Lesetipp: Das Duell « Herzdamengeschichten

Gestern war einer dieser wunderbar produktiven Online-Tage an denen ich weiß, dass es Wert ist doch am Ball zu bleiben.

Zum Abschluss eines wunderbaren, etwas frischen Sandkasten-Frühlingstages, noch einmal online gegangen, finde ich eine Geschichte auf einem mir neuen Blog (übrigens via Facebook). Es geht um nichts mehr aber auch nichts weniger, als dass, was man aus seinem Vaterdasein macht. Die Quintessents: Und ich bin selbst Papa!

“Und ich“, sage ich und hebe meine Augenbrauen dezent an, „ich bin selber Papa.“ Der Junge guckt verblüfft. Dann denkt er nach. Er sieht auf seine Schuhspitzen, er sortiert emsig Steinchen. Dann gibt er endlich auf, zuckt mit den Schultern, wirft mit einen ganz kurzen, fast schon freundlichen Blick zu und sagt anerkennend: „Okay. Das ist auch sehr gut.“

Das Duell « Herzdamengeschichten.

Den Kindermedien erhalten bleiben

Es hatte etwas mit meinem geänderten Xing-Status zu tun, dass ein alter Kollege sich meldete.

Wir hatten zusammen für die AutoLernWerkStadt so einiges auf die Beine gestellt und haben uns während der vergangenen Jahr auf unterschiedlichen Wegen der fortschreitenden Online-Sozialisation immer wieder mal getroffen.

So haben wir unsere Erfahrungen mit Blogs gemacht und die Portalszene für Kids im Auge behalten (was bei mir inzwischen echt zu kurz gekommen ist).

An ihn musste ich denken, als ich eben in YouTube dieses Video gefunden habe.

 

Uli drückte in einer kurzen Mail via Xing nämlich die Hoffnung aus, dass ich den Kindermedien weiter verbunden bleibe. Sorry, aber ich fürchte, das wird die Zukunft falls Eltern sich weiterhin so wenig um das Online-Leben ihrer Kids kümmern wie es bislang der Fall ist. 

Das Problem: Die Eltern von heute sollen ihre Kinder in eine Welt einführen, von denen sie selbst nicht den Hauch einer Ahnung haben, weil sie gar nichts in dieser Welt anfangen können. Sie sind dabei so von der Richtigkeit ihrer Sicht überzeugt, wie mein Onkel Günther, der den Nutzen von Digialkameras noch immer negiert.

“Küss mich!”
aktuelle Kussgesetze

Jugendkultur mal ganz praktisch, frisch gefunden im Web.

Am besten finde ich persönlich ja die Sache mit dem Zungenkuss (Punkt 3 des “internationalen Jugendgesetzes”).

1: Kuss auf die Wange: Freundschaft

2: Kuss auf die Stirn: Sehnsucht

3: Kuss auf die Schulter: Begierde

4: Kuss auf den Mund: Liebe

5: Schlägt ein Mädchen einen Jungen, so ist er berechtigt, sie zu küssen.

6: Bläst ein Mädchen einem Jungen das Feuerzeug aus, so will sie geküsst werden.

7: Mädchen mit blauen Augen dürfen ungefragt geküsst werden.

8: Mädchen mit braunen Augen dürfen mit Jungen machen was sie wollen!

9: Husten oder Räuspern: Ich Liebe Dich!

10: Beim Küssen ist jeder Abstand zu vermeiden.

11: Stolpern: Nimm mich in die Arme.

12: Die Hand halten: Ich will mit dir alleine sein.

13: Auf die (eigenen) Lippen beißen: Eifersucht.

14: Zunge rausstrecken: Küss mich.

15: Auf den Fuß treten: Liebeserklärung.

16: Krault ein Mädchen einem Jungen das Haar, heißt das, sie kann ohne ihn nicht leben!

17: Kuss mit geschlossen Augen: Liebe mich so wie ich dich!

18: In die Augen schauen: Liebst du mich?

