Mindestverzinsung von Mietkaution

Oma kommtOma kommt. Soviel war ja schon bekannt. Aber es gibt Neuigkeiten. Oma kommt am 29.April. Wir sind gerade aus Bielefeld zurück, wo wir die wichtigsten Sachen geklärt haben:

Der Termin des Umzugs wurde festgesetzt. Der Spediteur liefert in der nächsten Woche Kleiderboxen und Lufpolsterfolie.

Omas gute Fee, Frau Toefs, und Oma werden bis zum 27. April alles packen, was nach Dannenberg muss. Dort ist der Vermieter derzeit noch dabei, die Wohnung in Schuss zu bringen.

Am 1. April startet der Mietvertrag, weswegen wir von Oma auch das Geld für die Kaution abgeholt haben. Das geht nächste Woche – nach Schlüsselübergabe – in den Besitz des Vermieters, eines Immobilienunternehmers aus Winsen/Luhe, über.

Selbstverständlich wird das Geld angelegt. Zum Zinssatz von 1%, wie uns das Büromäuschen auf Nachfrage versicherte.

Kann das sein? Leider bin ich kein Anwalt habe aber das gefunden:

Dem Vermieter obliegt es als Nebenpflicht aus dem Mietvertrag gundsätzlich, die Mietkaution des Mieters vom Empfang an zu dem für Spareinlagen mit gesetzlicher Kündigungsfrist geltenden Zinssatz zu verzinsen. Dieses gilt auch dann, wenn der Mietvertrag vor Inkrafttreten des § 550 b BGB (1.1.1983) geschlossen wurde.

AG München, Urteil vom 14.12.1998, Aktenzeichen 451 C 17166/98

finanztip.de

Shey Life

Nachdem ich (dank Dennstedt) endlich das Projekt für die KITA Max und Moritz abgeschlossen hatte, habe ich mir gestern einen freien Abend gegönnt: Im Hannoveraner in Dannenberg gab es Life-Musik.

Kristin Shey macht schönen, handgemachten Blues. Minimalistisch, Gitarre, Bass; das reicht.

Ich habe Shey bereits in Dömitz erlebt und dort hatte sie mir ausnehmend gut gefallen. Das lag wohl auch an der Stimmung im Martins.

Die war mit der gestrigen nicht zu vergleichen. Sie war verhaltener, nicht so ausgelassen und trotzdem war es ein gelungener Abend. Nicht zuletzt, weil mir die Kneipe gut gefallen hat: drei Räume, nett eingerichtet und Tische mit Tischdecken.

Und, last not least: Ein Raucherraum, der einem das Frieren im Sturm erspart ;-)

Dannenberger Elterninitiative Dömitz?

Aus aktuellem Anlass eine Frage an meine Leser in Lüchow-Dannenberg:

Gibt es eine Elterninitiative die versucht, ihre Kinder trotz des Aufnahmestopps in Dömitz anzumelden?

Vom Landkreis dürfte in dieser Angelegenheit wenig Unterstützung zu erwarten sein, immerhin ist an dessen Weigerung sich an den Kosten zu beteiligen, die ganze Angelegenheit hochgekocht.

Auch in der Prignitz ist das ein Problem und Eltern sind betroffen. Aber im Netz habe ich bisher nichts gefunden, was ja aber noch nichts bedeuten muss.

Oma kommt

P1000807

Gerade sind wir aus Bielefeld zurück. Gute Nachricht im Gepäck: Oma kommt. Im April zieht sie nach Dannenberg.

Damit haben wir jetzt zwei Oma’s unter den Fittichen. Eine davon ist aber nur eine Schwiegermutter ;-)

Wahlkampf

Auch wenn in den USA in Sachen Wahlkampf so richtig viel im Web stattfindet: Im Wendland schneidet man bei Landtagswahlen nur gut ab, wenn man im Januar auf dem Marktplatz steht und Handzettel verteilt. Und genau das steht mir morgen bevor.

