Gamestar macht Podcast

19. Januar 2007

Computerspiele sind ein Riesenmarkt. Mit Games werden mehr Moneten gemacht, als mit Hollywoodfilmen. Aber bevor Sie jetzt überlegen einzusteigen: Der Kuchen ist weitgehend verteilt.

Vor allem der Medienmarkt ist eng. Gameszeitschriften, soweit das Regal reicht. Auch wenn sich die klassischen Medien mit den Möglichkeiten des Web schwer tun – wie hier und hier zu lesen ist: Es tut sich was auf dem Gamessektor.

Einer der Marktführer, Gamestar, erweitert sein Print-Angebot um einen 14tägigen Podcast und und kann damit ggf richtig Kohle machen.

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Videos vom Brand: Geschmacklos?

15. Januar 2007

Darf man das? So einfach draufhalten und filmen?

Das Feuer im Dannenberger Ratskeller wurde am Sonnabend von einem Mitbürger gefilmt und als Video bei YouTube ins Netz gestellt. Dort wird es angeschaut und weiter empfohlen. Das sei doch geschmacklos, erzürnte sich heute ein Nachbar.

Ich behaupte mal: nein!

Es ist nicht jedermans Sache, in solchen Momenten ‘draufzuhalten’ und das Gesehene für andere zu dokumentieren. Allerdings käme niemand auf die Idee, Kameraleuten vom Fernsehen, Fotografen der Zeitung oder Radioreportern mit Mikrofon in einer ähnlichen Situation Geschmacklosigkeit vorzuwerfen. Sie machen nicht nur ihre Arbeit sondern erfüllen eine wichtige Aufgabe: Dokumentation.

Es handelt sich gundsätzlich um eine Begleiterscheinung, die das Internet mit sich bringt. Nicht umsonst wird von einem Umbruch gesprochen: Die klassische Presse verliert das Monopol auf Meinungsbildung.

Nach wie vor gibt es einige Privilegien, die den klassischen Medien vorbehalten sind – und bleiben sollten. Einer der Feuerwehrleute beschwerte sich in einem Gespräch mit mir über die Unverschämtheit, mit denen sich einige Schaulustige hinter die Absperrungen der Feuerwehr mogelten, um ja noch etwas mehr zu sehen.

Absperrungen haben ihren Sinn. Sie sollen Sicherheit und Bewegungsfreiheit garantieren. Darum macht auch Sinn, wenn dort nur ‘offizielle’ Presseleute durchkommen.

Es wäre aber lächerlich, wenn die Bevölkerung sich in Zurückhaltung übt, nur weil Medien zwei Tage später etwas zu sagen haben müssen.

Regionalmarketing: Mehr Kanäle nutzen

10. Januar 2007

Das Wendland ist eine traumhaft schöne Ecke von Deutschland. Leider – oder zum Glück – ist es wenig bekannt.

Im Auftrag des Stadtmarketing entstand eine sehr schön gemachte DVD, die seit Ende vergangenen Jahres von zahlreichen Einzelhändlern verkauft wird: Dafür gibt es eine gelungene Mischung von wunderschönen Naturaufnahmen und die Sahnstücke des örtlichen Kultur- und Wirtschaftslebens.

Während der Produktfilm aus dem Hause Blendwerk eindeutig gesteuerte Kommunikation ist, gibt es ungeschnittene Eindrücke zu Hauf aus dem Web. Vor allem in den großen Portalen wie Flickr, Google und Xing gibt es glaubwürdiges Material zu Hauf.
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Wie vor 100 Jahren – ndr in Lübeln

9. Januar 2007

Am Donnerstag rückt Lübeln im Wendland der norddeutschen Öffentlichkeit etwas näher.

Am Donnerstag kommt nämlich der NDR und dreht dort eine Reportage. Der Anlass ist nett, vorgestellt vom Museum: Leben wie vor 100 Jahren, nicht für die Erwachsenen sondern für den Nachwuchs. Zu erleben im Museumsrundling.