19: Mit dem Finger schnipsen: Heute siehst du gut aus.

20: Wenn du verliebt bist, sei nicht schüchtern!

21: Bitte nie um einen Kuss! Gib selber einen.

22: Wer in der Jugend nicht küsst, bereut es später!

23: Zungenküsse sind erst später erlaubt!

24: Sich gegenseitig in die Augen schauen: Liebe.

25: Nase hoch ziehen: Ich Liebe Dich!

26: Mehr als 60 Küsse sind am Abend nicht erlaubt!

27: Sich vor dem küssen in die Augen schauen!

28: Streichholz auspusten: Du darfst mich küssen!

Internationales Jugendgesetz

1. Ein Junge ist berechtigt ein Mädchen ab 12 Jahren zu küssen.

2. Ein Kuss darf und sollte nicht selten sein!!

3. Ein (Zungen) Kuss sollte mindestens 30 sec. dauern!

4. Ein Kuss ist keine Sünde; auch nicht während der Schule.

5. Vor und nach einem Kuss darf nicht geredet werden.

6. Durch einen Kuss kann man die Gefühle des anderen erkennen!

7. Ein Mädchen muss immer zum küssen aufgelegt sein!

8. Schlägt sie ihn, darf er sie so lange küssen wie er will!

9. Küsst sie ihn mit geschlossenen Augen, liebt sie ihn.

10. Nimm jede Gelegenheit zum küssen wahr!

11. Er darf sie zu nichts zwingen!

12. Ein Kuss muss täglich sein!

13. Ein Junge und ein Mädchen müssen sich Freundschaftsküsse gefallen lassen.

14. Beide dürfen einen Kuss nicht ablehnen

Private Seite einer 14jährigen Wustrowerin.

Waren wir auch so strange?

Dannenberger Elterninitiative Dömitz?

Aus aktuellem Anlass eine Frage an meine Leser in Lüchow-Dannenberg:

Gibt es eine Elterninitiative die versucht, ihre Kinder trotz des Aufnahmestopps in Dömitz anzumelden?

Vom Landkreis dürfte in dieser Angelegenheit wenig Unterstützung zu erwarten sein, immerhin ist an dessen Weigerung sich an den Kosten zu beteiligen, die ganze Angelegenheit hochgekocht.

Auch in der Prignitz ist das ein Problem und Eltern sind betroffen. Aber im Netz habe ich bisher nichts gefunden, was ja aber noch nichts bedeuten muss.

Lüchow-Dannenberger unerwünscht

Es sind vor allem die Elbanreiner, die ihre Kinder ins benachbarte Mecklenburg-Vorpommern auf die Schule schicken. Wer in Damnatz oder Gusborn wohnt, überlegt sich zweimal ob er den Nachwuchs in das Dannenberger Gymnasium fahren lässt oder in Dömitz anmeldet.

Akute Raumnot und eine mäßige Ausstattung in Dannenberg konkurrieren mit Turbo-Abi und einer hoch motivierten Lehrerschaft in Dömitz. Ihre Entscheidung?

Fakt ist:
78 Schüler aus Lüchow-Dannenberg besuchen das regionale Schulzentrum in Dömitz, ohne dass der Landkreis sich an den daraus entstehenden Kosten beteiligt.

Fakt ist auch: Damit ist nun Schluss.

Schüler aus dem benachbarten Landkreis Lüneburg dürfen noch kommen und die Schulen im Landkreis Ludwigslust besuchen. Für neue Schüler aus dem Landkreis Lüchow-Dannenberg und dem Landkreis Prignitz ist ab dem Schuljahr 2008/2009 Schluss. Das ist das bittere Fazit, dass der Ludwigsluster Landrat Rolf Christiansen während einer Pressekonferenz im Schulzentrum Dömitz ziehen musste.