Um acht Uhr beginnt der Wochenmarkt, eine Information, die man übrigens auf der Dannenberger Homepage schmerzlich vermisst, wenn man sie sucht. Überhaupt spielt der Wochenmarkt dort gar keine Rolle. Warum eigentlich nicht? Nach meinem Empfinden ist zum Wochenmarkt die Innenstadt gut gefüllt. Sozusagen ein Highlight an Action.

Ich vermute, das ist auch der Grund aus dem sich Parteien vor Wahlen dort tummeln.

Gleichzeitig bin ich mir zur Stunde noch nicht sicher, ob wir um neun erst aufbauen oder schon anfangen. Ich bereite mich auf das Schlimmste vor und warte auf Anweisungen via SMS.

Tja – so ist das mit dem Engagement: Man tut es in der angesichts der Tatsache, müde zu sein und zu frieren.

Ach – aber eines sei mir noch gegönnt: Diesen Clip wollte ich unbedingt noch mal verlinken.

Eisige Zeiten

Darf es ein wenig wärmer sein?Anfang des Jahres haben die Versicherungen allenthalben die Konten geplündert. Dazu kommen immer höhere Mietnebenkosten, die das Leben schwer machen.

Dann werden Rechnungen oft einfach nicht bezahlt. Zumal, wenn sie als “ungerecht” empfunden werden. Davon betroffen sind nicht zuletzt die Energieversorger.

Die EON versucht gerade, den zweiten von sechs Gashähnen im Vorderhaus zu sperren.

Als Vermieter steht man zwischen den Fronten. Auf der einen Seite kann es natürlich nicht sein, dass die Mieter ihre Schulden nicht bezahlen. Auf der anderen Seite muss die letztendliche Konsequenz beim Eintreiben dieser Schulden im Verhältnis bleiben.

Die EON sprach die Schwiegermutter an, sie möge ihr doch bitte Zugang zum Gashahn verschaffen. Einer ihrer Mieter sei säumig, es sei alles genau geklärt und nun müsse der Hahn verplombt werden. Weil meine Frau solche Geschäfte übernommen hat, fragte sie noch mal genauer nach.

Darf die Versorgung mit einem so elementaren Gut wie “Wärme” einfach eingestellt werden? Wenn ja, welche Grenzen gibt es da?

Und welche juristischen? Eine Anwältin im Bekanntenkreis ist der festen Überzeugung, dass das Sperren von Gashähnen bei diesen Temperaturen nicht zulässig sei. So sicher bin ich mir da nicht.

Es wäre allerdings ein echter Hammer, wenn diese Anwältin richtig liegt. Die Replik des ‘netten Herren von der EON’ auf den Einwand, es sei vom Gesetzgeber nicht vorgesehen im Januar die Gashähne abzusperren: “Was glauben Sie, wie viele Gashähne wir zur Zeit zudrehen?”

Wer einmal mitbekommen hat, wie rigoros einige Großkonzerne mit säumigen Klienten ins Gericht gehen, kann teilweise nur mit dem Kopf schütteln. Von einem verantwortungsvollen Umgang mit den Menschen kann da jedenfalls keine Rede mehr sein.

Identität

Das Wendland ist das Wendland ist das Wendland. Genauso wie eine Rose eben eine Rose ist.

Dass ich mit dieser Einschätzung nicht alleine bin, beweisen Lieder und Texte von Franzl Klahn. Der erinnerte sich gestern im Klahn, Dannenberg, an Familienfeiern von früher.
So richtig schön finde ich aber “Wendland, Ick mog Di”, eine vertonte Liebeserklärung an den Landkreis Lüchow-Dannenberg. Eine schöne Hymne, die gerade jetzt zur Weihnachtszeit genau das Richtige für alle Fortgezogenen ist. Sie fasst nämlich eine ganze Reihe von Gründen zusammen, warum man sich auf die Fahrt “nach Hause” freuen sollte ….

Ich hatte meine Panasonic dabei und die hat zum Glück ne Videofunktion. Der Ton ist leider madig. Weil der Text mitunter schwer zu verstehen ist, habe ich soweit wie möglich Untertitel druntergelegt.

