Lieber guter Freund – mal was zum Spam

Gute Freunde habe ich

auch, damit sie diskret auf Fehler aufmerksam machen, die ich gleich begehen werde. Das setzt natürlich voraus, dass sie vorher wissen, was ich als nächstes tue. Aber genau das unterscheidet den Freund – also den normalen – von dem guten Freund: Der Freund kann sich wundern, der gute Freund kann mich warnen.

Bevor Du eine Dummheit begehst

Wenn Du gedenkst,  meine Email-Adresse in das “An”-Formularfeld einer Email zu kopieren – lass es!
(Natürlich nur dann, wenn 15 andere Email-Adressen vor meiner stehen und noch 42 weitere folgen werden.)

Ein Hinweis in Sachen persönlicher Datenschutz unter Freunden: Kettenemail werden über das “BCC” addressiert, nicht über CC, nicht über “An”.

In “An” kannst Du Deine Adresse schreiben, wenn Dein Email-Programm unbedingt eine Adresse darin haben möchte.

Nicht ohne Grund

Die anderen Freunde von Dir möchten meine Email-Adresse gar nicht wissen und deren Freunde auch nicht.

Sei sicher: Sowohl Deine, wie auch deren Freunde werden meine Email-Adresse erfahren. Dann nämlich, wenn der wahnsinnig wichtige Inhalt Deiner Email an mich (und die anderen 57 Freunde von Dir) nur von einem Einzigen einmal weitergeleitet wird. An – sagen wir mal … ach was soll, interessiert ja eh keinen – ist ja nur ein Kettenbrief.

(BTW: Ich habe 20 Google Wave-Testzugänge für die experimentierfreudigen und eingeweihten Freunde unter Euch. Einfach ne kurze Mail oder nen Kommentar – ich brauche Eure Emailadresse … *buahaha)

Ich mach mal Pause


Lieber Leser, liebe Leserin.

Ich kenne Dich höchstwahrscheinlich nicht und mit noch größerer Wahrscheinlichkeit liest Du das hier viel zu spät.

Wenn Du erst seit kurzem mitliest, tja – schade.

Ich mach mal ne Pause. Den Kerkeling sozusagen. Zumindest hier, auf YouTube, auf Twitter und wo ich sonst noch mein Unwesen getrieben habe. Drum bitte nicht böse sein wenn ich nicht so schnell antworte, falls Dir noch noch die eine oder andere Frage einfällt.

Wer mich kennt, wird mich erreichen …

Und; danke für den Fisch!

Ihr habt die Wahl

“Wählen gehen” ist schnell gesagt. Aber wen? Wer sich von Wahlplakaten oder Elefantenrunden nicht angesprochen fühlt, kann im Netz so manch erhellende Information finden. Das beginnt selbstverständlich bei den derzeitigen Bashing-Größen wie der Supermami der CDU, endet aber auch nicht vor der großen Haustür der Piratenpartei.

Für alle (meine Leser), die jetzt so überhaupt nicht mitbekommen, was da derzeit geschieht, hat der elektrische Reporter eine eigene Folge zum Thema “Wahlkampf und Web” gemacht. Mein Tipp: Das Video unbedingt ansehen – hier auf der Wespe oder direkt bei Sixtus.


Elektrischer Reporter – Web-Wahlkampf: an der Graswurzel

Fake-Account oder: Wenn ich tu als wären wir Du

Twitter ist doof. 140 Zeichen Binsenweisheiten oder Linktipps, viele davon nur kryptische Zeichenfolgen. Zeitverschwendung, der absolut schnellste Zünder für mediale Erdbeben. So geschehen bei der Wahlberichterstattung am vergangenen Wochenende.

zapp das medienmagazin bei TwitterIch für meinen Teil genieße im Augenblick diese herrlich, unterhaltsame Mischung aus Information, Themenseismograf oder als reine Unterhaltung. Was ist wichtig, was ist lustig, was ist erschütternd oder was trivial? Diese Entscheidung nimmt mir bei Twitter niemand ab. Selbstdenken erlaubt. Nimmt mir kein Roboter, kein Filter, kein Stoppschild ab. Auch keine Redaktion.

Überhaupt die “alten Medien” – sie haben keinen selbstverständlichen Zugang zu Twitter- genausowenig wie der Feuerwehrhauptmann der Freiwilligen Feuerwehr in Vasenthien. Auch nicht die Medienspezialisten in den Medien sind nicht immer überall versiert und dabei.