Schweriner Volkszeitung

Der Landkreis Ludwigslust zieht also die Notbremse indem er für das kommende Schuljahr keine weiteren Schüler aus Lüchow-Dannenberg annimmt. Bleibt zu hoffen, dass der Kreis die “eingesparten” Mittel dafür verwendet, die Ursache für den Wunsch nach Abwanderung zu bekämpfen. Wahrscheinlicher ist, dass sich nichts ändert, da einer ernsten Suche nach den Wurzeln des Problems politische Interessen im Wege stehen dürften.

Schulbezirke auflösen!?

Kurze Wege für kurze Beine (Füße) – dieser Spruch ist so schön griffig und beschreibt eine sinnvolle Forderung.

In Neuhaus sind die Wege im Augenblick sehr weit. Darum fordern die örtlichen Kommunalpolitiker:

Rat fordert Auflösung des Schulbezirks
Kommunalpolitiker aus Amt Neuhaus appellieren an Landkreis Lüneburg – Neuordnung der Schülerströme im Blick

Landeszeitung

“Meine heißt Emma”
Wie heißen Puppen?

Schöne Geschichte aus dem Bekanntenkreis:

Zwei Schwestern spielen mit einem dritten Besuchs-Kind in ihrem Kinderzimmer während die Mutter… naja, was eine Mutter eben den ganzen Tag so macht: Sie wuselt durch die Wohnung, räumt auf, kocht und verdrängt den Gedanken, dass sie irgendwann man 5 Minuten für sich haben möchte.

Beim Wuseln kommt sie am Kinderzimmer vorbei, die Tür ist selbstverständlich offen, und sieht die ältere Tochter eine Puppe hoch halten. “Ach, ist ja süß, jetzt sind die Puppen dran”, denkt sie und hört ihre Tochter sagen:”Meine heißt Emma hast du auch eine Puppe?”

Naja, denke ich mir – bis dahin ist das ja noch recht normal. So haben auch schon meine Frau und ihre Kindergartenfreundin Kontakt aufgenommen und deren Eltern dürften ähnliche Dialoge geführt haben. Eine Art Small Talk, der halt im wahrsten Sinne noch in den Kinderschuhen steckt.

Bis dahin. Und dann kam die Antwort:
“Meine heisst Baby Born”

Hier hört der Spaß auf. Also mal kurz zu Zapf-Creation rübergesurft und festgestellt, dass hinter dieser Phantasielosigkeit Prinzip steckt. Je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr ärgere ich mich über diese renditeoptimierten, antiseptischen Spielwaren.

Die nehmen für sich in Anspruch, ein Spielzeug auf dem Markt zu haben, dass zwar neun lebensechte Funktionen aufweist – aber beim richtigen Gebrauch keine Überraschungen.

Damit es beim Spielen mit BABY born® keine Überraschungen gibt, empfehlen wir Ihnen, die entsprechend gekennzeichneten Seiten in der Gebrauchsanweisung zusammen mit Ihrem Kind durchzugehen.

aus der Gebrauchsanweisung von Baby born®, Zapf-Creation

Fernseh-Werbespots für Puppen im WebWer sich einmal richtig quälen möchte, sollte sich die Werbespots zu Gemüte führen. Mir stellt sich beim Schauen die Frage, welche der gezeigten Püppchen eigentlich gruseliger ist.

Egal: Eltern haften für ihre Kinder!

Der einzige Trost ist, dass es noch wenigstens eine Emma gibt oder wie heißen Eure Puppen?

Umweltfreundliche Abgase made by Volkswagen?

Heute wurde die Dakar kurzfristig abgesagt – ein großes Drama für alle, die sich lange drauf vorbereitet hatten. Die Kindersite von Volkswagen hatte im vergangenen Jahr Gas gegeben und sich ganz auf das Rallyespektakel konzentriert. Darum bin ich eben mal rübergesurft, um zu schauen, wie man im Multimedia Centrum mit der Krise umgeht.

Beim Surfen durch die Nachrichten der Website ist mir das hier aufgefallen:

Auf immer und ewig
SunFuel® bietet neben seinen umweltfreundlichen Abgasen aber noch einen anderen entscheidenden Vorteil. Im Gegensatz zu Erdöl, das irgendwann einmal aufgebracht sein wird, wachsen die Pflanzen, aus denen SunFuel® hergestellt wird, immer wieder nach. Damit kann unbegrenzt lange, unendlich viel Biokraftstoff produziert werden.