Ich hab von Franzl die Einwilligung und da ist es ne Frage der Ehre, das Material auch zu veröffentlichen.

Gymnasium Lüchow vs. Fritz-Reuter-Gymnasium

Au weia! Das Gymnasium Lüchow ist amtlich durchgefallen. Das schreiben zumindest Jens Feuerriegel und Hans-Joachim Wicht in der heutigen EJZ. Ersterer in Form eines Berichtes auf Seite zwei, letzterer in einer Polemik auf Seite 23. Beides zu lesen in der heutigen Ausgabe der EJZ (hier zur Sicherheit der Artikel von Jens).

Komisch dass diese geballte Kritik erscheint, nachdem zwei Tage zuvor das Oberlandesgericht Köln die endgültige Erlaubnis für ein Lehrerbewertungstool erteilte.

Das passt ja wie Faust aufs Auge und weil die Sicht der Schüler in beiden oben erwähnten Texten nicht vorkommt, führe ich diese mal zur Ergänzung hier ins Blog. Aber kurz vorweg noch einmal die Vorgeschichte…

Das Gymnasium Lüchow hatte im Oktober 2007 bei einer formellen Schulüberprüfung versagt. Besser gesagt: Es hat einen ordentlichen Motivationsschub in Form eines amtlichen Arschtritts erfahren. Statt eines Lehrkörpers gäbe es dort einen “Leerkörper”, ätzt der eingangs erwähnte Wicht. Na ja. In einem Leserbrief darf man eben doch mal etwas verallgemeinern. Zumal diese vermutlich kontrollierte Verbaleskalation letztlich im Aufruf mündet, den Laden in Lüchow doch besser zu schließen.

Dem gegenüber steht das Dannenberger Fritz-Reuter-Gymnasium. Das bekommt demnächst eine schöne Mensa. Wie jüngst bekannt wurde, geben immer mehr Eltern aus dem Dannenberger Raum ihre Kinder aufs Gymnasium Dömitz. Diese entgangenen Schülerzahlen gleicht der agile Schulleiter Thiele durch eine Kooperation mit dem Schulstandort Clenze aus. Ob das so funktioniert ist natürlich eine ganz andere Frage. Es könnte ja auch sein, dass die Clenzer lieber gleich nach Salzwedel fahren.

Ach ja, die Wahl der Schule. Wie entscheidet man sich zwischen Pest und Cholera?

Welche Schule in die engere Wahl kommt, davon können sich Schüler und Eltern – aber auch Politiker und Schulaufsichtsbehörden ein Bild machen, indem sie einfach den Patienten Schülern Gehör schenken. Das geht, dank Portalen wie spickmich.de recht einfach.

Dort dürfen die Schüler ganz offiziell ihre Lehrer benoten und das wird ja auch schon getan. Selbst in Dannenberg und Lüchow . . . Und das schauen wir uns jetzt mal genauer an:

Dannenberg hat (Stand heute) 54 Gymnasiasten-Meinungen vorzuweisen und die geben dem Fritz-Reuter-Gymnasium eine 2,7 im Schulnoten-System.

Lüchow ist in Sachen elektronische Medien etwas hinterher und bringt es vielleicht darum lediglich auf acht Schüler, die ihrer Schule eine Stimme geben. Deren Bewertung fällt deutlich schlechter aus.

Das ist angesichts der absoluten Zahl der abgegebenen Stimmen aber nur bedingt aussagekräftig. Der Vollständigkeit halber sei es trotzdem gesagt: Mit einer 3,2 wird das Lüchower Gymnasium nur zweiter Sieger.

Aber bevor sich Hajo und die Dannenberger jetzt selbstgefällig die Schuppen von den Schultern klopfen: Die seitens der Behörden in Lüchow so gescholtenen Lehrer werden durch die (wenigen) Schülerstimmen nur unwesentlich schlechter beurteilt, als die Kollegen in Dannenberg durch ihre Zöglinge.

