Im Augenblick häufen sich Medienberichte über die Rolle der Religion in der amerikanischen Gesellschaft. Grund ist wohl der Wahlkampf jenseits des Atlantiks.
Seit Jimmy Carter bezieht die Politik den Allmächtigen verstärkt mit ein. Bisheriger Höhepunkt und ungekrönter Meister dieser Disziplin ist der wiedergeborene Christ George W.Bush. Auch wenn der nächste Präsident gekürt ist, bleibt das Thema aktuell.
Eine kleine Meldung im SPON bringt mich dann aber doch zum Schmunzeln. Demnach kann man Gott in den USA auch vor den Kadi zerren. Immerhin sind vor dem Gesetz alle gleich. Gründe das zu tun, gäbe es genug:
Verbreitung von Tod, Zerstörung und Terror: Wegen dieser Vergehen hatte der Ex-Senator Ernie Chambers keinen Geringeren als Gott verklagt. Nun wurde das Verfahren abgeschmettert – mit einem bizarren Argument. Spiegel online
Das Gericht weigerte sich die Klage anzunehmen, weil die Adresse von Gott nicht bekannt sei und er darum nicht die Möglichkeit hätte, die Klageschrift zu lesen. Ah ja!
Ich verfüge zwar nicht über einen guten Draht zum Schöpfer, meine aber gehört zu haben, dass er in Amerika (gods own country) in irgendeiner Kirche (Haus Gottes) zu finden ist. Vielleicht kann man mich aber korrigieren.
Es könnte immerhin auch sein, dass Jerusalem, Rom oder Köln als Wohnort in Frage kommen.
Eines ist sicher: Wenn es bei der Begründung des Gerichtes bleibt, ist Amerika am Arsch! Gottverlassen, sozusagen.
Es gab mal Zeiten, da waren die “Erwachsenen” noch alleine aufgrund ihres Alters “Respektspersonen”. Die sind aber offenbar schon etwas länger vorbei, denn:
“Die heutige Jugend ist grässlich. Sie hat nicht den geringsten Respekt vor gefärbten Haaren.”, Oscar Wilde
Auch wenn Respekt und Autorität gerne als Synonym gewertet werden, stehe sie doch für unterschiedliche Dinge.
“Die Autorität ist also die erste soziale Idee des menschlichen Geschlechtes. Die zweite hat darin bestanden, unmittelbar an der Abschaffung der Autorität zu arbeiten.”, Pierre Joseph Proudhon
Die Frage die sich mir stellt: Ist dieses “Machwerk” unseres Lehrlings jetzt ein Zeichen für mangelnden Respekt oder wird meine Autorität in Frage gestellt?
Es sind diese ganz besonderen Tage (31° C, leichter Westwind), die mich auf dumme Ideen bringen:
Seit April halte ich das Pendeln zwischen Arbeitsstelle in Clenze und Wohnort Dannenberg ganz gut durch. Nur in Ausnahmefällen gestatte ich mir das Umsteigen auf Motorkraft. Inzwischen bin ich davon überzeugt, dass es nichts schlimmeres gibt, als diese Bullenhitze.
Trotzdem oder gerade deswegen, werde ich jetzt die Tour de Pendler ins Leben rufen.
Jeden Tag vergleiche ich hier meine aktuellen Ergebnisse der Hinfahrt (ggf auch der Rückfahrt) mit denen des Vortages. Am Ende des Monats gibt es dann eine schöne Statistik und – wenn sich noch ein paar Verrückte finden – einen Monatssieger.
Doping ist ausdrücklich erlaubt – vorausgesetzt, die verwendeten Präperate werden offenbart.
Ich hab schon lange drauf gewartet: Der Jever Mann ist in Rente gegangen. Zumindest wurde mir das heute bewußt.
Eben habe ich die neue Jever-Werbung auf Pro7 gesehen. Anders, aufgeladen mit Pferden und den guten Freunden. Überladenes Bildergewusel.
Ein bisschen schade. ‘Kein Stress, keine Hektik, keine Termine’ hat mich meine aktive Biertrinkerphase hindurch begleitet – aus, vorbei. Da kann ich auch gleich auf bayerische Gemütlichkeit umsteigen.