Volkswagen-Kinderleicht

Ob es wohl das gekringelte R ist welches den Biotreibstoff aus dem Hause Volkswagen zu umweltfreundlichen Abgasen verhilft? Was bitte sind denn umweltfreundliche Abgase? Wenn ich das richtig in Erinnerung habe, bestehen Abgase aus Verbrennungsmotoren aus weit mehr als Kohlendioxid, selbst wenn sie aus Biotreibstoff hergestellt wurden.

Nun könnte es ja sein, dass ich mich irre.

Ich bin davon überzeugt, dass Biokraftstoff eine sinnvolle Sache ist – man kann es aber mit der Werbung übertreiben – zumal im Kinderprogramm.

Uruguay rüstet Schulkinder auf

WikipediaMein Lieblingskunde behauptete einmal mit Blick auf sein Unternehmen “… die anderen waren mit technischen Entwicklungen vielleicht schneller, aber wir machen sie bezahlbar”. Er nannte das “Demokratisierung von Technik”.

Daran musste ich eben beim SpOn-Lesen denken.

Der 100$-Laptop ist auf dem Markt und vom Spiegel getestet worden.
Der stellt angesichts der Leistungsfähigkeit überrascht fest:

“Doom” zu spielen würde den kleinen Uruguayern gefallen, die zusammen mit den Mongolen als erste in den Genuss des OLPC kommen: 100.000 Geräte wurden Anfang November 2007 in das kleine südamerikanische Land verschifft, bis 2009 sollen fast alle uruguayischen Schulkinder unter zwölf Jahren einen OLPC benutzen.

SpOn

Nach den großen Initiativen “Schulen ans Netz” von Telekom und Staat hat sich in Sachen flächendeckender Versorgung mit neuen Medien in Deutschland kaum mehr etwas getan.

Insofern ist es unverständlich, dass die Schüler der “entwickelten” 1. Welt von dieser Form der Demokratisierung von Technik wenig haben. In den USA ist der Kauf eines solchen Rechners mit Kosten von rund 400$ verbunden. Er kommt damit in die Kostenordnung des Asus EeePC

Gymnasium Lüchow vs. Fritz-Reuter-Gymnasium

Au weia! Das Gymnasium Lüchow ist amtlich durchgefallen. Das schreiben zumindest Jens Feuerriegel und Hans-Joachim Wicht in der heutigen EJZ. Ersterer in Form eines Berichtes auf Seite zwei, letzterer in einer Polemik auf Seite 23. Beides zu lesen in der heutigen Ausgabe der EJZ (hier zur Sicherheit der Artikel von Jens).

Komisch dass diese geballte Kritik erscheint, nachdem zwei Tage zuvor das Oberlandesgericht Köln die endgültige Erlaubnis für ein Lehrerbewertungstool erteilte.

Das passt ja wie Faust aufs Auge und weil die Sicht der Schüler in beiden oben erwähnten Texten nicht vorkommt, führe ich diese mal zur Ergänzung hier ins Blog. Aber kurz vorweg noch einmal die Vorgeschichte…

Das Gymnasium Lüchow hatte im Oktober 2007 bei einer formellen Schulüberprüfung versagt. Besser gesagt: Es hat einen ordentlichen Motivationsschub in Form eines amtlichen Arschtritts erfahren. Statt eines Lehrkörpers gäbe es dort einen “Leerkörper”, ätzt der eingangs erwähnte Wicht. Na ja. In einem Leserbrief darf man eben doch mal etwas verallgemeinern. Zumal diese vermutlich kontrollierte Verbaleskalation letztlich im Aufruf mündet, den Laden in Lüchow doch besser zu schließen.

