Schlagwort-Archiv: Podcast

Hörenswert: Jugend im Soziopod

Scheiß auf CD – braucht kein Mensch und trotzdem: An mein Ohr kommen auf der Fahrt zur Arbeit nur Hörbücher oder gute Podcasts.

Seit kurzem gibt es die 13.Folge vom Soziopod, den ich hier ausdrücklich allen audiophilen Eltern, Fast-Eltern, Kindern und Jugendlichen mit einer Stunde Zeit ans Herz lege:

In der neuen Ausgabe des anstrengendsten Podcasts Deutschlands sprechen Herr Breitenbach und Doktor Köbel über “Die Jugend und die Pubertät”. Was sind die Phasen der Kindheitsentwicklung? Was macht Pubertät aus, wozu ist sie da? Wie können Eltern und Lehrer damit umgehen?

Jugend – Pubertät – Shitstorm in der Familie

Frohe(s) Neue(s,) Vorsätze

 

Frohes Neues

Frohes Neues 2009. Feuerwerk über der Stadt vom Balkon aus gesehen. Nein, ich war nicht los. Ja, ich habe mich darüber geärgert. Nein, ich bin nicht fit.

Ich nutze die Gelegenheit, auf diesem Wege allen Lesern ein frohes, neues Jahr zu wünschen.

2008 hat sich bei mir mit einer laufenden Nase verabschiedet und das neue Jahr hat sich durch Schüttelfrost und kalte Füße bemerkbar gemacht. Dass ich damit nicht alleine bin, erlebe ich in der eigenen Familie – aktuelle Ausfallquote: 80%

Das gibt Zeit zum Nachdenken.

Eigentlich halte ich nicht mehr viel von Vorsätzen zum neuen Jahr – trotzdem seien hier einige festgehalten.

 

  • Konsequentes Veröffentlichen im Wespennest – Zum Beispiel durch Weiterführen der Menschenrechtsserie.
  • Beleben von kinderwirtschaft.net mit einem regelmäßigen Podcast
  • Twitter zurückfahren
  • Die Funktionalitäten von me.com ergründen
Wer glaubt, ich würde das Rauchen einstellen wollen:
Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom. Ich drehe weiter.

Jahresrückblick 2008

 

Auf den Kopf getroffen. Der Jahresrückblick 2008 fürs Wendland zum Hören

Auf den Kopf getroffen. Der Jahresrückblick 2008 für's Wendland zum Hören

Jeder wo schreiben kann, macht einen Jahresrückblick – aber einen zum Anhören gibt es selten. Okay, es gibt natürlich die 2008er Charts und Nachrichtenüberblicke und was in der EJZ stand. Aber der letzte ist ja nun wirklich nix zum Anhören.

Hier ist jetzt der 2008er Jahresrückblick von Jens, mir und Martin von meinem Sofa. Was ist 2008 im Landkreis angefangen worden, was ist in Erinnerung geblieben?

Eine Stunde und drei Minuten lang geredet – und was haben wir vergessen?

Wendland, Ick Mog Di,
Heimat und Kultur im Klahns

Die Sache mit dem singenden Landtagsabgeordneten ist ja prima angekommen. Danke für die Mails und die Ermutigung.

Darum auch das nächste Stück. Es freut mich, dass es Hörer für plattdeutsche Musik abseits der Volkstümlichkeit gibt. Hier also “Wendland, Ick Mog Di” noch einmal in einer schönen Live-Aufnahme während der Wendenpfanne im Klahns vom April 08. 

Elbholz

“Wendland, Ick Mog Di” ist sozusagen eine akustische Rundreise durch diesen etwas skurrilen Landkreis. Das Lied gibts jetzt rechtzeitig vor der Kulturellen Landpartie 08 für alle Wendland-Fans im Wespennest zum Üben.

Ihr könnt den Song hier im Wespennest anhören oder als MP3-Song für unterwegs herunterladen. Viel Spaß.

Wendenpfanne im Klahns

Die Sache mit dem Lokalkolorit zieht. Die Gäste im Klahns hatten ihren Spaß, als Kurt Herzog sich der Politik ab- und der Klampfe zuwandte und im wahrsten Sinne des Wortes in die Saiten griff.

Kurt Herzog im Klahns

Kurt Herzog als linker Barde im Klahns

Die bange Frage, “kannst Du singen” stand im Raum und sieh an – er kann.

