Regionalentwicklung

Eben gefunden und noch immer am Staunen:

Was ist Regionalentwicklung? – Regionalentwicklung ist die umsetzungsorientierte Initiierung und Weiterführung querschnittsorientierter regionaler Entwicklungsprozesse auf der Grundlage der Entwicklungsvorstellungen regionaler Akteure bei Beachtung externer Rahmenbedingungen.

Samtgemeinde Elbtalaue

Privat oder Öffentlich?

Gartentraum RehbeckIn meinen Garten kommen eigentlich nur Freunde und meine Familie.

Mein Garten ist meine Privatsache. Mit dieser Einstellung stehe ich nicht alleine. Nun ist nicht jeder Standpunkt immer gut und richtig.

Anders denken die Gartenbesitzer, die am vergangenen Wochenende ihre Gärten der Öffentlichkeit zugänglich machten. Gartenträume heißt das Projekt, und geht auf die Initiative einer Handvoll Enthusiasten zurück.

Wir haben uns zwei Gärten in zwei Dörfern angesehen: Müggenburg und Rehbeck.

Bei beiden gab es reichlich Gelegenheit, mit den Augen gute Ideen zu klauen. Ob für Standorte von Sorgenkinder unter den Stauden, für Einfassungen von Wegen oder für ‘Landschaftsveränderungen’.

Der Besuch der Gartenträume in Lüchow-Dannenberg ist für Gartenfreunde ‘ne nette Sache, wenngleich eine Rundreise durch mehrere Gärten mit bis zu 2€/Garten und Nase nicht ganz billig ist.

Was das Private von Gärten angeht: Ich bin ins Grübeln gekommen.

Wendland Transit

Der Landkreis Lüchow-Dannenberg ist – verkehrstechnisch betrachtet – unerschlossenes Gebiet: Autobahnen gibt es im Umkreis von 70 Kilometern nicht, Bahnhöfe mit regelmäßigem Zugverkehr sind im Umkreis von 40 Kilometern nicht in Sicht und selbst in Sachen Schifffahrt geht nicht viel.

Da wunderte es mich schon, dass laut EJZ von gestern ausgerechnet der Hamburger Hafen ein Interesse am Landkreis haben soll. Genauer gesagt: Die verantwortlichen Hanseaten haben ein Interesse an der Bahntrasse, die durch den Landkreis führt.

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Werbung auf Lüchow-Dannenberg.de

Werbung im Internet ist nun wirklich nix Besonderes. Im Gegenteil.

Ich besuche täglich viele Seiten, deren Betreiber mit Hilfe von Anzeigen ihre Kosten wieder einspielen. Einige wollen Gewinn machen, wundern sich dass es nicht klappt – aber das ist ein anderes Thema.

Wenn der Landkreis Lüchow-Dannenberg, die Samtgemeinden Elbtalaue, Lüchow und Gartow als kommunale Einrichtungen Werbung auf der eigenen Website schalten, ist das meiner Ansicht nach ebenfalls in Ordnung (falls das Geld dem Kämmerer zukommt!). Trotzdem habe ich ein Problem mit der (ja, Einzahl) Anzeige, die ich seit einigen Monaten auf den Seiten unserer Kommunen finde.

Der Anzeigenkunde macht Werbung für’s citynahe Wohnen in Lüneburg. (und ist dabei so freundlich, direkt auf das Portal der Stadt zu verlinken… *hahaha)

Eigentlich ist das eine schöne Fläche für Hotels, kommerzielle Veranstaltungen, Handel, Handwerk und so weiter. Klassischer regionaler Bezug eben. Dummerweise ist Online-Werbung bei der Lüchow-Dannenberger Wirtschaft keine geübte Praxis – selbst auf der Portalseite der Stadt Lüneburg sind nur schlechte Gif’s an ähnlicher Stelle geschaltet.

Aber statt konsequenterweise auf die Werbeeinnahmen zu verzichten, tun die kommunalen Portale alles, um in Lüneburg ein paar Immobilien an den Mann zu bringen.

Komisch.