Seit die Großwildjagd in Afrikas Savannen aus der Mode gekommen ist, bleiben die Elefantenbüchsen im Schrank. Noch!
Denn – wie die EJZ berichtete und Jens richtig bemerkte: In Lüchow-Dannenberg werden jetzt Büffel geschossen.
Okay, keine echten Büffel – aber immerhin Galloways. Die Herde streift durch den Gartower Forst und sorgt dort für , wenn nicht Stress, dann doch zumindest Handlungsbedarf. Mehr noch als der Wolf, der im Dezember zur Strecke gebracht wurde.
Es ist weniger eine Frage des Geschmacks denn eine Frage des Image: weiß oder schwarz?
Gerade wenn es um Apple geht stellt sich das Problem und eine ‘richtige’ Antwort gibt es nicht, ohne sich in die Materie einzuarbeiten. Das MacBook, Apples Juniorversion eines Laptop gibt es in weiß oder schwarz, ohne dass sich die verbaute Technik unterscheiden muß. Schwarz kostet einen Aufpreis, weiß wird schon mal abfällig als ‘Sanitärdesign’ verspottet. Imagetechnisch ist schwarz hier wohl die richtige Wahl, will man nicht gleich auf die hippe MacBook pro-Serie zurückgreifen, welche im kühlen Alu-Outfit daher kommt.
Anders beim iPhone 3G, der zweiten Version von Apples Handybaureihe.
Da wird der Besitzer der schwarzen Version als Knauserknochen offenbar. Denn anders als bei der weißen Version stecken ‘nur’ 8 Gigabyte in dem Mobilphone, während die weiße Ausführung stolze 16 Gb aufweist.
Aber bevor jetzt falsche Schlüsse gezogen werden: Mein Laptop ist weiß und mein schwarzes iPhone gefällt mir auch sehr gut.
Kai Hagen ist sauer. Stocksauer sogar. Der umtriebige Investor aus Düsseldorf ist einer dieser “Macher”, “Unternehmer” und “Visionäre” die allenthalben gefordert und gesucht werden.
Die vordergründigen Hintergründe kennt die Schweriner Volkszeitung:
„Ich habe, gelinde gesagt, die Schnauze gestrichen voll“, macht sich der sonst eher für seine Besonnenheit bekannte Kai Hagen ziemlich drastisch Luft: „Die Behörden in Mecklenburg-Vorpommern, insbesondere im Landkreis Ludwigslust, sind das Allerletzte. Ich wäre ja verrückt, wenn ich auch nur noch einen Cent in Mecklenburg investiere.“
Der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte, ist jedoch nicht nur der Schilderkrieg an der B 191. Der Landkreis verlangte kürzlich, unter Strafandrohung von bis zu 500 000 Euro, dass er die beweglichen Werbeträger auf einem Acker vor den Toren der Elbestadt zu entfernen habe. Schweriner Volkszeitung
In den Kommentaren zu dem zitierten Artikel wird auf ein anderes Problem hingewiesen, dass dem auf den Tourismus setzenden Düsseldorfer Hagen noch mehr belastet haben dürfte: die seit einigen Jahren schwelende Diskussion um einen möglichen Braunkohletagebau im Landkreis.
Wo Krater die Landschaft bestimmen, kommen maximal Industrietouristen. Schöne Aussichte, gelle?
Dabei war Hagen noch im April recht opimistisch, als er sich für die Schweriner Volkszeitung mit Bürgermeisterin über die Außenstelle Dömitz für die Bundesgarteschau freute.
Kai Hagen indes sprach von einer regelrechten Aufbruchstimmung in Dömitz. “Das ist richtig zu spüren, seit wir uns um das Prädikat beworben haben. Ich freue mich, dass unsere Bemühungen von Erfolg gekrönt sind und sehe das als Startschuss für Dömitz. Wir werden das Ganze nun mit Leben füllen.” Schweriner Volkszeitung (online)
Vielleicht erliegt Dömitz nun dem plötzlichen Herztot? Denn sicher ist, dass es genau solchen Protagonisten wie Kai Hagen braucht, um eine Region nach vorne zu bringen.
