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Hört auf, den Leuten was zu verkaufen!

Neue Ideen die meinen Job betreffen, finde ich auch öfter mal abseits der Buchbranche. Gerne stöbere ich dabei mit meinem Apple im Netz. Dass ich die Verkaufsstrategien von Apple schon lange voller Ehrfurcht beobachte, dürfte den regelmäßigen Lesern von mir nicht entgangen sein.

Vielleicht ist dieses Video auch für den einen oder anderen Einzelhändler in Dannenberg interessant. Warum? Der nette Herr im Video erklärt den Erfolg der Einzelhandelssparte des erfolgreichsten Konzerns der Welt. Er ermittelt anhand von drei Faktoren, wie man in einem an sich hart umkämpften Markt sich mit Qualität im persönlichen Kundenkontakt gegen die Konkurrenz durchsetzt.

Wie diese drei Anregungen für unsere kleine, reale Welt konkret umgesetzt werden können, bleibt natürlich den Händlern überlassen – aber grundsätzlich ist das wahrscheinlich ein Weg, den eigenen Laden profitabel gegen Billigheimer und ähnliches zu verteidigen.

via Forbes.com via twitter und so weiter.

Nike Air Yeezy 2 – Max Berry – Logoland

Anstehen für ein Paar Turnschuhe, für deren Besitz man sich in zehn Jahren mit Sicherheit schämen wird? Ist wohl eine – sagen wir mal – verbreitete Geisteshaltung, sonst wäre der Spiegel wohl kaum drauf gestossen.

Schlaflose Nächte, endloses Warten und dabei Bier trinken. Drei Tage lang hat sich Henrik Franke auf seine neuen Sneakers gefreut. Der 27-Jährige schlief auf dem Gehweg und aß kaum.

via Nike Air Yeezy 2: Tageslangen Campen für ein Paar Schuhe – SPIEGEL ONLINE.

Warum darüber stolpern, warum es erwähnen? Es gibt im Zusammenhang mit dieser Meldung ein Buch das ich jedem aufgeweckten Konsumenten empfehle: Logoland von Max Berry.

Das Buch eignet sich übrigens nicht für die Apple-Jünger, die vor den Apple-Stores in der Schlange auf das iPhone 5 warten und entspannende Unterhaltung suchen.

Ähnlichkeiten sind rein zufällig! ;-)

Gewonnen

Ich habe selten etwas gewonnen. Was einfach daran liegt, dass ich selten an Gewinnspielen teilnehme. In der Regel reizen mich die Gewinne im Grunde nicht wirklich und der dafür zu betreibende Aufwand nervt mich mehr, als es mir der Nutzen des Gewinnes wert wäre.

Aber diesen Anstecker brauchte ich einfach.

Was nicht zuletzt daran liegt, dass ich die morgendlichen Ergüsse von Bob so sehr schätze, dass ich mich gerne während seiner Ergüsse beschimpfen lasse. Und außerdem: Girls Don’t Poop ist mal echt geil!

Ein Gewinnspiel, bei dem einfach ein @Reply via Twitter geschickt wird, ist so ziemlich das niederschwelligste was ich mir vorstellen kann – und gewonnen habe ich auch noch! Let the games begin!

Slow-City – Lüchow gibt Gas

Die Lüchower müssen nicht traurig sein, dass das Slow-City-Konzept – mit erheblichem Zeitdruck entwickelt – nicht preiswürdig zu sein scheint.

Erstens finde ich das Konzept, soweit es in der EJZ stand, recht charmant. ;-) Zweitens wäre das Erringen eines Preises auch eine leidige Verpflichtung: Wenn das Konzept so gut war, käme nur mangelhafte Umsetzung als Grund für ausbleibende Nachhaltigkeit in Frage, oder?

Ich glaube, solche Überlegungen tauchen im politischen Leben unvermeidbar auf.

Das es nicht zwingend an der Umsetzung liegt wenn der Langzeiteffekt trotz Vorschusslorbeer ausbleibt, steht auf einem anderen Blatt.

Und überhaupt: Es gäbe sicher viele Preise, die sich für das Konzept Slow-City anbieten würden – aber lohnt der Aufwand Vorschusslorbeeren zu sammeln oder ist es nicht ohnehin besser, alle Energie für die Mobilisierung vor Ort zu investieren und auf die bevorstehende Ernte zu hoffen?

