Wenn der Schuh drückt …

Gestern von 8 bis 13 Uhr in Dannenberg. Der Schirmständer hält auch ohne Ballast, das Material bleibt ohne aufgelegte Steine liegen und die Nervosität ist auf normales Lampenfieber reduziert.

Ich habe es immer noch nicht geschafft, meine politischen Wettbewerber mit den Anzeigen-Fotos abzustimmen und spreche fröhlich die Kandidaten von SPD, UWG und CDU an, ob sie mir nicht ihre Stimmen bei der Wahl zum Stadtrat geben möchten. Mag sein dass es als Provokation begriffen wurde, mag sein, dass die Eine der der Andere es tatsächlich in Erwägung zog (“Sie sind ja wirklich ganz nett, aber…”).
mehr lesen …

Der Bundes-Faktor im Kommunal-Wahlkampf

Der erste Tag im Straßenwahlkampf war … wie soll ich sagen … erstaunlich.

Der Wochenmarkt in Lüchow ist derzeit von den Umbaumaßnahmen in der Stadt schwer beeinträchtigt. Bis zu 60% weniger Umsatz hat mir eine Marktfrau gesagt – mir fehlt der Vergleich zur jüngeren Vergangenheit – aber das ist schon ein hartes Brot, was in Lüchow derzeit verfrühstückt wird.
mehr lesen …

Deutsches Datenschutzrecht, Schleswig-Holsteiner Meinungen oder Irland – was gilt für Facebook überhaupt?

Wer sich im Internet bewegt, kommt weit rum. Das öffnet den Geist für Neues und wer des englischen einigermaßen mächtig ist, fühlt sich schnell akzeptiert und profitiert vom internationalen Austausch von Wissen, Waren und Dienstleistungen und manchmal findet man im Netz sogar einen vollkommen neuen Ansatz, das bisherige Handeln zu verändern. Zudem geht das Surfen viel schneller, als jedesmal in den Flieger zu steigen und JWD Gesprächskreise zu treffen.

Also: Wo ist das Problem?

Als Tourist unterliege im Ausland den örtlichen Gesetzen. Als Surfer bleibe ich auch auf Hawai immer unter den Fittichen des Deutschen Staates. Was hier verboten ist, bleibt im Netz verboten.

Das einfach gut wenn es um Kinderpornos, Volksverhetzung, Kundenabzocke und ähnlich böses Zeug geht. Es ist viel komplizierter, wenn ich mich im Web2.0 den in der Regel fremdländischen Plattformen anschließe und mit diesen interagiere. mehr lesen …

16 und Konsequenzen

Nachwuchs - Sternschnuppe

Nachwuchs - Sternschnuppe

Kommt nur mir das so vor, oder wird diese Affäre vergleichsweise nüchtern behandelt?

Das fällt mir nur auf, weil das Thema heute abend in der Kneipe von den Männern am Tresen ganz unaufgeregt aber schön wiederkäut wurde. Welches Thema? Na nun aber! Ich sage nur Schleswig Holstein.

 

Am 14. August 2011 trat Boetticher zunächst als Vorsitzender der schleswig-holsteinischen CDU und Spitzenkandidat der Partei für die Landtagswahl im Mai 2012 wegen einer früheren Beziehung[9] zu einer damals 16-jährigen Schülerin[10] zurück, mit der er im Frühjahr 2010 bis zur Trennung im Mai „zusammen gewesen“ sei.[1][11] Mit Erklärung vom 15. August legte er auch den Fraktionsvorsitz der CDU im Kieler Landtag nieder;[1] sein Landtagsmandat wolle er weiter ausüben.[6]

Wikipedia

Das Land zwischen den Meeren hat (für die vergleichsweise überschaubare Menge an Bewohnern) eine vergleichsweise hohe Skandalpolitikerdichte. Ob sie in der Wanne enden oder als Verteidigungsminsiter an Waffendeals scheitern, dumme Erinnerungspannen im Untersuchungsausschuß unterliefen oder ob sie schlicht über die fehlende Altersangabe in Facebook-Profile stolpern sei dahin gestellt – im Norden gehört der Skandal mit wohl dazu.

