Gigantomanie

Was erwartet ein Bürger eigentlich von einem Landkreis?

Die Frage stellt sich nicht erst, nachdem das Lüchow-Dannenberg-Gesetz so schmählich scheiterte. Bevor die Antwort auf diese Frage so richtig gegeben werden kann, machen die Lüneburger schon mal einen Vorstoß: Mädge, Bürgermeister im boomenden Lüneburg, will einen Superlandkreis ins Leben rufen und neben Lüchow-Dannenberg auch gleich noch Harburg und Uelzen mit eingemeinden.

Zoff unter Nachbarn: Mit einem nicht abgesprochenen Vorstoß hat sich Lüneburgs Oberbürgermeister Ulrich Mädge (SPD) bei seinen Kollegen unbeliebt gemacht. In einer Pressemitteilung hatte er am späten Donnerstagnachmittag vorgeschlagen, die Landkreise Lüneburg, Harburg, Lüchow-Dannenberg und Uelzen zu einer “Region Süderelbe” mit Lüneburg als Zentrum zu verschmelzen. Die Landräte erfuhren davon erst über die Medien.

Hamburger Abendblatt

Nee, danke. Ich glaube nicht, dass sich übermäßige Konzentration mit schlechter Anbindung zum Kreishaus für den Bürger lohnt.

Wahlkampf – Apfelsaft für die Grünen

Wahlkampf mit Boris in DbgHeute war ich das zweite Mal auf dem Marktplatz – Wahlkampf machen. 
Es ist schon desillusionierend, wenn ein alter Sack mit Janker mir ganz offen ins Gesicht sagt, er gehe nicht wählen – und wenn dann braun. Alles andere würde eh nix bringen. Hallo? 

Ein freundliches “Arschloch” auf den Lippen habe ich den alten Herren weiter ziehen lassen. Dafür haben sich Grünen bei unserem Stand mit warmem Apfelsaft versorgt.Weil wir schon bei der überparteilichen Verbrüderung waren, der alte Herr von eben just aus dem Blickfeld verschwunden war, haben wir kurzerhand die Weltordnung neu geregelt: Die Grünen stellen die Königin, ich werde Papst und ein (winzig kleines) Volk haben wir auch schon – stand (mit Apfelsaft in der Hand) nebenbei und nickte inspiriert.

Da kann ja nix mehr schief gehen. Pax vobiscum 

Schulbezirke auflösen!?

Kurze Wege für kurze Beine (Füße) – dieser Spruch ist so schön griffig und beschreibt eine sinnvolle Forderung.

In Neuhaus sind die Wege im Augenblick sehr weit. Darum fordern die örtlichen Kommunalpolitiker:

Rat fordert Auflösung des Schulbezirks
Kommunalpolitiker aus Amt Neuhaus appellieren an Landkreis Lüneburg – Neuordnung der Schülerströme im Blick

Landeszeitung

Ziel 1-Förderung für Celle?

Während in Lüchow-Dannenberg die Ernüchterung in Sachen Ziel 1-Förderung eingesetzt hat, freut man sich in Celle:

Drochtersen, Harsefeld, Faßberg, Himmelpforten, Reppenstedt, Langen – in einem Atemzug mit unter anderem diesen Ortschaften hat das Land Niedersachsen jetzt die Stadt Celle genannt. Was diese Kommunen verbindet: Grundsätzlich hat das niedersächsische Sozialministerium nun deren Konzepte zur „Erneuerung und Entwicklung städtischer Gebiete“ und Anträge auf eine EU-Ziel-1-Förderung nach dem EFRE-Programm anerkannt.

Cellesche Zeitung

Wahlkampf

Auch wenn in den USA in Sachen Wahlkampf so richtig viel im Web stattfindet: Im Wendland schneidet man bei Landtagswahlen nur gut ab, wenn man im Januar auf dem Marktplatz steht und Handzettel verteilt. Und genau das steht mir morgen bevor.