Ich hege die stille Hoffnung, dass sich die Wirtschaftsförderung im Landkreis Lüchow-Dannenberg intensiv mit Kai Hagen ausgetauscht hat und sein Interesse auf den Landkreis lenken konnte. Platz genug hätte er – und eine glückliche Hand bei der Wahl seiner Projekte auch.
Machen wir uns nix vor: Das mit den freien Märkten hat auch seine Nachteile. Das mit den unfreien Märkten auch, aber das blenden wir jetzt mal großzügig aus.
Als ich meinen letzten Job gekündigt habe weil mir 250 euro (pro Monat) Treibstoffkosten für nur 80km täglich zuviel waren, fiel mir ein wo ich vielleicht doch eingreifen bzw. meinen Unmut äussern könnte.
Michael bei Acidware
Genau dieses Thema hatten wir heute im Büro. Mein Kollege verballert sage und schreibe 400€/Monat für Diesel … Monat für Monat. Das tut weh und das Sparpotential ist gering: Der Wagen ist ein neuer Gebrauchter – also das Normalbürger-Vernünftige.
Dass die alte Hoax-Mail (früher hieß das mal Kettenbrief) selbst von meinem Vater weiter verbreitet wird, macht den Ernst der Lage deutlich: Es geht ans Eingemachte. Oder – etwas provokant: An der deutschen liebstes Kind.
Wer also etwas drauflegen möchte, kann seinen Unmut vielleicht hier loswerden.
Das musste ich hier erwähnen, weil DIESE Geschichte ist mal echt geil! Wer verbrennt schon so einfach seinen BMW?
Überleben in einem Turnier ist bekanntlich eine Frage des Herzens. Der unbedingte Wille zum Sieg ist aber nur die halbe Miete (siehe Bild) – wir warten mal ab, wer nach Hause fährt.
Übrigens: Das ganze Jahr über sind die hiesigen Türken ja eigentlich Kurden – nur wenn die Türkei Fußball spielt, gibt es keine Unterschiede… das ist wohl mit dem verbindendenden Element von Sport gemeint, oder?
Dass die neuen Medien eine nicht ganz unwesentliche Rolle in Sachen “Standortwahl” spielen, ist inzwischen allgemein bekannt.ÂÂ
Die heute übliche Form das Internet zu nutzen, ist der DSL-Anschluss. Der ist vielleicht nicht das Neueste vom Neuen – aber für den Otto-Normal-Betrieb absolut ausreichend. Wenn DSL denn zu bekommen ist.
Das ist im dünn besiedelten Gebiet nicht unbedingt der Fall, weswegen der Landkreis jetzt Druck machen möchte. Darum wurde am Wochenende eine Umfrage initiiert.
Damit will der Landkreis auch eine Bestandsaufnahme vornehmen, um zu sehen, wo der dringlichste Handlungsbedarf besteht. Die Umfrage soll bis zum 27. Juni abgeschlossen werden. Nach der anschließenden Auswertung der Daten sollen dann anhand der gewonnenen Erkenntnisse Verhandlungen mit Telekommunikationsanbietern aufgenommen werden, um mit diesen die Möglichkeiten auszuloten, wie unterversorgte Gebiete an das World Wide Web angeschlossen werden können.ÂÂ
EJZ
Wenn das mal keine gute Idee ist.
Vor allem können die Ergebnisse dann mit der Umfrage vom Dezember 2006 verglichen werden. Das wird bestimmt ganz doll spannend und aufschlussreich.
Während die Essener im Schnitt in weniger als einer Minute die nächste Auffahrt erreichen, dauert es für Urlauber aus dem Kreis Lüchow-Dannenberg (Niedersachsen) länger als eine Stunde. Im Schnitt brauchen die Deutschen 17 Minuten zur nächsten Autobahn, das ermittelte das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR). RP-Online
Tja. Damit ist es wohl amtlich. Lüchow-Dannenberg ist einen Arm weit weg von der bösen, weiten Welt
Warum wurde beim Anlegen von Radwegen auf die Belange der Radfahrer so wenig Rücksicht genommen?
