Auch auf die Gefahr hin, dass ich mit diesem Post wieder einige Leser erschrecke und vor allem die schwangeren Blondinen überfordere – zur Zeit ist ein sehr spannender Prozess zu beobachten:
Es geht um Einflußnahme auf politische und gesellschaftliche Prozesse. Weltweit passiert da derzeit Bemerkenswertes. Es betrifft uns, weil es in der virtuellen Welt direkte Nachbarn sind, die sich dabei hervortun. (weiterlesen …)
Auch wenn das erst der Anfang einer Entwicklung sein wird: Es ist höchste Zeit, sich mit Medienkompentenz noch einmal intensiver auseinander zu setzen. Spannend sind Fragen um
A) Datenschutz
B) Politik vs. Wirtschaft
C) Politik-Kommunikation
D) Medien
E) Werbewirtschaft
F) Opensource
H) DigitalGap
usw. usw.
Mir dreht sich im Augenblick etwas der Kopf. Denn auch in Sachen
AA) Marketing, PR
ist das ein wichtiger Meilenstein:Google hat von den Apple-Events abgeschaut und eine eigene Note eingeführt: Beta ist cool – die Idee zählt.
Ich erinnere mich noch gut an einen Kommentar von Jens in der EJZ, in der er die Rolle des Gatekeepers hervorhob. Genauso gut erinnere ich mich, dass ich mich richtig über seine Sicht der Dinge geärgert habe.
Das Internet ist für den Qualitätsjournalismus eine Bedrohung, ein Werkzeug, eine Chance und oft – zu oft – ein Buch mit 7 Siegeln. Die neuen Techniken wie RSS, SocialMedia, etc. finden selbst in großen Medienhäusern kaum Anwendung.
Das liegt zum Einen an den Journalisten und zum Anderen an den Verlagen, die dem WWW viel zu lange, viel zu wenig Aufmerksamkeit zukommen ließen. Ausnahmen bestätigen die Regel und wer sich eine gute Verzahnung der Medien vor Augen führen möchte, muss lange suchen.
Das muss, soll und wird sich ändern. Und die Journalisten? Medienlese.com hat die zehn wichtigsten Tools zusammengefasst und vorgestellt.ÂÂ
Ich mag meine EJZ. Sie ist kritisch, aktuell und in der Regel gut informiert. Sie ist das, was Jens Feuerriegel in seinem Kommentar am 20. September zu Recht einen “Gatekeeper” nennt.ÂÂ
Als Schleusenwärter sehen Redaktion und Verlag der EJZ zahlreiche Themen und Aspekte von Themen an sich vorbeiziehen und entscheiden, was der wendländischen Informationsgesellschaft als Wasser auf die Mühlen gerät.
Diese Schleusenwärter haben ein Großthema allerdings ausgespart: das Internet.ÂÂ
Dieser Nachrichtenkanal hat inzwischen für eine solche Flut von Informationen gesorgt, dass der Gatekeeper Feuerriegel sich zu einem Kommentar genötigt sieht. Damit offenbart er, wie hoch das Wasser steht.
Feuerriegel befindet sich in guter Gesellschaft. Wie den großen Tageszeitungen fehlt auch der EJZ ein rechter Zugang ins Netz. Anders als den anderen großen Verlagen ist es der EJZ bislang erspart geblieben, sich den Irrungen und Wirrungen der Moden, die das Internet nun einmal bestimmen, hinzugeben.
Es gibt keine Diskussionskultur außerhalb der lesenswerten Leserbriefseite. Es gibt keine E-Paper-Version, kein nenneswertes Archiv, keine Video-Varianten und keine Podcasts der aktuellen Berichterstattung.
Das kann durchaus wohl überlegt sein und vielleicht ist es auch gar nicht falsch, dass die EJZ mit ihrer eigenen Berichterstattung kaum im Netz vertreten ist. Ob das gut oder schlecht ist, an dieser Diskussion beteiligen sich die klügsten Köpfe im Mediengeschäft und die ganz großen schwimmen mit den ganz kleinen Fischen im selben trüben Wasser.
