Yahoo bessert bei Flickr nach

So ist das, wenn man Besuch hat, der sich selbst als webaffin bezeichnet: Man kommt ins Zeigen, Ausprobieren und Kopfschütteln.

Meine Kopfschüttelgeschichte war diese ‘Yahoo setzt Flickr-Kunden Zensurbrille auf’-Affäre (mehr dazu steht hier im Wespennest). Und siehe da:

Es hat sich was geändert. Ich kann mein Profil verändern, die Jugendschutz-Maske ablegen – nur falls es noch jemanden interessiert. ;-)

ebay und der Jugendschutz

Eben auf Jugendschutz.net gelesen (wo man die Bild offenbar sehr genau verfolgt):

Das Internetauktionshaus eBay kann zur Sperrung jugendgefährdender Angebote verpflichtet werden. Das hat der Bundesgerichtshof (BGH) entschieden.

jugendschutz.net

Das ganze passt doch irgendwie zusammen: Erst wird Yahoo mit dem deutschen Flickr auf den Jugendschutz vergattert, nun folgt ebay. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die gesamte Web2.0-Szene dem Jugendschutz zum Opfer fällt. So kommt die Zensur leise still und heimlich durch die kalte Küche.

Das kann es doch auch nicht sein. Wenn schon, dann bitte ein vernünftiges Verfahren.

Ich schlage vor, einen digitalen Personalausweis einzuführen. Der gibt im Zweifelsfalle dem Websitebetreiber (oder den Strafverfolgungsbehören) darüber Auskunft, wann ich welche Inhalte anschauen will – und ob ich das darf.

Anonym zu surfen ist eh nur etwas für die Hardcore-Nerds und selbst die können sich wahrscheinlich nicht sicher sein, dass das immer klappt.

Warum dann nicht gleich konsequent und mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen? (Ich mein ja nur)

thinkflickrthink – Kinderschutz für alle

thinkflickrthink in den ersten 24Std.

Gerade poste ich über das endlich deutschsprachige flickr und dann diese englischsprachige Überschrift?

Diese seltsame Blüte ist einer laufenden Kampagne deutscher flickr-Kunden geschuldet. Bei flickr soll das ‘Kampagnen-Bild’ möglichst schnell in die ‘beliebtesten’ der viel besuchten, hauseigenen Homepage einfließen.

Für die – zur Navigation bei flickr unerlässlichen – Tags ist dieses Ziel bereits erreicht.

Hintergrund für all die Aufregung sind Bilder wie dieses: http://www.flickr.com/photos/loupiote/21615087/ . Es ist für die deutschen Nutzer von Flickr nicht zu sehen. Selbst wenn sie angemeldet sind. Der Grund: Das Bild wurde nicht als ‘unbedenklich‘ eingestuft. Damit ist es für Deutsche, Koreaner, Surfer aus Singapur oder Hongkong tabu und bleibt unsichtbar. Als einer der ersten online-Dienste berichtete Heise über diese Affäre.

Mit im Boot sind übrigens auch unsere Brüder und Schwestern aus Österreich. (Was diese natürlich doppelt ärgert: mit den Piefkes über einen Kamm geschoren zu werden, ist für diese eine Qual.)

Offen ist derzeit die Frage, wie diese Art von Zensur rein technisch von statten geht. Eines ist aber sicher: Nicht alle werden sich so vehement beschweren, wie die zahlenden Kunden von flickr.

So dürften sich vor allem um den Nachwuchs besorgte Eltern und Großeltern für eine Ausweitung dieser Art von ‘Zensur’ aussprechen. Erleben wir nun die letzten Tage der publizistischen Anarchie?

Abwarten.

Mehr zu lesen gibt es bei pl0g.de
Die neuesten Reaktionen aus der Online-Welt gibt es bei technorati.

flickr spricht deutsch

Was in den USA jeder Grundschüler kann, bleibt vielen Deutschen ein Geheimnis: das WWW.

Ein Grund ist meiner Ansicht nach die Sprache. Oder besser gesagt: die mangelnde Kenntnis der englischen Sprache. Wir Deutschen sind halt nicht vollkommen kompatibel zum Rest der Welt. Das kann man nur langsam ändern.

Aus diesem Grund hat sich flickr entschieden, den wichtigsten Standard für eine weltweit beliebte Website einzuführen: die Mehrsprachigkeit. Eben erst entdeckt.