So geschehen gestern.
Ich weiß gar nicht, wer da wem zuerst folgte – irgendwann hatte ich das Medienmagazin @ZappMM in meiner Leser-Liste (darin ist jeder sichtbar, der sich meine Meldungen ansehen will, könnte, wollte). Und weil mich Medien ja nun mal interessieren, habe ich mich in deren Leser-Liste eingetragen.

Und dann kommt heraus, dass @ZappMM gar nix mit dem Medienmagazin des NDR zu tun hat.

Schade eigentlich, denn wer immer hinter dem Account stand, hat gute Arbeit geleistet. Innerhalb von einem Tag hat er 47 Mitteilungen verschickt, mehr als 70 Leser gewonnen, (das obwohl er selbst nur 165 Leuten auf die Zeilen schaut) und sich (nach eigener Auskunft) inzwischen beim NDR gemeldet und steht in Verhandlung, den Account an das (echte) Magazin abzugeben. Inzwischen wurde das Logo durch eine Art Transparent ersetzt und damit wird die ganze Angelegenheit so richtig herzhaft :-)

Gut oder Böse? Ein wunderbares Beispiel für die spannenden Veränderungen in der Gesellschaft. Was war das jetzt? Der Freundschaftsdienst eines treuen Zuschauers, vielleicht sogar ein Service und damit ein Geschäftsmodell in Sachen Kommunikationsdienstleistung, eine Art Produktpiraterie oder: triviales Geschnatter?

Ich weiß es noch nicht – was meinen wohl meine Leser? Ach ja: Twitter ausprobieren ist ganz leicht!
www.twitter.com in den Browser eingeben, Email-Adresse eingeben, Nutzernamen ausdenken, anmelden und ausprobieren.
Mein Twittername ist übrigens @DieWespe

Hamburg wird meine Stadt

Nein, ich habe nicht vor umzuziehen. Nein, ich habe mein Herz auch nicht ans Tor zur großen, weiten Welt verloren. Ich bleibe im Wendland.
Und doch steigt Hamburg in meiner Wertschätzung als Konsument ungemein. Der Grund ist ebenso einfach wie dekadent: Am 28 29.August öffnet in Hamburg der zweite deutsche Apple-Store.
Ein Laden in dem die hübschen Rechner wie in einer Boutique präsentiert werden und nicht wie im Supermarkt. Immerhin gebe ich nicht immer drei- oder vierstellige Beträge für Konsumgüter aus.
Außerdem fühle ich mich als Kunde eigentlich erst ernst genommen, wenn sich Fachpersonal durch Fachkompetenz auszeichnet und nicht ausschließlich durch die Fähigkeit, mir den Standort eines bestimmten Gerätes in der Regal-Reihe zu nennen.
Jedenfalls freue ich mich gewaltig und suche nach einem freien Wochentag in meinem Terminkalender :-)

Eine bittere Pille muss trotzdem geschluckt werden: Wenn schon Hamburg, dann doch nicht unbedingt Poppenbüttel, oder?

Riesen haben ihren Arsch nicht vorne!

Darf man lügen? Und ab wann ist das bloße Weglassen von Wahrheit schon Lüge? Diese Fragen kann und muss jeder für sich beantworten. Wer absolut keine Ahnung hat, kann sich gerne Hilfe vom Herrn Pastor holen. Die Kirche hat (idealerweise) 2000 Jahre Erfahrung mit der Deutungshoheit.

Mir soll niemand erzählen, er oder sie würde immer und dauernd die Wahrheit sagen.

Peter Stiegnitz weiß (danke, Carina) es genau . Der gebürtige Österreicher behauptet, der Mensch lüge im Schnitt 200 Mal am Tag. Eine Zahl, die regelmäßig wieder als Sau durch das Dorf der verfallenen Moral getrieben wird (siehe auch 2001, 2003 oder 2004) . Es ist nur konsequent, dass ich der Zahl per se misstraue. Hätten Lügenforscher nur zwei Tage an dieser These gearbeitet, hätten sie 400 Gelegenheiten zum Aufpeppen der Idee verpassen müssen.

Lügen macht manchmal Sinn
Wer sich mit der Lüge etwas intensiver beschäftigt, gesteht ihr doch immerhin eine gewisse Zweckmäßigkeit zu: So manches gemachte Kompliment dürfte nicht so gemeint gewesen sein und führt doch niemandem direkten Schaden zu. Diese kleine Lüge erleichtert aber das Zusammenleben in einer Welt, die unfreundlich und kompliziert genug zu sein scheint.

Trotzdem: Die Menschheit besteht aber nicht nur aus Lügnern, sie besteht auch aus Belogenen.

