Der KLP-Podcast
Der akustische Reiseführer durch die buntesten Seiten des Wendlands mit neuer Folge
Kategorie-Archiv: Audio&Video
Nachtigallen trollen
Da sitze ich um Mitternacht auf dem Balkon und rauche die letzte Zigarette des Tages.
Die Nachtigallen machen einen an Ruhestörung grenzenden Radau, den ich spasseshalber mit dem Handy aufnehme und den Singvögeln zurückschicke.
Das nennt man wohl Nachtigallen trollen.
Hör doch, was Du willst!
Mein Bekanntenkreis schwenkt langsam aber sicher auf Apple-Hardware um.
Die mobilen Endgeräte machen es auch hartnäckigen Windows-Nutzern relativ leicht, auf den Geschmack zu kommen. Wer einen Schritt weiter geht, steigt auf die Mac’s um und erkennt plötzlich, dass die Verbindung zwischen stationärer und mobiler Hardware auch reibungslos funktionieren kann. Mit diesem Beitrag möchte ich Euch ermutigen, einfach ein wenig auszuprobieren und vielleicht entdeckt Ihr dabei auch Dinge, an die Ihr bisher nicht denken wolltet.
Zum Beispiel in Sachen Musik. Weiterlesen
Hörenswert: Jugend im Soziopod
Scheiß auf CD – braucht kein Mensch und trotzdem: An mein Ohr kommen auf der Fahrt zur Arbeit nur Hörbücher oder gute Podcasts.
Seit kurzem gibt es die 13.Folge vom Soziopod, den ich hier ausdrücklich allen audiophilen Eltern, Fast-Eltern, Kindern und Jugendlichen mit einer Stunde Zeit ans Herz lege:
In der neuen Ausgabe des anstrengendsten Podcasts Deutschlands sprechen Herr Breitenbach und Doktor Köbel über “Die Jugend und die Pubertät”. Was sind die Phasen der Kindheitsentwicklung? Was macht Pubertät aus, wozu ist sie da? Wie können Eltern und Lehrer damit umgehen?
Es geht zu Ende
Ich glaube, ich trenne mich demnächst von meinem MacBook. Es hat mir gute Dienste geleistet aber erfüllt einfach nicht mehr die Ansprüche, die ich heute an mein Notebook habe.
Laufzeit vier Stunden? Reicht mir nicht mehr!
Intel Grafik? Reicht mir nicht mehr!
Zwei Kilo? Ich bin alt und schwach!
Außerdem reizen mich einige Features, die sich am Software-Horizont abzeichnen und die mein MacBook nicht mehr unterstützen wird.
… in liebevolle Hände abzugeben!
Es sollte eine goldene Zukunft werden – Ehrlich!
Jede Zeit hatte ihren Sündenfall.
Heute vor 60 Jahren wurde erstmals aus der Kernspaltung elektrische Energie gewonnen. Was war das für eine Euphorie.
Mit den Resten leben wir heute. Mal sehen, was unsere Enkel uns vorzuwerfen haben…
Filmspiele
Junge Filmer haben es schwer. Die Mühlen der Branche malen langsam und längst nicht jedes Nugget schafft es in die Kinos.
Ich frage mich, welche Rolle Online-Portale in den Filmschulen und den Köpfen der Beteilgten spielen? Kino und Internet haben ihren Frieden ja noch nicht geschlossen. Vielmehr wird das Netz seitens der etablierten Markteilnehmer in der Regel als nervige Konkurrenz gesehen. Die Diskussionen sind endlos und für den aufgeklärten Netznutzer fast täglich im Blick. Jedenfalls sind die Video-Plattformen da und sie entwickeln Profil.
Bei Vimeo zum Beispiel nimmt man sich vor allem den Young Professionals an. Aktuell werben die einem Festival, celebriert im Netz und in NewYork (if you can make it there), einem üppigen Preisgeld und einer wirklich eindruckvollen Juri setzt sich das Video-Online-Portal von YouTube angehm ab.
Während YouTube das RTL der Netzvideo ist (Unterhaltung, Blockbuster, News und mehr), kommt mir Vimeo eher wie die netzgewordene Arte-Plattform vor. Anspruchsvolle Animationen, HD-Versuche und -Entwicklungen, Inhalte und Machart sind wesentlich profunder, was auch daran liegt, dass das Team hinter Vimeo eine bessere “was uns gefällt”-Sparte betreibt und damit deren “Vision” eines guten Filmes promient fördert und unausgesprochen einfordert.
Nach der Registrierung mit Email und Passwort geht es immer los. Während YouTube mich fast nötigt, selbst aktiv zu werden, läßt mich Vimeo an den Ergebnissen derer teilhaben, die von Video definitiv mehr Ahnung haben als ich selbst (vor allem die bessere Ausrüstung
)
Großartige Projekte wie dieser Kurzfilm tauchen dabei auf meiner Startseite auf.