Der NDR dreht über die Mittagszeit – wie ich im Gespräch mit einer Mitarbeitern des Museums erfahren habe – im Rahmen einer Tourismusgeschichte. Das freut den Fremdenverkehr und bestimmt auch den Bewohnern des Rundlings.
Das Programm der Homepage des Museums ist leider nicht aktuell. Dafür berichtet die Elbe-Jeetzel-Zeitung fast regelmäßig über neue Veranstaltungen. Leider ist der Veranstaltungshinweis ‘Leben wie vor 100 Jahren’ aus der heutigen EJZ nicht im Internet veröffentlicht worden, dafür eine Nachberichterstattung bald im Fernsehen… ;-)

Nachtrag: Der vollständige Veranstaltungskalender (Herbst 2006 bis März 2007) des Museums findet sich auf den Seiten des Landkreises unter News-Veranstaltungen-Veranstaltungskalender oder hier.

FDP macht Fernsehen

5. Januar 2007

Eben auf Spreeblick entdeckt, konnte ich nicht anders, als es selbst weiter zu verbreiten: Die Parteien sind im Web des Jahres 2007 angekommen.

Neben der Kanzlerin macht nun auch der Chef der FDP einen Videopodcast. Anders als bei Angela Merkel lässt Westerwelle auch Kommentare zu. Eine mutige Entscheidung, wie ich finde. Trolle sind nicht nur in den MS-Linux-Apple-Opensource Debatten zu finden. Gerade die FDP hängt die Bürgerrechte wie ‘Meinungs- und Pressefreiheit’ traditionell recht hoch an.

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Podcast: Die Gier nach Zahlen

5. Januar 2007

Der Podcaster im Allgemeinen ist ein Idealist, ein Spielkind. Neues wird ausprobiert und Altbewährtes wiederentdeckt. Zum Beispiel die Tatsache, dass die Aufmerksamkeitsschwelle des Hörers nicht gottgegeben nach 1 min, 30 sek endet.

Podcasten ist für jeden Autor erst einmal ein Experiment und dafür ist jedes Thema recht. Es wird über den Kimono reflektiert, das nächtliche Einkaufen in den USA beschrieben oder Grasswurzeljournalismus betrieben.

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Kids 2.0: 12jähriger sammelt Geld

5. Januar 2007

Wie das so ist beim Surfen zu später Stunde: Ich stolpere immer wieder über spannende Dinge.

Zum Beispiel die Sache mit David Wilson. Der ist erst 12 Jahre alt und verdient sich Taschengeld mit seinem Hobby um es gleich wieder zu reinvestiren. Nun ist David kein Sänger der in einer Nachwuchs-Casting-Show entdeckt wurde. Er ist auch kein leidenschaftlicher Schuhputzer oder Getränkekisten-im-Supermarkt-Schlepper.

Er ist Blogger. Seit Juli 2006 ist sein Techzi-Blog online. Das spricht für ziemlich viel Ausdauer und es gibt einen spannenden Einblick in die Welt eines 12jährigen Geeks. Denn Thema seines Blogs sind die sogenannten Gadgets. Jetzt hat er einen eigenen Spendenfond für sein Anliegen eingerichtet: den Umzug seines eblogger-Blogs auf ein WordPress-System.
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Knoten am Hals?

2. Januar 2007

Wer hätte das gedacht: Da wird der ehemals wichtigste Mann des Iraks zum Galgen geführt und das Ganze auch noch gefilmt und im Web veröffentlicht.

Nun sucht man im Irak nach dem Handyfilmer, der die gespenstische Szenerie auf Video aufgezeichnet hat.

Die Handy-Aufnahme von der Exekution ihres Erzfeindes reichten sich die Schiiten des Landes schnell weiter. Im irakischen Fernsehen waren lediglich Aufnahmen von der Vorbereitung der Hinrichtung am Samstag zu sehen und dann die Leiche Saddam Husseins. Im Internet tauchte die Videoaufnahme einen Tag später auf.

