Wahlkampf im Web

Während sich die deutsche Bloggosphäre im Augenblick den Ambitionen einiger Politiker gar skeptisch gegenübersteht, dreht in den USA das politische Fähnchen in den steifen Wind der öffentlich artikulierten Meinung.

Eine Lehrstunde für deutsche Wahlkampfstrategen sind auch die Auftritte der Kandidaten. Auch nachzulesen im Metablocker bei politik-digital.de

‘Wer liest das eigentlich?’

Nichts macht beim Pflegen eines Blogs oder einer Webseite mehr Spaß: sehen, wer sich aus welchem Grund so auf die eigene Seite verirrt. Schon aus diesem Grund ist es mir vollkommen unverständlich, warum nicht jeder Websitebetreiber diesen Genuss bis zum Ende auskostet.

Im Gegenteil:
Viel zu kurz und häufig genug vollkommen unzureichend ist die Auswertung der Besucherströme vor allem bei Seiten von Vereinen und Unternehmen (den großen wie den kleinen). Wenn überhaupt, dann werden Besucherzahlen und Seitenaufrufe zur Kenntnis genommen.
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Snap: Irrglaube oder Hilfe?

Hm. Ich kann mir nicht helfen – ich finde die diese Vorschaubilder nicht soooo unpraktisch, wie zur Zeit getan wird. (Ich verkneife mich jetzt hier, hier und hier zu verlinken ;-) ) Darum rufe ich zur Abstimmung auf.

Was ist Snap? Wer mit dem Mauszeiger einen Link auf meiner Seite berührt, bekommt die Folgen von Snap zu sehen. Die Software öffnet eine kleine Vorschau auf die verlinkte Seite.

Irgendwie macht das Tool genau in der Form für mich Sinn. Ich erfahre auf einen Blick, ob da ein Wort (i.d.R. Link zu Wiki) erklärt oder eine Diskussion (i.d.R. Link zu Blog) weitergeführt oder auf vermeintliche Hintergründe (Spon, stern, bundestag) verlinkt werden.

Manchmal ist kein Bildchen zu sehen. Das bedeutet in der Regel, es ist nicht sooo wichtig oder ein interner Link.

Natürlich finde ich es lobenswert, wenn die Autoren der Kommentare bei Robert und im lawblog oder perfomancingblog (engl.) ihre Links entweder selbsterklärend im Text einweben oder mit minimalistischem und eloquentem Design vergleichbaren Nutzen stiften.
Auch der Hinweis man könne doch in der Statuszeile erkennen wohin die Reise geht bringt mich nicht davon ab, diese Popups praktisch zu finden.

Ich sage das nicht ohne Selbstbewusstsein, habe ich doch den wichtigsten Verbündeten: meine Frau. Sie ist meine schärfste Kritikerin. Aber ‘diese Vorschaudinger sind mal echt praktisch.’ Stimmt genau.

Aber wie sieht es der Leser? Na – dafür sind wir doch wohl im Web. Zur Umfrage nach rechts – jeder nur ein Kreuz!

Die nächste Welle rollt

Die Bloggosphere ist eine Macht geworden.

In den USA kreisen die ersten Tipps, wie sich Unternehmen dem Druck der öffentlichen Meinung stellen können. Jüngstes Paradebeispiel bei uns in Deutschland war der Blogskandal über StudiVZ, das in Folge eines virtuellen Tsunami nun die Reste ihrer Deiche (ääh Firewall) zusammenfegt.

Auslöser war ein Blog. Jetzt könnte die nächste Welle rollen, auch wenn der Anstoß zum Beben aus einer ganz anderen Ecke kam und im Epizentrum steht der DOSB. Kennen Sie nicht? Wie wäre es mit ‘Olympia‘?

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Castortransport: Bahn will nicht mehr

‘Eine Bahnfahrt die ist lustig…’

Den von der Börsengangvorbereitung gestressten Bahnmanagern ist das Lachen offenbar vergangen. Nicht nur dass die endgültige Entscheidung ob der Zuordnung des Gleisnetztes noch nicht gefallen ist, die Bahn findet die Publicity um den Castor-Transport alles andere als komisch. Das geht zumindest aus dem Bahnblog hervor.