Als sehr gut oder gut empfinden die Lüchower das Angebot an Fächern und AG’s beziehungsweise das Klima innerhalb der Schülerschaft. Im Vergleich dazu sind die Dannenberg bei der Bewertung dieser Punkte deutlich oder wenigstens etwas zurückhaltender.

Größter Kritikpunkt der Lüchower Gymnasiasten an ihrer Schule sind übrigens nicht die Lehrer sondern die mangelnde Versorgung mit Essen. Während die Dannenberger die Fressalienversorgung an ihrer Schule noch mit 2,8 als befriedigend bezeichnen geben die Lüchower ihrer Schule in dieser Beziehung eine glatte 5.

Das sei nur mal so angemerkt zum Thema Mensa. So – und jetzt warten wir mal ab.
Ach ja, bevor ich es vergesse. Der deutsche Lehrerverband hat sich zum eingangs erwähnten Urteil eine Meinung gebildet und verbreitet diese auf seiner Homepage.

Du kriegst die Tür nicht zu

Wir haben eine Schiebetür die Küche und Büro trennt.

TürschieneDiese Tür wurde bereits in den 60ern eingebaut und versah bislang immer ihren Dienst. Solange bis wir einen neuen Fußboden im Büro verlegten. Seitdem schleift Holz (Tür) auf Laminat (Boden) und das geht natürlich gar nicht. Dummerweise ist die Konstruktion der Schiebetür für die Ewigkeit. Sprich: Sie lässt sich weder einstellen noch ausbauen.

Das Lösen von einigen Schrauben an der tragenden Führungsschiene war zwar machbar, hilft aber dummerweise nicht weiter. Aushängen geht nicht, einstellen geht auch nicht.

Nun stehen wir hier und wissen uns irgendwie nicht zu helfen. Es geht nicht vor und auch nicht zurück.

Kennt jemand einen findigen Tischler im Landkreis?

Der erste Schnee in Dannenberg

Von wegen Klimakatastrophe. In der Nacht von gestern zu heute fiel in Dannenberg der erste Schnee. Selbst mittags steigt das Quecksilber (bzw die Anzeige des digitalen Gegenstücks) nicht über 4 Grad.
Der erste SchneeGlück gehabt: Gestern wurden an meinem Passat die Winterreifen aufgesteckt. Eigentlich soll ja bei 7 Grad auf Winterreifen umgesattelt werden. Weil ich aber neue brauchte, dauerte die Entscheidung etwas länger. Ich habe mich auf Empfehlung des Reifenhändlers meines Vertrauens für die Michelin entschieden. Kostenpunkt: deutlich über 350€.
Komisch; früher waren – sowohl mit der Ente als auch mit dem Mazda – Winterreifen für mich nie ein Thema. Da wurde das ganze Jahr über mit dem Sommerpuschen gefahren und es ging immer gut.
Nun bin ich nicht sicher ob das an der Witterung, den Autos oder meiner persönlichen Risikobewertung lag. Zwei der drei Faktoren haben sich mit Sicherheit geändert. ;-)

Regionales Entwicklungskonzept zum Download

Man sollte es nicht für möglich halten, aber das REK ist tatsächlich veröffentlicht worden.

So sollte dieser Artikel eigentlich beginnen.
Tatsächlich findet man auf der Internetsite der Stadt Dannenberg SG Elbtalaue ein Regionales Entwicklungskonzept. Allerdings das falsche.

Nein, nein – nicht das von Lüchow (Gottbewahre!). Bei dem zum Download bereitgestellten Dokument handelt es sich um das Entwicklungskonzept der LAG.

Das ist eine Abkürzung und die steht für “Lokale Arbeitsgruppe Elbtalaue”. Deren Vorsitzender ist Joachim Dassinger, der Samtgemeindebürgermeister von Dahlenburg, und auf dem netten Bild der Autorenschaft ist auch Jürgen Meyer zu erkennen.

Puh. Ich dachte schon, ich müsste mich korrigieren und diesen Artikel verändern.
Dann eben nicht.