Kinder-Hotel mit Reiten und Fußball

Na schau sich das einer an: Da bin ich mal fünf Jahre weg und dann hat sich doch mir nicht, dir nichts tatsächlich ein Kinderhotel etabliert.

Hört sich an, als könnten die dort geschnürten Urlaubspakete durchaus für den einen oder anderen Leser interessant sein ;-)
(Gruß nach Wolfsburg)

Denn: Im Kinderhotel gibt es nicht nur Fußball für die Jungen sondern vor allem etwas für die Mädchen: Pferde!

Vor allem das Pony-Carting hört sich spannend an.

Total doof, dass ich zwar inzwischen fast alle Sparten der dazugehörigen Hotel- und und Clublandschaft durchsurft aber keinen eindeutigen Standort gefunden habe . . .

gefunden, via region-wendland.de

Web2.0 zwischen Grundbegriffen und Strategie

Wenn eine Veranstaltung vom Thema Web2.0 handelt, von Strategie und Chancen die Rede ist, diese Veranstaltung unter dem Label eines ‘Gründerzentrums‘ läuft und die ganze Sause nix kostet – dann ist die Bude voll.

So geschehen und miterlebt gestern in Wolfsburg: beim Coachingabend des Innovationscampus der WOB AG in Wolfsburg.

Eine ausgesprochen charmante Geschäftsführerin einer regionalen Fullservice-Agentur gab den Coach und rund 200 Teilnehmer – Gründer wurden von einigen Anwesenden auch gesehen – lauschten, um sich anschließend um das ‘rustikale’ Häppchen-Arrangement zu versammeln und fleißig zu networken und oder Bier zu trinken.

‘Chancen und Strategien’ in Zeiten dieses neuen, aufregenden Webzeitalters sollten behandelt werden.

Die Präsentation ist her zu beziehen – vor allem für echte Einsteiger geeignet. Aber bitte: Möge sich jeder seine eigene Meinung bilden.

Was bleibt, wenn einem die Häppchen nicht munden und kein Bier getrunken werden darf, weil man am gleichen Abend noch nach Hause fahren muss?

Die Erkenntnis, dass viel zu viele Onliner im Herzen viel zu offline sind und darum zu wenig vom Web an sich wissen.

Beispielhaft ist die Frage einer Mitarbeiterin einer wichtigen niedersächsischen Beratungsinstitution: Ob es denn erlaubt sei, auf der eigenen Homepage Links auf fremde Seiten zu setzen ohne die Betreiber der verlinkten Seite vorher zu fragen? Ja, das ist erlaubt.

Alle machen Marketing

Ein großes Budget hat die neu gegründete Samtgemeinde Elbtalaue für ein nachhaltiges Marketing nicht. Aber sie hat Fans. Die leben in ganz Deutschland verstreut und würden nur allzu gern werben. Solche Menschen nennt Guy Kawasaki ‘Evangelisten’. Sie zu entdecken und zu aktivieren ist eine der vordringlichsten Aufgaben im Marketing der Neuzeit.

Nun ist dieser Trend auch im Stadtmarketing angekommen und fließt dort in eine ‘verwaltbare Form’.

Vielleicht lässt sich etwas ähnliches auch für uns hier auf die Beine stellen? Mal sehen.

www.best-practice-business.de/blog » Weltweite Werbung für eine Stadt

Sie (die Hamburger, Olaf) ernennen “Botschafter” in wichtigen Städten dieser Welt, die ehrenamtlich für Ihre Heimatstadt Werbumg machen. Die Hamburg Ambassadors sind im Ausland lebende Persönlichkeiten, die zu Hamburg eine enge Verbindung haben. Sie werden vom Ersten Bürgermeister als Repräsentanten der Stadt ernannt, um für Hamburg Werbung zu machen.

Auf die Frage, was man diesen freiwilligen Werbern denn als Gegenleistung anbieten könnte, bietet Bernd Röthlingshöfer, Autor und Kreativdirektor mit Hang zur Werbung eine Antwort:

Bernd Röthlingshöfer

Da ist vielerlei möglich: Sie bekommen mehr und oft exklusive Informationen, manchmal Vergünstigungen wie Einkaufsrabatte, nehmen an Events teil, zu denen Normalsterbliche keinen Zutritt haben usw.