Endlich mal eine gute Nachricht im Vorfeld des Börsengangs: die Deutsche Bahn AG will sich von ihrer Tochterfirma Nuclear Cargo + Service (NCS) trennen. NCS ist in Deutschland für den Transport des Atommülls zuständig. Auch die Castor-Transporte in das Zwischenlager in Gorleben werden von ihr durchgeführt.

Bahnblog: Bahn will sich von Atomtransporten trennen

Da räumt die Bahn doch mal eben einen kleinen Nischenmarkt, auf dem wenig zu verdienen aber viel zu verlieren ist, auch wenn die Reparatur und Reinung wahrscheinlich dem Auftraggeber in Rechnung gestellt wird.

Hang him high! Die Macht der Masse

Blogs sind in Deutschland zwar noch immer eine Randerscheinung, trotzdem besitzen sie schon heute eine gewisse Macht.

Welche Sachen gerade ganz heiss diskutiert werden, zeigt die spezielle ‘Blogsuchmaschine’ Technorati auf den ersten Blick.

Auf der Startseite werden die Top-Suchbegriffe des Tages eingeblendet und mit etwas Mühe kann man auch die Entwicklung des Themas im zeitlichen Verlauf nachvollziehen. Ein Feature das ich an Technorati sehr mag, bietet es doch reichlich Platz für Ablenkung. Vielleicht macht es sogar Sinn, sich damit näher auseinander zu setzen, auch wenn Statistiken bekanntlich per se manipulativ sind.

Ein Zeichen für die zunehmende Bedeutung der Bloggs auf Unternehmen zeigt eine Artikellavine, die derzeit ein hoffnungsvolles Start-Up unter sich begräbt: StudiVZ ist der Name einer Studentencommunity-Site a’la Xing und Co.

Die hatte ganz im Stil der DotCom-Ära eine glamoröse Erfolgsgeschichte. Wer als Student etwas auf sich hielt, hinterlegte bei StudiVZ sein Profil und tauschte sich innerhalb der Website mit anderen Studenten aus. Social-Software heißen solche Projekte. Sie füllen sich mit Inhalten, die von den Benutzern (den Usern) selbst erstellt werden. Profile, Bilder, Musik, Videos – erlaubt ist, was der Zielgruppe gefällt.

Vor wenigen Wochen tauchten Gerüchte auf, die Sicherheitslücken in der Software anprangerten, das persönliche Verhalten der Betreiber in Zweifel zogen und damit nahm die Geschichte ihren Lauf. Inzwischen führt StudiVZ die Technorati-Hitliste zum zweiten Mal in Folge an. Ein Ende der Diskussion ist noch nicht in Sicht.

Technorati eignet sich, um die Diskussionsschübe von größeren Skandalen nachzuvollziehen. Die Suchmaschine auf das Durchsuchen von Blogs optimiert und in der Szene geschätzt. Viele Blogs (auch dieses) bemühen sich, möglichst kompatibel zum Technorati-Algorythmus zu bleiben.

Die Suchmaschine bedankt sich, in dem die unübersichtliche Blogszene in Cluster von ‘Anerkennung’ geordnet werden.

Verlinkung durch andere Blogs bedeutet Reputation oder wie die Amerikaner sagen: authority. Wer ‘a lot authority’ bescheinigt bekommt, wird oft zitiert. ‘Some authority’ erhalten Blogs, die auf deutlich weniger aber immer noch ausreichend häufige Verlinkung verweisen können. Der große Rest ist mit ‘a little’ oder schlicht ‘any authority’ eine eigene Gruppe: the long tail.

Den bekam dort bis gestern Abend ‘Seinfeld‘-Star Michael Richards ins Genick.

Technorati Chart

Posts that contain “michael Richards” per day for the last 10 days.

Denn verzeichnete Technorati am 20. November die ersten Ausschläge zum Stichwort ‘Michael Richards’ von zumindest einem Blogger mit ‘Any authority’, meldete die Suchmaschine einen Tag später, am 21. November, schon mehr als 800 Blogeinträge Kategorien zum Thema. Auch in Deutschland was das Thema angekommen.