“Beutower Tuppertanten”

Ach ja – aufgenommen mit dem H4, der ganz locker auf einem Fotodreibein auf dem Tisch stand . . . Zum Anhören einfach den “Abspielen-Button” unter diesem Beitrag drücken und einen Augenblick warten ;-)

Zoom H2: kleiner Bruder ganz groß

Switchpak hat mich drauf gebracht und ich muss sagen: Das Teil sieht gut aus!

Der H2 ist mit 63.5(B)x110(L)x32(T)mm und 110gr Gewicht Gewicht (zzgl 2 Mignon) nicht nur erheblich kleiner als der H4 – er verfügt auch über ein Feature, das den H2 zumindest für Aufnahmen mit Raumeffekten zur ersten Wahl machen.

4 Kapseln statt 2
Stereo ist ja gut und schön – einen Schritt weiter geht die im H2 verwendete Doppel-Stereo-Funktion: Das Gerät hat 4 Kapseln, die im Aufnahmekopf im 360° Radius angeordnet sind. So lassen sich Dialoge oder Konferenzen aber auch Musik-Sessions noch besser räumlich abbilden.
Allerdings ist die Anbringung der Kapseln auch gewöhnungsbedürftig.

Das Gerät wird zum Interview nämlich hochkant auf dem Tisch positioniert. Man spricht sozusagen ‘von der Seite’ und nicht ‘von Vorn’ auf das Gerät ein.

Das erinnert mich an mein schönes Sony Mikro (ECM-999PR), welches die Kapseln auch seitlich positioniert hat. Die vermeintlich falsche Ausrichtung des Mikros ließ meine Interview-Partner doch immer wieder stutzen (Was in einem Fall fast zum Handgemenge führte ;-) ).

Switchpak hat das gute Stück im Einsatz und auch er beschwert sich über die grottige Menü-Führung. In dieser Hinsicht, hat man wohl beim Hersteller nicht viel dazu gelernt. Schade eigentlich.

Über die Kommentare bei Switchpak hab ich den großartigen Fahrenheit404-Podcast entdeckt. Auch dort kommt der H2 zum Einsatz und Bob kommt nun regelmäßig auf meine Festplatte.

Update: Audiotranskriptions hat den H2 zum “Testsieger” erklärt…

Podcast-Tipp: 3Sat, Neues

3satMit Computershows ist das so eine Sache. Kleiner, schneller, teurer ist meine Sache nicht und auch die neverending Story Apple vs Microsoft ist eher was für Aktivisten.

Heute erst in iTunes entdeckt: der Podcast von 3Sat Neues. Ich bin bekennder Fan der öffentlich rechtlichen Sender und gerade die ‘Computershow’ von 3Sat gefällt mir ausnehmend gut. Computer werden dort etwas umfassender betrachtet und auch Seitenaspekte passen ins Sendekonzept.

Im Podcast sind nicht nur die regulären Sendungen sondern auch eigene Themen für den Abruf konserviert. Die Mediathek von 3Sat ist übrigens ebenfalls überarbeitet worden. In dieser Form sind Gebühren gut angelegt, finde ich.

Zoom H4 am MacBook

Neue MöglichkeitenGanz neue Möglichkeiten ergeben sich, wenn der Zoom H4 am MacBook via USB-Kabel angeschlossen wird: Dann lässt er sich über Garageband als externes Mikrofon nutzen.

Eine Möglichkeit, die zwar rein theoretisch auch für Windows-User offen steht – bei mir kam das jedoch nie in Frage. Der Lüfterlärm wäre als permanentes Rauschen im Hintergrund zu hören. Also blieb bislang nur die Möglichkeit, gesprochenes Wort als MP3-Datei auf die SD-Karte zu schieben, um die Datei anschließend in Audacity importiert zu werden. Dabei sind zwei Zwischenschritte nötig – jedesmal mit Qualitätsverlust verbunden.

  • Das ganze ist nun überflüssig, weil ich mir das MacBook gekauft habe.
  • Den Umgang mit MacOS X übe ich derzeit noch. Unter anderem mit Garageband. Das ist das mitgelieferte Soundschnittprogramm von Apple und für Podcaster eine gaaaanz feine Sache.
  • Für alle Vista-User wichtig: Es gibt ein neues Softwareupdate für den H4

    Weil ich schon mal dabei war, habe ich die neue Podpress-Version 8.2 als Plugin ins Wespennest installiert.