Gut, weil eingerüstet

Am Ratskeller Dannenberg tut sich wasl

Ob es die Vorarbeiten für das von der Stadt Dannenberg so sehnlich erhoffte 50 Betten-Hotel sind? Das scheint mir unwahrscheinlich, aber immerhin wurde ein Baugerüst an der Fassade befestigt.

Nun hat der Ratskeller nicht nur ein Korsett und ist damit im wahrsten Sinne des Wortes gut gerüstet. ;-)

Gifhorn: Conti fordert Gewerbesteuer zurück

Conti hat bekanntlich VDO von Siemens übernommen. Das schmälert den Gewinn und weniger Gewinn bedeutet weniger Steuern.

Eben im NDR-Fernsehen gesehen: Gifhorn muss Gewerbesteuer zurückzahlen. 1.25 Mio fordert Conti an zuviel gezahlten Steuern aus diesem Jahr zurück. Der kommende Haushalt wird auch in Mitleidenschaft gezogen. 5 Mio wurden dort zuviel eingeplant. Haushaltssperre. Bürgermeister Manfreth Birth, CDU, will alle Maßnahmen auf den Prüfstand stellen.

Ob Dannenberg auch betroffen ist? Auf der Conti-Homepage ist nix zu finden. Auf der Dannenberger natürlich auch nix. Und weil der NDR eben nicht das ZDF ist, findet sich auf bei den Fernsehleuten nix.

Mal sehen ob die EJZ was bringt.

Update:

  • Die Hessisch-Niedersächsische Allgemeine bringt heute einen Artikel aus Frankenberg, einem anderen Conti-Standort.
  • …und auch Ingolstadt ist betroffen, wie der Donaukurier berichtet.
  • .
    Jeweils am Montag seien die Rathäuser über den Wegfall der Gewerbesteuer informiert worden. Einen Tag später war die Ratssitzung des Stadtrates – ohne dass das Thema angesprochen wurde. (. . . oder hab ich das verpasst?)

    Stadt fördert schnelle Leitungen

    “Die Stadt Dannenberg (Nds) kurz vor den Toren Hamburgs verteilt die Fördermittel paritätisch zwischen Beton und Datenautobahn. Dannenberg liegt im Landkreis Lüchow-Dannenberg, der im jüngst vorgestellten Familienatlas unter den Top Ten in Sachen Wohnumfeld platziert wurde. Politik und Verwaltung unterstreichen damit den Anspruch, Fördermittel in “nachhaltige Projekte” zu investieren. ”

    Das wäre doch mal ne Meldung im Zusammenhang mit einem regionalen Entwicklungskonzept . . . wäre.

    Wie jüngst erwähnt, ist das Dannenberger REK beschlossene Sache und dazu gehört, vor allem eine Menge Geld in Straße und Auto zu stecken.

    Geld für die zukünftige Entwicklung

    Nun aber zu sagen, damit wäre es genug getan ins Sachen Zukunft ist etwas vorlaut.

    Was ist mit den medialen Verknüpfungen zum Rest der Republik? Wo sind die Wlan-Hot-Spots? Wo gibt es UMTS? Wo sind die Investitionen in Zukunftstechnik?

    Betriebswirtschaftlich für einen Privatinvestor kaum zu vertreten im ländlichem Gebiet wo Distanzen weit und Investitionen teuer sind. Genau für solche Art Investition sind Fördermittel gedacht. Sie gleichen ein Risiko aus, das zu Gunsten zukünftiger Chancen eingegangen werden soll.

    Ich vermute mal: Wenn wir unsere Region wirklich bei den jungen Famlien in Hamburg und Berlin etablieren wollen, dann ist die frühzeitige, flächendeckende Versorgung mit UMTS und Highspeed-DSL-Anbindung eine zwingende Notwendigkeit. Da verbindet sich die Wohnsituation unmittelbar mit der Möglichkeit am Arbeitsleben teilzunehmen. Vielleicht sogar auf der Fahrt zu Arbeit. Und überhaupt: Fragen Sie mal Ihre Kinder ob sie eher ne Autobahn oder ne echte 16.000K/bits-Verbindung mit allem ChiChi brauchen, die werden Ihnen was Ähnliches sagen.