“Handy-Filmer” von Saddams Exekution gesucht | tagesschau.de

Bermerkenswert sind die Kommentare, die unter der LiveLeak.com und den diversen YouTube-Versionen dieses Videos aufgelaufen. Im Wesentlichen geht es über die altbekannten Positionen zum Irak-Einsatz der US-Amerikaner und ihrer Verbündeten. Auch die Frage nach dem ‘danach’ wird gestellt – bleibt letztendlich aber unbeantwortet.
Anders als im Fernsehen werden die einzelnen Clips im Internet je nach Plattform von den Zuschauern bewertet und bei Bedarf kommentiert. Kurzer Zwischenstand: Bei LiveLeak.com wurde der Clip mit der Hinrichtung inzwischen 3Millionen Mal gesehen.

Scharfe Jobs in Kölle

24. Dezember 2006

Für “Ehrensenf” und neue Formate brauchen wir Unterstützung! Dafür suchen wir junge, intelligente Moderationstalente aus dem Kölner Raum (20 – 33 Jahre) mit eigenem Stil. Du darfst gerne AnfängerIn sein, aber solltest eine klare Aussprache, keine Angst vor der Kamera und jede Menge Humor haben.Castingtermine: 4. und 5. Januar in Köln.Bitte schickt eine Kurzvita mit 1-2 Fotos und Betreff “Casting” an:info (at) ravenrocker (punkt) de(Datei-Anhänge bitte nicht größer als 1 MB)

Ehrensenf Internet TV » ravenrocker sucht junge Talente

Vergiss Telefon: Skype mich an!

12. Dezember 2006

Manchmal ist es leider nicht möglich, dem Kunden die neuesten Ideen von Angesicht zu Angesicht zu erläutern.

Ein klassischer Einsatzfall für die ‘Telekommunikation’. Da bedeutete also ‘Telefon’ aber genau das ändert sich langsam.

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Medien: Das Angebot bestimmt die Nachfrage

5. Dezember 2006

Das gilt nicht nur für vermeintlich unverzichtbare Dinge wie Bürsten, Waschmittel, Laptops, Playstation III oder Nintendo WII. Das gilt auch für Inhalte von Medien.

Heise bezieht sich auf eine Studie der BCC und stellt fest:

Bei rund 43 Prozent der Briten, die sich regelmäßig Internet-Videos ansehen, geht das zu Lasten des regulären Fernsehkonsums. Zu diesem Ergebnis kommt eine von der BBC in Auftrag gegebene Umfrage. Von den 2.700 Befragten gaben 23 Prozent an, etwas weniger Fernsehen zu schauen, 20 Prozent verbringen sogar deutlich weniger Zeit vor dem Fernseher.

heise online – Ich glotz … ja, was denn?

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Schüler können das schon lange

25. November 2006

Was dem Studenten sein StudiVZ ist dem Schüler seine eigene Plattform.

Zum Beispiel www.netzcheckers.de. Es ist nur eine von tausenden, in denen sich Erwachsene über Medienkompetenz und Jugend im Internet auslassen.

Netzcheckers muss was taugen, steht doch das Siegel von Familienministerin von der Leyen und das von Jugendonline drauf. Und genau das ist es, was mich ärgert. Wenn solch versiegelte Seiten Linktipps ausprechen, dann bitte auch ‘geprüfte’.

Unter dem Menuepunkt ‘Internet’ werden da ganz tolle Dinge angepriesen: Die WLAN Community fon, die auch von seriösen elektrischen Reportern vorgestellt wurden, und zum auch www.meet-teens.de

Das ist auch ein Jugendportal und kommt der ganzen Web2.0-Kiste schon ziemlich nahe. Stichwort ‘user generated content’. Auf der Seite können Jugendliche darum auch prima Profile anlegen und gaaanz sexy Bilder posten. Ach wie schön ist es doch, wenn die Kiddies unter sich bleiben.