  • Dank an Jörn von nerotunes.de
    Viel Spaß beim Hören für die nächsten zehn Minuten.

    Kulturelle Landpartie #2

    Es ist schon faszinierend. Ein Konzert von Hosoo aus Bremen hat mich gestern vollkommen in den Bann geschlagen.

    Groß Heide
    Ich hatte ja angekündigt, mir das Konzert in Groß Heide anhören zu wollen. Wie versprochen habe ich auch gefragt, ob ich eine Aufnahme machen durfte und habe mir die Erlaubnis von Dangaaa (der Maestro der Mongolen) und der deutschen Managerin geholt. Kleiner Hinweis: Interessierte Veranstalter, bitte melden ;-)
    Groß Heide: Wie war es?
    Tolles Konzert, buntes Publikum. Die Musik ist auch für europäische Ohren sehr eingängig und es würde mich nicht wundern, wenn diese Art zu singen früher oder später die deutsche Independent-Szene beeinflusst. Stimmungsmäßig irgendwo zwischen Früchtetee und Irish-Folk-Konzert angesiedelt, haben sich meine Erwartungen erfüllt. Gelungen!

    Wo ich aber schon mal Musik mitgeschnitten habe:
    Was liegt da näher, als gleich einen ganzen Podcast zu machen? Fünf Minuten Kulturelle Landpartie zum Hören. Viel Spaß.

    Gut Wehr: Jugendfeuerwehr Clenze feiert 40. Geburtstag

    P1110063Was lange währt, wird endlich gut. Das gilt in erster Linie für meinen Podcast hier im Wespennest. Der war ursprünglich als Platz für hörbare Erlebnisse hier vor Ort gedacht, entwickelte sich zwischenzeitlich aber als eher als Technikchannel.

    Diesmal ist es soweit und mein erstes Regionalthema ist online.

    Die Jugendfeuerwehr in Clenze feierte am 5. Mai 2007 ihren 40. Geburtstag. Damit ist sie genauso alt wie die Jugendwehr der Stadt Hamburg. Das ist ein untrügliches Zeichen dafür, dass die Großstädte der Provinz nicht immer eine Nasenlänge voraus sind. Zumal die Jugendwehr in Wustrow auf eine noch längere Tradition zurückblickt. Aber das nur am Rande.

    Ich war am Wochenende mit Aufnahmegerät vor Ort und hier ist mein Bericht. Zum Anhören einfach auf das kleine Dreieck unter diesem Bericht klicken, zurücklehnen und lauschen.

    Viel Spaß beim Zuhören und liebe Grüße an alle Beteiligten, die mir so nett Rede und Antwort gestanden haben.

    Wer mehr wissen möchte, über die Jugendwehren im Landkreis, kann sich die Page der Kreisjugendfeuerwehr zu Gemüte führen. Dort gibt es eine Liste mit allen Ansprechpartnern der hiesigen Jugendwehren.
    Ach ja: Ich freue mich über Leserbriefe meiner bisherigen und meiner neuen Hörer

    Gut Wehr.

    Kritik am ZOOM H4: Meine Meinung

    Es wird Zeit, auch mal was kritisches zum ZOOM H4 zu sagen. Der MP3-Rekorder leistet mir zwar gute Dienste aber viele Hörer wollen offenbar etwas zu den ‘Störgeräuschen‘ hören.

    Die heutige Folge handelt vom Software-Update, enthält meine Stellungnahme zur Kritik im Tontechniker-Forum, einen Hinweis auf die vom Hersteller empfohlenen SD-Karten und zu guter Letzt
    einen Tipp zu Audacity, dem Opensource-Schnittprogramm mit dem auch mein Podcast produziert wird.

    Shownote-Links:

  • Die neue Software mit der Versionsnummer 1.20 für den H4 gibt’s hier.
  • Im Tontechniker-Forum gibt es kritische, ja sogar warnende Stimmen zum Gerät.
  • Im gleichen Forum steht hier eine ausführlichen Kritik zum Mikrofon. (Mir persönlich ist das etwas zu theoretisch.)
  • Eine Liste der vom Hersteller empfohlenen SD-Karten von 512MB bis 2GB.
  • Mein Fundstück im Audacity-Forum: Die ‘Schnitt-Vorhör-Funktion über die Strg-Taste‘.
  • .