Um acht Uhr beginnt der Wochenmarkt, eine Information, die man übrigens auf der Dannenberger Homepage schmerzlich vermisst, wenn man sie sucht. Überhaupt spielt der Wochenmarkt dort gar keine Rolle. Warum eigentlich nicht? Nach meinem Empfinden ist zum Wochenmarkt die Innenstadt gut gefüllt. Sozusagen ein Highlight an Action.

Ich vermute, das ist auch der Grund aus dem sich Parteien vor Wahlen dort tummeln.

Gleichzeitig bin ich mir zur Stunde noch nicht sicher, ob wir um neun erst aufbauen oder schon anfangen. Ich bereite mich auf das Schlimmste vor und warte auf Anweisungen via SMS.

Tja – so ist das mit dem Engagement: Man tut es in der angesichts der Tatsache, müde zu sein und zu frieren.

Ach – aber eines sei mir noch gegönnt: Diesen Clip wollte ich unbedingt noch mal verlinken.

Uruguay rüstet Schulkinder auf

WikipediaMein Lieblingskunde behauptete einmal mit Blick auf sein Unternehmen “… die anderen waren mit technischen Entwicklungen vielleicht schneller, aber wir machen sie bezahlbar”. Er nannte das “Demokratisierung von Technik”.

Daran musste ich eben beim SpOn-Lesen denken.

Der 100$-Laptop ist auf dem Markt und vom Spiegel getestet worden.
Der stellt angesichts der Leistungsfähigkeit überrascht fest:

“Doom” zu spielen würde den kleinen Uruguayern gefallen, die zusammen mit den Mongolen als erste in den Genuss des OLPC kommen: 100.000 Geräte wurden Anfang November 2007 in das kleine südamerikanische Land verschifft, bis 2009 sollen fast alle uruguayischen Schulkinder unter zwölf Jahren einen OLPC benutzen.

SpOn

Nach den großen Initiativen “Schulen ans Netz” von Telekom und Staat hat sich in Sachen flächendeckender Versorgung mit neuen Medien in Deutschland kaum mehr etwas getan.

Insofern ist es unverständlich, dass die Schüler der “entwickelten” 1. Welt von dieser Form der Demokratisierung von Technik wenig haben. In den USA ist der Kauf eines solchen Rechners mit Kosten von rund 400$ verbunden. Er kommt damit in die Kostenordnung des Asus EeePC

Wer macht Mediengesetze?

Politiker. Mediengesetze werden natürlich nur am Rande gemacht.

Ansonsten sind sie Fraktionschef, beaufsichtigen Geheimdienste oder sind Justizministerin.

Link: sevenload.com

Der eigentliche Skandal ist, dass sich kein Fernsehsender dieser offensichtlich skandalösen Ahnungslosigkeit widmet. Ausgenommen die Kinderreporter des ARD-Morgenmagazins…

US-Methoden erreichen Landtagswahlkampf Niedersachsen

Während in den USA der Wahlkampf ganz selbstverständlich online ausgetragen wird, passiert in Deutschland diesbezüglich eigentlich nix.

Dachte ich jedenfalls.

Die Schlacht um den Stuhl von George W. wird bei den jungen Wählern via YouTube und Co gewonnen und wo ein Kundenwunsch, da ist bei YouTube auch ein extra Channel..

Aber selbst bei uns sind die Methoden der Amerikaner bereits in den Landeswahlkampf eingezogen. So versteckt sich unter der Stichworteingabe “Wahlkampf Niedersachsen 2008″ auch der älteste Clip einer bislang unvollendeten (oder eingestampfte) Kampagne mit dem freundlichen Titel “Wulff und die Wirklichkeit“. Gepostet am 1.August 2008, ist die Clip im propagierte Adresse bei denic nicht gemeldet – vier Monate später.

Einzelne Kommentatoren vermuten bei YouTube eine Juso-Aktion, werden aber ihrerseits als Jungen Union-Mitglieder entlarvt.

