Weshalb die Diskussion um Internet-Sperren Deutschlands Politikern und dem Allensbach-Institut Angst machen sollte [Indiskretion Ehrensache]

Ein ganz kurzer Lesetipp zum og. Themenbereich . . . Kurz, weil es spät ist und vor allem weil ich schockiert bin, dass ich diesen Artikel im Handelblatt bisher überlesen habe – und trotzdem, weil er sich wirklich lohnt!

Nicht nur der Artikel von Thomas Knüwer sondern auch die ihm folgenden Kommentare.
Ein kurzer Auszug, der Lust auf Lesen machen soll:


“Klar lügen Politiker”, werden viele sagen. Doch diese Ahnung, betrogen zu werden, wurde in diesen Tagen zur Gewissheit. Und er wird bestätigt durch den Ablauf der heutigen 24 Stunden langen Bundestagssitzung. Wer so etwas festlegt, hat sich längst vom Glauben verabschiedet, dass die Funktionsweise der deutschen Demokratie sinnvoll ist. Der Zeitplan ist Sitzung gewordene Satire, er ist eine Beleidigung der Väter dieses Staates. Er widert mich an. Ich empfehle einen Blick auf Top 26: Mitten in der Nacht wird fünf Minuten zum Thema Bestechlichkeit von Abgeordneten diskutiert.
zum ganzen Artikel bei [Indiskretion Ehrensache].

Flusenstocher: Mein iPhone-Headset funktinoiert wieder

Manchmal sind ganz alte Verfahren ein fruchtbarer Weg, mit ganz neuen Problemen umzugehen.

Das wurde mir gestern klar, als ich mit einem Zahnstocher mein iPhone bearbeitete. Dort hatte es sich ein Fussel in der Kopfhörerbuchse gemütlich gemacht. Baumwolle und Synthetik-Fasern versperrten dem Klinkenstecker meines Headsets den entscheidenden letzten Millimeter.

Die Vermutung, dass ein Fussel der Grund für die Fehlfunktion des Mikrofons im von Apple mitgelieferten Kopfhörers sein könnte kam mir nach einem Hinweis in einem Forum.

Wenn das Mikro bzw. die Fernsteuerung am Kopfhörer nicht funktioniert, könne das daran liegen, dass der Kopfhörer einfach nicht tief genug in seine vorbestimmte Buchse gesteckt werden kann. Nur: Wie kommt man dran?

Genauso wie an ein Stück zähes Hühnerfleisch im Zahnzwischenraum: Mittels eines Zahnstochers aus Holz habe ich einen dicken Fussel aus dem iPhone gezogen und viola: Jetzt darf ich beim Autofahren wieder telefonieren. Problem gelöst: Das Mikrofon und die integrierte Fernsteuerung des iPhone geht wieder!

Gespart und gelernt, Herz was willste mehr?

NATO-Rallye und Drogenkrieg

“NATO-Rallye” stand vor 20 Jahren für die freitäglichen Reisebewegungen deutscher Wehrpflichtiger in Richtung Heimat. Auf den Strassen, welche die Standorte der Bundeswehr mit den Ballungszentren der Republik verbinden schwoll der Testosteronpegel wie die Nordsee bei einsetzender Flut. Mit der Ruhe eines Küstenbewohners nahmen Pendler und Anlieger dieses Phänomen hin, wohl wissend, dass montags wieder Ruhe wäre.
Die NATO-Rallye kommt mir in den Sinn, weil ich erstmals seit Jahren an einem neuralgischen Freitag in der Bahn sitze und mich in einem der heute üblichen Großraumwagen der Anwesenheit einer sechsköpfigen Gruppe Rekuten erfreue. Leider hapert es an meiner Sprachkenntnis, die Herkunft der Jugendlichen genauer einzugrenzen: Sachsen, Thüringen oder doch Sachsen-Anhalt? Unabhängig davon: Wie es sich gehört, nimmt der Kamerad auf das “Ruhebedürfnis” der Zivilisten keine Rücksicht.
Die Aussicht auf ein Wochende ohne Ufz, StUfz oder Spieß dafür mit Mutters Kochtopf und die Beine der Freundin alleine beflügelt das Rekrutenherz. Bier und Jägermeister lösen die Zunge und Gott sei Dank ist das bierseelige Schmettern deutschen Liedgutes zur Steigerung des Kameradschaftsgefühles lange außer Mode.
Schwer in Mode, wenn auch den Reisenden der Bahn untersagt, ist das Rauchen von Spice.
Das hat meine jungen Vaterlandsverteidiger nicht davon abgehalten, die Restbestände des örtlichen Headshops vor der Abfahrt des Zuges kameradschaftlich zu teilen und wegzuschmöken. Einzelheiten der Kifferei hört der ganze Wagen ungewollt mit. Vielleicht sollte die Bahn das Rauchen des Grass-Ersatzes mit mehr Wohlwollen betrachten: Die Zugbegleiterin erntet für die Auskunft, dass der Zug Verspätung habe und der Anschluss leider verpasst werde schallendes Gelächter.
Zu meiner Zeit hätte sie für so etwas Prügel bezogen. Peace!

