Der Bundes-Faktor im Kommunal-Wahlkampf

Der erste Tag im Straßenwahlkampf war … wie soll ich sagen … erstaunlich.

Der Wochenmarkt in Lüchow ist derzeit von den Umbaumaßnahmen in der Stadt schwer beeinträchtigt. Bis zu 60% weniger Umsatz hat mir eine Marktfrau gesagt – mir fehlt der Vergleich zur jüngeren Vergangenheit – aber das ist schon ein hartes Brot, was in Lüchow derzeit verfrühstückt wird.
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Ich mach mal Pause


Lieber Leser, liebe Leserin.

Ich kenne Dich höchstwahrscheinlich nicht und mit noch größerer Wahrscheinlichkeit liest Du das hier viel zu spät.

Wenn Du erst seit kurzem mitliest, tja – schade.

Ich mach mal ne Pause. Den Kerkeling sozusagen. Zumindest hier, auf YouTube, auf Twitter und wo ich sonst noch mein Unwesen getrieben habe. Drum bitte nicht böse sein wenn ich nicht so schnell antworte, falls Dir noch noch die eine oder andere Frage einfällt.

Wer mich kennt, wird mich erreichen …

Und; danke für den Fisch!

Slow-City – Lüchow gibt Gas

Die Lüchower müssen nicht traurig sein, dass das Slow-City-Konzept – mit erheblichem Zeitdruck entwickelt – nicht preiswürdig zu sein scheint.

Erstens finde ich das Konzept, soweit es in der EJZ stand, recht charmant. ;-) Zweitens wäre das Erringen eines Preises auch eine leidige Verpflichtung: Wenn das Konzept so gut war, käme nur mangelhafte Umsetzung als Grund für ausbleibende Nachhaltigkeit in Frage, oder?

Ich glaube, solche Überlegungen tauchen im politischen Leben unvermeidbar auf.

Das es nicht zwingend an der Umsetzung liegt wenn der Langzeiteffekt trotz Vorschusslorbeer ausbleibt, steht auf einem anderen Blatt.

Und überhaupt: Es gäbe sicher viele Preise, die sich für das Konzept Slow-City anbieten würden – aber lohnt der Aufwand Vorschusslorbeeren zu sammeln oder ist es nicht ohnehin besser, alle Energie für die Mobilisierung vor Ort zu investieren und auf die bevorstehende Ernte zu hoffen?

Dass die Lüchower das können, beweist der gelungene Auftakt der Bürgerstiftung in diesem Jahr. Sie wird sich langfristig durch gewonnene Freiheit auszahlen.

Katzen & Menschen
Püppi ist wieder zu Hause

Es gibt gute Tage und es gibt besonders gute Tage. Heute ist ein besonders Guter.

Püppi ist nach vier Tagen wieder zu Hause. Püppi ist ein grau getigertes, hochbeiniges Katzentier und gehört unseren Trauzeugen in Lüchow.

Wer jemals in den Genuss gekommen ist, eine kleine Katze sein Eigen zu nennen (wenn das überhaupt geht) weiß welchen Horror man durchsteht, sollte das Tier urplötzlich verschwunden sein.

Das Absuchen der Straßengräben, das Klingeln bei den Nachbarn (meist ist es dunkel, meist windig und regnerisch) ist noch das Konstruktivste was zu tun bleibt. Ansonsten: warten!

Und leiden.

Ich selbst (eigentlich ja ein Hundemensch) habe das während der vergangenen acht Jahre etwa ein halbes Dutzend Mal durchlitten; mal schlimmer, mal kürzer. Bisher ist es immer gut gegangen.

Jetzt ist Püppi wieder zu Hause. Und die Kinder, die Katzenmutter und auch der Katzenvater in Lüchow können wieder lachen.

Es ist ein besonders guter Tag, das wollte ich nur mal sagen.

PS: Leider schweigt sich Püppi aus wo sie war – auch das gehört dazu.