Während sich die Bloggosphäre über den mangelnden Datenschutz von Userprofilen bei StudiVZ seit Wochen die Finger wund schreibt, bleibt unbemerkt welche Profildaten von Schülern über die diversen Plattformen gepostet werden. Das ist zwar nicht mehr ganz neu, aber so richtig relevant ist das wohl nicht, solange keiner petzt.

Gut, Klarnamen werden nicht genannt – aber dafür gibt es ICQ, email und Yahoo-Adressen. Das ist doch viel schöner.

Während es in StudiVZ einer Gruppe bedarf, die sich für eine Miss-Wahl unter den Profilen selbst findet, ist das bei meet-teens.de ein wesentliches Prinzip.

Matching heißt der Menue-Eintrag und dort werden die Top-Boys und die Top-Girls gevotet. Vorausetzung ist natürlich ein Bild als Appetizer, und am besten ein Profil mit noch mehr Bildern. Es lockt eine Aufnahme in die Top-25-Liste für die Fotografierten. Und: Der Bilderreigen ist auch für den Papi und die Mami und für mich frei einsichtig.

Toll.

Hang him high! Die Macht der Masse

25. November 2006

Blogs sind in Deutschland zwar noch immer eine Randerscheinung, trotzdem besitzen sie schon heute eine gewisse Macht.

Welche Sachen gerade ganz heiss diskutiert werden, zeigt die spezielle ‘Blogsuchmaschine’ Technorati auf den ersten Blick.

Auf der Startseite werden die Top-Suchbegriffe des Tages eingeblendet und mit etwas Mühe kann man auch die Entwicklung des Themas im zeitlichen Verlauf nachvollziehen. Ein Feature das ich an Technorati sehr mag, bietet es doch reichlich Platz für Ablenkung. Vielleicht macht es sogar Sinn, sich damit näher auseinander zu setzen, auch wenn Statistiken bekanntlich per se manipulativ sind.

Ein Zeichen für die zunehmende Bedeutung der Bloggs auf Unternehmen zeigt eine Artikellavine, die derzeit ein hoffnungsvolles Start-Up unter sich begräbt: StudiVZ ist der Name einer Studentencommunity-Site a’la Xing und Co.

Die hatte ganz im Stil der DotCom-Ära eine glamoröse Erfolgsgeschichte. Wer als Student etwas auf sich hielt, hinterlegte bei StudiVZ sein Profil und tauschte sich innerhalb der Website mit anderen Studenten aus. Social-Software heißen solche Projekte. Sie füllen sich mit Inhalten, die von den Benutzern (den Usern) selbst erstellt werden. Profile, Bilder, Musik, Videos – erlaubt ist, was der Zielgruppe gefällt.

Vor wenigen Wochen tauchten Gerüchte auf, die Sicherheitslücken in der Software anprangerten, das persönliche Verhalten der Betreiber in Zweifel zogen und damit nahm die Geschichte ihren Lauf. Inzwischen führt StudiVZ die Technorati-Hitliste zum zweiten Mal in Folge an. Ein Ende der Diskussion ist noch nicht in Sicht.

Technorati eignet sich, um die Diskussionsschübe von größeren Skandalen nachzuvollziehen. Die Suchmaschine auf das Durchsuchen von Blogs optimiert und in der Szene geschätzt. Viele Blogs (auch dieses) bemühen sich, möglichst kompatibel zum Technorati-Algorythmus zu bleiben.

Die Suchmaschine bedankt sich, in dem die unübersichtliche Blogszene in Cluster von ‘Anerkennung’ geordnet werden.

Verlinkung durch andere Blogs bedeutet Reputation oder wie die Amerikaner sagen: authority. Wer ‘a lot authority’ bescheinigt bekommt, wird oft zitiert. ‘Some authority’ erhalten Blogs, die auf deutlich weniger aber immer noch ausreichend häufige Verlinkung verweisen können. Der große Rest ist mit ‘a little’ oder schlicht ‘any authority’ eine eigene Gruppe: the long tail.