Ebenfalls eben entdeckt: Es läuft eine Welle der Entrüstung durch die Flickr-Gemeinschaft.

G8: Web erlaubt Blick hinter die Kulissen

Im Wendland sind die Castor-Transporte geübte Praxis und viele Teilnehmer wundern sich regelmäßig, was in den Medien daraus gemacht wird. Denn was über an Informationen über die klassischen Nachrichtenkanäle geschaufelt wird, lässt viele friedliche, sympatische und kreative Eindrücke unentdeckt.

Das Web hilft hier dem Interessierten, sich einen tieferen Einblick in die Szenerie zu verschaffen. Das gilt auch und gerade für die aktuelle Lage in Rostock. Der G8-Protest ist mehr als nur Hooligans, schwarzer Block oder prügelnde Bullen.

Bunt, schwarz-weiß und manchmal nachdenklich. Sehr sehenswert und immer aktuell.

Bildershow bei Flickr.com

Gescannte Botschaft via QR-Code

Hinweis auf Wikipedia via QR-CodeSie dürften Ihnen schon einmal unter die Augen gekommen sein: QR-Codes.

Sie sind die Weiterentwicklung des Barcodes, der an Supermarktkassen für kurze (oder längere) Schlangen sorgt. Anders als Barcodes können im QR-Code auch Buchstaben und andere Zeichen verschlüsselt werden.

Diese Dinger sind perspektivisch eine sehr interessante Sache für Werbung, Messen, Museen, Stadtführer und sogar Bücher!

Der Betrachter scannt den QR-Code am Produkt (Messestand, Exponat, Denkmal oder Quellennachweis). Dann verbindet sich dessen Handy mit einer durch den Code festgelegten Adresse im Internet.

Dort kann ein aktuelles, zusätzliches oder interaktives Informationselement Dienst am Kunden (Besucher) leisten.

Kommt da ein neuer Trend auf uns zu? Diesmal aus dem Osten?

Davon ist auszugehen. Immerhin haben wir von dort auch schon das Tamagotchi in unser Herz geschlossen (bis es verstarb).

In Japan stellt Roger Fischer breite Akzeptanz von QR-Codes fest. Witzigerweise ist QR wie der RFID-Chip eigentlich ein Mittel der Logistiker. Beide scheinen dabei, sich den Alltag zu erobern. Gegen die Chips werden die ersten Abwehrmaßnahmen seitens der Datenschützer diskutiert.

Dank an Mario Sixtus für dieses Thema und das tolle Interview.

‘Wer liest das eigentlich?’

Nichts macht beim Pflegen eines Blogs oder einer Webseite mehr Spaß: sehen, wer sich aus welchem Grund so auf die eigene Seite verirrt. Schon aus diesem Grund ist es mir vollkommen unverständlich, warum nicht jeder Websitebetreiber diesen Genuss bis zum Ende auskostet.

Im Gegenteil:
Viel zu kurz und häufig genug vollkommen unzureichend ist die Auswertung der Besucherströme vor allem bei Seiten von Vereinen und Unternehmen (den großen wie den kleinen). Wenn überhaupt, dann werden Besucherzahlen und Seitenaufrufe zur Kenntnis genommen.
mehr lesen …

Auf dem Weg zum Überwachungsstaat

Zur Zeit wird heftig über die Wunschliste von Innenminister Schäuble diskutiert. Ich bin noch immer unentschlossen, wie weit der Schutz von Daten gehen soll.

Denn machen wir uns nix vor: Den meisten Bürgern dieses Landes ist es scheißegal, wo ihre Daten nun stehen, zu finden oder eben nicht zu finden sind. Wer wissen will wohin die Reise geht, braucht sich bloß auf die Spurensuche von den Vereinigten Staaten und dem Vereinigten Königreich zu machen.

Die sind uns nämlich einen Schritt voraus.
Eine tolle, leider englische Dokumentation gibt es bei Google video zum Ansehen. Dauert 46 minuten und wird von Sekunde zu Sekunde beklemmender. Der Hammer: Autor Henry Porter lässt sich einen RIFT-Chip einsetzen – probehalber.

Since Tony Blair’s New Labour government came to power in 1997, the UK civil liberties landscape has changed dramatically. ASBOs were … Alle » introduced by Section 1 of the Crime and Disorder Act 1998 and first used in 1999. The right to remain silent is no longer universal. Our right to privacy, free from interception of communications has been severely curtailed. The ability to travel without surveillance (or those details of our journeys being retained) has disappeared.