Für seine eigene Heimatstadt ist er aber doch recht konkret und legt die Messlatte etwas höher ;-)

Bernd Röthlingshöfer

Für ein paar Bratwurstgutscheine, jährliche Lebkuchenlieferungen und ein VIP Ticket für den FCN würde ich glatt Botschafter meiner Heimatstadt werden.

40 Minuten . . .

… dauerte der öffentliche Teil der gestrigen Stadtratssitzung in Dannenberg. Das nenne ich produktives Sitzungsmanagement:

  • Bürgerfragestunde
    (keine Fragen)
  • Protokoll genehmigt
    (1 Enthaltung)
  • Beschluss über die Aufwandsentschädigung der Kommunalpolitiker
    (Beschluss nach Vorlage, was immer auch da drin stand, Einstimmig)
  • Ziel-1-Förderdiskussion
    (B90/DieGrünen wollen schon jetzt Projekte sammeln. Die Verwaltung organisiert zeitnahe Infoveranstaltungen. Eine für politische Mandatsträger und eine Einwohner. Keine Abstimmung)
  • Information über ein integriertes Stadtmarketingkonzept
    (Keine Abstimmung)
  • Und, last not least: Haushalt für 2007 verabschiedet
    (Es geht voran, keine neuen Kredite. Einstimmig.).

    Kurze Anmerkung: Der Haushalt der Stadt wird jetzt eingetütet, zum Landrat geschickt (der darf den dann zur Kenntnis nehmen) und anschließend hier im Internet veröffentlicht.

    Wenn ich das richtig mitbekommen habe, werden die bislang von der Stadt in Auftrag gegebenen Studien und Gutachten von studentischen Hilfskräften gesichtet und zu einem integrierten Stadtmarketingkonzept zusammengefasst.

    Nun denn.

    Wissen ist Macht

    Jenes sagte Francis Bacon als er 1597 über den Zusammenhang zwischen Natur, Wissenschaft und Philosophie nachdachte.

    Sein Ausspruch stimmt bis heute und wird gerne von Lehrern wiederholt die den Nachwuchs mit dieser Erkenntnis motivieren wollen. Motiviert werden müssen aber nicht nur Schüler – auch die Unternehmen sollen sich ‘Wissen und Wissensmanagement’ gegenüber etwas aufgeschlossener zeigen. Leicht gesagt, denn kaum ein Thema ist so viele Tode gestorben wie eben jenes. Das macht natürlich wenig Mut für alle, die sich erst jetzt damit beschäftigen.

    Darum die Warnung: Aktionismus macht ne Menge Arbeit, kostet auch den Mittelstand, also kleine und mittlere Unternehmen, viel Geld und Zeit und füllt die Festplatten allzu oft mit Infoschrott.

    Dieser Leitfaden (von der Seite von Robert Freund) zum Erstellen einer Wissensbilanz ist im Sommer 2005 fertig gestellt worden und hat eine gewisse Dauerhaftigkeit bewiesen. Er ist also ein wichtiger Schritt in Richtung Nachhaltigkeit. Kostenlos, lesenswert.

    Wer mehr zum Thema wissen möchte, die eingerichteten Seiten des Wirtschaftsministeriums anschauen.

    Wendländer brauchen viel Strom?

    Wer hätte das gedacht! Heute war ein ‘Energieberater’ von Yellow bei uns.

    So ganz nebenbei erklärt mir der gute Mann aus Salzwedel, in Lüchow-Dannenberg würden die Privathaushalte seiner Erfahrung nach sehr viel Strom verbrauchen. Vor allem im Vergleich zur Altmark falle das Wendland auf. 20Kwh/Tag kämen selbst bei kleinen Familien schon mal vor.

    Sieh mal einer an! Woran liegt es? Alte Geräte und großzügiger Umgang mit Energie.

    Neu für mich:
    Der größte mögliche Stromfresser eines Haushalts wäre ein Wasserbett. Das schlägt sogar die Kühltruhe und im Jahr grob kalkuliert mit 1.000Kwh zu Buche.