    Ich freue mich wie immer Feedback. Die Kommentarfunktion steht euch dafür offen. Wenn dir das Schreiben zu umständlich ist: Gib mir doch eine Bewertung und klicke einen der fünf Wespenköpfe unter dem Titel an. Viel Spaß beim Hören.

    Podcast Praxistest: Produktionsbedingungen

    Der dritte Teil meiner kleinen Serie über die Podcastproduktion mit einem externen MP3-Rekorder befasst sich vor allem mit dem Feedback auf vorherige Beiträge.

    Ich beschreibe in dieser Folge die Bedingungen, unter denen ich meine Folgen aufbereite und stelle dabei ein paar Tricks vor, mit denen ich gut fahre.

    (update – bin auf Mac umgestiegen und das ergibt andere Möglichkeiten)

    Die richtige Position des Mikrofons beim Aufnehmen: Meine Nasenspitze berührt fast den Ploppschutz, der bei meinem Aufnahmengerät im Lieferumfang enthalten war. Damit Ploppgeräusche möglichst ganz vermieden werden, habe ich das Mikro etwas oberhalb der Lippen plaziert. So ‘hauche’ ich an den Kapseln vorbei…

    Der Rekorder selbst ist auf einem Fotostativ montiert. Dafür nutze ich den ebenfalls mitgelieferten Stativhalter, auf dem der Recorder festgeklettet wird.

    Die Mirkofoneinstellung regelt man beim H4 am einfachsten über einen Schiebeschalter. So hat man zwar nur die Auswahl zwischen drei Empfindlichkeitsstufen – dafür ist ein Wechsel relativ schnell machbar. Zwar kann auch softwareseitig eine Aussteuerung vorgenommen werden, die ist aber recht aufwendig einzustellen, was an der Menueführung beim H4 liegt.

    Leider ist die Präsentation von ‘Griffgeräuschen’ bei der freihändigen Aufnahme wirklich schwierig, was vor allem daran liegt, dass sie kaum auftreten. Wer es selbst hören möchte… einfach den Podcast abrufen.

    In meinem Beitrag gibt es zwei Surftipps. Der eine hängt direkt mit dem Thema zusammen, der andere ist etwas vollkommen anderes aber auch bemerkenswert.

    Hier also die Links
    www.hallomarkus.de
    www.onevoicemovement.org

    Podcast in der Bücherei

    Heute war es mal wieder nett in der Bloggosphere. Ein tolles Projekt bahnt sich da für die Freunde von Büchereien an.

    Dass Büchereien und örtliche Bibliotheken längst mehr sein können, als die langweiligen Bücherhallen der 70er und 80er Jahre, dürfte sich herumgesprochen haben. In der Regel sind sie heute ein Ort des multimedialen Lernens und wahrscheinlich die beste Option für Städte und Kommunen, ihren Bürgern Medienkompetenz zu vermitteln.

    Dabei setzen die Bibliothekare auch auf ganz neue Trends und im Web. Ich durfte mich über die Aufgeschlossenheit schon einmal sehr freuen und blicke fröhlich in die Zukunft. Ich freu mich drauf!

    Einsatzdemo: ZOOM H4 Mikrofon

    Es hat etwas länger gedauert, bis ich hier den zweiten Teil meiner schon länger geplanten Nabelschau in Sachen ZOOM H4 ins Netz stelle. Teil zwei behandelt das Thema Stereo-Mikrofon bei meinem MP3-Rekorder.

    Grund für die Verzögerung: Ich schaffte es einfach nicht Audacity beizubringen, das MP3-File so zu erzeugen, dass ich den Chimpmunk-Effekt bei podpress vermeide. Warum es jetzt plötzlich funktioniert, kann ich nicht nachvollziehen. Ursachenforschung läuft noch…

    Nabelschau, weil ich inhaltlich eigentlich etwas ganz anderes vor habe und die Beschreibung meiner Technik zum Einen der Aufklärung (im Sinne eines Erfahrungsaustausches mit Kaufinteressierten sozusagen) und zum Anderen der Übung dienen soll.

