Verantwortlich handeln

Jeden Tag zahlt der Deutsche Steuern. Wenn er ein Auto kauft oder Milch oder eine Kettensäge. In der Regel handelt es sich dabei um Mehrwertsteuer (böse Zungen sprechen von Märchensteuer). Es gibt aber einige Güter und Dienstleistungen, die mit einer weiteren Steuer belegt werden.

Beispiel Tabak. Die auf das Rauchkraut erhobene Steuer ist wirklich lukrativ – mit den Süchten der Menschen kann man einfach gut Kasse machen – eine Erfahrung, die Staat und Drogenhändler teilen.

Die Tabaksteuer bringt über 14 Mrd. Euro. Geld, das für die Behandlung der potentiell entstehenden Mehrkosten den Krankenkassen zu Gute kommen könnte. Wohl gemerkt: Könnte.

Anders als “Gebühren” sind “Steuern” nämlich nicht zweckgebunden und dürfen nach Gutdünken verwendet werden. Die Krankenkassen haben keinen Anspruch darauf und bekommen seit 2008 auch nichts mehr aus diesem Topf.

Von jeder Schachtel Zigaretten die für 4 € über den Ladentisch geht, sackt sich der Fiskus glatte 3.06 € ein. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass der Dreck der sich in den Fertigzigaretten befindet gerade einmal einem Warenwert von 94 Ct entspricht. Traurig aber wahr.

Also: Raucht weiter – denn ohne Euch geht in Deutschland gar nix mehr und das Konjunkturpaket wird schlicht und einfach nie getilgt werden können.

Kontaktlinsensuppe im Visier

Für Normalsichtige ist die Vorstellung, sich direkt ins Auge zu fassen eher ungewöhnlich. Als Kontaktlinsenträger mache ich das zweimal täglich.

Eben lese ich im Feed der FTD einen Bericht mit der Überschrift “Kontaktlinsen-Reiniger im Aufruhr” worin steht, dass der Hersteller meiner Kontaktlinsensuppe eben jene vom Markt genommen habe. Die Rückrufaktion für “Complete Moisture Plus” begann Ende Mai.

Grund ist eine, im schlimmsten Fall zur Erblindung führende, Augenkrankheit. Als Verwender der zurückgerufenen Kontaktlinsen-Reinungsflüssigkeit bescheinigt man mir ein siebenfach erhöhtes Risiko, mich mit dieser Krankheit zu infizieren. :-(

Hört sich übel an, darum mal nachgegoogelt. Und prompt komme ich auf die Kampagnenseite von AMO – dem Unternehmen, das seine Produkte derzeit aus den Regalen räumen lässt:

Da der Verbraucherschutz für das Unternehmen die höchste Priorität besitzt, hat sich AMO dennoch entschlossen, mit aller Vorsicht zu handeln und das Produkt vom Markt zu nehmen.

Hintergrundinformation zur Amöbenkeratitis von AMO

Angebrochene Flaschen und Vorräte können an den Hersteller zurückgeschickt werden, so die FAQ-Seite von Hersteller AMO.

Wer Lust hat sich die Auswirkung dieser richtig fiesen Augenkrankheit anzusehen, dem sei diese Präsentation von T.Reinhard aus Freiburg ans Herz gelegt . . .

10 Erkältungstipps

Wen es gewundert hat, dass es hier so still ist: Ich liege mit Grippe im Bett, bin offline und habe mich heimlich für 3010 Minuten an den PC geschlichen, um wenigstens ein Lebenszeichen zu geben.

Ich hoffe, dass ich übermorgen wieder auf dem Damm bin. Bis dahin meine 10 Überlebenstipps bei grippalen Effekten:

  • Im Bett bleiben
    Nach meiner Erfahrung sehen Chefs es nicht gerne, wenn Mitarbeiter mit Grippe in die Firma kommen. Nehmen Sie die Infektion als das was sie ist: eine ansteckende Sache.
  • Schlafanzug suchen
    Die meisten Menschen besitzen einen, wesentlich weniger tragen ihn: den Schlafanzug. Er schützt vor Auskühlungen an Armen, Beinen und Rücken. Wenn Sie keinen haben, versuchen Sie doch mal den ihres Partners.
  • Tee trinken
    Ich hasse Erkältungstee. Kommt bei mir nicht in die Tasse, weil er einfach eklig schmeckt. Zur Zeit sind Kräuter ganz hipp. Viele schwören drauf. Ist mir egal. Ich finde Erkältungstees eklig. Einzige Ausnahme: Lindenblüten. In der Apotheke zu beziehen, schmecken mit etwas Honig annehmbar und wirken.
  • Ingwer
    Er ist scharf und gesund. Ronni hat uns drauf gebracht – aber in einem anderen Zusammenhang. Egal. Ich lasse den Ingwer zusammen mit den Lindenblüten ziehen. Weil ich ein Weichei bin wenn ich kränkel, nehme ich nicht ganz so viel von der Knolle um unnötige Schärfe zu vermeiden..
  • Mineralwasser
    ist ja sowieso wichtig. Wer aber so schwitzt wie ich, braucht das Zeug literweise. Schlecht, wenn der Kasten alle ist. Für Vorräte sollte rechtzeitig gesorgt werden. Ansonsten hilft der Gang zum Wasserhahn und etwas Salz. Ganz nebenbei: Was ist eigentlich bei uns in Sachen PFT-Skandal Stand der Dinge?
  • Heiß Duschen
    dient in diesem Falle nur nebenbei der Reinlichkeit. Heiß duschen führt zwar manchmal zu komischen Situationen, belastet den Kreislauf aber weniger als baden.
  • Lüften
    Das ist im Schlafanzug zwar echt doof, aber der Mief muss raus. Als echter Öko stehe ich natürlich auf Stoßlüften. Das geht am besten während man duscht.
  • Warme Füße
    Da helfen Socken. Am liebsten aus Wolle. Das müssen nun nicht unbedingt Ommas sülwst knütt Strümp sein. Ich persönlich finde: Langflorige Wolle ist super angenehm.
  • 2 bis 3 Bücher
    Die motivieren mich zum Liegenbleiben. Das fernsehlose Schlafzimmer garantiert den Schlaf dann wenn mein Körper ihn haben will. Ein Sachbuch hilft auch dabei. Mein Favorit derzeit: Radiomanagement, Ein Handbuch für Radiojournalisten.
  • Warmes Bier
    Das ultimative Mittel für Rotznasen (au weia). Was ist warm? Wer will, kann die Mirkowelle aktivieren – mir reicht alles über ‘kellerkalt’.
  • Nasendusche
    Einen elften Tipp trage ich noch einmal nach. Ich bin erst kürzlich drauf gekommen und total begeistert: Wer merkt, dass die Erkältung spätestens morgen oder übermorgen zuschlägt, sollte sich eine Nasendusche gönnen.