    Ansonsten gut zu wissen: Der Vertreter (denn letztendlich soll die Energieberatung hat zum Abschluss führen) kann noch einmal andere Tarife anbieten, als Yellow allgemein veröffentlicht.

    Biodiesel für Handynetze?

    Der Spiegel hat die Antwort: Biodiesel sorgt in abgelegenen Gegenden in Afrika für Handyempfang. Weil dort kein Strom verfügbar ist gibt es keine Basisstationen und somit keine funktionierenden Handynetze. Das ändert nun die GSM-A eine Lobbygruppe der GSM-Netzbetreiber und stellt die regionale Energieversorgung mit Biodiesel sicher, der Stromgeneratoren antreiben soll.

    Mein erster Gedanke: Vielleicht kann man in Deutschland ja auf irgendeine Weise die DSL-Versorgung abgelegener Gebiete mit Biogas in Verbindung bringen? (…habe ich aber wieder verworfen ;-) )

    Förderpraxis: Nicht für die Öffentlichkeit?

    Rund eine Milliarde Euro wird in den Jahren 2007 bis 2013 über den ehemaligen Regierungsbezirk Lüneburg in Form von Fördermitteln ausgeschüttet. Stichwort: Ziel 1-Förderung.

    Die Mittel kommen den Kommunen, privaten Unternehmen und Initiativen zu gute und direkt aus Europa. So weit so schön.

    Die Ersten machen sich bereits Gedanken, wie die Förderanträge für schon lange geplante Vorhaben formuliert werden müssen. Trockenübungen, sozusagen. Das wurde gestern klar, als Harald Ottmar, Leiter der niedersächsischen Regierungsvertretung, im Dannenberger Schützenhaus einen ‘Powerpointvortrag’ über das Thema Ziel-1-Förderung hielt.

    Wichtigster Hinweis des Abends: Vor Sommer 2007 wird es keine konkreten Förderkriterien geben (außer den grundsätzlichen Lissabon-Kriterien) Und: Vor dem Stellen eines Förderantrages sei eine Beratung durch die NBank sinnvoll und in der Regel kostenlos. Dort findet auch eine Beratung statt – und zwar fundiert.

    Ich fragte, ob die geförderten Unternehmen und Initiativen mit ihren Projekten und den bewilligten Fördersummen denn öffentlich genannt werden.

    Die Reaktion: Heiterkeit im Saal. Gefolgt von der wohlmeindenden Begründung des Regierungsvertreters. ‘Nein, das wäre wettbewerbsverzerrend…’
    ???

    Die Förderung oder die Veröffentlichung? Was versteht man hier denn unter ‘Wettbewerb’?

    Meine Meinung: Wer seine Projekte der Öffentlichkeit vorenthalten möchte (was bestimmt im einen oder anderen Fall sinnvoll wäre), braucht keine Fördermittel zu beantragen.

    Wer Fördermittel beantragt und sie erhält, hat in der Regel eine gute Idee. Diese gute Idee könnte auch in anderen Teilen der europäischen Union die Lösung eines regionalen Problems sein. Wenn es zum Beispiel eine Möglichkeit gibt, als Kommune die Sanierung der örtlichen Schule über einen der drei Fördertöpfe zu stemmen, dann ist das eine verdammt wichtige Informationen für zahlreiche Kommunen anderer Ziel-1-Regionen.

    Vielleicht stellt sich dabei heraus, dass die Förderpraxis nicht einheitlich ist . . . na und wenn schon. Das wäre ja auch mal interessant, zu wissen.

    Gleiches gilt für die Förderung von Initiativen oder Unternehmen. Warum kann eine im Wendland geförderte Idee, ein Projekt oder ähnliches, nicht auch in anderen Teilen der europäischen Union helfen, regionale Probleme zu lösen? Weil es in anderen Regionen gar nicht bekannt wird, wenn hier etwas sehr gut funktioniert. Das ist dumm für alle beteiligten. Wie soll man in Portugal von unseren Ideen denn sonst profitieren? Was daran zum lachen ist, kann ich beim besten Willen nicht verstehen.