Dass die Lüchower das können, beweist der gelungene Auftakt der Bürgerstiftung in diesem Jahr. Sie wird sich langfristig durch gewonnene Freiheit auszahlen.

Wendland-Express

Was in der Heide möglich ist, könnte vielleicht auch im Wendland funktionieren – oder nicht?

Gestern Mittag wurden die drei Buslinien des “Heide-Shuttle” zum dritten Mal seit ihrem Start 2006 offiziell auf ihre Rundtouren geschickt. Ab heute fahren sie fahrplanmäßig von morgens bis zum frühen Abend durch die Landkreise Harburg und Soltau-Fallingbostel.
Der vor zwei Jahren gestartete “Heide-Shuttle” hat sich nach den Worten von Landrat Joachim Bordt zu einem “fulminanten Erfolg” entwickelt: Im vergangenen Jahr sind demnach 41 000 Fahrgäste in den drei Saison-Monaten in die Busse des “Heide-Shuttle” gestiegen. HAN (online)

“Billig billig billig!”
… Du wollen kaufen Haus in DAN

Vielleicht liegt es an der exponierten Lage. Vielleicht ist es die Stillstandspolitik, die den Landkreis seit Jahrzehnten prägt.

Vielleicht ist es auch gar nicht in unserer Hand aber verdammt noch einmal: Warum leben wir eigentlich im schönsten Landstrich den man sich vorstellen kann und warum werden die Häuser hier immer billiger?

Seit 1999 haben die Objekte im Schnitt 12,75 Prozent an Wert verloren. Bei 50 Jahre alten Gebäuden betrug der Preisrückgang im Schnitt 3,3 Prozent. Aus Sicht der vergangenen neun Jahre addiert sich der durchschnittliche Wertverlust bei diesen Immobilien auf 13,75 Prozent. Am günstigsten sind Bestandsobjekte im Landkreis Lüchow-Dannenberg. Hier betrug der durchschnittliche Preis für ein bestehendes Eigenheim unabhängig von dessen Alter im vergangenen Jahr 90 000 Euro. Am teuersten wurden Einfamilienhäuser in der Landeshauptstadt Hannover mit einem Durchschnittspreis von 250 000 Euro gehandelt. Welt (online)

Die Auswirkungen am Markt sind offenbar bekannt – aber wo ist die Vision, dem Trend Einhalt zu gebieten und – womöglich – umzukehren?

Scheiß auf Diesel:
Passat 1.8T, Bj 1997 zu verkaufen

Gebrauchtwagen

Es ist Sonntag, es ist warm und was habe ich besseres zu tun, als meinen Passat mit etwas Politur auf Vordermann zu bringen?

Was tut Mann nicht alles, um sein Auto verkaufsfertig zu machen. Meine Frau wünscht sich ähnlich viel Engagement beim Frühjahrsputz in der Wohnung – mach ich … wenn wir das Haus verkaufen.

Nein, im Ernst.

Wer Lust hat auf ein Auto mit richtig Bumms (150 PS), einem Turbo und viel Potential zum tunen, der kann sich gerne bei mir melden.

Die Rahmenbedingungen sind günstig.

Diesel ist teuer und sowieso nur was für Spießer und Turbo ist schon immer geiler gewesen. Der Wagen ist zwar schon etwas älter (1997) aber noch immer sehr gut in Schuss. Im Laufe der letzten fünf Jahre wurden die Traglenker und der Zahnriemen getauscht. Das ist bei dem Modell mit der Laufleistung Pflicht, denn die doofen VW-Ingenieure haben die Traglenker aus Alu gebaut. Ein Werkstoff, der nicht für Haltbarkeit bekannt ist.

Trotzdem: Im Laufe der Jahre hat mir der Passat eigentlich immer viel Spaß gemacht. Aber nun, wo ich mit dem Rad zur Arbeit fahre, brauche ich ihn wirklich nicht mehr.

Also: Wenn jemand hier 6.000€ in ein Gebrauchtauto investieren möchte, meine Daten stehen im Impressum.