Dem gegenüber steht das Dannenberger Fritz-Reuter-Gymnasium. Das bekommt demnächst eine schöne Mensa. Wie jüngst bekannt wurde, geben immer mehr Eltern aus dem Dannenberger Raum ihre Kinder aufs Gymnasium Dömitz. Diese entgangenen Schülerzahlen gleicht der agile Schulleiter Thiele durch eine Kooperation mit dem Schulstandort Clenze aus. Ob das so funktioniert ist natürlich eine ganz andere Frage. Es könnte ja auch sein, dass die Clenzer lieber gleich nach Salzwedel fahren.

Ach ja, die Wahl der Schule. Wie entscheidet man sich zwischen Pest und Cholera?

Welche Schule in die engere Wahl kommt, davon können sich Schüler und Eltern – aber auch Politiker und Schulaufsichtsbehörden ein Bild machen, indem sie einfach den Patienten Schülern Gehör schenken. Das geht, dank Portalen wie spickmich.de recht einfach.

Dort dürfen die Schüler ganz offiziell ihre Lehrer benoten und das wird ja auch schon getan. Selbst in Dannenberg und Lüchow . . . Und das schauen wir uns jetzt mal genauer an:

Dannenberg hat (Stand heute) 54 Gymnasiasten-Meinungen vorzuweisen und die geben dem Fritz-Reuter-Gymnasium eine 2,7 im Schulnoten-System.

Lüchow ist in Sachen elektronische Medien etwas hinterher und bringt es vielleicht darum lediglich auf acht Schüler, die ihrer Schule eine Stimme geben. Deren Bewertung fällt deutlich schlechter aus.

Das ist angesichts der absoluten Zahl der abgegebenen Stimmen aber nur bedingt aussagekräftig. Der Vollständigkeit halber sei es trotzdem gesagt: Mit einer 3,2 wird das Lüchower Gymnasium nur zweiter Sieger.

Aber bevor sich Hajo und die Dannenberger jetzt selbstgefällig die Schuppen von den Schultern klopfen: Die seitens der Behörden in Lüchow so gescholtenen Lehrer werden durch die (wenigen) Schülerstimmen nur unwesentlich schlechter beurteilt, als die Kollegen in Dannenberg durch ihre Zöglinge.

Als sehr gut oder gut empfinden die Lüchower das Angebot an Fächern und AG’s beziehungsweise das Klima innerhalb der Schülerschaft. Im Vergleich dazu sind die Dannenberg bei der Bewertung dieser Punkte deutlich oder wenigstens etwas zurückhaltender.

Größter Kritikpunkt der Lüchower Gymnasiasten an ihrer Schule sind übrigens nicht die Lehrer sondern die mangelnde Versorgung mit Essen. Während die Dannenberger die Fressalienversorgung an ihrer Schule noch mit 2,8 als befriedigend bezeichnen geben die Lüchower ihrer Schule in dieser Beziehung eine glatte 5.

Das sei nur mal so angemerkt zum Thema Mensa. So – und jetzt warten wir mal ab.
Ach ja, bevor ich es vergesse. Der deutsche Lehrerverband hat sich zum eingangs erwähnten Urteil eine Meinung gebildet und verbreitet diese auf seiner Homepage.

Apple goes Jamba

99Ct für einen Klingelton. Die Preisankündigung von Steve Jobs hat Apple den nächsten Markt erschlossen, der – ähnlich wie der des Musikhändlers – reif und fett ist. Zumindest für den Marktführer. Aber wie man das wird, hat Jobs mit iTunes ja vorgemacht. Und jetzt das.

Mit Klingeltönen kann man die vielen Individualisten unter den iPhone-Besitzern noch ne Nummer individueller machen.

Was soll man sagen . . .?