Die Hügellandschaft zwischen Klein Witzeetze und Clenze ist eine dieser Strecken, die durch sanfte aber lange Anstiege den Puls nach oben treiben und die Durchschnittsgeschwindigkeit drücken. Auch nach über 14 Tagen Übung habe ich die wichtige psychologische Marke von 25 km/h noch nicht geknackt (aber ich arbeite dran).
Nachdem ich die Strecke inzwischen im Schlaf kenne ist mir aufgefallen, dass die Planer der benutzten Radwege keine Ahnung hatten welche Anforderungen ein Radweg erfüllen sollte. Beim Ortseingang Schaafhausen versperrt ein Hindernis den Weg, um Mopedfahrer vom Benutzen des Radweges abzuhalten. Die Mopedfahrer lassen sich davon nicht stören, umfahren das Hindernis – ich inzwischen auch.
Es ist mir unverständlich, dass auf der abschüssigen Strecken durch Jameln der Radweg unvermittelt schmaler wird, um eine Eiche führt und dabei zu einer schönen Rechts-Links-Schikane wird. Dass diese Schikane mit Laub und kleinen Ästen bedeckt ist, treibt die Spannung jedesmal in die Höhe – ist aber eher eine Frage der Pflege, denn der Anlage solcher Radwege.
Richtig hart ist wenn der Radweg steiler ansteigt als die Straße unmittelbar nebenan.
Dass es dafür etwas schneller bergab geht ist kaum ein Trost. Es liegt in der Natur der Sache, dass Anstiege länger dauern als Abfahrten und insofern ist es verständlich, wenn Radfahrer (ich natürlich nicht) auf der Straße neben dem neuen Radweg her fahren – das ist eine Form von zivilem Widerstand und im Wendland geübte Praxis…
Trotz alle dem: Bislang habe ich es nicht bereut, auf das Rad umgestiegen zu sein. Die Zeit die für die Fahrt zur Arbeit “verloren” geht, empfinde ich eher als Gewinn: Statt 20 Minuten im Auto zu sitzen, bin ich jetzt 1 Std in Bewegung und spare mir den Sport… Aber das ist bekanntlich eine Frage des Geschmacks.
Nicht immer hält Werbung, was sie verspricht. Im Grunde genommen ist das aber auch scheißegal – zumindest den Kreativen die Verpackungen für Lebensmittel entwerfen, den Abteilungsleitern die diese Verpackungen absegnen und den Kunden die diese Verpackungen kaufen.
Inhalt und Verpackung haben manchmal nicht viel mit einander gemein. Ins Bild und ausdrücklich als Kunstprojekt in Szene gesetzt wurde der Beweis für diese Behauptung durch Samuel Mueller. Sein Projekt “Werbung gegen Realität” ist hier vollständig zu sehen.
Ich ziehe meinen Hut vor der Mühe und wünsche ihm und seinem Projekt die Aufmerksamkeit, die es m.A.n. verdient. Allerdings fürchte ich, dass die Leute immer das sehen, was sie sehen wollen. Hmmm, lecker…
Aber mal ganz im Ernst – wieso schicken die Leute sich so was als Datei per Mail? Ich meine: Der Clip hat als WMV-Datei schlappe 4Mb. Gut, DSL macht es möglich. Aber letztendlich wäre es leichter, diesen Link zu verschicken:
Oder diesen: http://www.diewespe.de/cool-montag-per-mail-bekommen.htm
… muss die Freiheit wohl grenzenlos sein – wenigstens für drei Tage.
So lange kann nämlich diese französische Version des Zeppelin in der Luft bleiben und – wie der Spiegel schreibt – 40 Gäste transportieren.
Schöne Idee! Aber ausgerechnet von den Franzosen?
Warum nicht . . . 2005 setzte die Pariser Polizei ein Luftschiff zur Überwachung der Fête de la Musique ein.
Ich freue mich über Feedback, Anregungen und Korrekturen.