RTL und Arte? Natürlich hinken die Vergleiche, aber wer noch überhaupt keine Erfahrung mit YouTube oder ähnlichen Portalen hat, kann sich so wenigstens ein Bild machen.
Alle, die selbst mit Video verhaftet sind, können sich übrigens derzeit für das Festival mit ihrem Beitrag bewerben – Opportunity statt Bedrohung. Denn Ehre sei, wem Ehre gebührt.
Großartige Oral-History-Umsetzung
Germans in the Woods from Rauch Brothers on Vimeo.
Was für Grafiker und Tontechniker. Großartige Kombination, wenn es eine Geschichte zu erzählen gibt.
Btw. Was macht eigentlich der Prof Jagschitz, der seinerzeit in Krems für die Erzählte Geschichte zuständig war?
Ganz große Emotion: Schabowskis Zettel
Na, heute schon ferngesehen?
Ich bin – ganz anders als viele meiner Bekannten – doch immer noch sehr dankbar, dass es das öffentlich rechtliche Fernsehen gibt. Denn anders als viele meiner Bekannten genieße ich auch die großartigen Dokumentationen, die auf ARD und ZDF (und natürlich den digitalen Derivaten) laufen.
Aber dass ich einen Fernsehtipp im Wespennest abgebe, ist doch eher selten.
Also: Unbedingt in der ARD-Mediathek ansehen, bevor die Sendung wieder vom Server genommen wird – Schabowskis Zettel,
24 Stunden, die die Welt veränderten: Am 9. November 1989 verlas Günter Schabowski, Mitglied und Sprecher des Politbüros des Zentralkomitees der SED, auf einer live im DDR-Fernsehen übertragenen Pressekonferenz die neue Reiseregelung der DDR. Sie war von hohen Offizieren des Innenministeriums und der Staatssicherheit erarbeitet worden. Entgegen den Vorgaben der politischen Führung hatten die Verfasser die Möglichkeit einer unbürokratischen Aus- und Wiedereinreise in das Papier geschrieben. Dennoch passierte die Reiseregelung unbeanstandet das Zentralkomitee. Egon Krenz persönlich drückte Günter Schabowski den Zettel für die Pressekonferenz in die Hand.
Den Machern dieser Doku ist es gelungen, ein Stück Deutschland sehr schön aufzubereiten. Sie machen diesen Zettel von Schabowski zum rote Faden, der mal oben und mal unten, hin und zurück zum Stoff gewebt wird, den Helmut Kohl wesentlich später als Mantel der Geschichte sah. Autoren und Redaktion der ARD (wenn ich das richtig nachvollziehe unter Federführung des NDR) beweisen mit dieser Arbeit, dass gutes Handwerk und jede Menge Fleiß auch im Journalismus zu exzellenten Ergebnissen führt. Großartig – danke schön! Mein Wunsch: Lasst so einen Beitrag dauerhaft im Netz. Er wäre es wert.
Lavatory Lovestory
Romantik gibt es überall. Auch wo man sie nicht vermutet, auf dem Herrenklo zum Beispiel. Davon zumindest handelt dieser rührend romantische Zeichentrick.
Toll gemacht! Gefunden bei fudder.
Ich mach mal Pause

Lieber Leser, liebe Leserin.
Ich kenne Dich höchstwahrscheinlich nicht und mit noch größerer Wahrscheinlichkeit liest Du das hier viel zu spät.
Wenn Du erst seit kurzem mitliest, tja – schade.
Ich mach mal ne Pause. Den Kerkeling sozusagen. Zumindest hier, auf YouTube, auf Twitter und wo ich sonst noch mein Unwesen getrieben habe. Drum bitte nicht böse sein wenn ich nicht so schnell antworte, falls Dir noch noch die eine oder andere Frage einfällt.
Wer mich kennt, wird mich erreichen …
Und; danke für den Fisch!
Riesen haben ihren Arsch nicht vorne!
Darf man lügen? Und ab wann ist das bloße Weglassen von Wahrheit schon Lüge? Diese Fragen kann und muss jeder für sich beantworten. Wer absolut keine Ahnung hat, kann sich gerne Hilfe vom Herrn Pastor holen. Die Kirche hat (idealerweise) 2000 Jahre Erfahrung mit der Deutungshoheit.
Mir soll niemand erzählen, er oder sie würde immer und dauernd die Wahrheit sagen.