Madsen in Lüchow

Also wenn jemand mal richtig Glück hatte, dann die Lüchower Jugend. Die hatte nämlich am vergangenen Sonnabend ein echtes Rock-Konzert auf dem Busbahnhof; Codename Earthquake. Die Sache mit dem Wetter war ja ziemlich schwierig einzuschätzen. Aber zwischen dem Regenguss am Freitag und dem Miesepeterwetter am Sonntag lag ein wunderschöner Sonnabend-Abend.

Geile Sache und auch schon in YouTube.

 

Gymnasium Lüchow vs. Fritz-Reuter-Gymnasium

Au weia! Das Gymnasium Lüchow ist amtlich durchgefallen. Das schreiben zumindest Jens Feuerriegel und Hans-Joachim Wicht in der heutigen EJZ. Ersterer in Form eines Berichtes auf Seite zwei, letzterer in einer Polemik auf Seite 23. Beides zu lesen in der heutigen Ausgabe der EJZ (hier zur Sicherheit der Artikel von Jens).

Komisch dass diese geballte Kritik erscheint, nachdem zwei Tage zuvor das Oberlandesgericht Köln die endgültige Erlaubnis für ein Lehrerbewertungstool erteilte.

Das passt ja wie Faust aufs Auge und weil die Sicht der Schüler in beiden oben erwähnten Texten nicht vorkommt, führe ich diese mal zur Ergänzung hier ins Blog. Aber kurz vorweg noch einmal die Vorgeschichte…

Das Gymnasium Lüchow hatte im Oktober 2007 bei einer formellen Schulüberprüfung versagt. Besser gesagt: Es hat einen ordentlichen Motivationsschub in Form eines amtlichen Arschtritts erfahren. Statt eines Lehrkörpers gäbe es dort einen “Leerkörper”, ätzt der eingangs erwähnte Wicht. Na ja. In einem Leserbrief darf man eben doch mal etwas verallgemeinern. Zumal diese vermutlich kontrollierte Verbaleskalation letztlich im Aufruf mündet, den Laden in Lüchow doch besser zu schließen.

Dem gegenüber steht das Dannenberger Fritz-Reuter-Gymnasium. Das bekommt demnächst eine schöne Mensa. Wie jüngst bekannt wurde, geben immer mehr Eltern aus dem Dannenberger Raum ihre Kinder aufs Gymnasium Dömitz. Diese entgangenen Schülerzahlen gleicht der agile Schulleiter Thiele durch eine Kooperation mit dem Schulstandort Clenze aus. Ob das so funktioniert ist natürlich eine ganz andere Frage. Es könnte ja auch sein, dass die Clenzer lieber gleich nach Salzwedel fahren.

Ach ja, die Wahl der Schule. Wie entscheidet man sich zwischen Pest und Cholera?

Welche Schule in die engere Wahl kommt, davon können sich Schüler und Eltern – aber auch Politiker und Schulaufsichtsbehörden ein Bild machen, indem sie einfach den Patienten Schülern Gehör schenken. Das geht, dank Portalen wie spickmich.de recht einfach.

Dort dürfen die Schüler ganz offiziell ihre Lehrer benoten und das wird ja auch schon getan. Selbst in Dannenberg und Lüchow . . . Und das schauen wir uns jetzt mal genauer an:

Dannenberg hat (Stand heute) 54 Gymnasiasten-Meinungen vorzuweisen und die geben dem Fritz-Reuter-Gymnasium eine 2,7 im Schulnoten-System.

Lüchow ist in Sachen elektronische Medien etwas hinterher und bringt es vielleicht darum lediglich auf acht Schüler, die ihrer Schule eine Stimme geben. Deren Bewertung fällt deutlich schlechter aus.

Das ist angesichts der absoluten Zahl der abgegebenen Stimmen aber nur bedingt aussagekräftig. Der Vollständigkeit halber sei es trotzdem gesagt: Mit einer 3,2 wird das Lüchower Gymnasium nur zweiter Sieger.