Natürlich gibt es Auswüchse, die Feuerriegel zu Recht beklagt. Natürlich gibt es eine tiefe Unsicherheit in der Gesellschaft, in welche Richtung sich der Zug der Informationsgesellschaft bewegt. Aber eines ist sicher: Ein Appell, die EJZ doch lieber auf Papier als am Bildschirm lesen zu wollen, ist nicht die Rolle des Gatekeepers. Es ist die Rolle des Vormundes.
Denn auch diese Rolle nehmen die Medien zweifellos ein. Sie entscheiden über Relevanz und Nachrichtenwert. Sie unterscheiden Altbekanntes von geprüfter Neuigkeit. Dabei entscheiden sie wie selbstverständlich über den Wissensstand der Leserschaft (oder Rezipienten).
Vormund sein ist ein Gewohnheitsrecht des alten Systems. Dieses System verändert sich und mit ihm auch die Möglichkeiten. Das Recht auf Vormundschaft bröckelt. Dieses Recht aufzugeben fällt schwer – schlimm wäre es nicht.
Es hatte etwas mit meinem geänderten Xing-Status zu tun, dass ein alter Kollege sich meldete.
Wir hatten zusammen für die AutoLernWerkStadt so einiges auf die Beine gestellt und haben uns während der vergangenen Jahr auf unterschiedlichen Wegen der fortschreitenden Online-Sozialisation immer wieder mal getroffen.
So haben wir unsere Erfahrungen mit Blogs gemacht und die Portalszene für Kids im Auge behalten (was bei mir inzwischen echt zu kurz gekommen ist).
An ihn musste ich denken, als ich eben in YouTube dieses Video gefunden habe.
ÂÂ
Uli drückte in einer kurzen Mail via Xing nämlich die Hoffnung aus, dass ich den Kindermedien weiter verbunden bleibe. Sorry, aber ich fürchte, das wird die Zukunft falls Eltern sich weiterhin so wenig um das Online-Leben ihrer Kids kümmern wie es bislang der Fall ist.ÂÂ
Das Problem: Die Eltern von heute sollen ihre Kinder in eine Welt einführen, von denen sie selbst nicht den Hauch einer Ahnung haben, weil sie gar nichts in dieser Welt anfangen können. Sie sind dabei so von der Richtigkeit ihrer Sicht überzeugt, wie mein Onkel Günther, der den Nutzen von Digialkameras noch immer negiert.
Der Sinn von Propaganda ist, die öffentliche Meinung in eine gewünschte Richtung zu lenken. Dabei wird ganz bewusst darauf verzichtet, unterschiedliche Positionen gelten zu lassen.
Betrachtet man die aktuellen Ereignisse rund um den olympischen Fackellauf, so scheint es nur eine “richtige” Position zu geben: die der China-Kritiker. Die Chinesen sind die Bösen. Soviel Einhelligkeit könnte oder sollte stutzig machen.ÂÂ
Was passiert da? Der Dalai Lama hat seine Position nicht verändert und der chinesische Einmarsch ist nun auch schon ein paar Jahre her. Daran haben sich weder die Unternehmen gestoßen, die in China während der vergangenen Jahre investiert haben noch unsere politischen Vertreter. Auch kommen die olympischen Spiele in China nicht gerade aus heiterem Himmel – es ist schon länger bekannt, dass die Chinesen sie ausrichten werden.ÂÂ
Unruhen in China sind nicht neu. Über die Gründe kann spekuliert werden, aber die Gründe werden in der augenblicklichen Debatte eigentlich nicht hinterfragt.ÂÂ
Warum kommt diese Menschenrechtsdebatte jetzt, warum in dieser Form und warum so schwarz-weiß?
Während in den USA der Wahlkampf ganz selbstverständlich online ausgetragen wird, passiert in Deutschland diesbezüglich eigentlich nix.
