Scheiß auf CD – braucht kein Mensch und trotzdem: An mein Ohr kommen auf der Fahrt zur Arbeit nur Hörbücher oder gute Podcasts.
Seit kurzem gibt es die 13.Folge vom Soziopod, den ich hier ausdrücklich allen audiophilen Eltern, Fast-Eltern, Kindern und Jugendlichen mit einer Stunde Zeit ans Herz lege:
In der neuen Ausgabe des anstrengendsten Podcasts Deutschlands sprechen Herr Breitenbach und Doktor Köbel über “Die Jugend und die Pubertät”. Was sind die Phasen der Kindheitsentwicklung? Was macht Pubertät aus, wozu ist sie da? Wie können Eltern und Lehrer damit umgehen?
Ich glaube, ich trenne mich demnächst von meinem MacBook. Es hat mir gute Dienste geleistet aber erfüllt einfach nicht mehr die Ansprüche, die ich heute an mein Notebook habe.
Laufzeit vier Stunden? Reicht mir nicht mehr!
Intel Grafik? Reicht mir nicht mehr!
Zwei Kilo? Ich bin alt und schwach!
Außerdem reizen mich einige Features, die sich am Software-Horizont abzeichnen und die mein MacBook nicht mehr unterstützen wird.
Junge Filmer haben es schwer. Die Mühlen der Branche malen langsam und längst nicht jedes Nugget schafft es in die Kinos.
Ich frage mich, welche Rolle Online-Portale in den Filmschulen und den Köpfen der Beteilgten spielen? Kino und Internet haben ihren Frieden ja noch nicht geschlossen. Vielmehr wird das Netz seitens der etablierten Markteilnehmer in der Regel als nervige Konkurrenz gesehen. Die Diskussionen sind endlos und für den aufgeklärten Netznutzer fast täglich im Blick. Jedenfalls sind die Video-Plattformen da und sie entwickeln Profil.
Bei Vimeo zum Beispiel nimmt man sich vor allem den Young Professionals an. Aktuell werben die einem Festival, celebriert im Netz und in NewYork (if you can make it there), einem üppigen Preisgeld und einer wirklich eindruckvollen Juri setzt sich das Video-Online-Portal von YouTube angehm ab.
Während YouTube das RTL der Netzvideo ist (Unterhaltung, Blockbuster, News und mehr), kommt mir Vimeo eher wie die netzgewordene Arte-Plattform vor. Anspruchsvolle Animationen, HD-Versuche und -Entwicklungen, Inhalte und Machart sind wesentlich profunder, was auch daran liegt, dass das Team hinter Vimeo eine bessere “was uns gefällt”-Sparte betreibt und damit deren “Vision” eines guten Filmes promient fördert und unausgesprochen einfordert.
Nach der Registrierung mit Email und Passwort geht es immer los. Während YouTube mich fast nötigt, selbst aktiv zu werden, läßt mich Vimeo an den Ergebnissen derer teilhaben, die von Video definitiv mehr Ahnung haben als ich selbst (vor allem die bessere Ausrüstung )
Großartige Projekte wie dieser Kurzfilm tauchen dabei auf meiner Startseite auf.
RTL und Arte? Natürlich hinken die Vergleiche, aber wer noch überhaupt keine Erfahrung mit YouTube oder ähnlichen Portalen hat, kann sich so wenigstens ein Bild machen.
Alle, die selbst mit Video verhaftet sind, können sich übrigens derzeit für das Festival mit ihrem Beitrag bewerben – Opportunity statt Bedrohung. Denn Ehre sei, wem Ehre gebührt.
Was für Grafiker und Tontechniker. Großartige Kombination, wenn es eine Geschichte zu erzählen gibt.
Btw. Was macht eigentlich der Prof Jagschitz, der seinerzeit in Krems für die Erzählte Geschichte zuständig war?
Ich bin – ganz anders als viele meiner Bekannten – doch immer noch sehr dankbar, dass es das öffentlich rechtliche Fernsehen gibt. Denn anders als viele meiner Bekannten genieße ich auch die großartigen Dokumentationen, die auf ARD und ZDF (und natürlich den digitalen Derivaten) laufen.
Aber dass ich einen Fernsehtipp im Wespennest abgebe, ist doch eher selten.