Aber bevor sich Hajo und die Dannenberger jetzt selbstgefällig die Schuppen von den Schultern klopfen: Die seitens der Behörden in Lüchow so gescholtenen Lehrer werden durch die (wenigen) Schülerstimmen nur unwesentlich schlechter beurteilt, als die Kollegen in Dannenberg durch ihre Zöglinge.

Als sehr gut oder gut empfinden die Lüchower das Angebot an Fächern und AG’s beziehungsweise das Klima innerhalb der Schülerschaft. Im Vergleich dazu sind die Dannenberg bei der Bewertung dieser Punkte deutlich oder wenigstens etwas zurückhaltender.

Größter Kritikpunkt der Lüchower Gymnasiasten an ihrer Schule sind übrigens nicht die Lehrer sondern die mangelnde Versorgung mit Essen. Während die Dannenberger die Fressalienversorgung an ihrer Schule noch mit 2,8 als befriedigend bezeichnen geben die Lüchower ihrer Schule in dieser Beziehung eine glatte 5.

Das sei nur mal so angemerkt zum Thema Mensa. So – und jetzt warten wir mal ab.
Ach ja, bevor ich es vergesse. Der deutsche Lehrerverband hat sich zum eingangs erwähnten Urteil eine Meinung gebildet und verbreitet diese auf seiner Homepage.

Kurzfilmfestival – aus eins mach zwei

Kurzfilme sind der Einstieg in die Karriere der Filmschaffenden. Kleine Budgets treffen auf große Ansprüche – teilweise mit überzeugenden Ergebnissen, wie ich im vergangenen Jahr festgestellt habe.

Außerdem sind Kurzfilme was ganz schickes. Ein ‘must-have’ für jeden anständigen Boheme. Vielleicht ist das der Grund, warum 2007 gleich zwei Kurzfilmfestivals im Wendland stattfinden werden.

Das eine geht in Lüchow mit neuem Namen (aus Lüchow Open Short wird Kurz & Gut) in die dritte Runde. Das andere (Wendland Shorts) ist im Herrenhaus Salderatzen in diesem Jahr neu am Start.

Hinter dem einem Festival steht Thomas Günther, Kinobetreiber in Lüchow – hinter dem anderen Dirk Roggan, der neben dem Hagebaumarkt in Lüchow eine Filmproduktionsfirma in Hamburg betreibt.

Noch im vergangenen Jahr arbeitete man zusammen am Projekt Lüchow Open Short. Warum sich die Veranstalter wohl trennten? Vielleicht liegt es am künstlerischen Konzept.

Während sich das Lüchower Festival an Einsteiger und Semi professionelle Filmemacher wendet und sich auf seine Rolle als Bühne konzentriert, sieht sich das Festival in Salderatzen als ‘Plattform’ für junge Filmemacher: Neben neuen Machern und ihren Filmen sollen auch noch nicht realisierte Projektideen zur Sprache kommen. Als Preis für die beste Idee winken drei Wochen Schreiburlaub in Italien.

Lüchow lehnt höhere Kreisumlage ab

Die Lüchower sollen mehr zahlen, wollen sie aber nicht. Der Rat der Stadt verweigerte heute abend mittels Beschluss dem Kreis die Gefolgschaft.

Sollte ein Landkreis gar kein Geld mehr haben, kommt es zu einem Ritual: Der Kreistag (also das Parlament des Landkreises) erhöht die ‘Kreisumlage‘. Das ist eine Art Mitgliedsbeitrag, den die Gemeinden an ihren Landkreis für’s Mitmachen bezahlen.

Diese Kreisumlage definiert sich als Prozentsatz. Für die Lüchow-Dannenberger Gemeinden bedeutet das konkret:
56% ihrer Steuer-Einahmen (Gewerbe und Grundsteuer) reichen die Gemeinden bislang an den Landkreis durch. Demnächst sollen es 60% werden. Zieht der Stadtkämmerer alle weiteren Umlagen die von der Stadt zu zahlen sind ab, bleiben von ursprünglich 100 € noch knapp 15 € über.

