Gemischte Gefühle

Vor den Erfolg hat der liebe Gott die Arbeit gesetzt. Vor die Arbeit eines Bürgervereines stellt das Vereinsrecht Mitgliederversammlungen mit Debatten um Satzungen, Gebührenordnungen und Stimmverteilungen.

Genau darum ging es gestern im Hotel ‘Alte Post’ in Dannenberg. ALMA Elbtalaue e.V. lud zur Informationsveranstaltung mit anschließender Mitgliederversammlung.

Um 18.30 Uhr war der Saal rappel voll. Das Interesse der Bürger ist vorhanden auch wenn nicht alle Interessierten zur anschließenden Mitgliederversammlung blieben. Mit 40 € für die bürgerliche Sparte ist der Vereinsbeitrag zwar überschaubar – aber nicht jeder hat Lust auf die bei Vereinsgründungen typischen Geburtswehen.

Es dürfte schwierig werden, die unterschiedlichen Interessenlagen der Beteiligten unter einen Hut zu bringen. Der Verein rekrutiert nämlich Mitglieder aus allen Sparten des öffentlich/wirtschaftlichen Lebens.

Dazu gehören neben Einzelpersonen mit Einzelinteressen auch Gemeinden, Tourismusverbände und Werbegemeinschaft(en). Um deren Gewicht im Entscheidungsprozess abzubilden, gibt es einen Stimmenschlüssel, der diesen Gruppen einen entsprechenden Einfluss auf die Entscheidungen gewähren soll.

Erschwerend kommt hinzu, dass der Einflussbereich von ALMA sich über zwei ehemals unabhängige Samtgemeinden erstreckt. Dannenberg und Hitzacker sind sich zwar nicht so spinnefeind wie Lüchow und Dannenberg – aber beide fremdeln und Hitzacker fürchtet das ‘mächtige Dannenberg’ wenn es um die Verteilung von Ressourcen geht.

Erste öffentliche Sitzung von ALMA

Stadtmarketing ist ein weites Feld. Es gibt auf dem Gebiet eine Menge Thesen und Themen, die sich täglich um ein neues Puzzlestück ergänzen. Unmöglich, alles im Blick zu haben.

Es bleibt damit eine Aufgabe, der sich vor allem die Universitäten und einige Spezialagenturen verschrieben haben und ein lohnender Markt, denn: Jede Region oder Stadt ist heute bestrebt, sich möglichst gut zu positionieren.

Die Beteiligung der Bürger wird als wichtige Komponente akzeptiert. Aber je nach Konzept (oder Masterplan) gibt es unterschiedliche Ansätze, diese Beteiligung zu gewährleisten.

In der Samtgemeinde Elbtalaue wird im Rahmen einer ‘Markenbildung‘ ein Verein ins Leben gerufen.

Die erste Sitzung ist am Montag, 10.Februar um 18.30 Uhr, im Hotel ‘Alte Post’ (Marschtorstraße 6).

Ich bin ja mal gespannt.

Entscheidungsfrage Marke

Marken sind wie organische Lebewesen. Sie passen sich evolutionsmäßig an die Umwelt, sprich die Käufer, an. Je besser eine Marke das kann, desto größer die Wahrscheinlichkeit, das große Räuber-Beute-Spiel zu überleben.

Käufer entscheiden bislang mit ihrem Geldbeutel, bestenfalls mit ihrer Aufmerksamkeit; was einerseits die Verkäufer, andererseits die Kommunikationsabteilungen interessiert.

Markenkunden entscheiden auch, wie sie über ein Produkt, eine Dienstleistung sprechen, mit Freunden, der Familie und Kollegen. Was sich bislang im Verborgenen abspielte, bekommt mit zunehmender Verbreitung des Webs in der breiten Bevölkerung eine neue Relevanz und – positiv ausgedrückt – Transparenz.

Wo liegt die Stärke der Marke, wo der Fokus der Umwelt, also der Käufer? Dieses immer wieder neu zu erkennen, ist für Marken entscheident. Aber woher soll das Wissen kommen?