Der Nachwuchs übt. Das freut den mündigen Bürger der mehr davon will :-)

Der Vollständigkeit halber sei gesagt, dass auch die CDU Spots ins Netz gestellt hatte. Sie eifert damit der Kanzlerin nach, deren Podcast inzwischen wohl bekannt ist.

Der Eifer führte dann auch zu etwas peinlichen Schnellschüssen. Eine bemühte Dia-Show mit Midi-Musik wurde am 18. Oktober bei YouTube gepostet.

Wenig später liegt über der gleichen Midi-Musik tatsächlich Filmmaterial. YouTube-User “CDUNiedersachsen” hat gute Arbeit geleistet: Redakteur Matthias Horndasch bekommt direkten Zugriff auf Christian Wulff. Das allein bringt aber nix.

Seit 31.Oktober haben (Stand heute) 20 Personen diesen Clip bei YouTube angesehen.

Ein massives Zeichen, dass dieses Format nicht fortgesetzt zu werden braucht!

Wie weit reicht eigentlich der kreative Handlungsspielraum einer parteieigenen Nachwuchs-Organisation?

Der müsste auch bei den Grünen abgefordert werden, denn deren Spot liegt mit immerhin 240 Abrufen nicht viel besser im Rennen.

Ganz aus dem Rennen ist die FDP, deren Landesverband den Aktivitäten der Bundesliberalen offenbar nicht traut. In Berlin hatte man schon vor langer Zeit Lehrgeld in Sachen Videoplattform gezahlt und die Erfahrungen sind vorhanden. Das schnurzt die Liberalen in Hannover nicht. Sie halten sich raus, und das ist vielleicht auch gut so.

Gifhorn: Conti fordert Gewerbesteuer zurück

Conti hat bekanntlich VDO von Siemens übernommen. Das schmälert den Gewinn und weniger Gewinn bedeutet weniger Steuern.

Eben im NDR-Fernsehen gesehen: Gifhorn muss Gewerbesteuer zurückzahlen. 1.25 Mio fordert Conti an zuviel gezahlten Steuern aus diesem Jahr zurück. Der kommende Haushalt wird auch in Mitleidenschaft gezogen. 5 Mio wurden dort zuviel eingeplant. Haushaltssperre. Bürgermeister Manfreth Birth, CDU, will alle Maßnahmen auf den Prüfstand stellen.

Ob Dannenberg auch betroffen ist? Auf der Conti-Homepage ist nix zu finden. Auf der Dannenberger natürlich auch nix. Und weil der NDR eben nicht das ZDF ist, findet sich auf bei den Fernsehleuten nix.

Mal sehen ob die EJZ was bringt.

Update:

  • Die Hessisch-Niedersächsische Allgemeine bringt heute einen Artikel aus Frankenberg, einem anderen Conti-Standort.
  • …und auch Ingolstadt ist betroffen, wie der Donaukurier berichtet.
  • .
    Jeweils am Montag seien die Rathäuser über den Wegfall der Gewerbesteuer informiert worden. Einen Tag später war die Ratssitzung des Stadtrates – ohne dass das Thema angesprochen wurde. (. . . oder hab ich das verpasst?)

    Lehrstunde Demokratie im Stadtrat

    Demokratie ist, wenn man hingeht.

    Wer aber glaubt es würde reichen, zur Wahl zu gehen, irrt. Es lohnt sich, auch die politischen Debatten zu verfolgen. Gestern zum Beispiel tagte der Dannenberger Stadtrat.

    Der hatte über das regionale Entwicklungskonzept zu entscheiden, von dem hier schon mal die Rede war. Vorher gab es eine Bürgerfragestunde (laut Satzung auf eine halbe Stunde beschränkt) und eine Diskussion über die einzelnen Punkte des Paketes, welches von der Verwaltung geschnürt wurde.