Also: Unbedingt in der ARD-Mediathek ansehen, bevor die Sendung wieder vom Server genommen wird – Schabowskis Zettel,
24 Stunden, die die Welt veränderten: Am 9. November 1989 verlas Günter Schabowski, Mitglied und Sprecher des Politbüros des Zentralkomitees der SED, auf einer live im DDR-Fernsehen übertragenen Pressekonferenz die neue Reiseregelung der DDR. Sie war von hohen Offizieren des Innenministeriums und der Staatssicherheit erarbeitet worden. Entgegen den Vorgaben der politischen Führung hatten die Verfasser die Möglichkeit einer unbürokratischen Aus- und Wiedereinreise in das Papier geschrieben. Dennoch passierte die Reiseregelung unbeanstandet das Zentralkomitee. Egon Krenz persönlich drückte Günter Schabowski den Zettel für die Pressekonferenz in die Hand.
Den Machern dieser Doku ist es gelungen, ein Stück Deutschland sehr schön aufzubereiten. Sie machen diesen Zettel von Schabowski zum rote Faden, der mal oben und mal unten, hin und zurück zum Stoff gewebt wird, den Helmut Kohl wesentlich später als Mantel der Geschichte sah. Autoren und Redaktion der ARD (wenn ich das richtig nachvollziehe unter Federführung des NDR) beweisen mit dieser Arbeit, dass gutes Handwerk und jede Menge Fleiß auch im Journalismus zu exzellenten Ergebnissen führt. Großartig – danke schön! Mein Wunsch: Lasst so einen Beitrag dauerhaft im Netz. Er wäre es wert.
Romantik gibt es überall. Auch wo man sie nicht vermutet, auf dem Herrenklo zum Beispiel. Davon zumindest handelt dieser rührend romantische Zeichentrick.
Toll gemacht! Gefunden bei fudder.
Ich kenne Dich höchstwahrscheinlich nicht und mit noch größerer Wahrscheinlichkeit liest Du das hier viel zu spät.
Wenn Du erst seit kurzem mitliest, tja – schade.
Ich mach mal ne Pause. Den Kerkeling sozusagen. Zumindest hier, auf YouTube, auf Twitter und wo ich sonst noch mein Unwesen getrieben habe. Drum bitte nicht böse sein wenn ich nicht so schnell antworte, falls Dir noch noch die eine oder andere Frage einfällt.
Darf man lügen? Und ab wann ist das bloße Weglassen von Wahrheit schon Lüge? Diese Fragen kann und muss jeder für sich beantworten. Wer absolut keine Ahnung hat, kann sich gerne Hilfe vom Herrn Pastor holen. Die Kirche hat (idealerweise) 2000 Jahre Erfahrung mit der Deutungshoheit.
Mir soll niemand erzählen, er oder sie würde immer und dauernd die Wahrheit sagen.
Peter Stiegnitz weiß (danke, Carina) es genau . Der gebürtige Österreicher behauptet, der Mensch lüge im Schnitt 200 Mal am Tag. Eine Zahl, die regelmäßig wieder als Sau durch das Dorf der verfallenen Moral getrieben wird (siehe auch 2001, 2003 oder 2004) . Es ist nur konsequent, dass ich der Zahl per se misstraue. Hätten Lügenforscher nur zwei Tage an dieser These gearbeitet, hätten sie 400 Gelegenheiten zum Aufpeppen der Idee verpassen müssen.
Lügen macht manchmal Sinn
Wer sich mit der Lüge etwas intensiver beschäftigt, gesteht ihr doch immerhin eine gewisse Zweckmäßigkeit zu: So manches gemachte Kompliment dürfte nicht so gemeint gewesen sein und führt doch niemandem direkten Schaden zu. Diese kleine Lüge erleichtert aber das Zusammenleben in einer Welt, die unfreundlich und kompliziert genug zu sein scheint.
Trotzdem: Die Menschheit besteht aber nicht nur aus Lügnern, sie besteht auch aus Belogenen.
Werber kommen in die Hölle
Und die Werbung? Ist sie nicht geradezu zur Lüge verpflichtet?
Nun ja. Eigentlich wäre es ja schön, wenn Werber und ihre Agenturen nicht zur Lüge greifen. Aber das ist eine Frage der Auslegung und des Kundenwunsches. Wobei mit Kunde in diesem Fall nicht der belogene Endverbraucher sondern der Auftraggeber gemeint ist.
Natürlich möchte der Werbekunde gut aussehen. Natürlich darf er sich und sein Produkt in der Werbung mit seiner Schokoladenseiten präsentieren. Das ist der Zweck von Werbung. Wer bezahlt, bestimmt was gespielt wird. Aber wenn der nette weiße Riese einen Fleck auf der Bluse hat, dann sollte er eben erst einmal einen Waschgang einlegen bevor er sich wieder unter die Leute traut.