Das wurde schon am 3. Januar bekannt. Jede Gemeinde, die etwas dagegen habe, könne bis zum 31. Januar Widerspruch einlegen, hieß es aus dem Kreishaus in einem Schreiben an die Verwaltung der Stadt.

Die beantragte am 17.Januar erst einmal Fristverlängerung. Immerhin müsse der Rat der Stadt entscheiden und der traf sich eben erst gestern. ‘So nicht’ beschloss der Rat der Stadt Lüchow auf seiner Sitzung und segnete gleichzeitig eine ausführliche Begründung ab, die zurück ins Kreishaus geschickt wird.

Erst einmal wollen die Lüchower Stadträte sehen, dass der Kreis mit den angekündigten Einsparungen ernst macht. Solange das nicht der Fall ist, schaltet Lüchow auf Durchzug und der Kreis bleibt im Regen stehen.
Unser Landkreis ist so pleite, dass eine Auflösung fast zwangsläufig erscheint. Gemeinden (und Schulden) werden (so das Angst-Szenario) an die Nachbarkreise verteilt, was dort für richtig Freude sorgen dürfte.

Während einer Bürgermeisterdienstbesprechung habe der Landrat die Aussichtslosigkeit der Sanierung sogar zu Protokoll gegeben, verkündet Stadtrat Otto Schiewe und untermauert damit sein ‘Nein’.
Aus diesem Grund, so schwant dem Landrat, haben die Gemeinden auch keine Lust, auch nur einen Prozentpunkt mehr an den Landkreis zu geben und wollen das Geld stattdessen lieber selbst investieren.

Richtig lustig wird es wenn die fünf Lüchower Stadträte, die gleichzeitig Kreistagsabgeordnete sind, die von ihnen selbst geforderten Einsparungen absegnen sollen. Das nächste Zusammenkommen des Kreistages ist übrigens am 15.02.2007.
(Die Tagesordnung des Kreistages ist im Gegensatz zu der des Stadtrates im Web zu finden).

A39 Verbindung: Lüchow fürchtet um Anschluss

Der Lüchower Stadtrat befürchtet, die Stadt und Lüchow könnte von den geplanten Autobahnen nicht ausreichend zu profitieren. Das wurde bei der Sitzung des Rates der Stadt deutlich. Ratsherr Otto Schiewe wäre es am liebsten, wenn sich die ‘Spange‘ zwischen der A39 und der A14 zwischen Lübbow und Salzwedel befinden würde.

‘Möglichst dicht ran an Lüchow’, will Schiewe die Spange. Das sorgte für einige Heiterkeit auf der anderen Seite des Saales. ‘Das Geschrei möchte ich nicht hören’, erwiderte Ratskollege Dr.Norbert (Vorname ist wichtig, es gibt nämlich zwei) Messerschmidt. ‘wenn die richtig dicht rankommt.’

Was geht im Lüchower Stadtrat?

Gleich ist Stadtrat in Lüchow. Ich muss mich sputen, um bis 19 Uhr im Gildehaus zu sein. Im kleinen Saal wird heute disputiert. Beim Dannenberger Rat waren am 20.Dezember nur wenige Bürger. Als Ex-Lüchower bin ich aber auch an Lüchow interessiert.

Bis gerade eben habe ich verzweifelt versucht, eine Tagesordnung aus dem Web zu ziehen. Erfolglos.

Nun denn – lass ich mich halt überraschen. Vielleicht wird die Umgehungsstraße angesprochen, wahrscheinlich geht es um ganz langweilige Dinge. Aber was ist schon langweilig im Wendland ;-)

Wie vor 100 Jahren – ndr in Lübeln

Am Donnerstag rückt Lübeln im Wendland der norddeutschen Öffentlichkeit etwas näher.