    Passend zum Thema, habe ich eben einen anderen Benutzer des Zoom gefunden, der sich derzeit auch mit Aufnahmen und Podcasts beschäftigt.
    Ankündigung:
    Ich habe übrigens im Beitrag erwähnten Außentermin schon hinter mir. Dabei gab es ein ziemliches Problem, über das ich wohl in der dritten Folge sprechen werde. (Hat was mit der 96kHz-Wav-Aufnahme bei langsamer SD-Karte zu tun…)

    Podcast Praxistest: Aufnahme ZOOM H4

    Achtung Aufnahme! Ja, wie denn? Spätestens wenn es um O-Töne geht, muss auch der am Computer arbeitende Podcast auf die Straße.

    Aufnahmegeräte unterscheiden sich hinsichtlich der Qualität, des Preises und der Systeme. Neben den mechanischen Lösungen wie Mini-Disc, DAT oder der analogen Kompaktkasette gibt es seit kurzem auch bezahlbare MP3-Recorder.

    Einen, den ZOOM H4, stelle ich hier in einem ersten Praxistest Einsatz vom Sofa aus vor.

    Dass auch Außenaufnahmen durchaus möglich sind, zeige ich im Ostergruß aus Dannenberg.

    Allerdings ist im Audio-Teil ein ziemlicher Klopfer drin: Ich behaupte, es gäbe eine Midi-Schnittstelle. Und das ist falsch! Danke Amelie

    Podcast: Die Gier nach Zahlen

    Der Podcaster im Allgemeinen ist ein Idealist, ein Spielkind. Neues wird ausprobiert und Altbewährtes wiederentdeckt. Zum Beispiel die Tatsache, dass die Aufmerksamkeitsschwelle des Hörers nicht gottgegeben nach 1 min, 30 sek endet.

    Podcasten ist für jeden Autor erst einmal ein Experiment und dafür ist jedes Thema recht. Es wird über den Kimono reflektiert, das nächtliche Einkaufen in den USA beschrieben oder Grasswurzeljournalismus betrieben.

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    Achtung, Aufnahme: MP3 – Rekorder

    Ich bin ja inzwischen echt stolz darauf, noch mit einer Revox schneiden zu können. Der erste EJA-Jahrgang hatte es in dieser Hinsicht mit dem analogen Studio in der Donauuni in Krems recht gut.

    Seit die Digitalisierung Mitte der 90er in der Radioszene einsetzte, hat sich die Hardware weiter verändert. DAT und Sony’s MiniDisc begannen, die Kompaktkassette abzulösen.

    Während DAT inzwischen wieder tot ist, macht sich MP3 startklar: mit Aufnahmegeräten die in vielerlei Hinsicht eine echte Weiterentwicklung sind. Eine echte Erleichterung vor allem für Podcaster mit Ambitionen zur Reportage.

    - Am PC/Apple funktionieren MP3 Rekorder wie Laufwerke

    - Die Aufnahmequalität ist für jeden Zweck ausreichend
    - Geringer Stromverbrauch erhöht die Akkulaufzeit wesentlich

      Der wesentliche Unterschied zwischen einem tragbaren DAT, der lasergestützten MiniDisc und einem mobilen MP3-Recorder: das Innenleben.

      Aufwendige, filigrane Mechanik hier wie da – dort nur nüchterne Chips.
      Das an sich wäre noch kein Grund, über einen Systemwechsel nachzudenken. Wie oft schaut man schließlich in so ein Gerät hinein?

      Aus dem Aufbau ergibt sich jedoch eine ziemlich bedeutsame Folge. Effizienz. Genauer: Energie-Effizienz. Die netzunabhängige Betriebszeit verlängert sich um ein Vielfaches.

      Kein unwesentliches Argument für die vielen künftigen Spontage-Journalisten, die in Folge der Podcast-Entwicklung nur darauf warten, dass es noch etwas leichter wird, endlich loszulegen. Aktuelle Aktionen wie das Blogspiel vom Deutschland-Radio und das Projekt vom RBB werden dem sich abzeichnenden Trend neue Mitspieler zuschanzen.
      Spätenstens beim Überspielen der Dateien spielt der MP3-Recorder seine direkte Verbundenheit mit dem Computer aus:

      Die Audiodaten werden als MP3-Datei einfach via USB auf die Festplatte zur weiteren Verarbeitung verschoben. Der Chip ist wieder frei und 256 MB reichen für mehr als 2 Stunden Aufnahme. In den H4 von ZOOM passen bis zu 2 Gigabyte große Chips – aber wer will ernsthaft 2 GigaByte per USB kopieren?