Rahmendaten:

Passat Limousine, 1.8 T Comfortline
schwarzmetallic
164.000 km, TüV 10/08
Benzinverbrauch zwischen 6.5 und 8 L. Benzin
Klimatronik, ZV, Radio Gamma mit 6fach Wechsler
Sommerreifen auf Alu-.
Winterreifen auf Stahlfelgen. (3.000 km)
unfallfrei, optisch i.O., technisch i.O.
Zahnriemen und Traglenker getauscht.

Wirtschaftsförderung made by Lüchow-Dannenberg

Die Eon hat im Nordkreis ein Problem. Ein Service-Problem, um genau zu sein. Dabei bekommt der Essener Konzern jetzt Hilfe von der Stadt Hitzacker. Wie in der EJZ von Sonnabend zu lesen war, richtet die Eon jetzt einen Service-Point im Rathaus der Stadt Hitzacker ein.

Das ist schön zentral gelegen und von überall aus gut zu erreichen. 1a-Lage nennt man das wohl unter den Immobilien-Profis.

Ich nenne das eher eine Frechheit. Erst schlechte Arbeit machen und anschließend die Hilfe der Stadt in Anspruch nehmen. Aber der Teufel kackt bekanntlich auf den größten Haufen.

Natürlich gibt es dringenden Aufklärungsbedarf bei der Bevölkerung. Natürlich ist es im Sinne aller Beteiligten wenn die Eon, ihren Service vor Ort verbessert. Aber das gilt auch für die Deutsche Bank, die Post, die Allianz-Versicherung und Nestlé. Keiner der eben Genannten ist mit einem Stand im Rathaus präsent. 

Was hat Eon eigentlich davon abgehalten, eines der frei stehenden Ladenlokale in Hitzacker anzumieten?Es hätte bestimmt einen Hausbesitzer auf der Insel gegeben, der zwei Mitarbeitern der Eon ein Büro zur Verfügung gestellt hätte. 

Nach meiner Meinung gehört das mit zum Spiel wenn eine zentralisierte Verwaltung Kundennähe praktizieren möchte. Das läuft sozusagen unter “Nebenkosten” – das Wort passt zum Thema. 

Aber Nebenkosten scheut offenbar selbst die Eon-Avacon.

 

“Meine heißt Emma”
Wie heißen Puppen?

Schöne Geschichte aus dem Bekanntenkreis:

Zwei Schwestern spielen mit einem dritten Besuchs-Kind in ihrem Kinderzimmer während die Mutter… naja, was eine Mutter eben den ganzen Tag so macht: Sie wuselt durch die Wohnung, räumt auf, kocht und verdrängt den Gedanken, dass sie irgendwann man 5 Minuten für sich haben möchte.

Beim Wuseln kommt sie am Kinderzimmer vorbei, die Tür ist selbstverständlich offen, und sieht die ältere Tochter eine Puppe hoch halten. “Ach, ist ja süß, jetzt sind die Puppen dran”, denkt sie und hört ihre Tochter sagen:”Meine heißt Emma hast du auch eine Puppe?”

Naja, denke ich mir – bis dahin ist das ja noch recht normal. So haben auch schon meine Frau und ihre Kindergartenfreundin Kontakt aufgenommen und deren Eltern dürften ähnliche Dialoge geführt haben. Eine Art Small Talk, der halt im wahrsten Sinne noch in den Kinderschuhen steckt.

Bis dahin. Und dann kam die Antwort:
“Meine heisst Baby Born”

Hier hört der Spaß auf. Also mal kurz zu Zapf-Creation rübergesurft und festgestellt, dass hinter dieser Phantasielosigkeit Prinzip steckt. Je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr ärgere ich mich über diese renditeoptimierten, antiseptischen Spielwaren.

Die nehmen für sich in Anspruch, ein Spielzeug auf dem Markt zu haben, dass zwar neun lebensechte Funktionen aufweist – aber beim richtigen Gebrauch keine Überraschungen.

Damit es beim Spielen mit BABY born® keine Überraschungen gibt, empfehlen wir Ihnen, die entsprechend gekennzeichneten Seiten in der Gebrauchsanweisung zusammen mit Ihrem Kind durchzugehen.

aus der Gebrauchsanweisung von Baby born®, Zapf-Creation

Fernseh-Werbespots für Puppen im WebWer sich einmal richtig quälen möchte, sollte sich die Werbespots zu Gemüte führen. Mir stellt sich beim Schauen die Frage, welche der gezeigten Püppchen eigentlich gruseliger ist.