Am Donnerstag kommt nämlich der NDR und dreht dort eine Reportage. Der Anlass ist nett, vorgestellt vom Museum: Leben wie vor 100 Jahren, nicht für die Erwachsenen sondern für den Nachwuchs. Zu erleben im Museumsrundling.

Der NDR dreht über die Mittagszeit – wie ich im Gespräch mit einer Mitarbeitern des Museums erfahren habe – im Rahmen einer Tourismusgeschichte. Das freut den Fremdenverkehr und bestimmt auch den Bewohnern des Rundlings.
Das Programm der Homepage des Museums ist leider nicht aktuell. Dafür berichtet die Elbe-Jeetzel-Zeitung fast regelmäßig über neue Veranstaltungen. Leider ist der Veranstaltungshinweis ‘Leben wie vor 100 Jahren’ aus der heutigen EJZ nicht im Internet veröffentlicht worden, dafür eine Nachberichterstattung bald im Fernsehen… ;-)

Nachtrag: Der vollständige Veranstaltungskalender (Herbst 2006 bis März 2007) des Museums findet sich auf den Seiten des Landkreises unter News-Veranstaltungen-Veranstaltungskalender oder hier.

Achtung, Aufnahme: MP3 – Rekorder

Ich bin ja inzwischen echt stolz darauf, noch mit einer Revox schneiden zu können. Der erste EJA-Jahrgang hatte es in dieser Hinsicht mit dem analogen Studio in der Donauuni in Krems recht gut.

Seit die Digitalisierung Mitte der 90er in der Radioszene einsetzte, hat sich die Hardware weiter verändert. DAT und Sony’s MiniDisc begannen, die Kompaktkassette abzulösen.

Während DAT inzwischen wieder tot ist, macht sich MP3 startklar: mit Aufnahmegeräten die in vielerlei Hinsicht eine echte Weiterentwicklung sind. Eine echte Erleichterung vor allem für Podcaster mit Ambitionen zur Reportage.

- Am PC/Apple funktionieren MP3 Rekorder wie Laufwerke

- Die Aufnahmequalität ist für jeden Zweck ausreichend
- Geringer Stromverbrauch erhöht die Akkulaufzeit wesentlich

    Der wesentliche Unterschied zwischen einem tragbaren DAT, der lasergestützten MiniDisc und einem mobilen MP3-Recorder: das Innenleben.

    Aufwendige, filigrane Mechanik hier wie da – dort nur nüchterne Chips.
    Das an sich wäre noch kein Grund, über einen Systemwechsel nachzudenken. Wie oft schaut man schließlich in so ein Gerät hinein?

    Aus dem Aufbau ergibt sich jedoch eine ziemlich bedeutsame Folge. Effizienz. Genauer: Energie-Effizienz. Die netzunabhängige Betriebszeit verlängert sich um ein Vielfaches.

    Kein unwesentliches Argument für die vielen künftigen Spontage-Journalisten, die in Folge der Podcast-Entwicklung nur darauf warten, dass es noch etwas leichter wird, endlich loszulegen. Aktuelle Aktionen wie das Blogspiel vom Deutschland-Radio und das Projekt vom RBB werden dem sich abzeichnenden Trend neue Mitspieler zuschanzen.
    Spätenstens beim Überspielen der Dateien spielt der MP3-Recorder seine direkte Verbundenheit mit dem Computer aus:

    Die Audiodaten werden als MP3-Datei einfach via USB auf die Festplatte zur weiteren Verarbeitung verschoben. Der Chip ist wieder frei und 256 MB reichen für mehr als 2 Stunden Aufnahme. In den H4 von ZOOM passen bis zu 2 Gigabyte große Chips – aber wer will ernsthaft 2 GigaByte per USB kopieren?

    Und trotzdem: Wer – wie ich – schon einmal die gesammelten Aufnahmen einer umfassenden Volkswagen-Werksbesichtigung von DAT auf den PC kopoieren musste, wird den zügigen Übertragungsworkflow zu schätzen wissen.