Indeed, as Henry Porter (the Observer journalist famous for his recent email clash with Tony Blair over the paring down of civil liberties) reveals in this unsettling film, our movements are being watched, and recorded, more than ever before.

suspect nation, Henry Porter google video

Ach ja – nicht dass man mich falsch versteht: Aber die Kopie der Sendung wurde mit Sicherheit illegal bei google video eingestellt.

Mittelstand & digitale Kluft

Der Mittelstand tut sich schwer in Sachen Internet. Die Auguren drängen zur Eile ob der bahnbrechenden Entwicklungen die da ins Haus stehen und sie erreichen ihre Hörerschaft.

Oder vielleicht doch nicht? Matthias Schwenk sucht von Bad Saulgau aus nach Konzepten und Ideen, mit denen Mittelstand die neuen Möglichkeiten der Kommunikation mit Kunden, Lieferanten und Kollegen forciert.

Schauen wir mal, was in Baden-Würtemberg geht.
Bei meinen Gesprächen hier vor Ort ist mir aufgefallen, dass die Lust sich mit dem Thema auseinanderzusetzen eher gering ist: ‘Grundsätzlich ist das ja sehr interessant, aber ich habe dafür wirklich keine Zeit’, erklärte mir jüngst ein Gesprächspartner. Und er ist überzeugt, dass die hiesige Unternehmerschaft das ähnlich sehe. Zeit ist knapp und Trends sind flüchtig. Nun denn.

Ich vermute hier die ersten Auswirkungen der digitalen Kluft. Zwar ist das Internet bekannt- aber mehr als email und die Startseite von t-online (ggf. Spon oder DieWelt) wird eben nicht genutzt.

Für besonders problematisch halte ich die Tatsache, dass die meisten Innovationen und Möglichkeiten (und Risiken) für den Mittelstand ausschließlich über das Web kommuniziert werden.
‘Wer’s nicht liest ist selber schuld.’

Weil aber größtenteils in englisch oder fachchinesisch über die neue Kommunikation geschrieben oder gesprochen wird, benötigt die Einarbeitung ins Thema noch mehr Zeit. Und die ist – wie bereits gesagt – knapp.

Ärgerlich.

Social Media-Stammtisch Hannover

Was mit dem Podcast-Stammtisch in Hannover begann, setzte sich gestern mit dem Social Media-Stammtisch fort.

Nun ist Hannover zwar meine Landeshauptstadt – allerdings mit 134 km Landstraße doch einen ganzen Arsch weit weg. Da macht sich die schlechte Ost-West-Anbindung hier in der Ecke echt bemerkbar. Etwas mehr je als zwei Stunden für Hin- und Rückfahrt sind echt eine Maloche – vor allem wenn es erst um 22 Uhr wieder nach Hause geht.

Als Horror empfinde ich diese elend lange Waldstrecke von Uelzen nach Celle. Ich warte dort regelmäßig auf einen gewaltigen Zwölfender, der mir spontan in die Windschutzscheibe hüpft.

Ich möchte auf diesem Weg bei allen für die tollen Anregungen und die feinen Gespräche danken.

Deutliche Worte an Telekomvorstände

Wenn die Mitarbeiter der Telekom sauer sind, ist das nur zu gut zu verstehen. Zumindest wenn man diesen Brief an Telekom-Vorstandschef René Obermann liest. Der Autor gehört zur Basis des Rosa Riesen und weiß sich auszudrücken.

Letzter Auslöser war ihre wiederholte Forderung, bei uns Mitarbeitern eine größere Bindung zum Unternehmen zu erzeugen. Dazu kann ich ihnen nur erwidern, dass ich und die meisten meiner Kollegen im kleinen Finger mehr Unternehmensbindung haben, als ihre ganze Führungsriege zusammen. Ich werde ihnen auch sagen warum.

(Aus dem ersten Teil, des im Heiseforum veröffentlichtem Briefes hier der Link und hier zum zweiten Teil.)

Wenn man dem Spiegel Glauben schenken möchte, geht dieser Brief seit Tagen durch die Mail-Fächer der Abteilungen.