Egal: Eltern haften für ihre Kinder!

Der einzige Trost ist, dass es noch wenigstens eine Emma gibt oder wie heißen Eure Puppen?

Eisige Zeiten

Darf es ein wenig wärmer sein?Anfang des Jahres haben die Versicherungen allenthalben die Konten geplündert. Dazu kommen immer höhere Mietnebenkosten, die das Leben schwer machen.

Dann werden Rechnungen oft einfach nicht bezahlt. Zumal, wenn sie als “ungerecht” empfunden werden. Davon betroffen sind nicht zuletzt die Energieversorger.

Die EON versucht gerade, den zweiten von sechs Gashähnen im Vorderhaus zu sperren.

Als Vermieter steht man zwischen den Fronten. Auf der einen Seite kann es natürlich nicht sein, dass die Mieter ihre Schulden nicht bezahlen. Auf der anderen Seite muss die letztendliche Konsequenz beim Eintreiben dieser Schulden im Verhältnis bleiben.

Die EON sprach die Schwiegermutter an, sie möge ihr doch bitte Zugang zum Gashahn verschaffen. Einer ihrer Mieter sei säumig, es sei alles genau geklärt und nun müsse der Hahn verplombt werden. Weil meine Frau solche Geschäfte übernommen hat, fragte sie noch mal genauer nach.

Darf die Versorgung mit einem so elementaren Gut wie “Wärme” einfach eingestellt werden? Wenn ja, welche Grenzen gibt es da?

Und welche juristischen? Eine Anwältin im Bekanntenkreis ist der festen Überzeugung, dass das Sperren von Gashähnen bei diesen Temperaturen nicht zulässig sei. So sicher bin ich mir da nicht.

Es wäre allerdings ein echter Hammer, wenn diese Anwältin richtig liegt. Die Replik des ‘netten Herren von der EON’ auf den Einwand, es sei vom Gesetzgeber nicht vorgesehen im Januar die Gashähne abzusperren: “Was glauben Sie, wie viele Gashähne wir zur Zeit zudrehen?”

Wer einmal mitbekommen hat, wie rigoros einige Großkonzerne mit säumigen Klienten ins Gericht gehen, kann teilweise nur mit dem Kopf schütteln. Von einem verantwortungsvollen Umgang mit den Menschen kann da jedenfalls keine Rede mehr sein.

Umweltfreundliche Abgase made by Volkswagen?

Heute wurde die Dakar kurzfristig abgesagt – ein großes Drama für alle, die sich lange drauf vorbereitet hatten. Die Kindersite von Volkswagen hatte im vergangenen Jahr Gas gegeben und sich ganz auf das Rallyespektakel konzentriert. Darum bin ich eben mal rübergesurft, um zu schauen, wie man im Multimedia Centrum mit der Krise umgeht.

Beim Surfen durch die Nachrichten der Website ist mir das hier aufgefallen:

Auf immer und ewig
SunFuel® bietet neben seinen umweltfreundlichen Abgasen aber noch einen anderen entscheidenden Vorteil. Im Gegensatz zu Erdöl, das irgendwann einmal aufgebracht sein wird, wachsen die Pflanzen, aus denen SunFuel® hergestellt wird, immer wieder nach. Damit kann unbegrenzt lange, unendlich viel Biokraftstoff produziert werden.

Volkswagen-Kinderleicht

Ob es wohl das gekringelte R ist welches den Biotreibstoff aus dem Hause Volkswagen zu umweltfreundlichen Abgasen verhilft? Was bitte sind denn umweltfreundliche Abgase? Wenn ich das richtig in Erinnerung habe, bestehen Abgase aus Verbrennungsmotoren aus weit mehr als Kohlendioxid, selbst wenn sie aus Biotreibstoff hergestellt wurden.

Nun könnte es ja sein, dass ich mich irre.

Ich bin davon überzeugt, dass Biokraftstoff eine sinnvolle Sache ist – man kann es aber mit der Werbung übertreiben – zumal im Kinderprogramm.

Apple goes Jamba

99Ct für einen Klingelton. Die Preisankündigung von Steve Jobs hat Apple den nächsten Markt erschlossen, der – ähnlich wie der des Musikhändlers – reif und fett ist. Zumindest für den Marktführer. Aber wie man das wird, hat Jobs mit iTunes ja vorgemacht. Und jetzt das.

