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Danke! Gasverklappung in der Altmark!?

Wenn es nach der Landesanstalt für Altlastenfreistellung in Magdeburg geht, könnte man in den ausgesaugten Erdgasfeldern in der Altmark ganz prima eines der drängendsten Probleme der Energiewirtschaft entsorgen: Co2.

Vorne mit dabei: Vattenfall.

Der Betreiber von Pannenreaktoren wie Krümmel und Forsmark steht schwer unter Aufsicht. Immerhin werden unter seiner Regie die Braunkohlestätten in der Lausitz ausgebeutet und verfeuert. Dabei entsteht dieses unsichtbare, geruchlose und trotzdem so umstittene Co2.

Das soll – unter großen Juhuu der beteiligten Techniker – aufgefangen werden. So könnte man zwar weiter Energie produzieren wie bisher und trotzdem die ehrgeizigen Klimaziele der Europäer erfüllen. Denn: Was nicht in die Atmosphäre gelangt, zählt wie nicht produziert. Nur: Dazu muss es halt irgendwo hin.

Die Idee ist auf den ersten Blick bestechend: Das Co2 könnte doch prima in alten Erdgaslagerstätten verklappt werden. Streng nach dem Motto: Erst das gute Gas raus, dann das schlechte Gas wieder rein.

Wenn ich mir die räumliche Nähe der potentiellen Endlagerstätten von Nuklearabfällen und Co2 ansehe, geht mir doch irgendwie ein Licht auf. Das Atomklo im Wendland, das Gasklo in der Altmark.
Danke!

PS: Die Volksstimme findet es prima und dort läuft derzeit eine Abstimmung statt: Zur Abstimmung

Hintergründe:
Spiegel 05.Mai 2010: “Wir wollen nicht das Co2 Klo der Nation werden”
Das Strom-Magazin im Feburar 2007: “Erdgas-Lagerstätte in der Altmark als Kohlendioxid-Speicher” / siehe auch: Co2-Handel.de, Feburar 2007
Kleine Anfrage des Landtagsabgeordneten Günter Hildebrand (FDP) an die Landesregierung SH, 23.06.2009: “Kohlendioxid-Speicherstätten in Schleswig-Holstein
Das Kollaborationsportal der beteiligten Untersuchungsinstitute.

Castortransport: Bahn will nicht mehr

‘Eine Bahnfahrt die ist lustig…’

Den von der Börsengangvorbereitung gestressten Bahnmanagern ist das Lachen offenbar vergangen. Nicht nur dass die endgültige Entscheidung ob der Zuordnung des Gleisnetztes noch nicht gefallen ist, die Bahn findet die Publicity um den Castor-Transport alles andere als komisch. Das geht zumindest aus dem Bahnblog hervor.

Endlich mal eine gute Nachricht im Vorfeld des Börsengangs: die Deutsche Bahn AG will sich von ihrer Tochterfirma Nuclear Cargo + Service (NCS) trennen. NCS ist in Deutschland für den Transport des Atommülls zuständig. Auch die Castor-Transporte in das Zwischenlager in Gorleben werden von ihr durchgeführt.

Bahnblog: Bahn will sich von Atomtransporten trennen

Da räumt die Bahn doch mal eben einen kleinen Nischenmarkt, auf dem wenig zu verdienen aber viel zu verlieren ist, auch wenn die Reparatur und Reinung wahrscheinlich dem Auftraggeber in Rechnung gestellt wird.

Fotoknips: Castor in Bildern

Kaum etwas hat sich durch die Digitalisierung so stark geändert, wie der Umgang mit dem Fotoapperat. Kein Film, keine Kosten – dafür immer billigere Speichermedien. Es wird geknippst, was das Zeug hält. Auch ich habe natürlich Fotos gemacht. Einige davon finden sich bei Flickr.

Wer möchte, kann sich hier den Fotostream ansehen.

Zappelbilder: Der Castor im Video,

Video
Der Transport in YouTube? Inzwischen auch dort. Video ist in der ‘Szene’ schon lange angekommen.

Die ersten Impulse in Richtigung Videoportal kamen aber nicht aus dem Wendland sondern aus dem Rhein-Main-Gebiet. Die massenhafte Verbreitung über Dienste wie YouTube oder GoogleVideo ist aus Mediensicht eine zweischneidige Sache: Nicht alles Gezeigte ist legal, weil allein das Betreten der Gleisanlagen am TagX eine Ordnungswidrigkeit darstellt. Wer will sich beim Falschparken schon filmen lassen und schickt das Video anschließend dem Ordnungsamt?

Ganz friedlich läuft es auf dem ersten Video und eine Antwort auf meine Frage vom 18.Oktober: ‘Wie kommt der Castor in YouTube?’ ist somit gegeben.