    Online-Power to the Bauer

    Wo vor allem die Preise den Markt bestimmen, ist Zeit mitunter ein entscheidender Faktor. Was dem Banker recht ist, sollte dem Landwirt billig sein: der Zugang zu aktuellen Informationen.

    Zugang bedeutet Infrastruktur. Und genau daran hapert es vor allem in den ländlichen Regionen der Republik. Denn während sich in Berlin, Köln, Frankfurt und München die Provider um die Kunden prügeln, wartet man in weiten Teilen der Provinz Wendland noch immer auf DSL.

    Für alle Landwirte mit DSL-Zugang mein aktueller Surftipp: Agrarheute.com. Ein wirklich gelungenes Beispiel, wie ein traditionelles Berufsmagazin die aktuellen Entwicklungen in Sachen Web für sich nutzen kann.

    Umfragen, Podcasts, Kommentarfunktion, nebst aktuellen Preistabellen und Feeds – die Leute haben es drauf. Gruß an die EJZ, deren Archiv seit einigen Tagen wieder online verfügbar ist ;-)

    Biogas Wendland: Was bleibt vom Hype?

    Also irgendwie hörte sich das doch ziemlich ernüchternd an. Ich war heute auf dem Biogasforum im – inzwischen verkauften und noch immer als Ort solcher Treffen betriebenen – Jagdschloss Göhrde. Dabei ist das ZDF noch voller Euphorie.

    Da saß ich nun, mitten unter so vielen Gästen. So viele habe es noch nie bei einer ähnlichen hiesigen Veranstaltung gegeben, sagte Horst Seide. Er muss es wissen, ist doch ein Pionier und außerdem: Horst Seide ist Chef der Region Aktiv. Seine Einschätzung von der Verbandstagung des Biogasverbandes fasse ich mal zusammen: Man kann wieder mit einander reden, weil die Betreiber ihre Euphorie der ersten Jahre überwunden haben und nicht mehr nur glückseelig grinsen. Der Alltag hat die meisten eingeholt, jede dritte Anlage schreibt rote Zahlen.

    Grundsätzlich ernüchternd war für mich, was mir ein Bauer vor der Tür sagte. Er erklärte mir, warum er KEINE Biogasanlage betreibt: ‘So eine Biogasanlage ist eine 10.000 Liter Hochleistungskuh. Die will immer das richtige Futter; immer zur richtigen Zeit. An die musst du auch noch im Bett denken, sonst bringt sie diese Leistung nicht.’ Welches Futter das richtige ist und ob der nächtliche Gruß in den Stall tatsächlich wirkungsvoll ist, weiß aber nur der Fachmann.

    Biogasanlagen sind natürlich noch viel komplizierter als ne Kuh (obwohl das Grundprinzip gleich ist: Bewegungsenergie und Wärme aus Silage). Darum nützt ein Fachmann nix. Es geht um Chemie, Biologie, Physik, Ökonomie und das alles nachzulesen bei tausenden von Quellen (im Netz, wenn Zugang vorhanden) und unter sich stetig verändernden Rahmenbedingungen. Die Mirkoorganismen auf der einen und die Einspeisevergütung auf der anderen Seite machen aus dem Traum der Bioenergie schnell eine Milchmädchenrechnung.

    Es helfen: Noch mehr Normen und Vereinbarungen, Lobbyarbeit mit Staatssekretären und ein Masterstudiengang (der im Landkreis gerade im Entstehen ist).

    Banker und Bauer sind nämlich ähnlich arm dran. Der eine soll finanzieren was der andere betreiben will und beiden hoffen, dass der Gegenüber etwas von dem versteht was durch den Berater bestätigt wurde. Die Wahrscheinlichkeit ist gering – der Bildungsnotstand ausgerufen.

    Darum drücken sie in Zukunft die gleiche Schulbank (Vollzeit oder berufsbegleitend) und lernen etwas über die Nutzung von Fäkalgasen. Abgerechnet wird – je nach Sichtweise – in Euro oder Kilowattstunden/elektrisch.