Den bekam dort bis gestern Abend ‘Seinfeld‘-Star Michael Richards ins Genick.

Technorati Chart

Posts that contain “michael Richards” per day for the last 10 days.

Denn verzeichnete Technorati am 20. November die ersten Ausschläge zum Stichwort ‘Michael Richards’ von zumindest einem Blogger mit ‘Any authority’, meldete die Suchmaschine einen Tag später, am 21. November, schon mehr als 800 Blogeinträge Kategorien zum Thema. Auch in Deutschland was das Thema angekommen.

Erst am 22. erreichte das Thema auch die oft zitierten A- und B-Blogger. In diesem Momoent explodierte der Umfang der Posts in Blogs und der YouTube-Videstatements.

Soweit, so anders die Fälle. Während der Star trotz heftiger rasisstischer Ausbrüche auf offener Bühne bereit nach 4 Tagen wieder aus der Top-Ten-Search-List raus war, verharrt StudiVZ dort immer.

Und die Lehre?
Die Dynamik stellt alles bisher da Gewesene in den Schatten und ich bin gespannt, welche Mittel und Wege aus solchen Statementlavinen herausführen können. Das Gegenblog ist wohl wenig geeignet wie das Beispiel von StudiVZ zeigt.

Ob der frühzeitiger Gang nach Canossa (zeitgemäßer ist ein ‘Mea Culpa’ in den großen TV-Shows) demnächst wieder in Mode kommt? Die große Welle scheint in den USA jedenfalls abzuflauen.

Abwarten und Tee trinken.

Vorlesestunde: Aus Text wird Sprache

24. November 2006

So richtig durchgesetzt hatte sich die Idee seinerzeit nicht. Als wir im Jahr 2002 die AutoLernWerkStadt von Volkswagen für noch jüngere Nutzergruppen öffnen wollten, stellte sich das Problem der Lesefähigkeit der ‘lieben Kleinen’.

Die waren zwar neugierig und wollten auch gerne vieles zu den Dingen erfahren über die wir damals schrieben – aber so lange lesen? Nein, dann doch lieber nicht.

Schon gar nicht am Monitor.

Es gab seinerzeit ein System, dass mich persönlich sehr interessierte: Logox von GDATA. Ein deutsches Stück Software, das es schaffte, lange Textpassagen vorzulesen. Text zu Sprache. Dazu musste der User (also das Kind) ein kleines Plugin herunterladen und auf dem eigenen Rechner installieren.

Wir hatten die gesamte Seite kurz vorher vollständig auf Flash umgestellt und wollten unseren Benutzern dann nicht noch ein weiteres Plugin zumuten. Der Plan wurde fallen gelassen.

Fast hätte ich es vergessen, wäre ich zufällig über eine andere, inzwischen modernere Lösung gestolpert:

Readspeaker.com liefert ähnlich gute Ergebnisse, benötigt aber kein zusätzliches Plugin.

Interessant für mich sind die Punkte Podcast (immerhin ist am Sonntag der erste Podcaststammtisch in Hannover) und Newsfeed. Eingesetzt wird das Tool seit kurzem auch von T-online. Und weil die Kids von damals noch immer nicht gerne lesen, hat auch www.netzcheckers.de von der Möglichkeit gebrauch gemacht

ReadSpeaker ist ein Internet-Dienst, der Barrieren in der Nutzung des Internets für viele Menschen beseitigt, indem der Inhalt von Webseiten durch eine computergestützte Stimme vorgelesen wird.Websites werden durch den Einsatz von ReadSpeaker wirksamer, da ihr Informationsangebot von viel mehr Menschen genutzt werden kann. Dabei leistet ReadSpeaker einen wichtigen Beitrag dazu, dass sich die Kluft zwischen Bevorzugten und Benachteiligten nicht noch mehr vergrößert.