    Ich weiß nicht, welche Aufnahmegeräte heute bei den Radiostationen verwendet werden. Aber ich weiß was sie morgen nutzen: MP3-Recorder.

    Anbei eine kleine Aufnahmedemo mit Atmo und Interview (gemixt)

    Ordnungsamt ist voll gemein!

    Tradtionsbewusst sind die Wendländer. Auch der Nachwuchs. Wie in jedem Jahr wollen die Schüler aus Lüchow gegen den anstehenden Atom-Transport nach Gorleben demonstrieren. Diesmal am 10.November. Anders als bisher hat das Ordnungsamt des Landkreises aber nicht so mitgespielt.

    Gut, die Demo ist erlaubt worden. Aber der Zeitpunkt wurde auf das Ende der vierten Stunde gelegt. Damit bringt Vater Staat (denn nichts anderes sind die Vertreter des Ordnungsamtes) die Schüler natürlich in Verlegenheit. mehr lesen …

    Biogas aus der Karotte

    Nur ganz kurz mal eben…, morgen mehr.

    Was hat eine Mohrübe (oder Wurzel, wie die Gemahlin sagt) mit Autos zu tun? Naja, man könnte sagen: Nix

    Stimmt aber nicht, wie ich heute auf dem Biogas-Seminar in Lüchow erfahren habe. Die Mohrübe ist nämlich das Zeichen, unter dem dich die Wendländer Biogasbauern sammeln können. Es ist nur eine Frage der Kommunikation.

    Wie bringe ein superkomplexes Thema in das Bewusstsein eines Berufsstandes, der für seine vermeintliche Behäbigkeit berühmt ist? (unbedingt klicken)!

    Technorati-Tags:Greengas, , , Energien

    Gebloggt mit Flock

    Open Short?! Ja, morgen wieder!

    Okay. Ich habe es nicht geschafft. Eigentlich wollte ich alle Rollen im Angebot des Lüchower Kurzfilmfestivals sehen.
    Dazu war ein ausgeklügelter Zeitplan nötig. Ich habe stundenlang über Exeltabellen gebrütet, bis ich es endlich mit meinen restlichen Verpflichtungen und Interessen auf die Reihe bekommen habe.
    Und dann.
    P1070456Dann kam Brian
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    Von der Rolle – Kurzfilmfestival Lüchow

    Die Overtuere war stark. “Ausser der Rolle” ist ein Set von fünf Kurzfilmen wie sie unterschiedlicher kaum sein können.
    Ausufernde Gewalt, zerstörerische Freundschaft, zarter Humor, aufrüttelnde Selbsterkenntnis und beklemmende Melancholie. So lassen sich die fünf Kurzfilme überschreiben.

    In Blackout gibt sich der Musiker Tom erst der Hoffnung und dann alten Fehlern hin. Und wie es nur im Kino sein kann, scheitert der tragische Held kurz vor dem eigenen Durchbruch so vollkommen, dass mir den Atem raubt.

    Mit 30 Minuten der längste Beitrag im Set überrascht Blackout mit exzessiver Gewalt in Form von Kneipenschlägereien. Die Rollen sind glaubwürdig die Schauspieler auch. Die Geschichte ist naturgebenermaßen verdichtet wirkt aber nur selten konstruiert. Ein toller, verstörender Film.

    Kalte Haut wirft ein Schlaglicht auf eine ungleiche Mädchenfreundschaft, die just in dem Augenblick zerbricht, in dem der Betrachter die Fäden der Geschichte aufgenommen hat und in den Händen hält.

    Sexuelle Ausbeutung und Selbstbestimmung, Freiheitsdrang und Unterwerfung – Gegensatzpaare prasseln auf die Zuschauer ein, verschiedene Erzählstränge, Rückblenden und Einblicke machen ein Folgen nicht leicht. Aber dieser Film will wahrscheinlich auch nicht leicht sein. Gelungen!