      Und trotzdem: Wer – wie ich – schon einmal die gesammelten Aufnahmen einer umfassenden Volkswagen-Werksbesichtigung von DAT auf den PC kopoieren musste, wird den zügigen Übertragungsworkflow zu schätzen wissen.

      Ich weiß nicht, welche Aufnahmegeräte heute bei den Radiostationen verwendet werden. Aber ich weiß was sie morgen nutzen: MP3-Recorder.

      Anbei eine kleine Aufnahmedemo mit Atmo und Interview (gemixt)

      Die besten Vorsätze für ein frohes, neues Jahr

      Wenn man sich zu Beginn des neuen Jahres mit guten Vorsätzen aufladen muss, dann doch bitte mit den richtigen.

      Es ist immer wieder das Gleiche: Pünktlich zum 1.Januar beginnt nicht nur das neue Jahr sondern auch das neue, gesunde und vernünftige Leben. Vorsätze gehören zum neuen Jahr wie das Silvesterfeuerwerk. Als Grund habe ich die unendliche Abfolge von Jahresrückblicken diagnostiziert, die seit der Vorweihnachtszeit auf mich einwirken. Früher oder später pflanzt sich die Frage nach dem ‘und was kommt jetzt?’ in den Hinterkopf. Die besten Vorsätze für 2007…
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      Podcast selber machen: schneiden & mischen.

      Die Aufbereitung, also das Schneiden und Mischen, von Tondateien am Computer (zur späteren Verwendung als Podcast, zum Beispiel) ist ein durchaus spannendes Thema.

      Es ist ein kreativer Vorgang mit hohem Spaßfaktor und für alle geeignet, die etwas mit ‘Neuen’ Medien machen wollen.

      Bis Mitte der 90er waren Bandmaschinen und Mischpult für den Audioschnitt unverzichtbar, heute geht das auch ohne solche Hardware und ist damit entsprechend billiger.

      Wer selbst einen Beitrag schneiden und mischen möchte benötigt lediglich einen Computer mit Soundkarte.

      Ersteren gibt es in der Regel kaum noch ohne das Zweite. Wer hohe Qualitätsansprüche stellt, muss mit Aufpreisen rechnen.

      Wer in Sachen Schnitt-Technik keine Lust hat, Geld zu investieren, kann mit Programmen wie AudaCity auch ohne Englischkenntnisse ausgezeichnete Ergebnisse erzielen. Das Programm Audacity läuft mit deutscher Bedienoberfläche unter Windows, ist stabil und in der Szene weit verbreitet. Ein Download ist kostenfrei und via

      Aufnehmen, Importieren von verschiedenen Quellen und Formaten, Versprecher finden und rausschneiden und selbst das Mischen von Musik und Sprache auf mehreren Spuren ist für Audacity kein Problem. So, damit genug der Werbung und wer weitere Fragen zu Audacity hat, kann Antworten dazu eventuell in diesem Bereich der Audacity-Homepage finden.

      Die Frage “Wie lang darf ein Audiobeitrag überhaupt sein?” lässt sich nach meiner Meinung nicht allgemein beantworten. Die Hörgewohntheiten sind geprägt durch den Rundfunk. “Und bist du noch so fleissig, nicht länger als 1.30″ ist die Regel nach der die meisten Rundfunkanstalten arbeiten. Das mag für das “Nebenbei-Medium” Radio durchaus gelten. Bei Podcast-Beiträgen gilt das nicht.

      Da spielt der Hörer eine wesentlich wichtigere Rolle. Denn durchschnittliche Aufmerksamkeit hängt neben den Hörgewohnheiten maßgeblich vom Interesse des Hörers ab. Ich wehre mich gegen dogmatische Obergrenzen die dann auch noch psychologisch nachgewiesen wurden.
      Als Beweis für diese gewagte Aussage verweise ich auf die Menschen, die mit Freude in eine abendfüllende Wagner-Oper gehen und dafür viel Geld bezahlen.

      Die Aufmerksamkeit des Hörers kann durch eine ansprechende Dramaturgie des Beitrages geweckt und manipuliert werden. Selbst inhaltlich spannende Themen können nach wenigen Minuten ermüden. Ein regelmäßiger Wechsel zwischen lauten und leiseren Passagen ist ein Stilmittel, ergänzt durch Geräusche, die Bilder im Kopf entstehen lassen können macht die ganze Sache spannender.

      Natürlich hängt viel vom Sprecher ab – aber letztendlich ausschlaggebend ist der Inhalt.