Mir ist es inzwischen Wurst – der Mensch gewöhnt sich an alles. Und ich bin mit dieser Ansicht offenbar nicht allein!

Obwohl: Nee, 16 geht nun wirklich nicht!

Sicher ist: Als Vater des Mädchens hätte ich schon vor Jahren ein ernstes Problem mit der Staatsanwaltschaft gehabt – die hätte wegen Mordes mit besonderer Heimtücke gegen mich ermittelt.

KK-Antrag gestellt

So liebe 1und1er. Es ist genug, Schluss und gut! Ich habe die Nase voll von Euren Diensten und wechsel den Anbieter. Der Tropfen, der das Fass zum überlaufen brachte ist die Tatsache, dass ich keine Bilder mehr auf meine inzwischen vier Domains hochladen kann, ohne mit meiner aktuellen WordPress-Version einen Haufen krypitscher Fehlermeldungen zu produzieren.
Ich habe weder Lust, mich auf Eure kostenpflichtigen Telefonnummern einzulassen noch mir stundenlang englische Fachforen einzuverleiben.
Dafür, dass Ihr in Euren Standartpaketen die Zahl der Datenbanken und Domains so runtergeschraubt habt, dass ich Zug um Zug immer mehr zahlen und den Überblick über meine Kosten verliere, habe ich Euch immer verflucht – aber nun ist es bald vorbei.
Es war nicht immer schlimm, aber selten schön mit Euch.

An die Arbeit!

Das Zauberwort heißt Routine. Dressur. Gewöhnung. So wie Jahrhunderte zuvor unsere Vorfahren mit Drohungen, zuweilen mit brutalsten Mitteln zur regelmäßigen Lohnarbeit abgerichtet wurden, werden Mitglieder der Arbeitsgesellschaft – vom Kindergarten an – mit einer regelrechten Gehirnwäsche dazu erzogen, dass nur der, der angemessen lohnarbeitet, ein ehrenwertes Mitglied der Gesellschaft ist. Dazu kommt ein Sozialsystem, das sich nur durch den – immer kleiner werdenden – Anteil an vollerwerbsfähigen Einzahlern finanzieren will. Aus dem kulturellen Zwang ist längst ein “stahlhartes Gehäuse” geworden, wie Max Weber das nannte. Ein Entrinnen gibt es nicht durch Leiden und harte Arbeit, sondern durch etwas Nachdenken.

via brand eins Online: “An die Arbeit” – brand eins 09/2009 – SCHWERPUNKT: ARBEIT.

Passt doch: Heute wurde von wohlwollender Seite behauptet, mir würde die Arbeit im Vorderhaus Spass machen – das hat mich echt irritiert. Drum erstmal was zum Thema Arbeit aus der Brand-Ein.
Lesen war mir zu anstrendend. Den Text gibt es für kleines Geld als Höhrbuch. Audible bietet auf der eigenen Seite die Brand Eins Beiträge des von mir geschätzten Wolf Lotter übrigens in besser Quältität als iTunes, was mich sehr frustet. ;)

Veto!

Heute sollte unsere Therme angeklemmt (- sorry: moniert!) werden. Ein Aunruf beim Hersteller ergab, dass das Abgasrohr durch einen Bogen rechnerisch viel zu lang für das Gerät wird.
Da schreitet der Schornsteinfeger ein – ist sein Job – und sagt laut “Veto!”
Nun hänge ich einen Tag im Rückstand und meine Firma ist so nett mir morgen einen Tag Urlaub zu geben. Das nenne ich mal Urlaub. Die wesentliche ToDo sind abgearbeitet aber wie immer sind die letzten Ecke die schwierigsten. Am Ende muss eben alles zusammenpassen. Das gestaltet sich für den ambitionierten Amateur immer etwas schwieriger als für den gelernten. ;)