Gelöscht und neu aufgesetzt

Ordnung muss sein. Seit ich denken kann, wird mir dieser Satz immer und immer wieder vorgebetet und ja – ich glaube das auch. Schlecht wird es erst dann, wenn das Aufräumen zu einem eigenen Projekt wird.

Wie zum Beispiel das Aufräumen meines Webspaces. Da tummeln sich alte WordPress-Versionen fröhlich neben aktuellen Bildern, Ordner die ich selbst schon längst vergessen habe zeugen von ehemaliger Wichtigkeit durch die Namensgebung und enthalten doch nur cryptische php-Dateien längst deinstallierter Plugins.

Lange Rede, kurzer Sinn: Sicherungskopie von allem auf den heimischen Rechner, auf dem Server alles gelöscht und neu aufgespielt. Das spart Platz und genügt dem Anspruch, dass Ordnung eben sein müsse.

Dumm nur dass ich vergass, auch meine zuvor installierten Plugins wieder aufzuspielen. Von wegen Ordnung…

Erzwungene Abwechslung

Der gute Kaiser W II hat sie als das Beste bezeichnet, was die junge deutsche Republik hervorgebracht hätte: Gummibären. Was er damals aber nicht vorhersehen konnte, ist die wahnwitzige Artenvielfalt innerhalb der Familie der Gummibären.

Es gibt aber nach meiner festen Überzeugung nur eine Sorte, die des Verzehrs würdig ist: Phantasia von … Na, wer weiß es? 

Genau: Von den Bonnern.

Da bin ich Gewohnheitsmensch und habe auch keine Lust auf Abwechslung. Schade nur, dass mein Einkaufsservice das nicht glaubt. Heute gabs “Saftbären”. Ergebnis: zu weich, zu süß, zu klein.

Auch wenn es undankbar zu sein scheint: Nee, bitte nicht mehr Abwechslung!

Der Kanal ist wieder frei

So ein verstopfter Kanal ist ärgerlich.

Sei es für die Elbschifffahrt, die dieser Tage echt Probleme mit Treibeis hat, sei es der Nervenkanal in meiner Zahnwurzel.

Letzterer wurde von meiner Zahnärztin verschlossen damit sich keine Speisereste in Richtung Wurzelspitze bewegen. Die Folge: Eine Pump-Backe. Die hat mich bis gestern soweit verunstaltet, dass sich Portraitaufnahmen meines Gesichtes nur auf Breitbildschirmen darstellen lassen.

Also wieder hin zum Doktor und erst einmal den Kanal frei bohren lassen. Es ist schon unglaublich, wie schlecht ein bisschen Zahn stinken kann.

Frohe(s) Neue(s,) Vorsätze

 

Frohes Neues

Frohes Neues 2009. Feuerwerk über der Stadt vom Balkon aus gesehen. Nein, ich war nicht los. Ja, ich habe mich darüber geärgert. Nein, ich bin nicht fit.

Ich nutze die Gelegenheit, auf diesem Wege allen Lesern ein frohes, neues Jahr zu wünschen.