Der Spiegel hat den Brief durch Dritte erhalten. Im Heiseforum steht er aber auch und wird vom Spiegel verlinkt. Der Autor wollte eigentlich die Angelegenheit ‘intern’ behandeln. Andere hatten da wohl andere Pläne und ich würde ja gerne spekulieren – aber wer kennt schon die inneren Kreise?

Der Brief ist eine öffentliche Anklage und für die Manager in der Konzernspitze eine unangenehme Sache. Für den Autoren vielleicht auch? Wahrscheinlich nicht. Öffentlichkeit erzeugt mitunter nämlich ein lange verdrängtes Gefühl bei den Menschen: Solidarität.

Auch wenn ich über die Telekom oft genug geflucht habe – ich fühle mit dem Mann und das steigert die Sympathie.

Außerdem darf man bei der Telekom beruhigt sein: Man ist nicht allein. Die Stimmung bei den Großen ist nicht besonders. Die Gründe sind frei übertragbar auf andere Branchen.

Aber wie gehen Vorstände damit um in diesen digitalen, schnellen Zeiten? Ist das eine Frage der Unternehmenskultur oder der Sicherheit? Eine Aufgabe für die Kommunikationsabteilung? (Die ist gerade mit der Produkteinführung beschäftigt.) Es ist eine Kernfrage, mit der sich die Personalabteilungen beschäftigen müssen.

Vielleicht folgt man ja dem Vorschlag des PR-Bloggers:

Am besten wappnen sich Unternehmen dagegen, indem sie Informationskanäle aufbauen, in denen die interne Kritik möglich ist, aber gleichsam aufgefangen und moderiert werden kann, um Schlimmeres in der Außen- und Binnenkommunikation zu vermeiden.

PR-Blogger – Digitaler Protest bei der Telekom

Was aber nützt das, wenn selbst Vorstandsmails gestreut werden?

UpDATE, 21.03.: die Antwort folgte nun doch – via Spiegel

Papier versus Datenleitung

Ein Gespenst geht um in Europa. Die Mär vom Zeitungssterben und von Verlagen, die den Sprung in die neue Onlinewelt nicht schaffen (können, oder wollen).

Hintergrund: Die Zeitungen leiden unter schwindenden Auflagen, die junge Leserschaft bleibt aus und der Wettbewerbsdruck im Werbemarkt ist enorm. Gleichzeitig kommen die Laien. Sie bloggen aus den Vereinen und dem Stadtgeschehen und sind damit schneller und oftmals authentischer als die vermeintlichen Medienprofis.

Online wird schon lange fleißig darüber diskutiert, welche Strategien die Zeitungsverlage einschlagen könnten. Denn eines ist sicher: Die Onliner sind nach wie vor an gutem Journalismus interessiert.
Nur: Den bekommen sie viel zu selten geboten.

uninformation.org

Zeitungen, wie wir sie kennen, werden vergehen. Schaut man sich eine beliebige Standard-Klein-Groß-Mittelstadtzeitung an, so findet man dort seitenweise die Agenturmeldungen, die man schon tags zuvor im Web gelesen hat. Warum sollte man das kaufen und lesen? Die große Chance, nämlich statt Agenturmeldungen originäre Berichte und Meinungen eigener Korrespondenten und Redakteure zu drucken, die über die reine trockene Agenturnachricht hinausgehen, nehmen die wenigsten wahr. Zu teuer.

Zeitung definiert sich also immer noch nach der Qualität der Geschichten, die sie für den Leser findet. Daran ändert die ‘schöne, neue Online-Welt’ nichts. Was bedeutet das für das Wendland und die EJZ?

Gerade für die kleinen Zeitungshäuser ist der Schritt in die Online-Welt doppelt schwer: Die geschrumpften Redaktionen arbeiten im eingespielten Ablauf. Viele Kollegen sehen im PC ein notwendiges Übel. Keine Zeit für Zusatzaufgaben mit der Online-Ausgabe. Also werden Doubletten online gesetzt, was den eigenen Auftritt umso weniger attraktiv macht.

Und noch etwas macht es den kleinen Verlagen schwer: Sie kennen ihre Anzeigenkunden und die lassen sich nicht auf Experimente ein. Lokalzeitungen leben zu großen Teil vom lokalen Werbemarkt und der ist bei Google in der Regel nicht einmal vertreten – kein Pfennig zu verdienen.

Einen kleinen Schritt in die richtige Richtung ging – wie ich just gesehen habe – die Altmarkzeitung. Die gehört bekanntlich organisatorisch zur Allgemeinen Zeitung in Uelzen und steht damit unter der Verlagsleitung von Dirk Ippen.