Werber kommen in die Hölle
Und die Werbung? Ist sie nicht geradezu zur Lüge verpflichtet?

Nun ja. Eigentlich wäre es ja schön, wenn Werber und ihre Agenturen nicht zur Lüge greifen. Aber das ist eine Frage der Auslegung und des Kundenwunsches. Wobei mit Kunde in diesem Fall nicht der belogene Endverbraucher sondern der Auftraggeber gemeint ist.

Natürlich möchte der Werbekunde gut aussehen. Natürlich darf er sich und sein Produkt in der Werbung mit seiner Schokoladenseiten präsentieren. Das ist der Zweck von Werbung. Wer bezahlt, bestimmt was gespielt wird. Aber wenn der nette weiße Riese einen Fleck auf der Bluse hat, dann sollte er eben erst einmal einen Waschgang einlegen bevor er sich wieder unter die Leute traut.

RWE und sein Riesenproblem

Das ehemalige Rheinisch-Westfälisches Elektrizitätswerk (seit 1990 kurz und knackig RWE) ist in seinem neuesten Imagefilmchen ein solcher großer Riese. Ein aufmerksamer Beobachter wundert sich zwar, warum der nette Dicke seinen Arsch dort trägt, wo normalerweise der kleine Freund sein sollte – aber dieser Riese ist wirklich zu freundlich:

Der strabatzt durch Hobbingen und baut überall Wind- und Gezeitenkraftwerke, lässt die Kohle wie Puderzucker auf Fließbänder rieseln und legt ansonsten Rollrasen aus und pflanzt mit Vorliebe Bäumchen. Alles schön knubbelig und niedlich – geeignet, die nächsten Juniortüten bei McDonalds zu bereichern.

Dumm nur, wenn ein so schicker Werbespot wie jener von RWE als wirklich plumpe Schleimerei um Kundengunst geoutet wird: Kaum ist der Film veröffentlicht, kursiert auf YouTube eine andere, ehrlichere Version und findet über Twitter etliche Zuschauer. Mehr noch: Greepeace ruft zu einer Kampagne auf und es ist wirklich spannend, was sich in den nächsten Tage diesbezüglich noch entwickeln wird.

Die mit Untertiteln versehene Fassung, beschwert sich über eine beispiellose Kundenverarsche. Meiner Meinung nach zu recht: Immerhin haben die Stromkunden mit ihren Rechnungen diese schöne Animation von dem Riesen mit dem Arsch im Schritt bezahlt.

Egal. Solange dieses YouTube-Video kursiert, möchte ich Euch den Spot nur wärmstens ans Herz legen :-)

Schönes Leben noch, und: Beim Schwindeln nicht erwischen lassen!

PS: Es könnte übrigens sehr gut sein dass RWE versucht, jene entlarvende Variante ihres Spots von YouTube löschen zu lassen. (Das Urheberrecht dürfte ausreichen). In unserem Staate ist es Riesen zwar erlaubt seine Kunden zu bescheißen aber eben nicht jedem, in der Scheiße zu wühlen und zu zeigen, woher dieser unendliche Gestank eigentlich kommt.

Online via iPhone

Es hat geklappt. Dies ist der erste Post, der nicht über WLAN sondern über das Tethering vom iPhone verschickt wird.

Danke an Claas Lange aus Lüchow für den Tipp. http://help.benm.at – Ich musste die Seite nur aufrufen, den “alten Telekom-Vertrag” auswählen und schwubbs, klappt auch mit dem iPhone, was andere Handys schon immer konnten – dem Laptop eine Internet-Verbindung zur Verfügung stellen :-)

Freiheit für die Kommentare

Es ist schon ein Kreuz mit dem Wunsch nach Kontrolle.

Bisher habe ich die Kommentare hier im Wespennest erst freigeschaltet, bevor sie veröffentlicht wurden. Aber hey was soll: Danke für’s Mitmachen und darum ab sofort mit Vertrauensvorschuß und ohne Vorabkontrolle.

Ich hoffe heimlich, hier nicht die Spam-Days zu öffnen. Die neuesten Kommentare zu den aktuellen Themen gibt es unter der Überschrift

Neueste Kommentare in der rechten Leiste.

Sollte mir was Böses durch die Lappen gegangen sein, bitte danke für’s melden.

Digitale Nachbarn. Hinsehen oder Ignorieren?