Erst am 22. erreichte das Thema auch die oft zitierten A- und B-Blogger. In diesem Momoent explodierte der Umfang der Posts in Blogs und der YouTube-Videstatements.

Soweit, so anders die Fälle. Während der Star trotz heftiger rasisstischer Ausbrüche auf offener Bühne bereit nach 4 Tagen wieder aus der Top-Ten-Search-List raus war, verharrt StudiVZ dort immer.

Und die Lehre?
Die Dynamik stellt alles bisher da Gewesene in den Schatten und ich bin gespannt, welche Mittel und Wege aus solchen Statementlavinen herausführen können. Das Gegenblog ist wohl wenig geeignet wie das Beispiel von StudiVZ zeigt.

Ob der frühzeitiger Gang nach Canossa (zeitgemäßer ist ein ‘Mea Culpa’ in den großen TV-Shows) demnächst wieder in Mode kommt? Die große Welle scheint in den USA jedenfalls abzuflauen.

Abwarten und Tee trinken.

Castor 2006 – Fazit

Klappe zu, Affe tot.
Kurz nach 6 Uhr erreichen die Tieflader am Montagmorgen das Zwischenlager. Nach dem inzwischen 10.TagX stehen nun 80 Castoren in Gorleben. Dieser TagX war der erste, den ich aus der Perspektive als ‘Dannenberger’ live miterlebt habe. ‘Wendländer’ war ich ja schon immer, aber Dannenberg ist dichter am Geschehen als Lüchow und noch dichter als Wolfsburg.

Der Termin.
TagX an einem Wochenende ist neu. Es ist nicht jedermanns Sache, sich einen Tag frei zu nehmen, um im Wendland Position gegen den Atomstrom zu beziehen. Sich aber an einem Sonntag ins Auto zu setzen und nach Gorleben zu fahren, ist vergleichsweise leicht.
Vielleicht ist es so zu erklären, daß die Auftaktveranstaltung am Sonnabend in Gorleben so gut besucht war. Auch wenn ich nicht weiß ob es nun 3.000 oder 6.000 Demonstanten waren – ich fand es beeindruckend, daß die Menschen auch nach dem 10.Mal Stellung bezogen haben. Eine Toncollage von diesem Tag habe ich übrigens beim blogspiel ins Rennen geschickt. Zu spät ich weiß, aber ich hatte echt zu tun.

Den Straßentransport auf einen Montag in die frühen Morgenstunden zu verlegen, ist hingegen ein geschicktes Manöver der verantwortlichen Taktiker. Der wendländische November ist ausgesprochen ungemütlich, die Nächte sind nass und kalt, und nur die ganz Engagierten nehmen diese Hürde. Der große Rest bleibt außen vor – also im Bett.

Die Internationalität.
Bisher hatte ich keinen Kontakt zu ‘ausländischen’ TagX-lern. Wir hatten am Sonnabend einen total netten Tramper aus dem niederländischen Groningen mitgenommen. ‘Die Wendländer sind spitze’, meint der und wir unterhielten uns im wahrsten Sinne über Gott und die Welt. Schönen Gruß von hier aus.

Delegationen aus Frankreich vor Ort, Grußworte aus Russland im Rahmen der Auftaktveranstaltung wurde mir wieder bewusst: Atomkraftgegner gibt es auf der ganzen Welt. Der Widerstand gegen Atomstrom vernetzt sich scheinbar auch über die Ländergrenzen hinaus. Globalisierung made by Wendland.

Eine Aktion ist mir aufgefallen:
Die Stromwechselaktionen.
Wenn Kundenströme wandern, schmerzt das alle Zahlenjongleure in allen großen Unternehmen besonders. Ob das Verteilen von Handzetteln ausreicht, weiß ich natürlich nicht – aber die Idee ist charmant.

Und konsequent: Wer seinen Strom sauber haben will, der muss eben einen Euro mehr bezahlen. Oder er macht ihn sich gleich ganz selbst. Zum Beispiel aus Biogas. Natürlich nur, wenn er nicht im Grabower Neubaugebiet wohnt.