Peter Stiegnitz weiß (danke, Carina) es genau . Der gebürtige Österreicher behauptet, der Mensch lüge im Schnitt 200 Mal am Tag. Eine Zahl, die regelmäßig wieder als Sau durch das Dorf der verfallenen Moral getrieben wird (siehe auch 2001, 2003 oder 2004) . Es ist nur konsequent, dass ich der Zahl per se misstraue. Hätten Lügenforscher nur zwei Tage an dieser These gearbeitet, hätten sie 400 Gelegenheiten zum Aufpeppen der Idee verpassen müssen.
Lügen macht manchmal Sinn
Wer sich mit der Lüge etwas intensiver beschäftigt, gesteht ihr doch immerhin eine gewisse Zweckmäßigkeit zu: So manches gemachte Kompliment dürfte nicht so gemeint gewesen sein und führt doch niemandem direkten Schaden zu. Diese kleine Lüge erleichtert aber das Zusammenleben in einer Welt, die unfreundlich und kompliziert genug zu sein scheint.
Trotzdem: Die Menschheit besteht aber nicht nur aus Lügnern, sie besteht auch aus Belogenen.
Werber kommen in die Hölle
Und die Werbung? Ist sie nicht geradezu zur Lüge verpflichtet?
Nun ja. Eigentlich wäre es ja schön, wenn Werber und ihre Agenturen nicht zur Lüge greifen. Aber das ist eine Frage der Auslegung und des Kundenwunsches. Wobei mit Kunde in diesem Fall nicht der belogene Endverbraucher sondern der Auftraggeber gemeint ist.
Natürlich möchte der Werbekunde gut aussehen. Natürlich darf er sich und sein Produkt in der Werbung mit seiner Schokoladenseiten präsentieren. Das ist der Zweck von Werbung. Wer bezahlt, bestimmt was gespielt wird. Aber wenn der nette weiße Riese einen Fleck auf der Bluse hat, dann sollte er eben erst einmal einen Waschgang einlegen bevor er sich wieder unter die Leute traut.
RWE und sein Riesenproblem
Das ehemalige Rheinisch-Westfälisches Elektrizitätswerk (seit 1990 kurz und knackig RWE) ist in seinem neuesten Imagefilmchen ein solcher großer Riese. Ein aufmerksamer Beobachter wundert sich zwar, warum der nette Dicke seinen Arsch dort trägt, wo normalerweise der kleine Freund sein sollte – aber dieser Riese ist wirklich zu freundlich:
Der strabatzt durch Hobbingen und baut überall Wind- und Gezeitenkraftwerke, lässt die Kohle wie Puderzucker auf Fließbänder rieseln und legt ansonsten Rollrasen aus und pflanzt mit Vorliebe Bäumchen. Alles schön knubbelig und niedlich – geeignet, die nächsten Juniortüten bei McDonalds zu bereichern.
Dumm nur, wenn ein so schicker Werbespot wie jener von RWE als wirklich plumpe Schleimerei um Kundengunst geoutet wird: Kaum ist der Film veröffentlicht, kursiert auf YouTube eine andere, ehrlichere Version und findet über Twitter etliche Zuschauer. Mehr noch: Greepeace ruft zu einer Kampagne auf und es ist wirklich spannend, was sich in den nächsten Tage diesbezüglich noch entwickeln wird.
Die mit Untertiteln versehene Fassung, beschwert sich über eine beispiellose Kundenverarsche. Meiner Meinung nach zu recht: Immerhin haben die Stromkunden mit ihren Rechnungen diese schöne Animation von dem Riesen mit dem Arsch im Schritt bezahlt.
Egal. Solange dieses YouTube-Video kursiert, möchte ich Euch den Spot nur wärmstens ans Herz legen
Schönes Leben noch, und: Beim Schwindeln nicht erwischen lassen!
PS: Es könnte übrigens sehr gut sein dass RWE versucht, jene entlarvende Variante ihres Spots von YouTube löschen zu lassen. (Das Urheberrecht dürfte ausreichen). In unserem Staate ist es Riesen zwar erlaubt seine Kunden zu bescheißen aber eben nicht jedem, in der Scheiße zu wühlen und zu zeigen, woher dieser unendliche Gestank eigentlich kommt.
Rauchen am Fenster ist scheiße!
Einfach bis zum Ende ansehen!
Die Moral von der Geschichte ist vielfältig:
- Wenn Du Dich nackt vor die Webcam setzt, sei allein.
- Wenn Du Raucher bist, stehe zu Deiner Sucht und rauche im Sitzen.
- Wenn Dein Hund Gassi muss: Zieh Dich an und bewege Deinen Arsch auf die Piste!