Dachte ich jedenfalls.
Die Schlacht um den Stuhl von George W. wird bei den jungen Wählern via YouTube und Co gewonnen und wo ein Kundenwunsch, da ist bei YouTube auch ein extra Channel..
Aber selbst bei uns sind die Methoden der Amerikaner bereits in den Landeswahlkampf eingezogen. So versteckt sich unter der Stichworteingabe “Wahlkampf Niedersachsen 2008″ auch der älteste Clip einer bislang unvollendeten (oder eingestampfte) Kampagne mit dem freundlichen Titel “Wulff und die Wirklichkeit“. Gepostet am 1.August 2008, ist die Clip im propagierte Adresse bei denic nicht gemeldet – vier Monate später.
Einzelne Kommentatoren vermuten bei YouTube eine Juso-Aktion, werden aber ihrerseits als Jungen Union-Mitglieder entlarvt.
Der Nachwuchs übt. Das freut den mündigen Bürger der mehr davon will
Der Vollständigkeit halber sei gesagt, dass auch die CDU Spots ins Netz gestellt hatte. Sie eifert damit der Kanzlerin nach, deren Podcast inzwischen wohl bekannt ist.
Der Eifer führte dann auch zu etwas peinlichen Schnellschüssen. Eine bemühte Dia-Show mit Midi-Musik wurde am 18. Oktober bei YouTube gepostet.
Wenig später liegt über der gleichen Midi-Musik tatsächlich Filmmaterial. YouTube-User “CDUNiedersachsen” hat gute Arbeit geleistet: Redakteur Matthias Horndasch bekommt direkten Zugriff auf Christian Wulff. Das allein bringt aber nix.
Seit 31.Oktober haben (Stand heute) 20 Personen diesen Clip bei YouTube angesehen.
Ein massives Zeichen, dass dieses Format nicht fortgesetzt zu werden braucht!
Wie weit reicht eigentlich der kreative Handlungsspielraum einer parteieigenen Nachwuchs-Organisation?
Der müsste auch bei den Grünen abgefordert werden, denn deren Spot liegt mit immerhin 240 Abrufen nicht viel besser im Rennen.
Ganz aus dem Rennen ist die FDP, deren Landesverband den Aktivitäten der Bundesliberalen offenbar nicht traut. In Berlin hatte man schon vor langer Zeit Lehrgeld in Sachen Videoplattform gezahlt und die Erfahrungen sind vorhanden. Das schnurzt die Liberalen in Hannover nicht. Sie halten sich raus, und das ist vielleicht auch gut so.
Medienkompetenz ist ein schwieriges, steiniges Feld, das in deutschen Schulen in der Regel in Form einer Wandzeitung beackert wird.
Um im Bild zu bleiben: In der Schule dreht sich heute vieles um die Drei-Felder-Wirtschaft, während man sich in der Jetztzeit eher mit Genmais beschäftigt.
Die Möglichkeiten von Web 2.0 mit Blogs, Podcasts und sozialen Netzwerken Meinung zu verbreiten, münden in einer (nicht mehr aufzuhaltenden) Form des Bürgerjournalismus, deren Vordenker sich über die Möglichkeiten und Risiken einen regen Gedankenaustausch stellen.
Einer jener Vordenker und Verfechter dieser Medienrevolution ist Dan Gillmor, der in der readers edition seine sehr profunden Ansichten in Worte fasst.
Einen eigenen Absatz widmet er dem Thema Medienkompetenz und beginnt das Thema so:
Was in zunehmendem Maße deutlich wird, ist die Notwendigkeit, Medienkompetenz in einem medial durchsetztem Zeitalter zu erhöhen. Wo Leute Schöpfer von Medien und nicht bloße Konsumenten sind, ist die Aufgabe komplizierter  aber wichtiger als je zuvor.
Interessant für alle ebayer, amazon-Rezensenten, Blogger und Forenbenutzer: Haben Sie Ihr Pseudonym schon mal gegoogelt? Auch in Verbindung mit ihrem realen Namen? Was dabei rauskommt, ist ein kleiner Teil Ihrer ‘Online-Identität’.