    Dabei wurde der Plan, Bauland am Thielenburger See auszuweisen abgewiesen. Der Weg zu dieser Entscheidung war ein Krimi. Denn ursprünglich wollten die Fraktionen von SPD und CDU den Plan mit minimalen Änderungen durchwinken.

    Erst eine wirklich fulminante Rede von Ex-Bürgermeister Fartmann drehte diese Entscheidung. Fartmann konnte sich sicher sein, den Willen der Anwesenden zu treffen. Denn während der Bürgerfragestunde war Volkes Stimme eindeutig gegen diese Idee. SPD-Fraktionschef Schwidder beantragte im Anschluss an die Fartmannsche Einlassung eine Sitzungspause, um den ursprünglich geplanten Beschluss noch einmal im Fraktionskreis zu diskutieren.

    Nicht ohne Folgen bei SPD wie auch auch bei der CDU.

    Deren Fraktionsvorsitzende Felber hatte die Größe, von der ursprünglichen Rede abzurücken und im Anschluss wurde die Idee einstimmig abgelehnt.

    Danke für die Einsicht . . .

    Fünf Kardinalfehler bei zu wenig Kohle.

      Schau Werbung
      Kaufe Zeitschriften
      Behalte dein Auto.
      Spiele Lotto.
      Kaufe dir ein Pferd.

    Ja, logisch, näh?!!” Von wegen:

    Der Sohn eines Bekannten hat sich jetzt ein Pferd gekauft. Für 1.500€. Der Wallach ist 12 Jahre alt und fand seinen Weg aus Frankfurt ins Wendland.

    Die Verkäufer haben wohl geglaubt: Och im Wendland hat es unser “Dicke” doch gut – so auf dem Land.

    Ja, Pech gehabt! Nicht jeder vom Land verfügt auch über solches.

    Sohnemann hat sich nicht überlegt, dass die Unterstellung eines Pferdes durchaus mit Kosten verbunden ist. 200€ im Monat sind auch hier im Wendland kein Preis für Vollpension. Die brauch er, weil von Pferden hat er eigentlich keine Ahnung. Dummerweise übersteigt dieser Betrag, zusammen mit der Abzahlung des Kaufpreises in Raten zu 100€ sein Hartz4 Einkommen. Das wird sowieso dezimiert durch die Unterhaltskosten für das Auto, den Hund und den Schuldendienst.

    Darum steht der Zosse jetzt bei seinem Vater. Der hat zwar auch keine Ahnung von Pferden aber wenigstens einen Garten.

    Wie kann es angehen, dass jemand der von der Hand im Mund lebt und einen Arsch voll Schulden hat und dem das Wasser einmal im Monat bis zu Hals steht auch nur darüber nachdenkt, sich ein Pferd zu kaufen?

    Hat jemand ne Ahnung?

    Familienatlas: Traue keiner Statistik

    Gute Verhältnisse in Sachen WohnsituationEs war angeblich der britische Premier Winston Churchill, der keiner Statistik trauen wollte, die er nicht selbst gefälscht hatte.

    Mit Statistiken ist das wirklich so eine Sache. Sie können Lichtungen schlagen, wo der Wald vor lauter Bäumen nicht zu sehen ist. Allerdings wird dabei auch mit einem groben Keil gearbeitet. Das Ergebnis ist – um im Bild zu bleiben – eher ein grober Klotz als eine filigrane Skulptur welche die Wirklichkeit abbildet.

    Sieht man sich den Familienatlas an der heute von Prognos veröffentlicht und von DIHK und Familienministerium vorgestellt wurde, kann man “seine” Gemeinde endlich “objektiv” mit den Nachbarn vergleichen und Druck auf die Politik machen.

    Der Familienatlas ist daher in meinen Augen eine Motivationshilfe.

    Denn: Aufgeteilt in vier Handlungsfelder werden die einzelnen Kommunen bezüglich Wohnumfeld, Ausbildungsumfeld, “Vereinbarkeit von Familie und Beruf” und Freizeitangebot für Familien bewertet.