    Ich hätte es mutig gefunden, wenn die Stadt bei ihrer Förderwunschliste in diese Richtung etwas weitblickender gewesen wäre. … Ich bin mir gar nicht sicher, was die Umfrage der Wirtschaftsförderung und der EJZ zum Thema Internet eigentlich ergeben hat und welche Schlüsse daraus gezogen wurden.

    Jedenfalls keine, die sie als Punkt im regionalen Entwicklungskonzept niederschlugen. Dabei ermutigte Landrat Jürgen Schulz noch am Nikolaustag des vergangenen Jahres die Kommunen, nach lokalen Lösungen zu suchen.

    »Wir werden in Sachen Verbesserung der Übertragungsstrukturen zunächst einmal die Moderatoren- und Koordinationsrolle übernehmen, damit wir konkreter sehen, welche Möglichkeiten machbar und wo genau die weißen Flecken sind.»

    Jürgen Schulz, EJZ 06.12.06 (übrigens werden in dem EJZ-Artikel ähnliche Forderungen aufgestellt.)

    Lebenslange Benimmregeln

    Zur regionalen Entwicklung gehört natürlich auch die Bildung. Logisch und darum gibt es eine feine Mensa für die geplante Ganztagsschule in Dannenberg. Sehr gute Sache.

    Ob die Nähe zu den zehn altengerechten Wohnungen des Mehrgenerationenhauses das ganze gleich zu einem Projekt “Lebenslanges Lernen” macht, mag jeder für sich entscheiden. Aber ist doch immer nett, wenn die Oma und die Enkel zusammen am Tisch sitzen. :-)

    Lehrstunde Demokratie im Stadtrat

    Demokratie ist, wenn man hingeht.

    Wer aber glaubt es würde reichen, zur Wahl zu gehen, irrt. Es lohnt sich, auch die politischen Debatten zu verfolgen. Gestern zum Beispiel tagte der Dannenberger Stadtrat.

    Der hatte über das regionale Entwicklungskonzept zu entscheiden, von dem hier schon mal die Rede war. Vorher gab es eine Bürgerfragestunde (laut Satzung auf eine halbe Stunde beschränkt) und eine Diskussion über die einzelnen Punkte des Paketes, welches von der Verwaltung geschnürt wurde.

    Dabei wurde der Plan, Bauland am Thielenburger See auszuweisen abgewiesen. Der Weg zu dieser Entscheidung war ein Krimi. Denn ursprünglich wollten die Fraktionen von SPD und CDU den Plan mit minimalen Änderungen durchwinken.

    Erst eine wirklich fulminante Rede von Ex-Bürgermeister Fartmann drehte diese Entscheidung. Fartmann konnte sich sicher sein, den Willen der Anwesenden zu treffen. Denn während der Bürgerfragestunde war Volkes Stimme eindeutig gegen diese Idee. SPD-Fraktionschef Schwidder beantragte im Anschluss an die Fartmannsche Einlassung eine Sitzungspause, um den ursprünglich geplanten Beschluss noch einmal im Fraktionskreis zu diskutieren.

    Nicht ohne Folgen bei SPD wie auch auch bei der CDU.

    Deren Fraktionsvorsitzende Felber hatte die Größe, von der ursprünglichen Rede abzurücken und im Anschluss wurde die Idee einstimmig abgelehnt.

    Danke für die Einsicht . . .

    Regionales Entwicklungskonzept

    Ein regionales Entwicklungskonzept (REK) ist ein Instrument der Regionalplanung und der regionalen
    Wirtschaftsförderung, das insbesondere in Deutschland seit Mitte der 1990er Jahre zunehmend stärker
    eingesetzt wird. Das REK hat informellen Charakter, das heißt es entfaltet keine direkte rechtliche
    Wirkung.