Die Lösung wird nach Dafürhalten des Gottlieb Duttweiler Institutes in Zürich in einer neuen Arbeitsteilung liegen.

In einem Brandroom kontrollieren nicht mehr die klassischen Markenkommunikateure mit dem Zugriff auf siebenstellige Budgets die Themen, sondern die Welt da draußen: Kunden, Medien, Mavens. Im Brandroom laufen alle Informationen zusammen: Der Erfolg einer TV-Kampagne, die Umsatzzahlen, die Nachrichtenlage, das Monitoring von Blogs und Wettbewerb. Wenn nötig, kann aus dem Brandroom heraus sofort auf aktuelle Anforderungen reagiert werden: Wenn der Börsenkurs sinkt, das Produkt des Konkurrenten am Pranger steht oder Blogger den eigenen CEO in aller Öffentlichkeit sezieren.

Themenblog

Wie eine Marke reagiert? Nun, vielleicht sind da nicht neue Techniken, sondern vergessene Wahrheiten hilfreich . . .

Wir alle sind Erster!

Sind auch Sie gespannt auf die Markteinführung des neuen Tiguan? Dann melden Sie sich jetzt an, damit Sie Anfang März 2007 als Erste(r) benachrichtigt werden, wenn wir im Internet mit exklusiven Informationen und Bildern über den Tiguan informieren

Volkswagen (Auf einer Promosite für den neuen Cross-Golf)

Da staunt der Fachmann und der Laie wundert sich… Noch exklusiver geht’s ja wohl nicht

Regionalmarketing: Mehr Kanäle nutzen

Das Wendland ist eine traumhaft schöne Ecke von Deutschland. Leider – oder zum Glück – ist es wenig bekannt.

Im Auftrag des Stadtmarketing entstand eine sehr schön gemachte DVD, die seit Ende vergangenen Jahres von zahlreichen Einzelhändlern verkauft wird: Dafür gibt es eine gelungene Mischung von wunderschönen Naturaufnahmen und die Sahnstücke des örtlichen Kultur- und Wirtschaftslebens.

Während der Produktfilm aus dem Hause Blendwerk eindeutig gesteuerte Kommunikation ist, gibt es ungeschnittene Eindrücke zu Hauf aus dem Web. Vor allem in den großen Portalen wie Flickr, Google und Xing gibt es glaubwürdiges Material zu Hauf.
mehr lesen …

Elbtalaue: Alle machen Marketing

Die Elbe ist zwar nicht der längste Fluss Deutschlands, aber mit ihren 1091 km doch über weite Strecken der schönste Strom. Nicht nur bei Dresden ist das Bett der Elbe durch das Sandsteingebirge hübsch anzusehen.

Schön ist er vor allem hier bei uns in der Ecke. Der Elbe haben die Menschen hier viel mehr Raum zugestanden, als sie im Westen dem Rhein gewährten. Wo Raum vorhanden ist, entwickelt sich meist etwas Nützliches. Raum schaffen soll nun ein neuer Verein mit dem inhaltsschweren Namen: Alma.

Wem gehört das Image von Regionen eigentlich? Wer führt, prägt und entwickelt es? In Dannenberg war es das städtische Marketing unter der Federführung von Ursulla Fallapp. Die rührige Aktivistin in Sachen Stadtvermarktung hat viel erreicht und erhält jetzt Unterstützung. Alma ist ein Verein. Der Frauenname ist eine Abkürzung für ‘Alle machen Marketing’ und der Name ist Programm.

Der Verein wurde im September gegründet und soll die bürgerliche Stimme im Marketing-Prozess hörbar machen. Denn – so die Erkenntnis – eine breite Akzeptanz ist in Sachen Regional-Marketing unerlässlich. Alma soll die Bürger mitnehmen in einen ausgesprochen spannenden Prozess, Ideen sammeln und Vorschläge ausarbeiten, die anschließend zusammen mit Verwaltung und Wirtschaft umgesetzt werden können.
Die Erdbeben, welche die politischen Strukturen der Region Lüchow-Dannenberg während der vergangenen zwei Jahre erschütterten, führten zu einem Zusammenschluss der Samtgemeinden Hitzacker und Dannenberg zu einer Großsamtgemeinde ‘Elbtalaue’. Streng nach dem Motto ‘Synergien nutzen’ geht es nun in die nächste Runden.