RWE und sein Riesenproblem
Das ehemalige Rheinisch-Westfälisches Elektrizitätswerk (seit 1990 kurz und knackig RWE) ist in seinem neuesten Imagefilmchen ein solcher großer Riese. Ein aufmerksamer Beobachter wundert sich zwar, warum der nette Dicke seinen Arsch dort trägt, wo normalerweise der kleine Freund sein sollte – aber dieser Riese ist wirklich zu freundlich:
Der strabatzt durch Hobbingen und baut überall Wind- und Gezeitenkraftwerke, lässt die Kohle wie Puderzucker auf Fließbänder rieseln und legt ansonsten Rollrasen aus und pflanzt mit Vorliebe Bäumchen. Alles schön knubbelig und niedlich – geeignet, die nächsten Juniortüten bei McDonalds zu bereichern.
Dumm nur, wenn ein so schicker Werbespot wie jener von RWE als wirklich plumpe Schleimerei um Kundengunst geoutet wird: Kaum ist der Film veröffentlicht, kursiert auf YouTube eine andere, ehrlichere Version und findet über Twitter etliche Zuschauer. Mehr noch: Greepeace ruft zu einer Kampagne auf und es ist wirklich spannend, was sich in den nächsten Tage diesbezüglich noch entwickeln wird.
Die mit Untertiteln versehene Fassung, beschwert sich über eine beispiellose Kundenverarsche. Meiner Meinung nach zu recht: Immerhin haben die Stromkunden mit ihren Rechnungen diese schöne Animation von dem Riesen mit dem Arsch im Schritt bezahlt.
Egal. Solange dieses YouTube-Video kursiert, möchte ich Euch den Spot nur wärmstens ans Herz legen
Schönes Leben noch, und: Beim Schwindeln nicht erwischen lassen!
PS: Es könnte übrigens sehr gut sein dass RWE versucht, jene entlarvende Variante ihres Spots von YouTube löschen zu lassen. (Das Urheberrecht dürfte ausreichen). In unserem Staate ist es Riesen zwar erlaubt seine Kunden zu bescheißen aber eben nicht jedem, in der Scheiße zu wühlen und zu zeigen, woher dieser unendliche Gestank eigentlich kommt.
Einfach bis zum Ende ansehen! Die Moral von der Geschichte ist vielfältig:
Wenn Du Dich nackt vor die Webcam setzt, sei allein. Wenn Du Raucher bist, stehe zu Deiner Sucht und rauche im Sitzen. Wenn Dein Hund Gassi muss: Zieh Dich an und bewege Deinen Arsch auf die Piste!
Wer auf kleine Computer steht, der kauft sich ein MacBook Air oder einen Dell. Eine großartige Parodie auf eine großartige Werbekampagne . . . und tut gar nicht weh
Urheberrecht – was für ein Wort. Es ist eines der schwierigsten juristischen Gebiete, betrifft gleichzeitig jeden kulturell interessierten Menschen und ist, gelinde gesagt, dringend überholungsbedürftig.
Copyright und Internet stehen sich scheinbar im Weg. Die Interessen klaffen auseinander, mächtige Konzerne und arglose Nutzer geraten in die Mühlen einer Politik des kleinsten gemeinsamen Nenners. Das Internet ist dabei weniger der Auslöser, als vielmehr nur ein Katalysator an dem lange aufgeschobene Aufgaben offensichtlich werden. Jedes kreative Werk ist geschützt: Lebenslang plus 70 Jahre.
Warum diese Regelung eine Entwicklung in Kultur und auch in der Wissenschaft behindert?
Während sich die meisten meiner Bekannten noch immer den Kopf kratzen, wenn sie “twittern” hören, bin ich gerade noch einmal richtig auf den Geschmack gekommen und lasse erstmals tweetie auf meinem Mac laufen. (Ich überlege mir ernsthaft den käuflichen Erwerb und gehöre also zur wachsenden Zahl Menschen, die für das Benutzen von twitter sogar bereit ist, Geld zu bezahlen.)
Warum? Weil es mich eben schon interessiert dass mein lieber Freund in Kiel rechtzeitig ins Bett geht und ich an der geballten schlechten Laune von Bob meine wahre Freude empfinde, weil ich es gerne einfach habe und ich die Arbeit der Macher gerne honoriere.
Keine Ahnung wovon ich rede? Kommt da eher das Gefühl, dass ich langsam die Bodenhaftung verliere? Stimmt vielleicht! Ich glaube es aber eher nicht. Ich nutze mit Twitter etwas, was eben noch nicht alle verstanden haben. Wie bei der Einführung des Telefones, des Automobiles, der Computer, email und der Kaffeepad-Maschine ist es auch der 140-Zeichen-Nachricht auf twitter nicht gegeben, sofort allen Menschen sinnvoll und zweckdienlich zu erscheinen.