    Wikipedia

    Gestern wurde das REK für Dannenberger in der Alten Post vorgestellt. Wichtigste Punkte auf meinem Notizzettel:

      2021 gehen dem Landkreis 10% der Bevölkerung verloren.
      2020 wird der Dannenberger im Schnitt 50 Jahre alt sein.
      Die Innenstadt endet laut Definition der Autoren des REK am Prohaska-Platz.
      Nicht jedes Haus sei erhaltenswert. Abrissbirnenkandidaten heißen “abgängige Bauten” (Jürgen Meyer)
      An der Marschtorstraße soll ein Parkplatz entstehen.
      In Dannenberg soll am Nordufer des Thielenburger Sees ‘hochwertiger’ Wohnraum entstehen.
      Das Künstlerhaus an der Sparkasse ist nicht vom Tisch.
      Der Ratskeller soll wieder aufgebaut, das gegenüberliegende Eckhaus soll abgerissen werden.
      Mitte Oktober soll das REK veröffentlicht werden. ;-) – ja, klar…

    Das Ende der Nahrungskette

    Am Ende der Nahrungskette stehe ich heute Nacht nicht (Bild Wikipedia)Fällt das nur mir auf oder sind die Mücken im Augenbick besonders aktiv?

    Sobald sich eine Gelegenheit findet, suchen die meine Nähe. Und meine Waden zeigen, dass sie keine Gelegenheit ungenutzt verstreichen lassen . . .

    Inzischen haben sich etwa 20 dieser Blutsauger im Wohnzimmer an den Wänden und der Decke niedergelassen. Ein netter Fernseh-Abend kommt mit solchen Mitbewohnern nicht zustande. Aber selbst ein planmäßiger Rückzug ins Schlafzimmer stellt sich als totaler Fehlschlag heraus.

    Wir haben zwar ein gutes Fliegengitter vor dem Fenster, das war aber dummerweise offen.

    Ich fürchte, dass ich in dieser Nacht nicht am Ende der Nahrungskette stehen werde.

    Lkw-Lärm: Fragen Sie doch den Spediteur

    Kennzeichen für eine mautpflichtige StreckeWenn der Transport via Autobahn teurer wird, lohnt das Ausweichen auf die Bundesstraße. Das nervt die Anwohner.

    Wir haben mal fünf der Speditionen angerufen, deren Fahrzeuge auf der B216 bzw. B1921 so häufig unterwegs sind, dass der Firmenname auf den vorbeifahrenden LKW im Gedächtnis haften blieb.

    Auf die Frage “wohin fahren Ihre LKW eigentlich, wenn sie Dannenberg queren?” gab es teilweise lustige Reaktionen. Nicht alle sind freundlich und nett. Aber Einigkeit besteht in der Aussage ‘wir umgehen die Maut nicht’. Wer’s glaubt . . .

    Während sich die Diskussion um Toll Collect aus dem öffentlichen Bewusstsein verabschiedet hat, wurden zum 1.September die Mautgebühren auf 13.5 Cent pro Autobahnkilometer erhöht.

    Dafür sinkt die Kfz-Steuer für den schweren LKW und gleichzeitig steigt die Attraktivität der Bundesstraße.

    In diesem Zusammenhang habe ich folgende Aussage von FDP-Wirtschaftsminister Walter Hirche im Web gefunden:

    Der Minister betonte (…) dass für Niedersachsen das Instrument der Sperrung eine wirkungsvolle Alternative zu einer Maut auf Bundesstraßen darstelle. (…) “Eine generelle Ausweitung der Mautpflicht würde vor allem die Wirtschaft in den betroffenen Gebieten zusätzlich belasten und zu weiteren Umgehungsstrecken führen”, so Hirche. “Eine Sperrung für den Durchgangsverkehr als verkehrslenkende Maßnahme setzt dagegen auf den Sachverstand vor Ort, schränkt die örtlichen Spediteure nicht ein und ist genauso effektiv.”

    OLG Braunschweig

    Auch das Bundesumweltministerium sieht Handlungsbedarf und ruft dazu auf, den vorhandenen Handlungsspielraum zu nutzen.

    Eine Sammlung mit Tipps für betroffene Anwohner hat der BUND auf seiner Homepage veröffentlicht.