Ich bin kein MovieMaker-Spezialist und das Niedersachsenlied ist auch mehr ein Gag – aber es passt irgendwie schon. Und: Wer hat schon mal das Zwischenlager aus der Vogelperspektive gesehen? Also macht es zumindest etwas Sinn…

Inzwischen die Zahl der Videos bei YouTube doch gewaltig gestiegen.

Hier der Beweis.

Einen Tipp habe ich noch: Alfons fragt. Wirklich frecher Beitrag der meines Wissens nach ursprünglich im NDR gesendet wurde und seinen Weg ins Netz gefunden hat.

Hörbar: Castor 2006

Das Hörarchiv.
Grundlage der ersten Podcasts ist das Interview-Material, dass ich für das ORF-Feature “Gorleben soll leben” im Jahre 1995 zusammengeraten habe. Ich hoffe, dass ich genüngend Material habe, um damit die Zeit bis zum Tag X zu überbrücken. Denn aktuelles Material kann ich logischerweise erst dann beisteuern, wenn ich persönlich etwas aktuelles aufnehmen kann.

Das ist bei mir voraussichtlich erst dann, wenn ich die ersten Hubschrauber höre. Sicher bin ich mir da aber selbst noch nicht. Immerhin fehlt mir nach fünf Jahren Abwesenheit etwas die Routine.

    Bisher erschienen:

Das Interview mit Uli, einem Arzt aus Dannenberg.

Eine Beschreibung von Axel, wie das Wendland ‘vor Gorleben‘ war.

Der Grund, warum Stefan aus Düsseldorf ins Wendland zog.

Mein Mitschnitt von der Auftaktveranstaltung in Gorleben, der auch auf www.blogspiel.de eingestellt ist.

Hörbar: Castor 2006

Während sich in Lüchow-Dannenberg die letzten Polizeikräfte aufs Abrücken vorbereiten, taumeln so langsam die Videos in den gängigen Portalen ein.
Weniger genutzt wird die Option ‘Audio’, die TagX-Interessierte unter dem Stichwort ‘Podcast’ schließlich auch im Web nutzen könnten.
Hier also meine ganz persönliche Geschichte vom TagX #10.

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Strasse wieder zu

Was auf dem Hinweg so hoffnungsvoll begann, artete auf dem Rueckweg zu einer endlosen Warterei im Auto aus.

Angeblich wurde eine Zugmaschine von der Polizei auf der Strecke Gorleben-Dannenberg einkassiert. Das fuehrte zu einem Stau der allerdings von ffn ignoriert wurde.

Wir sind nach einer halben Stunde umgekehrt und ueber Meetschow und Luechow nach Dannenberg gekommen. Polizeikolonnen auf dem Rueckweg ohne Ende. mmerhin sitzen wir inzwischen beim Inder am Marktplatz und bekommen was zu essen.

Strasse brennt

Kiddies aus Berlin verwechseln den Castor-Protest mit dem 1..Mai. Kurz nach Ende der Kundgebung vor dem Zwischenlagertor brennt es ploetzlich.

Besonders konfliktfreudige Demonstranten schaffen Stroh und Holz auf die Strasse und legen Feuer. Die Polizei ist erst ruhig und sammelt Kraefte auf beiden Seiten der Strasse.

Es kommt zu Rangeleien zwischen den Demonstranten. Ich verbrenne mir meinen Pulli dank des Funkenfluges und komme an tolle O-Toene.

Jetzt sind wir auf dem Rueckweg und kuerzen uber den Sportplatz ab. Das warme Auto wartet.

Gorleben ist dicht

Toll. Die Grosskundgebung in Gorleben ist von Dannenberg aus ueber eine Bundesstrasse zu erreichen. Wichtig: eine!

Und die ist dicht. die baeuerliche Notgemeinschaft ist mit den Schleppern auf dem Weg zur Kundegebung stecken geblieben.

Die Folge: eine unfreiwillige Trecker-Blockade. Wir haben an einer Brache, zwei Kilometer vor Gorleben, geparkt und sind jetzt fast da.

Ob wir die Kundgebung noch mitbekommen?

Ordnungsamt ist voll gemein!

Tradtionsbewusst sind die Wendländer. Auch der Nachwuchs. Wie in jedem Jahr wollen die Schüler aus Lüchow gegen den anstehenden Atom-Transport nach Gorleben demonstrieren. Diesmal am 10.November. Anders als bisher hat das Ordnungsamt des Landkreises aber nicht so mitgespielt.

Gut, die Demo ist erlaubt worden. Aber der Zeitpunkt wurde auf das Ende der vierten Stunde gelegt. Damit bringt Vater Staat (denn nichts anderes sind die Vertreter des Ordnungsamtes) die Schüler natürlich in Verlegenheit. Weiterlesen