Mein Fazit?
Der Widerstand ist zwar schon 30 Jahre alt aber ich glaube man kann ihm trotzdem noch Vertrauen schenken. Die Leute hier sind ihren Teil stur. Wer hier öfter ist weiß das. Wer hier wohnt, wird früher oder später selbst so. Das liegt vielleicht an der Luft, an unseren Kühen oder an der Nähe zur Elbe.
Der Widerstand hat sich meiner Ansicht nach um unsere ganze Region verdient gemacht und er wird auch weiterhin für eine frische Briese im sonst so gottvergessenen Zonenrand sorgen. Auch, wenn der nächste Castortransport schon heute geplant wird.

Castor kommt am 11.November!?

39punkt zeichen.blog » Blog Archive » Stand-by me

Und während bei uns alle auf die warmen Brennstäbe warten, habe ich heute DEN Cartoon zum Thema gefunden.

Zwischenzeitlich nimmt die Polizeiquote in Lüchow-Dannenberg merklich zu. Und das obwohl das ausdrücklich seitens der Atomkraftgegner verboten wurde:

Unterstützt von über 1600 Unterzeichnern hat heute (21.10.06) die „Freie Republik Wendland“ durch den Abdruck einer fünfseitigen „Bekanntmachung“ in der lokalen Elbe-Jeetzel-Zeitung (EJZ) eine „Allgemeinverfügung gegen Atomwirtschaft und Polizeiwillkür“ mit Betretungsverbot der „Besatzungsmacht“ für das Wendland erteilt.

CASTOR-BLOG

Die kleine Bahnstrecke Strecke Dannenberg-Hitzacker gehört demnächst wieder zu den bestbewachten des ganzen Kontinients. Nicht ohne Grund. Schon am Sonntag waren die ersten “Sitzblockaden” auf den Bahngleisen bei Tollendorf gemeldet worden.

Etwas früh vielleicht? Nun ja, früh übt sich halt.

Ich meinte heute, den ersten Polizei-Hubschauber zu hören der bei uns über das Dach flog. War aber ein klassischer “Fehlalarm”. Es war “nur” ein Christoph auf dem Weg ins örtlichen Krankenhaus.

Aber die Uhr tickt. Am 11. November erlebe ich den ersten Castor ganz hautnah vor Ort, ohne zurück nach Lüchow oder Wolfsburg fahren zu müssen. Aktuelle Mitteilungen zum Thema findet man im Castor-Blog oder im örtlichen Polizeifunk.

Mich würde übrigens interessieren, ob nicht der eine oder andere der zigtausend Bepos aus ganz Norddeutschland auch ein Blog betreibt. Es würde mich wirklich einmal interessieren, welche Gedanken einem Ordnungshüter beim Einsatz so durch den Kopf gehen… rein privat natürlich.

Pädagogen und Medien

Welche Rolle spielt Medienkompentenz eigentlich in der Ausbildung von Pädagogen?

Wenn ich die mir bekannten Lehrer und Kindergärtner so betrachte, bleibt mir nur ein Fazit: keine. Wer nun aber glaubt, das würde sich mit der Zeit schon noch ändern, sollte einmal einen Blick auf den ernüchternden Blogeintrag von Michael Kerres werfen.

Zur Zeit rumort es an der Uni Duisburg Essen. Das war nicht anders zu erwarten, denn wie überall stellen sich auch im Westen der Republik die Unis auf den neuen Master-Standart um. Und wo gehobelt wird, fallen Späne.

Lehrer und Erzieher, die Computern gegenüber vor allem skeptisch eingestellt sind, werden ihre Zöglinge schwerlich mit den Chancen und Risiken der Mediennutzung vertraut machen können. Dass eine gute Ausbildung in Sachen Medienpädagogik auch in der Erwachsenenbildung von Bedeutung sein wird, ist inzwischen unbestitten.