Während Dannenberg eine recht gute Basis für Weiterentwicklungen eines regionalen Markennamen vorweisen kann, liegt es mit Blick auf diese Basisarbeit in Hitzacker etwas anders. Dort treten die unterschiedlichen Interessenvertreter jeweils für sich auf – von Zusammenarbeit hört man wenig. Mir unvergessen ist das Tauziehen um eine Hochwasserschutzmauer am Yachthafen, in der sich Einzelpersonen einen Kampf bis an den Rand der Absurdität lieferten.
‘In den verschiedenen Sparten Wirtschafts- und Geschäftswelt, Tourismus, Bürgerinnen und Bürger und Kommunen erfolgt in Zukunft eine enge Verzahnung der Interessenlagen zum Wohle der Region.’ Das kündigen der Alma-Vorsitzendee Markus Maul und Schriftführerin Ursula Fallapp in einem Weihnachtsbrief an.

Bis zum 12. Februar können am Verein Interessierte durch Anregungen und Vorschläge die künftigen Weichen mit stellen. Dann nämlich ist die erste offizielle Vereinsvorstellung im Dannenberger Hotel ‘Alte Post’ . Termin bitte merken.

Ein guter Rat.

Politik lebt vom Hingehen. Das gilt für den Bürger auf seinem Weg zur Urne wie für den Ratsherren und dessen Weg zum Ausschuss.

Was viele Bürger nicht wahrhaben wollen: Die Bürgerpflicht endet nicht am Ausgang Wahllokal. Sie reicht weit darüber hinaus, weswegen Rats- und Parlamentssitzungen in der Regel ‘öffentlich’ sind.

Nun – heute war ich das erste Mal als Dannenberger Neubürger beim Dannenberger Stadtrat um meiner Bürgerpflicht zu genügen.

mehr lesen …

Google Earth-Layer pusht panoramio

Google Earth ist die Anwendung mit dem größten ‘Kennst du das schon’-Effekt.

Einmal auf dem Laptop präsentiert, macht sich das große ‘Will ich auch haben’ breit. Gerne doch, Link folgt per Mail.
Das wirkt bei meiner Schwiegermutter wie beim konservativen Kunden und alle sind begeistert. Damit dient Google Deutschland in Sachen Verbreitung von Internet. Da ist immer noch viel Grundlagenarbeit zu leisten (immerhin ist laut aktueller Studie jeder 2. Online). Und: Google promotet mit seinem Atlas auch andere Dienste. Panoramio ist einer davon.
mehr lesen …

… sturmfest und erdverwachsen!

Dem Niedersachsen im Allgemeinen und dem Dannenberger im Besonderen sagt man ja eine gewisse Sturheit nach. Ob zu Recht oder nicht, sei jetzt einmal dahingestellt.
Tatsache ist, dass der Niedersachse sowohl sturmfest als auch erdverwachsen ist. Wie sehr diese Zeile aus dem Niedersachsenlied gültig ist, sieht man heute.

Die Dannenberger halten heute ihr traditionelles Stadtfest ab: den Kartoffelsonntag.
11.2 Grad, Wind mit der Stärke 3-4 aus Nordwest, Regenschauer.
mehr lesen …

Dannenberger Bürger

So, nun ist es amtlich.
Ich bin ein Dannenberger Mitbürger. So bestätigt von Hennig Warnke, seineszeichens rühriger Öffentlichkeitsarbeiter bei der Dannenberger Feuerwehr.
Wie schon berichtet, hat die Wehr in Dannenberg das Bloggen für sich entdeckt. Und das macht man dort ganz konsequent. Inklusive Einbindung von Flickr, Googlemaps (wo ist der Link eigentlich hin verschwunden?) und allem, was Web 2.0 sonst noch zu bieten hat.
mehr lesen …