    Für Lüchow-Dannenberg gibt es Licht und Schatten. Am Ende bleibt ein diffuses Streulicht.
    Denn: Unser Landkreis ist eine sogenannte “stabile Region”. Nun ja. Hört sich ja nicht schlecht an oder? Genau! Und genau da kommt diese Sache mit der Motivationshilfe ins Spiel:

    Diese Regionen bilden das Mittelfeld sowohl was die Angebote für Familien als auch die
    Rahmenbedingungen betrifft. Gegenüber Familien tun sie sich nicht hervor – weder in
    positiver noch in negativer Hinsicht.

    Die Autoren empfehlen:

    Stabile Regionen sollten sich stärker um ein familienfreundliches Profil bemühen, um Familien
    anzuziehen und einer möglichen Abwanderung vorzubeugen.

    Familienatlas 2007

    Dannenberg ist nicht Sachsen

    Während in Sachsen die Inder durch die Straßen gejagt werden, sind die Ordnungshüter in Dannenberg auf der Hut.

    Gröhlendene Nazis (die es leider auch hier gibt), wurden gestern nacht in Dannenberg an der Langen Straße von der Polizei unter die Lupe genommen. Wer die Gesetzeshüter informiert hat, kann ich nicht sagen (würde ich auch nicht tun) – aber offenbar lassen es sich die Dannenberger nicht gefallen, dass nach Einbruch der Dunkelheit vier Glatzen ihre Nazilieder anstimmen.

    Die mildeste Form von Zivilcourage – aber eine sehr wirkungsvolle. Danach war nämlich Ruhe.

    Wahlkampf im Web

    Während sich die deutsche Bloggosphäre im Augenblick den Ambitionen einiger Politiker gar skeptisch gegenübersteht, dreht in den USA das politische Fähnchen in den steifen Wind der öffentlich artikulierten Meinung.

    Eine Lehrstunde für deutsche Wahlkampfstrategen sind auch die Auftritte der Kandidaten. Auch nachzulesen im Metablocker bei politik-digital.de

    Der 100$ Laptop wird gebaut

    Was darf ein Computer für Afrikas Kinder kosten?

    Wikipedia‘Nicht mehr als 100$!’ Diese Zielmarke gab Nicholas Negroponte, Gründer des MIT Media Lab, vor. Seine Forschungsgruppe untersucht Möglichkeiten, die Entwicklungs- und Schwellenländer bei der Entwicklung moderner Technologien mitzunehmen statt abzuhängen.

    Die Idee ist so revolutionär wie umstritten.

    Nun wird er also gebaut. Im Oktober 2007 sollen die ersten Exemplare ausgeliefert werden.
    Das zumindest berichtet die BBC in diesem Beitrag.

    G8: Web erlaubt Blick hinter die Kulissen

    Im Wendland sind die Castor-Transporte geübte Praxis und viele Teilnehmer wundern sich regelmäßig, was in den Medien daraus gemacht wird. Denn was über an Informationen über die klassischen Nachrichtenkanäle geschaufelt wird, lässt viele friedliche, sympatische und kreative Eindrücke unentdeckt.

    Das Web hilft hier dem Interessierten, sich einen tieferen Einblick in die Szenerie zu verschaffen. Das gilt auch und gerade für die aktuelle Lage in Rostock. Der G8-Protest ist mehr als nur Hooligans, schwarzer Block oder prügelnde Bullen.

    Bunt, schwarz-weiß und manchmal nachdenklich. Sehr sehenswert und immer aktuell.

    Bildershow bei Flickr.com

    Alma verschiebt Beschluss zur Satzung

    Die Samtgemeinde Elbtalaue will die Bürger in die künftige Entwicklung enger einbinden. Als gangbarer Weg erscheint ein Verein. Ein Bürgerverein um genauer zu sein. Der hat schon einen Namen, einen Vorstand, bereits einige Mitglieder (unter anderem mich) – aber noch keine Satzung. Auch nach der gestrigen Sitzung steht die noch aus (genau wie die Beitragsordnung)

    Eine Satzung zu beschließen, ist nicht so einfach.