Bedauerlich,

dass unsere Päd.-Studierenden trotz aller Bemühungen – das zeigen auch empirische Untersuchungen – eine vergleichsweise geringe Affinität zu Computern haben, und für die die Vorstellung, in einem solchen Sektor zu arbeiten, fremd bleibt.

letztes Mal: Dipl.Päd. mit Medien | mediendidaktik.de

Treffgenaue Werbung im Web?

Wäre es nicht schön, wenn sich Beiträge (Content) und Werbung (Sponsoring) nicht so krass von einander unterscheiden würden? Auf Basic Thinking steht seit diesen Stunden eine sehr interessante Idee. Lesenswert. Auch von mir ein paar Anmerkungen dazu. Auf dem eigenen Blog (so von wegen den Besuchern und dem tiefen Glauben, dass das mit der Vernetzung doch ganz prima ist :-) )

Ich glaube, dass BloggingTom Recht hat. Der Aufwand, seine Werbeeinnahmen über einen solchen Dienst zu generieren ist vergleichsweise hoch. Allerdings kann sich jeder Blogger vor dem Indizieren seines Beitrages überlegen, ob und in welcher Größenordnung der Aufwand sich lohnt.

Das lässt sich vor allem dann abschätzen, wenn – wie von Henning angemerkt – der Beitrag schon länger aktiv ist. Denn nur für erfolgreiche Artikel kann sich der Stress letztendlich rechnen. Denn der Umstand, dass der Artikel aus dem Feed schon länger verschwunden ist, spricht ja nicht zwingend gegen seine Aktualität und Originalität. Beides Gründe, einen Artikel zu lesen.

Nebeneffekt für den Leser: Er weiß, dass der Autor sich seine Werbung “gezielt” auf die Seite geholt hat.

Wenn die Werbung dann noch etwas weniger plump daherkommen könnte (anderes Thema), senkt das den Mehrwert des Artikels für den Leser nicht zwingend, kann ihn unter Umständen sogar erhöhen. In jeden Fall wirkt das bestimmt anders auf den “Rezipienten” als AdSense.

Weiterer Nebeneffekt des verspäteten Indizierens: Die Methode erlaubt dem “gedachten” Unternehmen (oder Webdienst oder was auch immer), die Bannerpartner mit sehr genauen Zahlen zu füttern.
Ist doch schöner, wenn die Akquise sagen kann: “Hey du potenzieller Bannerschalter, dieser Artikel wird in der Woche X-Mal angeklickt. Außerdem hat der BlogAutor ein Profil für Partner zusammengestellt, welches aus diesen und jenen Gründen genau auf dich oder dein Produkt passt.”

Die Aussage ist jedenfalls griffiger als die lapidare Info, dass das BlogXy in der Vergangenheit 1.Mio Zugriffe hatte. Wofür, wann? Alles Fragen, die mir als Kunde durch den Kopf gehen.

Denn auch viele Werbekunden haben mit Blogs noch keine oder wenig Erfahrung. Vor allem die Online-Werbung-Neulinge scheuen, meiner Ansicht nach, die schwer zu kalkulierenden Kosten und nicht ganz einfachen Ermittlungsmethoden. Denn die Zahl der potenziellen Kunden lässt sich erheblich steigern, wenn kein Studium dafür nötig ist, die Werbeplanung und anschließende Erfolgskontrolle im eigenen Haus durchführen zu können.

Vertrauen ist aber die Grundlage für ein hippes Web2.0 Unternehmen (denn das soll es ja wohl denn doch werden, oder?). Vertrauen der Autoren, der Kunden und der Leserschaft.

Warten . . . auf Castor

Was ist eigentlich mit DEM Topthema aus dem Wendland – dem inzwischen traditionellen Castortransport? Wer bei Technorati das Stichwort sucht, findet derzeit 654 deutschsprachige Einträge, von denen allerdings eine ganze Menge als Streuverlust abgebucht werden dürfen. Zu oft war der Castor als Teil der Mythen mit dabei, selbst als Nickname habe ich Castor gefunden.

Tatsache ist, dass Weblogs zum Thema sehr rar sind. Das mag verschiedene Ursachen haben. Sicherlich ist dem örtlichen Widerstand eine gewisse grundkonservative Haltung nicht abzusprechen – Flugblätter sind als haptisches Erleben doch einfach etwas Schöneres als ein schnödes Feed.