    Und was ist mit Öko, diesem ursprünglichen Gedanken? Was ist mit phänomenalen Wirkungsgraden und Demonopolisierung der Stromerzeugung? Was mit regionalen Wertschöpfungsketten? Was ist mit dem Klima? Alles noch gut und wichtig. Aber EEG und NAWARO-Düngebilanzen, der Kampf um die Mikroorganismenstämme und Substrate verstellt irgendwie den Blick auf diese Fragen.

    Vielleicht ist das aber auch gar nicht so wichtig. Wichtig ist und bleibt der Preis für Kali und Stickstoff.
    Denn ohne Dünger wächst nix. Nicht mal nachwachsende Rohstoffe.

    Sorry, wenn ich das mal so sage. ;-)

    PS: Die meisten Wortbeiträge habe ich mit meinem Aufnahmegerät mitgeschnitten, um mir die Schreibarbeit zu sparen. Interesse?

    Neu, neuer, erneuerbar

    Wer es hat zuerst gerochen, dem ist es aus dem Arsch gekrochen. Ein lustiger Kinderreim mit viel Weisheit. Aber mal im Ernst: Wenn’s stinkt, war es natürlich immer der andere – oder die Kuh auf dem Feld.

    Faulgase gehören zum Landleben mit dazu und vielleicht ist das die ganz große Chance.

    Lüchow-Dannenberg positioniert sich derzeit in einer echten Zukunftsbranche: Biogas. Die Wendländer sind gut dabei, haben die höchste Dichte an Biogasanlagen im Bundesgebiet und sind die ersten, die Biogas als Treibstoff an der Tankstelle verkaufen. Toll daran: Biogas ist ein typischer Vertreter der erneuerbaren Energien. Es entsteht viel Know-how und das ist wichtig für die Region.

    Heute findet das Forum Enerneuerbare Energien im Jagdschloss Göhrde statt. Schwerpunkt ist neben Biogas auch Holzwärme. Letzteres ist vor allem für die privaten Hausbesitzer mit viel Holz vor der Hütte interessant.

    Crossmeisterschaften abgesagt

    Wie der Kreis-Leichathletik-Verband in seinem Blog mitteilt, wurde die Kreis-Crossmeisterschaft wegen des Schnees im Wendland kurzfristig abgesagt.

    auf Grund der irregulären Laufverhältnisse auf den Strecken in Liepe, insbesondere für die Kinder und auf Grund der ungünstigen Witterungsverhältnisse hat der KLV in Abstimmung mit dem ausrichtenden Verein TuS Liepe heute Nachmittag nach einer Ortsbesichtigung entschieden, den Kreiscross abzusagen. Da die Wettervorhersagen auch für den morgigen Tag weiteren Schneefall ankündigen, werden sich die Bedingungen gegenüber heute voraussichtlich noch verschlechtern.

    Blog des Verbandes

    Da hoffen wir doch mal, dass die EJZ das bis morgen noch in der Zeitung bringt, sonst frieren die Sportler bei Liepe.

    Citytube: Video total lokal

    YouTube ist inzwischen bekannt und in den USA zu einer echten Alternative zur Glotze geworden.

    Lokale Nachrichten werden dort genauso publiziert, wie die Mitschnitte der meinungsmachenden Fernsehstationen. Letztere oft ohne deren Einverständnis, was vor allem die Juristen beschäftigt.

    Deutsche Lokalnachrichten werden dort zwar auch verbreitet – selbst die ‘Provinz’ bleibt nicht unerwähnt. Die reine Masse der Videos macht es dem Interessierten aber erst einmal schwer, sich zu orientieren.

    In diese Lücke stößt – meiner Meinung nach mit einiger Aussicht auf Erfolg – Citytube. Vollständig in deutscher Sprache und die reale Örtlichkeit fest im Blick: nach Städten sortiert, mit allen Segnungen von Web2.0.