Während einige Internetnutzer gerade ihre Online-Identität entdecken, wollen sich andere von ihrer Vergangenheit am liebsten wieder lösen.
‘Reputation Defender’ nennt sich eines der Unternehmen, welches genau diese Dienstleistung anbietet. Thomas Knüwer, einer Top-Blogger der Handelblatt-Redaktion, glaubt an den wachsenden Bedarf.
20 $ soll das Manipulieren der digitalen Vergangenheit kosten – ob dabei auch der gefürchtete Google-Cache gehört, bleibt aber umstritten. Der Google-Cache archiviert Seiten, die der Autor zuvor vom Netz genommen hat. Pech für den Autoren, wenn darunter auch mitunter auch Peinlichkeiten, die dem Chef besser nicht unter die Augen kommen sollten.
Online-Identität ist ein interessantes Phänomen.
Nun lässt das Internet durchaus den Aufbau von mehreren Identitäten zu. Einen sehr spannenden Beitrag zum Thema lieferte Dick Hardt in einer sehenswerten Präsentatioin auf der Oscon 2005.
Sehr unterhaltsam und informativ – aber leider vollständig in englisch…
Wenn eine Veranstaltung vom Thema Web2.0 handelt, von Strategie und Chancen die Rede ist, diese Veranstaltung unter dem Label eines ‘Gründerzentrums‘ läuft und die ganze Sause nix kostet – dann ist die Bude voll.
Eine ausgesprochen charmante Geschäftsführerin einer regionalen Fullservice-Agentur gab den Coach und rund 200 Teilnehmer – Gründer wurden von einigen Anwesenden auch gesehen – lauschten, um sich anschließend um das ‘rustikale’ Häppchen-Arrangement zu versammeln und fleißig zu networken und oder Bier zu trinken.
‘Chancen und Strategien’ in Zeiten dieses neuen, aufregenden Webzeitalters sollten behandelt werden.
Die Präsentation ist her zu beziehen – vor allem für echte Einsteiger geeignet. Aber bitte: Möge sich jeder seine eigene Meinung bilden.
Was bleibt, wenn einem die Häppchen nicht munden und kein Bier getrunken werden darf, weil man am gleichen Abend noch nach Hause fahren muss?
Die Erkenntnis, dass viel zu viele Onliner im Herzen viel zu offline sind und darum zu wenig vom Web an sich wissen.
Beispielhaft ist die Frage einer Mitarbeiterin einer wichtigen niedersächsischen Beratungsinstitution: Ob es denn erlaubt sei, auf der eigenen Homepage Links auf fremde Seiten zu setzen ohne die Betreiber der verlinkten Seite vorher zu fragen? Ja, das ist erlaubt.
Weil ich jüngst von einem Nachbarn gefragt wurde, erkläre ich die vier verschiedenen Möglichkeiten, auf dieser Site einen gesuchten Artikel zu finden:
Möglichkeit 1
Präzise: Das ‘Suchen’-Feld
Wenn Sie ein geübter Internetsurfer sind, haben Sie auf den ersten Blick in der linken Spalte das Suchen-Feld gefunden.
Wenn Sie es erst jetzt suchen, ist das natürlich auch nicht schlimm. Es ist ganz oben links.
Fahren Sie mit der Maus auf das graue Feld (das mit der kleinen Lupe), klicken Sie einmal mit der linken Maustaste darauf und geben Sie ein Suchwort ein. Möglich ist jedes beliebige Wort aus dem gesuchten Beitrag (selbst ‘und‘ oder ‘der‘).
Wie bei Google werden Ihnen alle Treffer angezeigt sobald Sie auf das Wort ‘Suchen’ unter dem Feld klicken.
Die Beiträge sind nach Erscheinungsdatum sortiert. Das Datum steht Neben der Überschrift in dem Kalenderblattsymbol. Um die Artikel ganz zu lesen, klicken Sie einfach auf die Überschrift.