Auch auf die Gefahr hin, dass ich mit diesem Post wieder einige Leser erschrecke und vor allem die schwangeren Blondinen überfordere – zur Zeit ist ein sehr spannender Prozess zu beobachten:

Es geht um Einflußnahme auf politische und gesellschaftliche Prozesse. Weltweit passiert da derzeit Bemerkenswertes. Es betrifft uns, weil es in der virtuellen Welt direkte Nachbarn sind, die sich dabei hervortun. mehr lesen …

WordPress 2.8 update verträgt sich nicht mit Podpress

Tja, wie die Überschrift schon sagt: Nachdem ich heute von WordPress daran erinnert wurde, dass es eine neue Version gibt (2.8) habe ich sicherheitshalber Kinderwirtschaft.net zuerst aktualisiert. Immerhin wurde bei Twitter von diversen Problemen mit komplexen Plugins berichtet.

Auf Kinderwirtschaft liegt unser akustischer KLP-Reiseführer, den Jens und ich in einer ersten Beta-Fassung mal aufgenommen haben. Der Podcast wird mittels Podpress verwaltet. Podpress ist ein Plugin, welches WordPress-Blogs gerne für Audio-Beiträge verwenden. Das Plugin ist recht komfortabel und war, als ich mit den Podcasten angefangen habe das einzige, mir bekannte Plugin für diese Zwecke. Podpress verträgt sich dummerweise überhaupt nicht mit der neuen WordPress-Version. Dem Betrachter fällt das nicht weiter auf, wohl aber dem Admin, der die nächsten Beiträge einstellen möchte. 

Sobald der sich nämlich einloggen möchte, erhält er eine fette Fehlermeldung: Server-Error 500. Tja. 

Lösung: 

Ich habe das Plugin-Verzeichnis mittels Cyberduck einfach kurzfristig umbenannt und mich erneut ins Backend eingeloggt. Funktioniert auch prima, abgesehen davon, dass natürlich alle Plugins abgeschaltet sind. Weil Kinderwirtschaft.net nicht mit wirklich vielen Erweiterungen daherkommt, fällt es nur bei Podpress ins Gewicht.

Email küsst socialmedia – google wave

Auch wenn das erst der Anfang einer Entwicklung sein wird: Es ist höchste Zeit, sich mit Medienkompentenz noch einmal intensiver auseinander zu setzen. Spannend sind Fragen um

A) Datenschutz
B) Politik vs. Wirtschaft
C) Politik-Kommunikation
D) Medien
E) Werbewirtschaft
F) Opensource
H) DigitalGap

usw. usw.

Mir dreht sich im Augenblick etwas der Kopf. Denn auch in Sachen

AA) Marketing, PR

ist das ein wichtiger Meilenstein:Google hat von den Apple-Events abgeschaut und eine eigene Note eingeführt: Beta ist cool – die Idee zählt.

Betrifft, betroffen, betrieft – Wirtschaftsminister ohne Hintergrund?

betroffenEines bringt der Job als Wirtschaftsminister zwingend mit sich: Komplexe Sachverhalte müssen schnell erkannt und bewertet, richtige Entscheidungen getroffen, um anschließend vor laufenden Kameras publikumswirksam verkauft zu werden.

Ordentliche Figur?
Nun stand Wirtschaftsminister Karl Theodor zu Guttenberg bis vor kurzem nicht im öffentlichen Verdacht, sich zu Dingen zu äußern von denen er absolut keine Ahnung hat. (obwohl…) Immerhin: Er trifft sich mit Autobossen und Bankern, verhandelt Standpunkte und – last not least – sonnt sich im Scheinwerferlicht der Kameras.

Bis Freitag. Da wurde er in Sachen Internet befragt.
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Lebenslang + 70 Jahre – Urheberrecht vs Entwicklung

Urheberrecht – was für ein Wort. Es ist eines der schwierigsten juristischen Gebiete, betrifft gleichzeitig jeden kulturell interessierten Menschen und ist, gelinde gesagt, dringend überholungsbedürftig.

Copyright und Internet stehen sich scheinbar im Weg. Die Interessen klaffen auseinander, mächtige Konzerne und arglose Nutzer geraten in die Mühlen einer Politik des kleinsten gemeinsamen Nenners. Das Internet ist dabei weniger der Auslöser, als vielmehr nur ein Katalysator an dem lange aufgeschobene Aufgaben offensichtlich werden. Jedes kreative Werk ist geschützt: Lebenslang plus 70 Jahre.

Warum diese Regelung eine Entwicklung in Kultur und auch in der Wissenschaft behindert?

Eine unwahrscheinlich inspirierende Analyse von James Boyle, vorgetragen in der Royal Society for the encouragement of Arts, Manufactures, and Commerce.

Leider in englisch aber unbedingt sehenswert!