Vielleicht, dass es mit den 99ct noch nicht ganz getan ist. Dazu kommt noch die Kohle, die man für den Song abdrücken muss (bzw abgedrückt hat), aus dem der Klingelton gemacht werden soll.
Im Zentrum der Strategie steckt iTunes. Das läuft auf fast jedem PC, ist Abspielplattform, Musikverwaltung, Ripp-Programm, Podcatcher und digitale Einkaufsplattform (nebenbei bemerkt laut Jobs der Marktführer auf allen Märkten auf denen das iTunes-Store Musik verkauft).
iddies nun schon den Weihnachtswunschzettel ausfüllen und wegschließen: Es wird ein iPhone draufstehen – wetten?

Wenn ich verliere, dann nur zu Gunsten eines der neuen iPods. Der neue Nano kostet mit Videofunktion und vier Gigs zum Preis von 149$ zu haben. Reiche Kinder kaufen sich die farbige Version mit acht Gigs für 199$ – das Display ist laut Jobs das höchstauflösende, was von Apple bislang überhaupt verwendet wurde.

Das macht Lust auf die übernächste Display-Generation. Ich hatte am Wochenende das Vergnügen einen Blick auf den 30Zoll-Apple-Monitor zu werfen und ich beneide jeden, der an diesem Display sein Brot verdienen darf.

Der 100$ Laptop wird gebaut

Was darf ein Computer für Afrikas Kinder kosten?

Wikipedia‘Nicht mehr als 100$!’ Diese Zielmarke gab Nicholas Negroponte, Gründer des MIT Media Lab, vor. Seine Forschungsgruppe untersucht Möglichkeiten, die Entwicklungs- und Schwellenländer bei der Entwicklung moderner Technologien mitzunehmen statt abzuhängen.

Die Idee ist so revolutionär wie umstritten.

Nun wird er also gebaut. Im Oktober 2007 sollen die ersten Exemplare ausgeliefert werden.
Das zumindest berichtet die BBC in diesem Beitrag.

Yahoo bessert bei Flickr nach

So ist das, wenn man Besuch hat, der sich selbst als webaffin bezeichnet: Man kommt ins Zeigen, Ausprobieren und Kopfschütteln.

Meine Kopfschüttelgeschichte war diese ‘Yahoo setzt Flickr-Kunden Zensurbrille auf’-Affäre (mehr dazu steht hier im Wespennest). Und siehe da:

Es hat sich was geändert. Ich kann mein Profil verändern, die Jugendschutz-Maske ablegen – nur falls es noch jemanden interessiert. ;-)

ebay und der Jugendschutz

Eben auf Jugendschutz.net gelesen (wo man die Bild offenbar sehr genau verfolgt):

Das Internetauktionshaus eBay kann zur Sperrung jugendgefährdender Angebote verpflichtet werden. Das hat der Bundesgerichtshof (BGH) entschieden.

jugendschutz.net

Das ganze passt doch irgendwie zusammen: Erst wird Yahoo mit dem deutschen Flickr auf den Jugendschutz vergattert, nun folgt ebay. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die gesamte Web2.0-Szene dem Jugendschutz zum Opfer fällt. So kommt die Zensur leise still und heimlich durch die kalte Küche.

Das kann es doch auch nicht sein. Wenn schon, dann bitte ein vernünftiges Verfahren.

Ich schlage vor, einen digitalen Personalausweis einzuführen. Der gibt im Zweifelsfalle dem Websitebetreiber (oder den Strafverfolgungsbehören) darüber Auskunft, wann ich welche Inhalte anschauen will – und ob ich das darf.

Anonym zu surfen ist eh nur etwas für die Hardcore-Nerds und selbst die können sich wahrscheinlich nicht sicher sein, dass das immer klappt.

Warum dann nicht gleich konsequent und mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen? (Ich mein ja nur)

thinkflickrthink – Kinderschutz für alle

thinkflickrthink in den ersten 24Std.

Gerade poste ich über das endlich deutschsprachige flickr und dann diese englischsprachige Überschrift?

Diese seltsame Blüte ist einer laufenden Kampagne deutscher flickr-Kunden geschuldet. Bei flickr soll das ‘Kampagnen-Bild’ möglichst schnell in die ‘beliebtesten’ der viel besuchten, hauseigenen Homepage einfließen.

