Nachgefragt – DSL in Lüchow-Dannenberg

Ja wo sind denn die Anschlüsse?Dass die neuen Medien eine nicht ganz unwesentliche Rolle in Sachen “Standortwahl” spielen, ist inzwischen allgemein bekannt. 

Die heute übliche Form das Internet zu nutzen, ist der DSL-Anschluss. Der ist vielleicht nicht das Neueste vom Neuen – aber für den Otto-Normal-Betrieb absolut ausreichend. Wenn DSL denn zu bekommen ist.

Das ist im dünn besiedelten Gebiet nicht unbedingt der Fall, weswegen der Landkreis jetzt Druck machen möchte. Darum wurde am Wochenende eine Umfrage initiiert.

Damit will der Landkreis auch eine Bestandsaufnahme vornehmen, um zu sehen, wo der dringlichste Handlungsbedarf besteht. Die Umfrage soll bis zum 27. Juni abgeschlossen werden. Nach der anschließenden Auswertung der Daten sollen dann anhand der gewonnenen Erkenntnisse Verhandlungen mit Telekommunikationsanbietern aufgenommen werden, um mit diesen die Möglichkeiten auszuloten, wie unterversorgte Gebiete an das World Wide Web angeschlossen werden können. 

EJZ

Wenn das mal keine gute Idee ist.

Vor allem können die Ergebnisse dann mit der Umfrage vom Dezember 2006 verglichen werden. Das wird bestimmt ganz doll spannend und aufschlussreich. ;-)

Wo sind die Interessenten?

Die neuen Medien sind ja eine wunderbare Sache. Leider bleiben die ländlichen Gebiete außen vor.

Das ärgert nicht nur die Kids, die mit schlechten Pings und miesen Bandbreiten bei Counterstrike nie richtig mitspielen dürfen. Es ärgert auch die Eltern, die durchaus wissen, dass es mehr gibt, als nur ISDN.

Während im Landkreis Lüchow-Dannenberg die Städte durchaus am DSL-Netz hängen, bleiben viele Dörfer abgeschnitten. Die Elbe-Jeetzel-Zeitung und die Wirtschaftsförderung haben nun eine Initiative gestartet. Das Ziel: eine bessere digitale Infrastruktur im Landkreis Lüchow-Dannenberg.

»Die möglichst schnelle und komfortable Übermittlung von Daten und Informationen ist für Unternehmen heutzutage ein entscheidender Wettbewerbsfaktor», stellt Martina Grud, die Leiterin der »WirtschaftsFörderung Lüchow-Dannenberg» fest. In Zusammenarbeit mit der EJZ hat die »WirtschaftsFörderung» eine Initiative gestartet, um die Bedingungen für die Nutzung dieser Technologien im Kreis zu verbessern.

EJZ Elbe Jeetzel Zeitung Lüchow

Der Verdacht bleibt unausgesprochen: Wo zu wenige Interessenten sind, ist das Investitionsinteresse der Telekom gering. Aber sind es denn wirklich zu wenige Kunden? Das herauszufinden ist eine lohnenswerte Aufgabe und darum machen sich die beiden Partner EJZ und Wirtschaftsförderung auf die Suche nach dem Lüchow-Dannenberger Internet-Nutzer.

In der heutigen Ausgabe ist ein Fragebogen auf der Seite Vier.

Darin wird nachgefragt: Nutzen die Leser der EJZ das Internet, wofür und zu welchem Preis? Auch zum Provider können Angaben gemacht werden. Das ganze bleibt anonym und ist eine seriöse Sache. Ich habe meine Samstagszeitung schon zerschnitten, den Zettel ausgefüllt, eingetütet und in den Briefkasten gesteckt.

Leider ist der Fragebogen bislang noch nicht auf den Seiten der Wirtschaftsförderung veröffentlicht, sonst würde ich von hier aus drauf verweisen. Auch auf den Online-Seiten der EJZ könnte man so etwas doch eigentlich anbieten aber was soll es.

 

Ach nur so nebenbei: Warum setzt der Autor der EJZ eigentlich in diesen komsichen ‘Tüddelchen’ vor und nach der Wirtschaftsförderung?

UPDATE: Der Fragebogen ist inzwischen als Download online
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