      Nur wenn der überzeugt, bleibt der Hörer aufmerksam. Da kann der Sprecher im Zweifelsfalle sogar lispeln oder durch andere lustige Sprachfehler gehandycapt sein – wenn der Inhalt stimmt bleibt der Hörer dran.

      Das Unterlegen eines Musikbettes ist beliebt aber nicht ganz ohne Risiko. Zum einen droht die GEMA mit einer Rechnung, zum anderen stellt sich die Frage nach dem ‘was’. Was passt thematisch, was passt zu ‘mir als Autor’, was passt dem Hörer?

      Denn über Geschmack lässt sich trefflich streiten. Und gerade bei Musikgeschmack gehen die Meinungen sehr weit auseinander. Die Chance, den potentiellen Interesseten mit der falschen Musik zu nerven ist ziemlich hoch. Also Vorsicht.

      Podcast

      Ein Podcast ist ein Hörbeitrag, der über das Internet geliefert wird. Der Begriff ist in Deutschland noch relativ unbekannt, wenngleich es von Tag zu Tag immer mehr Podcaster und Hörer gibt.

      Eine vollständige Übersicht über die hier erschienen Podcasts erhalten Sie, wenn Sie diesem Link folgen.

      Das Besondere beim Podcast ist die Möglichkeit, Serien zu produzieren. Die können vom Empfänger quasi im Abo automatisch empfangen werden. Wann der Empfänger die Folgen abspielt bleibt selbstverständlich ihm überlassen – die Beiträge befinden sich schließlich auf dem heimischen Rechner als MP3-Datei. Er kann sie am Computer oder im MP3-Player hören, auf CD brennen oder einfach löschen.
      Das Abonnieren eines Podcasts erfolgt über eine kleine, genormte Textdatei, die vom Poduzenten erstellt und laufend aktualisiert wird. Dieser sogenannte Feed wird von speziellen Programm, den sogenannten Podcatchern oder dem normalen Intenetbrowser ausgelesen. Sobald sich eine neue Folge verfügbar ist, wird der Abbonent informiert.
      Ein weit verbreiteter Podcatcher ist iTunes. Die Apple-Software ist damit eine ‘Alles in einem’-Lösung:

      • Shop für Musik und Hörbücher,
      • CD-Importier und Brenn-Programm,
      • Organisationssystem für die Mp3-Sammlung,
      • Abspielprogramm
      • und Podcatcher.

      Vor allem Laien und Anfängern empfehle ich die Apple-Software, die gratis aus dem Netz geladen werden kann.

      Der neue Internet-Explorer von Microsoft und der Morzilla-Abkömmling Flock bieten ebenfalls die Möglichkeit, neue Folgen anzuzeigen und direkt abzuspielen.

      Aus medientheoretischer Sicht ist Podcasten etwas sehr spannendes. Denn der Hörer kann ohne großen Aufwand selbst zum Sender werden. Anders als beim Rundfunk ist dafür nämlich keine auwendige Technik und keine freie Frequenz nötig.

      Wenn Empfänger zum Sender werden

      Bertold Brecht hat es kommen sehen und dabei weit über den damaligen Horizont geschaut.

      Den ‘Rundfunk‘ verstand er in den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts als Möglichkeit, aus dem proletarischen (heute würde man sagen ‘konsumierenden’) Zuhöhrer einen aktiven Gestalter zu machen. Er sprach dem neuen Medium in seiner Radiotherorie sogar eine gesellschaftsbildende Rolle zu.

      Dass Gesellschaft mit Medien verändert werden kann, haben kurze Zeit später vor allem die politischen Extremisten verstanden:

      Sowohl in Hitler-Deutschland, als auch in der Sovjet-Union war das Radio von außerordentlicher Bedeutung. Aber zum ‘Sender’ wurde der Zuschauer trotz der ‘neuen’ Rundfunk-Technik nicht. Es war ein klassisches, billiges und reichweitenstarkes Massenmedium. Der Rundfunk hat die ihm von Brecht zugedachte Rolle nie erfüllen können.

      Technik machts möglich

      Die echte Chance, zum Sender zu werden, bekommt der Hörer erst mit dem Einsatz von DSL. Erst die hohen Übertragungsgeschwindigkeiten machen es möglich, Sprache vom Sender zum Empfänger zu übertragen.