Zurück kommen Sie mit dem Zurück-Knopf in ihrem Browser. (Das sollte eigentlich bei allen Webauftritten so sein. Zurück-Links sind eine Unsitte.)
Möglichkeit 2
Chronologisch: Der Kalender Ihr Freund sagte heute vormittag:
‘Das Video habe ich vor drei Tagen im Wespennest gefunden…’.
Nutzen Sie einfach den Kalender. Er befindet sich unter dem Suchen-Feld. Kalender lohnen sich zum schnellen Finden der Artikel des Vortages oder vom Sonnabend vergangener Woche.
Ein Klick mit der Maus auf das gewünschte Datum und Sie erhalten alle an diesem Datum erschienenen Artikel auf einen Blick.
Ich persönlich nutze diese Form der Kalendernavigation bei mir fremden Seiten nur zum Stöbern in den Beiträgen der letzten Tage und Wochen. Alles andere ist mir zu umständlich.
update: Ich habe den Kalender aus der Sidebar rausgeworfen.
Möglichkeit 3
Modern: Die ‘Tag’-Wolke
Um sich einen Überblick über die Themen im Wespennest zu verschaffen, können Sie die sogenannte ‘Tag-Wolke’ nutzen.
Diese Form der Navigation ist relativ neu. Je häufiger das Stichwort in einer Seite verwendet wird, desto größer wird das Stichwort dargestellt. Es findet also eine optische Gewichtung statt, was eine schnelle Übersicht über die Themenschwerpunkte der Internetseite bietet.
Sie befindet sich bei mir auf der linken Seite, unmittelbar unter dem Kalender und besteht aus vielen Stichwörtern, den sogenannten Tags (engl. also Täggs).
Jedes der gezeigten Tags ist ein Link. Wenn Sie diesem Link folgen kommen Sie auf eine Seite, die alle Artikel anzeigt die ich mit diesem Stichwort versehen habe.
Die meisten Artikel enthalten noch andere Tags.
Sie werden unter der Überschrift angezeigt. Das hat einen kleinen Vorteil beim Suchen: Sie können schnell abschätzen, ob der Beitrag für Sie interessant ist.
Das Surfen in Tags führt Sie sehr tief in das Wespennest.
Um zurück zu kommen, nutzen Sie einfach die Tasten in ihrem Browser. Auf die Startseite komme Sie, indem sie ganz oben links auf den Schriftzug ‘Wespennest’ klicken.
Möglichkeit 4
Klassisch: Themenrubriken
Sie kennen das von ihrer Zeitschrift: Jeder Artikel gehört zu einer Rubrik, einem immer wiederkehrenden Oberthema, sozusagen.
Das gilt auch für das Wespennest. Themenrubriken werden derzeit ‘räumlich’ gegliedert. Das erweist sich nicht immer als leicht und ist noch im Aufbau. Darum sind die Themenrubriken bei mir ganz am Ende der linken Navigationsleiste zu finden.
Entwickeln Sie ihre eigene Suchstrategie
Ich nutze das Internet täglich und gerne: Dabei habe ich mir – wie die meisten anderen Webnutzer auch – eine eigene Suchstrategie zurecht gelegt.
Ich bevorzuge Suchfelder für die schnelle Suche und die Tagwolke, wenn ich Lust auf Surfen und Inspiration habe.
Welche Art zu suchen Ihnen am besten gefällt, hängt von Ihrem persönlichen Geschmack ab.
Wenn Sie diesen Artikel hilfreich finden, bewerten Sie ihn doch einfach: Ziehen Sie ihre Maus von links nach rechts über die Wespenköpfe. Je mehr farbige Wespenköpfe erscheinen, desto besser die Bewertung.
…lautet der Vortrag von Udo Vetter, der sich dem wichtigen Thema Internetkriminalität widmet.