20110725-224612.jpg

20110725-224627.jpg

20110725-224638.jpg

Wasserdicht

Komisch ist das – während Facebook und Co sich langsam aber sicher in meinen Medienalltag geschlichen haben, Google+ noch etwas Zeit von meinem Onlinebudget abfressen will (und das erfolgreich), kommt mir gerade wieder der Vorteil meines Wespennestes unter die Finger: Ich kann meine Höhen und Tiefen als Bauherr erneut durchleben.
Was beim Badezimmer meiner Schwiegermutter noch dokumentiert ist, verschwindet bei Mark Zuckerberg im Nirvana der Belanglosigkeiten meiner Timeline. Dort könnte es zwar für alle Bösewichte dauerhaft lesbar sein, mir verschliesst sich diese Historie leider völlig. Aber das liegt wohl an meinen mangelnden Kenntnissen – mea culpa sozusagen.
Heute jedenfalls war wieder einer dieser Badezimmer-sucks-Tage wie schon so oft danach wieder. Heute aber, wie schon gestern mache ich daraus ein Wespennest-Thema, weil ich finde, dass mein Privatleben mich eben auch etwas angeht und ich es hier wenigstens wiederfinde – falls es mich noch einmal in die Untiefen ungeliebter Wochenendarbeit eintauchen möchte.

20110724-114940.jpg

Heute fertig gemacht: Den Badewannen-Teil mit Dachschräge, Estrich im Ecktoiletten-Bausatz, Flurtür-Einfassung. Offen: Heizungswandseite, Fensterfront mit Fensterrahmen und Einfassung, Schlafzimmertür-Einfassung, Decke.
Schlecht: Keine Ahnung, wann ich sonntags in der Garage mit der Kappsäge und im Haus mit dem Schlagbohrer abreiten darf. Gut: Ziel erreicht. Es bleibt die Angst davor, Morgen fertig werden zu müssen, um den Fliesenleger den Staffelstab übergeben zu können.

Das Kreuz…

Es ist ein Kreuz. Nicht, dass ich mich beschweren will aber diese Altbauten haben soviele Überraschungen hinter der Tapete, dass der schlaue Hausbesitzer sehr vorsichtig mit Renovierungsplanungen sein sollte.
Manchmal lässt es sich nicht vermeiden, aktiv zu werden und dann sind die örtlichen Nahversorger unentbehrlich. Ein Sack Zement am Sonnabend, 45 lfd Meter Schalbrett kurz vor Feierabend, etwas Isolierung und … was hab ich noch vergessen? Egal, ich komme Montag Abend und hole den Rest.
Sicherlich macht es viel Freude, an alten Häusern vorbei durch die Stadt zu schlendern – aber wenn aus einem offenen Fenster eine Stichsäge kreischt. glaubt mir: Dann denkt ein Bewohner “…es ist ei Kreuz”!

20110723-114417.jpg

Wenn schon denn schon, Frau Roth: BRD abschaffen

Die Oberbürgermeisterin von Frankfurt am Main, Petra Roth CDU, fordert eine Reform des Staatsaufbaus: “Die Struktur des Föderalismus in Deutschland mit 16 teuren Landesverwaltungen und acht Landesbanken ist veraltet und ineffizient”, sagte sie dem SPIEGEL. Die Bundesländer in der heutigen Form gehören ihrer Meinung nach abgeschafft.

viaOberbürgermeisterin Roth: “Wir brauchen keine Bundesländer in dieser Form” – SPIEGEL ONLINE – Nachrichten – Politik.

Schöne Vorstellung – lasst uns einfach eine Ebene kappen, spart Geld, Verwaltung und sorgt für Bürgernähe. Die Grenzen zum Zentralismus sind fließend. Dass ausgerechnet die Bundesländer dran glauben sollen, halte ich als liberal denkender Demokrat für falsch.