    Vincent berührt durch einen tiefgründigen, in allen Facetten schillerden Humour und weckte zumindest bei mir Erinnerungen an die Blechtrommel – was allerdings der Erzählerrolle des Kindes geschuldet sein dürfte.

    Wenn Erwachsene lügen hat das manchmal überraschende Folgen. Vor allem, wenn diese Lügen in bester Absicht an Kinder herangetragen werden. Ausgewiesene Schildkrötenfans allerdings sollten sich diesen Film besser nicht ansehen. Es könnte zu Spätfolgen führen.

    Lebenslauf heisst der Animationsfilm dessen Titel so dicht am Plot liegt, dass überflüssig ist, darüber auch noch ein weiteres Wort zu verlieren. Nach drei Minuten Film folgen 3 Stunden Nachdenken. Das ist mal wirklich effektiv!

    Selbsterkenntnis ist im täglichen Trott nicht immer leicht. Wie weit ist man selbst ein treibender Teil des Systems? Mit dieser Frage beschäftigt sich mein persönlches Highlight. Made in Baden-Württemberg, hervoragend in jeder Hinsicht. So konzentiert, so verdichtet – ohne Worte!

    Gram erschüttert. Getroffen vom überraschenden Tod des eigenen Sohnes irrt der Astrophysiker im Taxi durch das nächtliche Berlin. Er sucht nach einem Menschen und findet …

    So dicht am Denkbaren und doch hautnah in Szene gesetzt, dass es schwer fällt sein Mitleid mit dem geschundenen Schicksal zu verbergen. Wer melancholische Augenblicke im Kino liebt, sollte sich diesen Kurzfilm unbedingt geben. Ich persönlich hasse es, im Kino heulen zu müssen. Das kratzt am Image.

    Ausser der Rolle bündelt ein Set von Beiträgen, die es “alle nicht in den Wettbewerb geschafft haben.”
    Da frage ich mich als Besucher doch, was mich erst morgen erwarten mag. Denn eines ist sicher: Die 7 Euronen haben sich am Eröffnungstag des 2. Lüchower Open Short-Kurzfilmfestival in jedem Falle gelohnt. Ich bin Kurzfilmfan.

    Lüchow Open Short

    Welche Rolle spielen Kurzfimfestivals wenn es doch YouTube gibt? Das Lüchow Open Short (LOS) ist ein mutiger Versuch von Thomas Günther, Dirk Roggan und Stefan Dahlmann, in Lüchow etwas Nachhaltiges in Sachen Kultur auf die Beine zu stellen.

    Von heute bis zum 10.September gibt es die zweite Auflage dieses jungen Kurzfilmfestivals. Wer sich in Lüchow auskennt, sollte einen Abstecher zur Alten Brennerei unternehmen. Heute nachmittag um 16 Uhr gehts los mit LOS.

    Das Programm für Mittwoch…

    16:00 Uhr Ausser der Reihe

    1. Blackout (30 Minuten)
    2. Kalte Haut (15 Minuten)
    3. Vincent (14 Minuten)
    4. Lebenslauf (3 Minuten)
    5. Gram (17 Minuten)

    18:00 Uhr Perspektive

    1. Heim (5 Minuten)
    2. Goldjunge (38 Minuten)
    3. Phoneheads (5 Minuten)
    4. Der Traumjob (15 Minuten)
    5. Kernseif (10 Minuten)

    20:00 Uhr Wendepunkte

    1. Vorletzter Abschied (22 Minuten)
    2. Dow Jane Index (10 Minuten)
    3. Triumph des Nichtschwimmers (8 Minuten)
    4. Mr. Schwartz, Mr. Hazen und Mr. Horlocker (8 Minuten)
    5. Fang des Lebens (23 Minuten)
    6. Special: Siegerfilm vom Partnerfestival Fano 2005

    Infos zu den Filmen gibt es auf der Website des Festivals, und zwar hier.

    Das Programm für die kommenden Tage ist hier zu finden. (Ganz am Ende)