    Das liegt nicht zuletzt daran, dass neben einfachen Bürgern auch die Touristiker, Gewerbetreibenden und politischen Vertreter der zur Samtgemeinde zugehörigen Gemeinden in den neu gegründeten Bürgerverein integriert wurden.

    Vereine in Vereinen – das macht die ganze Angelegenheit etwas kompliziert, was ich am einfachsten anhand der Mitgliedsgemeinden beschreibe (auch wenn die natürlich kein Verein im engeren Sinne sind) :

    Entschließt sich eine Gemeinde Alma beizutreten, werden Beiträge fällig – abhängig von der Bevölkerungszahl der Gemeinde. Dafür bekommen die Gemeindevertreter auch mehr Stimmen – wiederum abhängig von der Bevölkerungszahl der jeweiligen Gemeinde.

    Gestern wurde die Konstruktion des Vereins via Overheadprojektor auf eine Leinwand geworfen. Das Organigramm sei nach langer Diskussion im Vorstand entstanden. Sie hier wiederzugeben (und sei es nur näherungsweise) ist mir leider nicht möglich. Nur so viel:

    Die Mitglieder von Alma werden sich in vier Sparten aufgliedern: Touristik, Gewerbe, Gemeinden und ‘Bürger’.

    Ich werde wohl ‘Bürger‘ bleiben. Das kommt meinem Naturell sowieso am nächsten.

    To be continued . . .

    ETI: Zentrale Vermarktung für Elbtalaue und Heide

    Es gibt ihn: den Masterplan für die Entwicklung der Lüneburger Heide und der Elbtalaue. Allerdings: Noch ist er nicht in Gänze öffentlich einsehbar. Nur ein kleines Exzerpt ist vorhanden.

    Am 13. März 2007 wurde das ‘Zukunftskonzept’ an den niedersächsischen Wirtschaftsminister Walter Hirche übergeben und der war so freundlich, eine Kopie auch ins Kreishaus nach Lüchow zu schicken; zu Händen des Landrates.

    Natürlich war das keine Gefälligkeit, sondern nur recht und billig – immerhin ist der Landkreis einer von elf Auftraggebern des Konzeptes und bezahlt die Musik, die da bestellt wurde.

    mehr lesen …

    40 Minuten . . .

    … dauerte der öffentliche Teil der gestrigen Stadtratssitzung in Dannenberg. Das nenne ich produktives Sitzungsmanagement:

  • Bürgerfragestunde
    (keine Fragen)
  • Protokoll genehmigt
    (1 Enthaltung)
  • Beschluss über die Aufwandsentschädigung der Kommunalpolitiker
    (Beschluss nach Vorlage, was immer auch da drin stand, Einstimmig)
  • Ziel-1-Förderdiskussion
    (B90/DieGrünen wollen schon jetzt Projekte sammeln. Die Verwaltung organisiert zeitnahe Infoveranstaltungen. Eine für politische Mandatsträger und eine Einwohner. Keine Abstimmung)
  • Information über ein integriertes Stadtmarketingkonzept
    (Keine Abstimmung)
  • Und, last not least: Haushalt für 2007 verabschiedet
    (Es geht voran, keine neuen Kredite. Einstimmig.).

    Kurze Anmerkung: Der Haushalt der Stadt wird jetzt eingetütet, zum Landrat geschickt (der darf den dann zur Kenntnis nehmen) und anschließend hier im Internet veröffentlicht.

    Wenn ich das richtig mitbekommen habe, werden die bislang von der Stadt in Auftrag gegebenen Studien und Gutachten von studentischen Hilfskräften gesichtet und zu einem integrierten Stadtmarketingkonzept zusammengefasst.

    Nun denn.