Für die – zur Navigation bei flickr unerlässlichen – Tags ist dieses Ziel bereits erreicht.

Hintergrund für all die Aufregung sind Bilder wie dieses: http://www.flickr.com/photos/loupiote/21615087/ . Es ist für die deutschen Nutzer von Flickr nicht zu sehen. Selbst wenn sie angemeldet sind. Der Grund: Das Bild wurde nicht als ‘unbedenklich‘ eingestuft. Damit ist es für Deutsche, Koreaner, Surfer aus Singapur oder Hongkong tabu und bleibt unsichtbar. Als einer der ersten online-Dienste berichtete Heise über diese Affäre.

Mit im Boot sind übrigens auch unsere Brüder und Schwestern aus Österreich. (Was diese natürlich doppelt ärgert: mit den Piefkes über einen Kamm geschoren zu werden, ist für diese eine Qual.)

Offen ist derzeit die Frage, wie diese Art von Zensur rein technisch von statten geht. Eines ist aber sicher: Nicht alle werden sich so vehement beschweren, wie die zahlenden Kunden von flickr.

So dürften sich vor allem um den Nachwuchs besorgte Eltern und Großeltern für eine Ausweitung dieser Art von ‘Zensur’ aussprechen. Erleben wir nun die letzten Tage der publizistischen Anarchie?

Abwarten.

Mehr zu lesen gibt es bei pl0g.de
Die neuesten Reaktionen aus der Online-Welt gibt es bei technorati.

Wenn das Meister Eder wüsste

Ich ahnte es schon längst aber die Auswirkungen sind doch überraschend: das deutsche Urheberrecht ist Banane.

Ohne Not bricht das Münchner Landesgericht ein Tabu:
Pumuckel bekommt eine ‘Frau’.

Und das gegen den Willen der Erfinderin Ellis Kaut, auf Druck von Zeichnerin Barbara von Johnson.

Was ist eigentlich mit dem deutschen Urheberrecht los? Wie kann die Zeichnerin sich gegen den Willen der Erfinderin ein Recht auf Erweiterung der Protagonisten herausnehmen?

Konsequent weitergedacht: Sabine Wilharm (Zeichnerin von der deutschen Harry Potter-Cover) und Übersetzer Klaus Fritz könnten eigenmächtig den Zauberlehrling aus Hogwart in einem achten Band die Schulleitung übernehmen lassen.

Gut Wehr: Jugendfeuerwehr Clenze feiert 40. Geburtstag

P1110063Was lange währt, wird endlich gut. Das gilt in erster Linie für meinen Podcast hier im Wespennest. Der war ursprünglich als Platz für hörbare Erlebnisse hier vor Ort gedacht, entwickelte sich zwischenzeitlich aber als eher als Technikchannel.

Diesmal ist es soweit und mein erstes Regionalthema ist online.

Die Jugendfeuerwehr in Clenze feierte am 5. Mai 2007 ihren 40. Geburtstag. Damit ist sie genauso alt wie die Jugendwehr der Stadt Hamburg. Das ist ein untrügliches Zeichen dafür, dass die Großstädte der Provinz nicht immer eine Nasenlänge voraus sind. Zumal die Jugendwehr in Wustrow auf eine noch längere Tradition zurückblickt. Aber das nur am Rande.

Ich war am Wochenende mit Aufnahmegerät vor Ort und hier ist mein Bericht. Zum Anhören einfach auf das kleine Dreieck unter diesem Bericht klicken, zurücklehnen und lauschen.

Viel Spaß beim Zuhören und liebe Grüße an alle Beteiligten, die mir so nett Rede und Antwort gestanden haben.

Wer mehr wissen möchte, über die Jugendwehren im Landkreis, kann sich die Page der Kreisjugendfeuerwehr zu Gemüte führen. Dort gibt es eine Liste mit allen Ansprechpartnern der hiesigen Jugendwehren.
Ach ja: Ich freue mich über Leserbriefe meiner bisherigen und meiner neuen Hörer

Gut Wehr.