Als guter Europäer wäre es mir lieber, die Bundesrepublik würde die Selbstauflösung beschließen und die 16 Bundesländer als autonome, wenngleich vernetzte Staaten in die EU entlassen.

Das wäre radikal aber wahrscheinlich sinnvoller. Mein Heimatland könnte sich eine ständige Vertetung in Berlin komplett sparen, die in Brüssel hat es eh schon. Wenn schon sparen, dann “da oben”. Die “hier unten” grassierende Fusionitis geht mir als Wendländer ohnehin zu weit. Die Wege werden weiter, Bürgernähe sieht anders aus. Zudem: Bislang hat es nicht gebracht, von allen kleinen Einheiten immer weniger zu haben. Kennen wir im Wendland schon. 3 statt 5 Samtgemeinden haben kaum Kosten gespart und das Land hat nicht einen Pfennig dazu gezahlt. Demnächst wird noch der Landkreis wegrationalisiert, damit Hannover nicht soviel Last mit dem renitenten Osten hat. Spart zwar auch nix, macht aber Sinn aus zentraler Sicht.

Nein, dann doch lieber mal anders herum.

Außenpolitisch wäre das mal ein echter Schritt in Richtung entspannte EU.

Unsere kleinen Nachbarn im Westen, Süden, Osten und Norden hätten endlich keine Minderwertigkeitskomplexe und Fremdbestimmungsängste mehr, wenn die Deutschen im vielstimmigen Chors statt mit dem Heldentenor auftreten, Frankreich und Italien könnten sehen wie weit sie mit ihren Zentralismus-Modellen in Zukunft noch kommen.

Und auch strukturpolitisch wäre das ein Befreiungsschlag:

Der Soli wäre eine Sache der EU (die Ostländer dürften wegen der offensichtlichen Wettbewerbsprobleme bezüglich der EU-Subventionen endlich zu Polen und der Tschechei aufschließen) und Nordrhein-Westfalen bleiben so wichtig wie die Belgier: Sie teilen sich die Herausforderung des Strukturwandels der Region. Die Bayern bekommen endlich ihren Freistaat, das Saarland könnte sich hin und her entscheiden und Radio Bremen überlebt auf die Weise vielleicht auch. Wenn es sinnvoll ist, können sich die deutschen Länder einige Institutionen erhalten in denen gemeinsame Sache gemacht wird: Verteidigung, fällt mir da ein. Für den nötigen Grundton in allen anderen Belangen kann Brüssel sorgen – was ja eh schon der Fall ist.

Was die Pluralität im Bildungswesen angeht wäre es vielleicht sowieso sinnvoller, wenn sich Brandenburg mit McPomm, Berlin und Polen harmonisiert als mit Baden-Württenberg, dem Saarland und NRW.

Selbst tagesaktuell hätte das seinen Charme: Der Schäuble hätte in Sachen Griechenland endlich nix mehr zu sagen – außer in Baden-Württenberg und das wäre gut so. Der Rüttgen könnte gleich nach Düsseldorf gehen und den Dialog um Gorleben führen wir dann direkt mit McAllister und … , sagen wir mal Sander.

Spaß beiseite. Mit wem wir über Gorleben reden steht auf einem anderen Blatt, aber:

Mag sein, dass das für einige Länder teuer wird – den Demokraten in mir ängstigt diese Vorstellung aber weniger als die Überlegung der eingangs erwähnten Bürgermeisterin einer Mainmetropole.

Grünen-Politiker Boris Palmer: “Manchmal ist Repression angesagt”

Wenn mir jemand sagt, ich kann nachts nicht schlafen wegen dieser Grölerei, dann kann ich ihn nicht auf die Unzulänglichkeiten von Hartz IV verweisen.

via Grünen-Politiker Boris Palmer: “Manchmal ist Repression angesagt” | Politik | ZEIT ONLINE.

Wo er die Wahrheit ausspricht, will ich ihm gerne zustimmen.

Es ist ein Kreuz mit diesen Parteiflügeln, denen man nicht selbst angehört. ;-)