Verleger halten sich ja eigentlich aus dem Tagesgeschäft heraus. Nicht so der rührige Münchner Ippen. Der ist unter die (unregelmäßigen) Blogger gegangen – wie gesagt: ein kleiner Schritt.

Richtiger wäre es, gleich noch den Audio- und Videomarkt zu erschließen. Wie das gehen kann, zeigt das Handelsblatt mit einer jungen wilden Garde von Profis, die bereit sind, für ihre Zeitung zu kämpfen. Auch hausintern.

Das zweite Leben beginnt.

Während ich hier im Wendland gerade mein neues Leben im Einfamilienhaus in den Griff bekomme, mache ich mich nebenbei schon mal in das nächste Leben auf. Dieses zweite Leben (second life)ist im Spiegel massenkompatibel beschrieben und wird ausführlich von zahlreichen Kommunikationsexperten beleuchtet.

Second Life ist eine dieser ganz hypermodernen Internet-Anwendungen. Ich war bereits während meiner Zeit bei Volkswagen im Frühjahr 2005 auf das Spiel schon einmal aufmerksam geworden und habe die Entwicklung seitdem am Rande verfolgt. Nach einigen erfolglosen Versuchen mich anzumelden (Second Life macht es dem 1&1-Kunden nicht besonders leicht) habe ich es heute endlich geschafft.

So sehe ich in meinem zweiten Leben aus.

Man beachte das volle (dafür graue) Haar und die ansprechenden Körperproportionen.

Second Life ist ein kostenloses Internetspiel. Wobei ich mir bei ‘Spiel’ schon fast nicht sicher bin, denn Spiele ohne Ziele machen wenig Sinn. Ein bestimmtes Ziel gibt es im Second Life aber nicht und darin ähnelt das virtuelle Leben dem realen.

Second Life versteht sich denn auch eher als Plattform, auf der sich Menschen darstellen und austauschen können. Unabhängig von den hürden der realen Welt gilt dort die Devise: anything goes.

Für mich als Anfänger ist Second Life erst einmal ein auf Avataren basierter Chatroom (und damit ähnlich wie Mokitown, eine Kinderwebsite von der Mercedes) und vor allem aufgrund der Komplexität etwas Neues.

Leider ist die Steuerung nicht ganz trivial und darum wieder einmal etwas, was ich wirklich nur ungerne weiter empfehle. Es sei denn Sie haben viel Zeit.

Vielleicht sehe wir uns ja. Ich heiße Stuff Writer. Warum? Weil das meine zweite Natur geworden ist ;-)

Loremo: Weil es eh keiner anschaut?

Also wenn ich ein Auto richtig geil finde, dann den Loremo aus München. Haben Sie noch nie gesehen? Geht auch nicht, gibts ja noch nicht. Ab 2009 soll es losgehen.

Im Internet kann man einen schönen Prototypen begutachten, was Robert Basic zu einer bösen Überschrift in seinem Blog und mich zum ‘trotzdem mal nachschauen’ gebracht hat.

Seine Kritik an der Kommunikation mag richtig sein. Aber: Mit dem Einbinden eines Forums sind die Münchner schon recht mutig und bei YouTube gibt es sogar ein 2006 erstelltes Video mit Hintergrundinfos zu sehen.


(mit freundlicher Erlaubnis von loremo doch in eingebundener Form)

Mit der Überschrift hat Basic trotzdem die Wahrheit getroffen: Der Umgang mit potentiellen privaten Investoren ist sträflich ärgerlich.

Das verlinkte PDF erlaubt den interessierten Investoren, sich bei der Loremo AG zu melden und einen Betrag von 56.000 € für 400 Aktien zu investieren. . . . Leider ist die Zeichnungsfrist am 17.11.2006 abgelaufen. Warum ist das noch online? Weil es eh keiner anschaut?

Sie mögen Google-earth? Es gibt was Neues . . .

Mircosoft legt nach und bringt ‘virtual earth’ auf den Markt. Der Spiegel nutzt in diesem sehr lesenswerten Test die Gelegenheit und nimmt einer etwas ‘übergeordnete’ Sicht auf die Segnungen des WorldWideWeb dieser Tage.