Mit Klingeltönen kann man die vielen Individualisten unter den iPhone-Besitzern noch ne Nummer individueller machen.

Was soll man sagen . . .?

Vielleicht, dass es mit den 99ct noch nicht ganz getan ist. Dazu kommt noch die Kohle, die man für den Song abdrücken muss (bzw abgedrückt hat), aus dem der Klingelton gemacht werden soll.
Im Zentrum der Strategie steckt iTunes. Das läuft auf fast jedem PC, ist Abspielplattform, Musikverwaltung, Ripp-Programm, Podcatcher und digitale Einkaufsplattform (nebenbei bemerkt laut Jobs der Marktführer auf allen Märkten auf denen das iTunes-Store Musik verkauft).
iddies nun schon den Weihnachtswunschzettel ausfüllen und wegschließen: Es wird ein iPhone draufstehen – wetten?

Wenn ich verliere, dann nur zu Gunsten eines der neuen iPods. Der neue Nano kostet mit Videofunktion und vier Gigs zum Preis von 149$ zu haben. Reiche Kinder kaufen sich die farbige Version mit acht Gigs für 199$ – das Display ist laut Jobs das höchstauflösende, was von Apple bislang überhaupt verwendet wurde.

Das macht Lust auf die übernächste Display-Generation. Ich hatte am Wochenende das Vergnügen einen Blick auf den 30Zoll-Apple-Monitor zu werfen und ich beneide jeden, der an diesem Display sein Brot verdienen darf.

Wo ist Tante Emma?

Aldi ist eine Goldgrube für die Gebrüder Albrecht. Trotz günstiger Preise vergoldelten die anonymen Verkaufshallen den beiden Wegbereitern des Discounter-Prinzips die Nase.
Was auf der einen Seite schön ist, führte zu einem tiefgreifenden Wandel in der Einzelhandelsszene und in Folge dessen zum Massensterben der ‘Kolonialwaren’- und Lebensmittelgeschäfte.

Da ist es schon komisch dass McKinsey (das sind die Herren mit den dunkelblauben Anzügen) das Comeback des Convenience ausruft.

McKinsey-Partner Peter Breuer lässt sich zu einer Prognose hinreissen, die ich hier mal für die Nachwelt aufhebe:

“Geschäfte, die den Kundenwunsch nach Convenience und Service befriedigen – so wie es früher die Tante-Emma-Läden gemacht haben – stehen vor einem Comeback”, so seine Einschätzung.

Pressemitteilung von McKinsey

Bequemlichkeit (was für Convenience stehen kann) definiert der selbsternannte Markendiscounter Plus etwas anders und nimmt Abschied von immer größeren Packungseinheiten. “Der kleine Kauf” ist das Stichwort.
Der 100gr-Joghurt löst die 200gr-Packung ab und wird dadurch natürlich auch billiger. Den Rentner und den Single freut es.

Inspirierend

Wie plakativ muss Werbung für Regionen eigentlich sein?

Darum kreiseln meine Gedanken nun schon seit gestern abend. Den hab ich ganz relaxed mit einem alten Schulkameraden bei Lina bei einem Latte verbracht… (Draußen, wegen der Rauch-Geschichte).
Wetter gut, Laune gut. Und da kommt diese bemerkswerte Feststellung von ihm:

Österreich ist im Regionalmarketing so perfekt – jede Wiese hat dort ein Logo.

Web 2.0 und die Meinungsmacher

. . . der alten Medien haben nur bedingt zusammengefunden.

Behauptet zumindest eine Studie, die eben in mein Mailfach flattert.

Auch wenn die Studie, die heute von der dpa-Tochter news aktuell verbreitet wurde, Web 2.0 auf Blogs und Podcasts eingrenzt (und dabei Xing und Co vollkommen außer acht lässt) – einen Blick in die Studie kann man durchaus riskieren.

Interessant für Menschen, die an der Schnittstelle zwischen PR / Web / und Journalismus werkeln.
Dankenswerterweise gibt es die Studie als 6seitiges PDF zum Download.

Gesunde, arme Briten

Britannien steht kurz vor der Einführung einer Fett-, Salz- und Zuckersteuer in der Höhe von 17,5 Prozent. Die Zeit, berichtet das Journal of Epidemiology and Community Health, gekommen, diese Steuer ernsthaft zu diskutieren.