In diesem Zusammenhang ist mir dieses Video von Lutzland in den Sinn gekommen. Jean Pol Martin, Propagandist des Lernes mit neuen Medien, lässt sich darin über die Effektivität des twitter-Netzwerkes aus. Empfehlenswert für Personaler, Lehrer und Studenten ist übrigens die gesamte Serie des YouTubers Lutzland.
PS:
Auf dem iPhone nutze ich das Pendant von tweetie für Mac ja schon länger und es ist eines der ersten Programm, die ich für mein Handy sogar gekauft habe.
Irgendwann, vor langer Zeit – damals zu PC-Zeiten – hatte ich mir eine Webcam gekauft. Ein No-Name-Produkt wie man so schön sagt, was eigentlich Quatsch ist, denn natürlich hat das Teil einen Hersteller und der hat ihm einen Namen gegeben: Joy It. Und auf der Rückseite steht auch der Nachname: 320H.
Praktisch war das Teil, weil es neben 1.3 Megapixel-Auflösung auch noch mit LED-Unterstützung daher kam und damit für Aufnahmen in halb dunklen Büros gut geeignet war. Leider kam mir irgendwann die Treiber CD abhanden.
Das Problem: Der Hersteller dieser Cam bietet keine Unterstützung mehr. Im Netz findet man jede Menge Suchende aber keinen Link auf einen entsprechenden Treiber. Selbst auf der vermeintlichen Herstellersite gibt es nix. Dafür passt ein Treiber der Firma Sonix.
(Schon praktisch, wenn sich die Hersteller die gleichen Chipsätze teilen)
Weil es gestern auf der Fete von Katha zum Thema wurde, hier noch einmal der Link auf den Akustischen Reiseführer über die KLP09
Der Reiseführer ist gerade herausgekommen aber nicht jeder legt Geld an, um viel Kultur, kultige Menschen und niedliche Dörfer kennenzulernen. Mund-zu-Mund-Empfehlungen sind mindestens genauso wichtig. Und weil wir das wörtlich nehmen, bieten wir hier für Einsteiger und Alte Hasen einen Überblick über das was sie verpasst haben oder unserer Meinung nach nicht verpassen sollten. Eine Emfpehlung eben.
Ist es der Rythmus, die Harmonie oder der coole Text? Keine Ahnung was es letztendlich ist aber Peter Fox hat mit dem “Haus am See” einen – im wahrsten Sinne des Wortes – Hit gelandet.
Es war der reine Zufall, dass mir der Aldi-Prospekt gestern in die Hand fiel. Es war kein Zufall, dass ich bei diesem kleinen Camcorder zugreifen musste (…)
Erstes Schlucken, als eine CD für Windows aus der Verpackung fällt. Dann aber die Hoffnung, dass OSX das schon schaffen wird – immerhin verwendet der Medion Life P47002 (so der offizielle Name des Camcorder) AVI und nutzt das H.264 Format – dabei hat der Mac ja eigentlich kein Problem, zumal ich Großkotz mir irgendwann einmal QuicktimePro leistete.
Ernüchterung beim ersten Versuch, die Videos mit Qucktime abzuspielen. Der kurze Hinweis, dass weitere Komponenten bei Apple auf der Quicktime-Seite zum Download bereitstehen. Erleichterung, dass sich das Fenster in der richtigen Größe öffnet und die Timeline zu sehen ist. Endtäuschung, dass nur Ton aber kein Bild kommt.
VLC zeigt das Bild, lässt dafür den Ton aus – ist also auch keine Hilfe.
Dass iMovie den Dienst vollständig verweigert, überrascht mich nicht mehr. Aber die Frage steht im Raum: Geht das überhaupt? Quicktime erkennt den H264-Format in den Film-Informationen, erkennt Höhe und Breite und auch das Format des Tones (ADPCM) wird identifiziert.
Leider ist mein Hang zum Video eher rudimentär und es geht mir die Erfahrung ab. Aber vielleicht liest ja ein Berufener diese Zeilen und gibt mir Starthilfe. Innerhalb von fünf Tagen kann ich den Camcorder ohne Probleme bei Aldi wieder zurückgeben.
Wenn noch Informationen fehlen, bitte einfach ‘nen Kommentar geben und ich liefere prompt nach!
Ich freue mich über Feedback, Anregungen und Korrekturen.