Nach Ansicht des Lawblog-Autoren, sollte sich jeder PC-Besitzer mit Internetanschluss über das Thema schlau machen. Dauert länger als eine Stunde und ist ein Mitschnitt des 23.Chaos Communication Congress
Die KIM-Studie 2006 ist veröffentlicht worden. Die Studie beschäftigt sich mit der Mediennutzung und der persönlichen Ausstattung des deutschen Nachwuchs.
Anlässlich des Safer Internet Day am 06.Februar stellte der Medienpädagogische Forschungsverband Südwest Stuttgart die ersten Ergebnisse der jüngsten Umfrage unter 1.203 Kinder und Jugendlichen zwischen sechs und 13 Jahren vor.
Die Studie gibt einen schönen Einblick in die deutschen Kinderzimmer.
Grundtenor der KIM 06: Die technische Ausstattung der Haushalte mit Kindern wächst. 95% der Haushalte verfügen über ein Handy. Immerhin 81% der Kids haben Zugang zum Internet, 89% besitzen einen Computer, 77% eine Spielkonsole.
Bemerkenswert: In einem Fünftel der Haushalte findet sich eine PSP.
Aktuell zählen 81 Prozent aller Sechs- bis 13-Jährigen zum Kreis derer, die bereits Erfahrung mit dem Computer gesammelt haben, wobei der Anteil der Jungen mit 85 Prozent neun Prozentpunkte über dem der Mädchen liegt. Bei den Sechs- bis Siebenjährigen zählen 57 Prozent zu den Computernutzern, dieser Anteil steigt mit zunehmendem Alter der Kinder schnell auf über 90 Prozent an. Im Vergleich zur Vorjahresuntersuchung zeigt sich insgesamt ein Anstieg um fünf Prozentpunkte, der zwar fast ausschließlich auf das Konto der Jungen geht, gleichzeitig aber über alle Altersgruppen hin zu beobachten ist.
Auszug aus der Vorabveröffentlichung der KIM 2006
Über eine Aussage bin ich gestolpert: Väter sind dafür zuständig, den Kids den Umgang mit dem PC beizubringen (67%). Nur 15% der Kinder und Jugendlichen lernen den PC in der Schule kennen. Lernprogramme für die Schule werden etwas stärker von Mädchen als von Jungen benutzt (47% zu 40%).
Überhaupt sind die Mädchen im Umgang mit den PC wesentlich vielseitiger. Sie schreiben häufiger, malen lieber und nutzen den Rechner wesentlich intensiver für die Schule.
Für Podcaster interessant: 24% der Befragten nutzen den PC als Musikabspielstation.
Die Politik gibt genug Anlass zum Schmunzeln, Rätseln und Kopfschütteln. Aber mal im Ernst: Wann haben Sie das letzte Mal Ihren Abgeordneten etwas wichtiges gefragt und eine Antwort erhalten?
Zugegeben: Die meisten Abgeordneten im Deutschen Bundestag haben nicht wirklich viel Zeit. Wenn Sie schon einmal vor Ort (also im Wahlkreis) sind, bereiten Sie sich entweder auf die nächste Wahl vor oder man trifft sie einfach nicht.
Man kann seine Postleitzahl angeben und die Site sagt einem dann, wer für einen im Bundestag sitzt. Und eine Telefonnummer steht auch dabei. Da kann man gleich im Büro anrufen und einen Termin für die nächste Sprechstunde vor Ort ausmachen. Und dann Auge in Auge erzählen, warum man meint, dass sich was ändern sollte und wie man es ändern könnte. Und vielleicht, wenn sich genügend finden und nicht allzu doofe Argumente vorlegen, könnte sich sein, dass sich was ändert. Denn diese Leute, die Abgeordnetenwatch.de auflistet, die machen unsere Bundesgesetze.
Wer möchte, kann auch direkt über das Web etwas fragen. Das ist eine feine Sache und die Website gibt sehr genau Auskunft darüber, wer antwortet und wer nicht. Auch das trägt zum Bild des Abgeordneten bei. Besonders schön finde ich die Ausführungen des stellvertretenden Vorsitzenden des Unterausschusses Neue Medien, Philipp Mißfelder (CDU), auf die an ihn gestellten Fragen.