      Das tut der Brecht’schen Theorie keinen Abbruch. Denn noch immer gilt:

      “Ein Mann, der etwas zu sagen hat, und keine Zuhörer findet, ist schlimm dran. Noch schlimmer sind Zuhörer dran, die keinen finden, der ihnen etwas zu sagen hat.”

      B.Brecht

      Umfassende Informationen finden sich übrigens auf dem zur Zeit entstehenden Wiki (Web-Lexikon).
      Wichtige technische Stichworte sind MP3, mit dem lange Sendungen in guter Qualität zu kleinen Dateien gespeichert werden, RSS, das eine Option auf Stammhörer bietet, und OpenSource, als frei verfügbare Programme, die zum Ausprobieren verleiten.
      MP3 muss nicht weiter erklärt werden. Das Format kann von den meisten Deutschen in der einen oder anderen Form gehört werden.

      Der mobile MP3-Player ist gar nicht zwingend nötig. Wer ‘nur’ einen Computer mit funktionierenden Lautsprechern hat, dürfte ebenfalls keine Schwierigkeiten haben, MP3-Dateien abzuspielen, bzw. anzuhören.

      Etwas schwieriger (wenn auch nicht wesentlich) ist die Verbreitung. Beim ‘Podcasting’ werden Multimedia-Beiträge (im engeren Sinne ‘Audio’-Dateien im MP3-Format) von Hörern über das Internet verteilt.

      Der Weg zum Hörer

      Dabei ist es nicht einmal mehr zwingend nötig, eine Website zu besuchen. Zwar kann der Hörer nach wie vor eine Internetseite im Browser aufrufen und dort an die Audio-Datei gelangen, es gibt aber auch Browserunabhängige Lösungen: Die nennen sich podcatcher und Die einfachste ist das direkte Abonieren über das Programm, in dem die Mp3-Dateien später auch abgespielt werden sollen.
      Bei mir ist das iTunes. Das ist zwar von Apple, läuft dankenswerterweise aber auch auf Windows-Systemen.

      Unabhängig ob über den Browser oder die Mediaplayer abgespielt, das Stück kommt relativ leicht und zur rechten Zeit zum Hörer.

      Keine Zeit? Zeit genug?

      Wann die rechte Zeit ist, kann der Hörer auf diese Art selbst entscheiden. Er kann den Beitrag herunterladen, auf seinem Computer, MP3-Player oder iPod speichern oder auf CD brennen.

      Diese Freiheit genießen die regelmäßigen Hörer von Podcasts und sie ändern sogar ihre Hörgewohnheiten. Statt im Autoradio den Rundfunk zu hören, spielen sie Beiträger ihrer Wahl. Statt Musik kann beim Joggen auch ein MLP-Seminar gehört werden oder in der U-Bahn die neuesten Tipps zur Programmierung guter Websites.

      Die Themen sind so bunt wie die Gelegenheiten, bei denen die Hörer ihre Beiträge konsumieren. Auch die Aufbereitung entspricht lange nicht den formatierten Beiträgen aus dem Radio. Sie sind wesentlich experimenteller, manchmal Kunst, manchmal Krempel: Interviews, Kommentare oder Kollagen. Gemacht wird, was gefällt.

      Rundfunk zieht nach

      Die Entwicklung geht auch am ‘Rundfunk’ nicht vorbei. Das Deutschlandradio hat mit dem ‘Blogspiel‘ versucht, die wilde Szene ins Radio zu holen.

      Sport, Nachrichten, Kultur, Commedy, Fortbildung – Portale wie podcast.de oder Podster.de bieten reichlich Platz zum Stöbern und Ausprobieren.

      Auffällig: Selbst die Rundfunkanstalten stellen heute Teile ihres Programmes zum ‘Nachhören’ als Podcast ins Netz. Wer also die Börsenkurse nicht um 6.15 Uhr hören möchte, kann das problemlos um 8 Uhr nachholen, wenn er den Podcast nutzt.

      Selbst der gute alte Computerclub vom WDR ist via Podcast die Flucht vom Schuttplatz der Geschichte gelungen und verbreitet Interessantes für die Fans, die es immer noch gibt.

      Selbstverständlich sind Podcasts via RSS zu abbonieren. Wer einen ‘Sender’ gefunden hat, der seinen Geschmack trifft, wird so regelmäßig über neue Beiträge informiert, ohne regelmäßig die Page des Autoren besuchen zu müssen.