Side Effects

Während der Rest Europas langsam aber sicher an den berüchtigten Zivilisationskrankheiten zu Grunde geht, stellt der britische Fiskus das Gute in den Dienst den Nützlichen.

Beschweren dürften sich neben den Nahrungsmittellobbyisten vor allem Familien mit Kindern – oder?

Wie ein 10jähriger vor der Bescherung

Das MacBook ist auf dem Weg nach Dannenberg. Bestellt im Apple-Shop auch wenn Jörn mir dringend geraten hat, das Stück bei einem autorisierten Dealer zu kaufen – des Preises wegen.

Haha – der nächste Händler ist der Saturn in Wolfsburg. Nein danke. Dann lieber direkt bei Apple – zumal die Fahrtkosten einen eventuellen Preisunterschied wieder ausgleichen würden. Wie gesagt: Bestellt ist das gute Stück.

Ich freue mich inzwischen wie ein 10jährger vor der Bescherung. Meine größte Sorge: Der Postbote klingelt und meine Frau macht nicht auf.

Um die Ungewissheit ins Absurde zu steigern, kündigt Apple auf der Bestellseite die Lieferung für den 16.Juli (oder früher) an. Wie gemein ist das denn? Gestern verschickt und in einer Woche erst da?
Da merke ich wieder einmal, wie weit das Wendland vom Rest der Welt entfernt ist ;-)

ETI: Zentrale Vermarktung für Elbtalaue und Heide

Es gibt ihn: den Masterplan für die Entwicklung der Lüneburger Heide und der Elbtalaue. Allerdings: Noch ist er nicht in Gänze öffentlich einsehbar. Nur ein kleines Exzerpt ist vorhanden.

Am 13. März 2007 wurde das ‘Zukunftskonzept’ an den niedersächsischen Wirtschaftsminister Walter Hirche übergeben und der war so freundlich, eine Kopie auch ins Kreishaus nach Lüchow zu schicken; zu Händen des Landrates.

Natürlich war das keine Gefälligkeit, sondern nur recht und billig – immerhin ist der Landkreis einer von elf Auftraggebern des Konzeptes und bezahlt die Musik, die da bestellt wurde.

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Alle machen Marketing

Ein großes Budget hat die neu gegründete Samtgemeinde Elbtalaue für ein nachhaltiges Marketing nicht. Aber sie hat Fans. Die leben in ganz Deutschland verstreut und würden nur allzu gern werben. Solche Menschen nennt Guy Kawasaki ‘Evangelisten’. Sie zu entdecken und zu aktivieren ist eine der vordringlichsten Aufgaben im Marketing der Neuzeit.

Nun ist dieser Trend auch im Stadtmarketing angekommen und fließt dort in eine ‘verwaltbare Form’.

Vielleicht lässt sich etwas ähnliches auch für uns hier auf die Beine stellen? Mal sehen.

www.best-practice-business.de/blog » Weltweite Werbung für eine Stadt

Sie (die Hamburger, Olaf) ernennen “Botschafter” in wichtigen Städten dieser Welt, die ehrenamtlich für Ihre Heimatstadt Werbumg machen. Die Hamburg Ambassadors sind im Ausland lebende Persönlichkeiten, die zu Hamburg eine enge Verbindung haben. Sie werden vom Ersten Bürgermeister als Repräsentanten der Stadt ernannt, um für Hamburg Werbung zu machen.

Auf die Frage, was man diesen freiwilligen Werbern denn als Gegenleistung anbieten könnte, bietet Bernd Röthlingshöfer, Autor und Kreativdirektor mit Hang zur Werbung eine Antwort:

Bernd Röthlingshöfer

Da ist vielerlei möglich: Sie bekommen mehr und oft exklusive Informationen, manchmal Vergünstigungen wie Einkaufsrabatte, nehmen an Events teil, zu denen Normalsterbliche keinen Zutritt haben usw.

Für seine eigene Heimatstadt ist er aber doch recht konkret und legt die Messlatte etwas höher ;-)

Bernd Röthlingshöfer

Für ein paar Bratwurstgutscheine, jährliche Lebkuchenlieferungen und ein VIP Ticket für den FCN würde ich glatt Botschafter meiner Heimatstadt werden.