Endlich die Wahrheit
Wer auf kleine Computer steht, der kauft sich ein MacBook Air oder einen Dell. Eine großartige Parodie auf eine großartige Werbekampagne . . . und tut gar nicht weh
Lebenslang + 70 Jahre – Urheberrecht vs Entwicklung
Urheberrecht – was für ein Wort. Es ist eines der schwierigsten juristischen Gebiete, betrifft gleichzeitig jeden kulturell interessierten Menschen und ist, gelinde gesagt, dringend überholungsbedürftig.
Copyright und Internet stehen sich scheinbar im Weg. Die Interessen klaffen auseinander, mächtige Konzerne und arglose Nutzer geraten in die Mühlen einer Politik des kleinsten gemeinsamen Nenners. Das Internet ist dabei weniger der Auslöser, als vielmehr nur ein Katalysator an dem lange aufgeschobene Aufgaben offensichtlich werden. Jedes kreative Werk ist geschützt: Lebenslang plus 70 Jahre.
Warum diese Regelung eine Entwicklung in Kultur und auch in der Wissenschaft behindert?
Eine unwahrscheinlich inspirierende Analyse von James Boyle, vorgetragen in der Royal Society for the encouragement of Arts, Manufactures, and Commerce.
Leider in englisch aber unbedingt sehenswert!
Ein Mann muss tun, was ein Mann tun muss: Pinguin jagen!
Ich weiß nicht, was dieser gute Mann nimmt – aber gebt ihm nicht mehr davon!
Passend zum Muttertag: Die Spielkonsole für Frauen
Am 10.Mai ist Muttertag. Vielleicht sollte Mann die Shii (r) als Präsent ins Auge fassen
Danke an Sarah
Wie tief sind Twitter-Beziehungen?
Während sich die meisten meiner Bekannten noch immer den Kopf kratzen, wenn sie “twittern” hören, bin ich gerade noch einmal richtig auf den Geschmack gekommen und lasse erstmals tweetie auf meinem Mac laufen. (Ich überlege mir ernsthaft den käuflichen Erwerb und gehöre also zur wachsenden Zahl Menschen, die für das Benutzen von twitter sogar bereit ist, Geld zu bezahlen.)
Warum? Weil es mich eben schon interessiert dass mein lieber Freund in Kiel rechtzeitig ins Bett geht und ich an der geballten schlechten Laune von Bob meine wahre Freude empfinde, weil ich es gerne einfach habe und ich die Arbeit der Macher gerne honoriere.
Keine Ahnung wovon ich rede? Kommt da eher das Gefühl, dass ich langsam die Bodenhaftung verliere? Stimmt vielleicht! Ich glaube es aber eher nicht. Ich nutze mit Twitter etwas, was eben noch nicht alle verstanden haben. Wie bei der Einführung des Telefones, des Automobiles, der Computer, email und der Kaffeepad-Maschine ist es auch der 140-Zeichen-Nachricht auf twitter nicht gegeben, sofort allen Menschen sinnvoll und zweckdienlich zu erscheinen.
In diesem Zusammenhang ist mir dieses Video von Lutzland in den Sinn gekommen. Jean Pol Martin, Propagandist des Lernes mit neuen Medien, lässt sich darin über die Effektivität des twitter-Netzwerkes aus. Empfehlenswert für Personaler, Lehrer und Studenten ist übrigens die gesamte Serie des YouTubers Lutzland.
PS:
Auf dem iPhone nutze ich das Pendant von tweetie für Mac ja schon länger und es ist eines der ersten Programm, die ich für mein Handy sogar gekauft habe.
Treiber für Joy It 320H
Irgendwann, vor langer Zeit – damals zu PC-Zeiten – hatte ich mir eine Webcam gekauft. Ein No-Name-Produkt wie man so schön sagt, was eigentlich Quatsch ist, denn natürlich hat das Teil einen Hersteller und der hat ihm einen Namen gegeben: Joy It. Und auf der Rückseite steht auch der Nachname: 320H.
Praktisch war das Teil, weil es neben 1.3 Megapixel-Auflösung auch noch mit LED-Unterstützung daher kam und damit für Aufnahmen in halb dunklen Büros gut geeignet war. Leider kam mir irgendwann die Treiber CD abhanden.
Das Problem: Der Hersteller dieser Cam bietet keine Unterstützung mehr. Im Netz findet man jede Menge Suchende aber keinen Link auf einen entsprechenden Treiber. Selbst auf der vermeintlichen Herstellersite gibt es nix. Dafür passt ein Treiber der Firma Sonix.
(Schon praktisch, wenn sich die Hersteller die gleichen Chipsätze teilen)
SN9C201 (Phase out)
USB 2.0 compliant video single-chip processor
Wenn PacMan lebt . . .
Was passiert, wenn die Computerspielfiguren lebendig werden?
Der französische Clown Remi Gaillard zeigt es anhand der wohl bekanntesten Spielfigur des Computerzeitalters: PacMan. Sehenswert