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Kennen Sie Flock?

Es tut sich was am Browserhimmel.

Stark vernetzte Inhalte die derzeit unter dem Stichwort Web 2.0 das WWW erzittern lassen, brauchen einen neuen Browser, dachte man sich an der View Street in Mountain View, USA.

Dort entstand nämlich ein neuer Browser, der Dienste wie Del.icio.us, Flickr und Technorati noch besser einbindet, als Firefox und Co das können. Sein Name: Flock. Eine Silbe, gut zu merken, etwas streamline, wenn man mich fragt – aber was soll’s.

Beim Stöbern auf Technorati bin ich über diesen neuen Browser gestolpert und habe ihn just for fun mal installiert.

Was mich besonders interessiert: Flock erlaubt es dem Blogger, mit einem eigenen Editior direkt ins Blog zu schreiben. Dabei wird nicht nur das von mir eingesetzte WordPress unterstützt.

Grundsätzlich bietet der Editor keine wesentlichen Neuerungen. Das Umschalten zwischen WYSIWYG-Ansicht und Quellcode funktioniert via Reiter unter dem Eingabebereich. Schön ist, dass verwendete Bilder oder Grafiken ebenfalls unter dem Eingabebereich zur Verfügung gestellt werden.

Ansonsten ist der Editior nicht komfortabler oder stabiler als das mit WordPress gelieferte System.

Schön ist allerdings, dass der Bedarf, der durch die neuen Tools wie Del.icio.us entsteht, beim Coden des Browsers offensichtlich im Vordergrund stand. Selbst wenn Speedjunkyies und Security-Freaks in Flock die eine oder andere Ecke finden werden, macht es Spaß, mit dem neuen Browser zu spielen.

Richtig. Wie immer, wenn ich ein neues Programm ausprobiere, komme ich damit meinem persönlichen Spieltrieb nach. Und der wird durch die nette, knubbelige Optik von Flock zusätzlich angeheizt.

Aber auch praktische Seiten lassen sich mit dem Browser entdecken: Lesezeichen werden bei Flock direkt auf einem Web 2.0 Dienst (in meinem Fall bei Del.icio.us) eingestellt und bei Bedarf auch veröffentlicht.

Angenehm ist auch das Flickr Tool. Ein Klick und ich sehe meine akutellen Bilder in einer Zeile über dem Content. Ganz easy ziehe ich diese Bilder in den Editior und kann sie dort nutzen. Vom Workflow sehr angenehm. Wollen wir mal sehen, was das für Auswirkungen hat, wenn ich diesen Artikel veröffentliche. (*duck)

Dannenberger Bürger

So, nun ist es amtlich.
Ich bin ein Dannenberger Mitbürger. So bestätigt von Hennig Warnke, seineszeichens rühriger Öffentlichkeitsarbeiter bei der Dannenberger Feuerwehr.
Wie schon berichtet, hat die Wehr in Dannenberg das Bloggen für sich entdeckt. Und das macht man dort ganz konsequent. Inklusive Einbindung von Flickr, Googlemaps (wo ist der Link eigentlich hin verschwunden?) und allem, was Web 2.0 sonst noch zu bieten hat.
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Podcast – nicht nur für jeden, auch jederzeit!

A’propo Musik.
Ich stehe auf Podcasts. Diese kleinen Internetbeiträge gibt es als gesprochenes Wort und als Musik. Als Radiomann stehe ich der Idee a priori interessiert gegenüber und bin seit Ende 2005 leidenschaftlicher Podcasthörer. Unter anderem vom “Blick über den Tellerrand” und “Das Abenteuer Kommunikation“.

New Age Und jetzt beschäftigt mich eine These: Jeder Podcaster steht bei der Produktion doch wohl zwei fundamentalen Fragen gegenüber. Für wen produziere ich meinen Beitrag? (neuer Hörer oder alter?) Und nicht minder wichtig ist: Wann wird der Hörer ihn zum erste Mal hören?
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