Kurz zusammengefasst:
Microsoft bringt ein zusätzliches Feature auf den Bildschirm: schräge Luftaufnahmen. Das sieht sehr verführerisch aus und erinnerte mich sofort an diesen Artikel von mir aus dem Dezember. (Stichwort panoramio-Layer bei google-earth)
Subjektive Zusammenfassung der Meta-Betrachtung: Wer über eigene, schwer zu kopierenden Inhalte verfügt, kann damit Geld verdienen.

Online-Power to the Bauer

Wo vor allem die Preise den Markt bestimmen, ist Zeit mitunter ein entscheidender Faktor. Was dem Banker recht ist, sollte dem Landwirt billig sein: der Zugang zu aktuellen Informationen.

Zugang bedeutet Infrastruktur. Und genau daran hapert es vor allem in den ländlichen Regionen der Republik. Denn während sich in Berlin, Köln, Frankfurt und München die Provider um die Kunden prügeln, wartet man in weiten Teilen der Provinz Wendland noch immer auf DSL.

Für alle Landwirte mit DSL-Zugang mein aktueller Surftipp: Agrarheute.com. Ein wirklich gelungenes Beispiel, wie ein traditionelles Berufsmagazin die aktuellen Entwicklungen in Sachen Web für sich nutzen kann.

Umfragen, Podcasts, Kommentarfunktion, nebst aktuellen Preistabellen und Feeds – die Leute haben es drauf. Gruß an die EJZ, deren Archiv seit einigen Tagen wieder online verfügbar ist ;-)

Linktipp: Klimawandel als Onlinespiel

Die alte Tante BBC entwickelt sich zu einem meiner absoluten Lieblinge. Die Hintergrundberichterstattung ist beispielhaft.

Die britische öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt bietet außerdem einen guten Ausblick, was für in Sachen Online geht.

Ein Beispiel ist das Onlinespiel zum Klimawandel.

Im Spiel, das kostenlos auf der Seite der BBC gestartet werden kann, übernimmt der Spieler die Rolle des Präsidenten der europäischen Nationen. Ziel ist es, die Klimagasbilanz möglichst optimal auf die wirtschaftlichen und politischen Dimensionen abzustimmen.

Verschiedene Aspekte der Regierung fließen in den Spielfluss ein: Nationalökonomie, Außenwirtschaft, Industie- und Lokalpolitik bis hin zu den einzelnen Haushalten. Dem Spieler obliegt es, die einzelnen Ressourcen (Geld, Energie, Lebensmittel und Wasser) richtig zu verteilen.

Mittels virtueller Spielkarten werden die Entscheidungen getroffen, welche sich später positiv die CO² Belastung auswirken sollen.
Das Spiel ist selbstverständlich nur ein Spiel, aber eines mit Aha-Effekt.

Die Simulation ist absolut empfehlenswert für alle die sich mit dem Thema ‘Klima’ etwas näher beschäftigen müssen (Schule, Referate, Politik) oder wollen, leider nur in englisch und damit wie so vieles im WWW für die Masse der Deutschen kaum von Interesse. Gefunden bei Sideeffects.

Kennen Sie Google?

Die meisten antworten spontan mit ‘Ja’. Sie kennen die Domain. Aber kennen Sie die Idee die dahinter steckt?

An der Universität in Ulm beschäftigen sich Ozan Halci und Jürgen Mayer mit dem Phänomen Google und produzierten einen absolut sehenswerten Film zur Einführung in das Thema. Der Film ist leider nur in englisch verfügbar. Einen Besuch ist die Seite trotzdem wert, denn die wichtigen Hintergrundinformationen gibt es auch in Deutsch.

Es geht um Mathematik, Wirtschaft, Geheimdienste und – man höre und staune: Genetik.

Ein Surftipp von Bueltge.de.

Was tue ich, um den Konflikt zu beenden?

Ich? Konflikt? Welchen Konflikt?

Israelis und Palästinenser verstehen diese Frage sicher schneller. Gestellt wird sie von einer Organisation mit dem vielsagenden Namen ‘OneVoice’, auch via YouTube.

Hinter ‘Eine Stimme’ (dtsch. für OneVoice) steht eine ‘NGO‘, in der eine Graswurzelrevolution propagiert und forciert wird. Ziel ist es, einen Dialog der Moderaten zu beginnen.

Was tue ich? Ich erwähne es nur mal . . .

(Jugendfrei ;-) und wie immer sind die (englischen) Kommentare auf YouTube lesenswert!