    Die Filme sind generell jeweils mit dem Namen der Stadt und dem Ort versehen, an dem sie aufgenommen wurden. Auf diese Weise soll “das schnelle Finden von Bewegtbildern aus der eigenen Region” nun kein Problem mehr sein, heißt es heute in einer Pressemitteilung. Die Macher vergleichen ihr Angebot mit einer Lokalzeitung. Inwiefern das funktioniert, entscheiden nur die Nutzer…

    Gefunden bei Upload

    Lüchow lehnt höhere Kreisumlage ab

    Die Lüchower sollen mehr zahlen, wollen sie aber nicht. Der Rat der Stadt verweigerte heute abend mittels Beschluss dem Kreis die Gefolgschaft.

    Sollte ein Landkreis gar kein Geld mehr haben, kommt es zu einem Ritual: Der Kreistag (also das Parlament des Landkreises) erhöht die ‘Kreisumlage‘. Das ist eine Art Mitgliedsbeitrag, den die Gemeinden an ihren Landkreis für’s Mitmachen bezahlen.

    Diese Kreisumlage definiert sich als Prozentsatz. Für die Lüchow-Dannenberger Gemeinden bedeutet das konkret:
    56% ihrer Steuer-Einahmen (Gewerbe und Grundsteuer) reichen die Gemeinden bislang an den Landkreis durch. Demnächst sollen es 60% werden. Zieht der Stadtkämmerer alle weiteren Umlagen die von der Stadt zu zahlen sind ab, bleiben von ursprünglich 100 € noch knapp 15 € über.

    Das wurde schon am 3. Januar bekannt. Jede Gemeinde, die etwas dagegen habe, könne bis zum 31. Januar Widerspruch einlegen, hieß es aus dem Kreishaus in einem Schreiben an die Verwaltung der Stadt.

    Die beantragte am 17.Januar erst einmal Fristverlängerung. Immerhin müsse der Rat der Stadt entscheiden und der traf sich eben erst gestern. ‘So nicht’ beschloss der Rat der Stadt Lüchow auf seiner Sitzung und segnete gleichzeitig eine ausführliche Begründung ab, die zurück ins Kreishaus geschickt wird.

    Erst einmal wollen die Lüchower Stadträte sehen, dass der Kreis mit den angekündigten Einsparungen ernst macht. Solange das nicht der Fall ist, schaltet Lüchow auf Durchzug und der Kreis bleibt im Regen stehen.
    Unser Landkreis ist so pleite, dass eine Auflösung fast zwangsläufig erscheint. Gemeinden (und Schulden) werden (so das Angst-Szenario) an die Nachbarkreise verteilt, was dort für richtig Freude sorgen dürfte.

    Während einer Bürgermeisterdienstbesprechung habe der Landrat die Aussichtslosigkeit der Sanierung sogar zu Protokoll gegeben, verkündet Stadtrat Otto Schiewe und untermauert damit sein ‘Nein’.
    Aus diesem Grund, so schwant dem Landrat, haben die Gemeinden auch keine Lust, auch nur einen Prozentpunkt mehr an den Landkreis zu geben und wollen das Geld stattdessen lieber selbst investieren.

    Richtig lustig wird es wenn die fünf Lüchower Stadträte, die gleichzeitig Kreistagsabgeordnete sind, die von ihnen selbst geforderten Einsparungen absegnen sollen. Das nächste Zusammenkommen des Kreistages ist übrigens am 15.02.2007.
    (Die Tagesordnung des Kreistages ist im Gegensatz zu der des Stadtrates im Web zu finden).

    A39 Verbindung: Lüchow fürchtet um Anschluss

    Der Lüchower Stadtrat befürchtet, die Stadt und Lüchow könnte von den geplanten Autobahnen nicht ausreichend zu profitieren. Das wurde bei der Sitzung des Rates der Stadt deutlich. Ratsherr Otto Schiewe wäre es am liebsten, wenn sich die ‘Spange‘ zwischen der A39 und der A14 zwischen Lübbow und Salzwedel befinden würde.

    ‘Möglichst dicht ran an Lüchow’, will Schiewe die Spange. Das sorgte für einige Heiterkeit auf der anderen Seite des Saales. ‘Das Geschrei möchte ich nicht hören’, erwiderte Ratskollege Dr.Norbert (Vorname ist wichtig, es gibt nämlich zwei) Messerschmidt. ‘wenn die richtig dicht rankommt.’