Heute war es mal wieder nett in der Bloggosphere. Ein tolles Projekt bahnt sich da für die Freunde von Büchereien an.
Dass Büchereien und örtliche Bibliotheken längst mehr sein können, als die langweiligen Bücherhallen der 70er und 80er Jahre, dürfte sich herumgesprochen haben. In der Regel sind sie heute ein Ort des multimedialen Lernens und wahrscheinlich die beste Option für Städte und Kommunen, ihren Bürgern Medienkompetenz zu vermitteln.
Dabei setzen die Bibliothekare auch auf ganz neue Trends und im Web. Ich durfte mich über die Aufgeschlossenheit schon einmal sehr freuen und blicke fröhlich in die Zukunft. Ich freu mich drauf!
Wie das so ist beim Surfen zu später Stunde: Ich stolpere immer wieder über spannende Dinge.
Zum Beispiel die Sache mit David Wilson. Der ist erst 12 Jahre alt und verdient sich Taschengeld mit seinem Hobby um es gleich wieder zu reinvestiren. Nun ist David kein Sänger der in einer Nachwuchs-Casting-Show entdeckt wurde. Er ist auch kein leidenschaftlicher Schuhputzer oder Getränkekisten-im-Supermarkt-Schlepper.
Er ist Blogger. Seit Juli 2006 ist sein Techzi-Blog online. Das spricht für ziemlich viel Ausdauer und es gibt einen spannenden Einblick in die Welt eines 12jährigen Geeks. Denn Thema seines Blogs sind die sogenannten Gadgets. Jetzt hat er einen eigenen Spendenfond für sein Anliegen eingerichtet: den Umzug seines eblogger-Blogs auf ein WordPress-System. (weiterlesen …)
Was dem Studenten sein StudiVZ ist dem Schüler seine eigene Plattform.
Zum Beispiel www.netzcheckers.de. Es ist nur eine von tausenden, in denen sich Erwachsene über Medienkompetenz und Jugend im Internet auslassen.
Netzcheckers muss was taugen, steht doch das Siegel von Familienministerin von der Leyen und das von Jugendonline drauf. Und genau das ist es, was mich ärgert. Wenn solch versiegelte Seiten Linktipps ausprechen, dann bitte auch ‘geprüfte’.
Das ist auch ein Jugendportal und kommt der ganzen Web2.0-Kiste schon ziemlich nahe. Stichwort ‘user generated content’. Auf der Seite können Jugendliche darum auch prima Profile anlegen und gaaanz sexy Bilder posten. Ach wie schön ist es doch, wenn die Kiddies unter sich bleiben.
Während sich die Bloggosphäre über den mangelnden Datenschutz von Userprofilen bei StudiVZ seit Wochen die Finger wund schreibt, bleibt unbemerkt welche Profildaten von Schülern über die diversen Plattformen gepostet werden. Das ist zwar nicht mehr ganz neu, aber so richtig relevant ist das wohl nicht, solange keiner petzt.
Gut, Klarnamen werden nicht genannt – aber dafür gibt es ICQ, email und Yahoo-Adressen. Das ist doch viel schöner.
Während es in StudiVZ einer Gruppe bedarf, die sich für eine Miss-Wahl unter den Profilen selbst findet, ist das bei meet-teens.de ein wesentliches Prinzip.
Matching heißt der Menue-Eintrag und dort werden die Top-Boys und die Top-Girls gevotet. Vorausetzung ist natürlich ein Bild als Appetizer, und am besten ein Profil mit noch mehr Bildern. Es lockt eine Aufnahme in die Top-25-Liste für die Fotografierten. Und: Der Bilderreigen ist auch für den Papi und die Mami und für mich frei einsichtig.
Toll.
Ich freue mich über Feedback, Anregungen und Korrekturen.