für zahlreiche Kommunen anderer Ziel-1-Regionen.

Vielleicht stellt sich dabei heraus, dass die Förderpraxis nicht einheitlich ist . . . na und wenn schon. Das wäre ja auch mal interessant, zu wissen.

Gleiches gilt für die Förderung von Initiativen oder Unternehmen. Warum kann eine im Wendland geförderte Idee, ein Projekt oder ähnliches, nicht auch in anderen Teilen der europäischen Union helfen, regionale Probleme zu lösen? Weil es in anderen Regionen gar nicht bekannt wird, wenn hier etwas sehr gut funktioniert. Das ist dumm für alle beteiligten. Wie soll man in Portugal von unseren Ideen denn sonst profitieren? Was daran zum lachen ist, kann ich beim besten Willen nicht verstehen.

Stellarium: Nehmt die Sterne vom Himmel

Wer seine Liebste so richtig beeindrucken möchte, der sollte mit ihr bei sternenklarer Nacht einen Blick gen Himmel werfen.Gut, das allein macht nun wirklich noch keinen Romantiker und an sich nix besonderes. Aber spätestens wenn Romeo ihr Sternzeichen erkennt und es ihr auch zeigen kann, schmilzt das Mädchenherz wie Butter in der Sonne.

Ich weiss ja nicht wie es Euch geht: Mir hatte niemand erklärt, wo denn nun eigentlich der Krebs im Krebs und Meister Petz im großen Bären zu finden sei. Aber jetzt bin ich schlauer. Und das ganze verdanke ich einer unermüdlichen Community, die ein Tool geschaffen hat, das MINDESTENS so beeindruckend ist, wie Google-Earth.

Ob Windows, Mac oder Linux – für jedes Tierchen im Cyberspace gibt es eine eigene Datei die auf der Projektseite zu saugen ist. Kosten- aber in keinem Fall wertlos!

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Ordnungsamt ist voll gemein!

Tradtionsbewusst sind die Wendländer. Auch der Nachwuchs. Wie in jedem Jahr wollen die Schüler aus Lüchow gegen den anstehenden Atom-Transport nach Gorleben demonstrieren. Diesmal am 10.November. Anders als bisher hat das Ordnungsamt des Landkreises aber nicht so mitgespielt.

Gut, die Demo ist erlaubt worden. Aber der Zeitpunkt wurde auf das Ende der vierten Stunde gelegt. Damit bringt Vater Staat (denn nichts anderes sind die Vertreter des Ordnungsamtes) die Schüler natürlich in Verlegenheit. Weiterlesen

Pädagogen und Medien

Welche Rolle spielt Medienkompentenz eigentlich in der Ausbildung von Pädagogen?

Wenn ich die mir bekannten Lehrer und Kindergärtner so betrachte, bleibt mir nur ein Fazit: keine. Wer nun aber glaubt, das würde sich mit der Zeit schon noch ändern, sollte einmal einen Blick auf den ernüchternden Blogeintrag von Michael Kerres werfen.

Zur Zeit rumort es an der Uni Duisburg Essen. Das war nicht anders zu erwarten, denn wie überall stellen sich auch im Westen der Republik die Unis auf den neuen Master-Standart um. Und wo gehobelt wird, fallen Späne.

Lehrer und Erzieher, die Computern gegenüber vor allem skeptisch eingestellt sind, werden ihre Zöglinge schwerlich mit den Chancen und Risiken der Mediennutzung vertraut machen können. Dass eine gute Ausbildung in Sachen Medienpädagogik auch in der Erwachsenenbildung von Bedeutung sein wird, ist inzwischen unbestitten.

Bedauerlich,

dass unsere Päd.-Studierenden trotz aller Bemühungen – das zeigen auch empirische Untersuchungen – eine vergleichsweise geringe Affinität zu Computern haben, und für die die Vorstellung, in einem solchen Sektor zu arbeiten, fremd bleibt.

letztes Mal: Dipl.Päd. mit Medien | mediendidaktik.de

Erzieher spielen zentrale Rolle

Die Rolle von Pädagogen, Erzieher, Ausbildern und Lehrern bei der künftigen Nutzung des Webs ist eine zentrale.

Grund genug, für den Google-Komplex eine eigene Initiative zu starten:

Google for educators.Google.com


Welcome to Google for Educators

Google recognizes the central role that teachers play in breaking down the barriers between people and information, and we support educators who work each day to empower their students and expand the frontiers of human knowledge. This website is one of the ways we’re working to bolster that support and explore how Google and educators can work together.

Google For Educators
Mit im Boot ist eine Agentur, die eine Zertifizierung der neuen “Google-Lehrer” vornimmt.

What Does WestEd Do? View an animated feature describing our work.

Sehr schlau gemacht: Da setzt sich der Marktführer in Sachen Internet an die Spitze der Ausbildung neuer Internetexperten.

Bis 22 Oktober können sich US-Lehrer sich an einer Auftaktveranstaltung der Google-Akademie einschreiben. (weitere Infos)

Zentrale Rolle spielen selbstverständlich die Google-Applikationen und Anwendungen. Ich bin gespannt, ob etwas ähnliches den europäischen Raum erreichen wird.

Leider ist das ganze nur in english zu bekommen… Das zeigt wieder mal, dass Fremdsprachen unumgänglich sind, um sich auf dem Laufenden zu halten

Medienkompetenz in Schule

Bevor ich morgen nach Erfurt fahre, finde ich (noch eher nebenbei) auf der Seite der Tagesschau einen Link zu Liliputz. Darin werden die Kids über die Fähigkeiten der Lehrer (böse Verallgemeinerung, ich weiß) informiert. Der Artikel beginnt, wie sich das gehört, mit einer Frage:

Arbeitet Ihr in der Schule manchmal am Computer? Das ist nicht selbstverständlich. Denn jeder vierte Lehrer hat im vergangenen Jahr nicht ein einziges Mal einen Computer in seinem Unterricht benutzt.

LILIPUZ KLICKer – Lehrer sind Computer-Muffel

Ach ja, ein Hinweis auf die Studie fehlt leider, was bei der Leserschaft aber nicht überrascht.

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