ReadSpeaker – www.readspeaker.com

Ensdetten: Schoolshooting zum Nachdenken

23. November 2006

‘Schoolshooter’, ein Begriff der mir persönlich unbekannt war, ist wohl die offizielle Bezeichnung für Amokläufe a’la Columbine, Erfurt oder Emsdetten. Erstmals untergekommen ist mir der Begriffe dank SternTV heute abend.

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OpenBC goes Xing, aus Raider wird Twix

19. November 2006

Ups. Das hätte ich ja jetzt fast verpasst. Da sitze ich nachts vor dem Blog und verpasse DAS Ereignis des Tages, das die Web2.0-Welt seit Wochen, wenn nicht Monaten bewegt:

Das von mir so hoch geschätzte OpenBC ist über Nacht zu Xing gewandelt. Nun möchte uns die eine Fraktion erklären, dass OpenBC dadurch von der Larve zum Schmetterling mutiert…

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Think big: Wer war wann, wo?

19. November 2006

Du bist da, wo du bist.

Wer sich noch nicht ganz von seiner realen Identität verabschiedet hat, definiert seine Position in der Regel über den Ort an dem er sich zur Zeit befindet. Die Frage “Wo bist du”, beschäftigt auch ein – man höre und staune – deutsches Unternehmen mit Namen Plazes.com.

Das hört sich schwer nach Internet an und das trifft den Nagel auf den Kopf.

Plazes.com bietet einen Service an, der die lästige Frage nach dem “Wo bist du?” überflüssig machen könnte. Das wäre durchaus eine kulturelle Katastrophe, diese Frage stellt sich gerade zu Zeiten des Handy doch relativ leicht und daher häufig. Anstatt diese Frage jeden Tag immer wieder zu beantworten, kann der Mensch auch einfach sein Handy oder Laptop mit einem kleinen Programm impfen.

Auf der Internetseite beta.plazes.com kann so jeder Bekannte oder Kunde oder Unbekannte auf einen Klick sehen, wo sich das Handy oder Computer des Gesuchten gerade befindet. Schöner Nebeneffekt: Sein Handy kann der Gesuchte nie wieder verlieren. Im Zweifelsfalle könnte er sogar einfachen einen Bekannten bitten, mal eben nachzusehen.

Wer das nicht tun möchte oder einfach mit der Frage “wo bist du” leben kann, der braucht jetzt hier nicht weiter zu lesen. Jeder der etwas mit Medienkompetenz oder der Vermittlung eben dieser zu tun hat, dem sei dieses hier empfohlen:

Mit-Gründer Stefan Kellner erklärt, warum seine Plattform nicht zum Big Brother taugt, warum wir derzeit Medien vergewaltigen und warum in Deutschland Web-Start-Ups eine so seltene Spezies sind.

Elektrischer Reporter

Besonders interessant für meine Freunde bei Volkswagen ist der Hinweis von Stefan Kellner, dass auch GPS zur Ortung eingesetzt werden könnte. GPS, Auto – da geht doch was?

Aber, und immer kommt aus irgendeiner Richtung ein Aber: Das Argument, das Stefan Keller anführt, der User könnte durchaus Einfluss darauf nehmen, wem er Zugriff auf seinen Aufenthaltsort gewähren will ist löchrig wie ein Schweizer Käse.

Für plazes.com allein betrachtet, mag das durchaus stimmen. Geradezu unmöglich wird es in der Praxis, in der ich meine verschiedenen “Identitäten” im Auge behalten muss.

Würde ich, wie vorgeschlagen, plazes.com in Verbindung mit openbc.com (das jetzt übrigens “Xing” heißt) oder dem bei Kindern und Jugendlichen favorisierten MySpace nutzen, erweitert sich mein Profil unter denen mich meine Kontakte erreichen, plötzlich um den Aufenthaltsort.

Eine solche Öffentlichkeit ist dann doch etwas unheimlich. Es ist nötig, eine Liste zu erstellen: ‘Wer soll meine Daten nicht sehen können?

Allein der Umstand, dass ich vor einem aktuellen Termin (vor jedem Ortswechsel?) meine Kontakte auf eventulle Konsequenzen überdenken, überprüfen und anpassen muss, ist eine Arbeit die nicht vernachlässigt werden sollte.

Natürlich kann ich mir überlegen, ob ich meine aktuelle Position überhaupt angeben will. Aber nur wenn ich es verlässlich tue, macht ein Dienst wie Plazes.com überhaupt Sinn.

Es ist allerdings geradezu zynisch, in diesem Zusammenhang von einem ‘gewissen Maß an Medienkompetenz‘ zu sprechen.

‘Insofern setzt es eine gewisse Medienkompentz voraus nämlich zu entscheiden ‘was will ich veröffentlichen, was will ich nicht veröffentlichen’. Ich hab bei Plazes die Kontrolle, ich kann auch die Orte wo ich einmal war auch wieder verändern und wieder löschen’, O-Ton Stefan Kellner, Elektrischer Reporter 09.

Ja, danke fein? Die Tatsache, dass all meine Aufenthaltsorte auch noch gespeichtert und veröffentlicht werden, macht das Problem nämlich nicht leichter. Ganz im Gegenteil. Wie der von mir so hoch geschätzte elektrische Reporter aka Marius Sixtus in einem Kommentar auf seinem privaten Blog so treffend bemerkte:

Das Netz vergisst nicht. Mögen sie sich noch im Jahre 2016 über ihre damalige (heute: heutige) Blödheit ärgern und mögen die Initiatoren in ihrem nächsten Leben als Blinddarmnarbe zur Welt kommen.

SIXTUS.NET – Blog | Auf nach Berlin

Zappen ist out

15. November 2006

Die dritte Studie der Reihe “TV2010″ belegt, dass sich das Nutzungsverhalten der Zuschauer grundlegend ändert: Je mehr Sender verfügbar sind, umso mehr wird deren Rezeption gezielt geplant. Dabei helfen moderne “Tools” wie elektronische Programmführer, die nicht nur Überblick schaffen, sondern dem Anwender eine neue Erlebnisqualität bieten, die über das eigentliche Programm hinaus besteht. Der Nutzer wandelt sich vom passiven Zuschauer zum aktiven “Selector”, der bestimmt, welche Inhalte er wann, wo und wie konsumieren möchte.

Fraunhofer-Institut FIT – Pressemitteilung

Was dem Fernsehzuschauer recht ist, kann dem Websurfer nur billig sein.

Das Angebot ist unüberschaubar groß. Einige Seiten haben regelmäßig etwas zu meinen Interessen zu sagen, andere selten.

Was dem Fernsehzuschauer sein EPG sind den Surfern der nächsten Generation die Social-Bookmarkdienste wie DIGG oder del.icio.us, um nur einige zu nennen. Zusammen mit den News-Diensten RSS sparen diese “Programmführer” dem Surfer eine Menge Übersicht in kurzer Zeit.

Wo viel Licht, ist allerdings ist auch in Web2.0-Zeiten Schatten auszumachen.

Denn die Verweildauer am PC nimmt gewaltige Züge an. Es kommt bei mir schon einmal vor, dass ich 8 Stunden surfe . . . dass ich überhaupt so lange am PC sitze, ist seit den frühen 90ern nicht mehr vorgekommen.

Da hilft dann auch DSL 16.000 nicht weiter, eher im Gegenteil.

Radio setzt auf Internet

15. November 2006

Der Deutschen liebstes Kind ist nicht mehr das Auto sondern die Glotze. Die wohnzimmerliche Unterhaltungstechnik taugt zur Imagebildung mindestens so gut wie die schicke Karosse in der Garage. HDTV und Co stehen kurz vor Weihnachten auf den Wunschzetteln ganz oben, und der alte Röhrenempfänger ist nur noch einen Zahltag von der Entsorgung entfernt.

Soweit sogut. Aber in den Funkhäusern zwischen Berlin und Köln, Hamburg und München schaut man inzwischen nicht nur auf die Konkurrenz. Wichtiger wird, was da aus der DSL-Dose kommt. ‘Internet’-Fernsehen und ‘Internet’-Radio sind zwar noch eine Randerscheinung, vor allem aber die technisch interessierte Jugend sitzt inzwischen lieber vor dem PC und lässt den Fernseher allenfalls nebenbei laufen.

Als erstes reagieren die Radioredaktionen auf diesen Trend.
Als Beweis dafür dienen mir Vorstöße der klassischen Medien ins Web. Der Jugendkanal des RBB, Fritz, und das Deutschlandradio haben fast zeitgleich eigene Projekte gestartet, um den zunehmend schneller fahrenden Zug nicht zu verpassen. Schöner Nebeneffekt: Anerkennung für alle Beteiligten.

aber mal ganz ehrlich. deutschlandradio hörspielredaktion nach soap, wurfsendung nun mal wieder eine verdammt gute idee. wünasche euch ausdauer und satte besucherzahlen.

blogspiel.de :: community

Gleichzeitig wird doch auch kritisch nachgefragt, typisch für die Internetszene:

war zeit, der welt da draussen mal zu zeigen, daß es in der netzwelt lauter guter sachen gibt. also, weiter so. viele gute beiträge, viele schöne sendungen! was haltet ihr von dem thema – zensur in den usa – ?

blogspiel.de :: community

Wesentlich wichtiger ist aber die gegenseitige Wechselwirkung, die solche Vorstöße mit sich bringen. Die klassischen Medien kommen auf diese Art an Formate, die längst aus dem Sendeplan verschwunden waren.Podcaster (Autoren von ‘Internetradio-Beiträgen’) können bei www.blogspiel.de Sendezeit gewinnen, die Rundfunkanstalten gewinnen neben der Aufmerksamkeit im Internet auch ‘erprobte Themen’ oder Während dem wöchentlichen Gewinner des Blogspieles Sendeplatz im Deutschland Radio. Eine schöne Sache, wenngleich die Navigation auf dem Blogspiel echt nervig ist.

‘Kultmoderator’ Stefan Raab hat mit TV-total auch schon mal einen Ausflug zur Konkurrenz gemacht und sich diese in die Sendung eingeladen. Diese, das ist ‘Katrin’ von ‘Ehrensenf’, einem Web-TV-Kanal, der sich humoristisch, schnodderig mit kuriosen Fundstücken aus dem www auseinander setzt. Nichts anderes hatte Stefan Raab anfangs gemacht.
Im blog von einfallsreich.net wird zum Thema Handlungsdruck festgestellt:

In neuen Medien wie dem Internet, tummeln sich nur Wiederholungen der bekannten Fernsehsender. Eigenes auf die Beine zu stellen, hat sich noch nicht bis zu den Programmplanern durchgesetzt. Da nützt es auch nichts, wenn z. B. RTL ihr Nachrichtenformat eigens für das Internet nocheinmal aufzeichnet. Das Format bleibt aber dasselbe.

» Blog Archiv » Studie “TV2010″ zeigt: Zuschauer verlangen nach neuen Formaten

Blogspiel geht on air

5. November 2006

In den letzten Jahren haben sich Wahrnehmung und Nutzung des Internets gewandelt – Weblogs, Audioblogs und Podcasts erobern das Netz. Dabei etabliert sich eine neue Form des Produzierens und Hörens: direkt, ungefiltert, kreativ und subjektiv.

Deutschlandradio Kultur – Programmtipp

So. Nun ist es also soweit. Ich habe es natürlich nicht geschafft. Ich habe das Blogspiel auf dRadio nicht gehört. Nicht live, aber gerade eben.

Aber es geht tatsächlich los.

Der Podcast springt zurück in die klassischen Medien.

Wer es nachhören möchte: Bitte dem Link oben folgen.

Ich freue mich über Feedback, Anregungen und Korrekturen.