2008 hat sich bei mir mit einer laufenden Nase verabschiedet und das neue Jahr hat sich durch Schüttelfrost und kalte Füße bemerkbar gemacht. Dass ich damit nicht alleine bin, erlebe ich in der eigenen Familie – aktuelle Ausfallquote: 80%

Das gibt Zeit zum Nachdenken.

Eigentlich halte ich nicht mehr viel von Vorsätzen zum neuen Jahr – trotzdem seien hier einige festgehalten.

 

  • Konsequentes Veröffentlichen im Wespennest – Zum Beispiel durch Weiterführen der Menschenrechtsserie.
  • Beleben von kinderwirtschaft.net mit einem regelmäßigen Podcast
  • Twitter zurückfahren
  • Die Funktionalitäten von me.com ergründen
Wer glaubt, ich würde das Rauchen einstellen wollen:
Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom. Ich drehe weiter.

Gewonnen

Ich habe selten etwas gewonnen. Was einfach daran liegt, dass ich selten an Gewinnspielen teilnehme. In der Regel reizen mich die Gewinne im Grunde nicht wirklich und der dafür zu betreibende Aufwand nervt mich mehr, als es mir der Nutzen des Gewinnes wert wäre.

Aber diesen Anstecker brauchte ich einfach.

Was nicht zuletzt daran liegt, dass ich die morgendlichen Ergüsse von Bob so sehr schätze, dass ich mich gerne während seiner Ergüsse beschimpfen lasse. Und außerdem: Girls Don’t Poop ist mal echt geil!

Ein Gewinnspiel, bei dem einfach ein @Reply via Twitter geschickt wird, ist so ziemlich das niederschwelligste was ich mir vorstellen kann – und gewonnen habe ich auch noch! Let the games begin!

Ahnungsloser Gewerkschaftsboss Wendt macht sich lächerlich

Die Polizei war in diesem Jahr erheblich friedfertiger als in den Jahren zuvor. Zwar kam es zu Übergriffen - aber das lässt sich bei 30.000 Menschen in Stress wohl kaum verhindern. Und dann kommt Rainer Wendt und will Stärke zeigen.   Ohne Helm und recht entspannt – so habe ICH die Polizei erlebt.

 

Eine kleine Umfrage im Bekanntenkreis hat bestätigt, was ich in Twitter schon gefragt hatte: Wie habt Ihr die Polizei empfunden? Einhellig: War okay. (Das ist viel im Wendland!)

Eigentlich wäre ich geneigt, einer Gewerkschaft der Polizei zuzuhören. Aber eines ist sicher: Nachdem der Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft einen solchen Quatsch von sich gibt, höre ich erst wieder hin, wenn die Polizisten sich einen neuen Vorsitzenden oder eine neue Gewerkschaft suchen. mehr lesen …

Wo wohnt Gott?

Unwahrscheinlich: Gottes Haus in der Altmark
Unwahrscheinlich: Gottes Haus in der Altmark

Im Augenblick häufen sich Medienberichte über die Rolle der Religion in der amerikanischen Gesellschaft. Grund ist wohl der Wahlkampf jenseits des Atlantiks.
Seit Jimmy Carter bezieht die Politik den Allmächtigen verstärkt mit ein. Bisheriger Höhepunkt und ungekrönter Meister dieser Disziplin ist der wiedergeborene Christ George W.Bush. Auch wenn der nächste Präsident gekürt ist, bleibt das Thema aktuell.

Eine kleine Meldung im SPON bringt mich dann aber doch zum Schmunzeln. Demnach kann man Gott in den USA auch vor den Kadi zerren. Immerhin sind vor dem Gesetz alle gleich. Gründe das zu tun, gäbe es genug:

Verbreitung von Tod, Zerstörung und Terror: Wegen dieser Vergehen hatte der Ex-Senator Ernie Chambers keinen Geringeren als Gott verklagt. Nun wurde das Verfahren abgeschmettert – mit einem bizarren Argument. Spiegel online

Das Gericht weigerte sich die Klage anzunehmen, weil die Adresse von Gott nicht bekannt sei und er darum nicht die Möglichkeit hätte, die Klageschrift zu lesen. Ah ja!

Ich verfüge zwar nicht über einen guten Draht zum Schöpfer, meine aber gehört zu haben, dass er in Amerika (gods own country) in irgendeiner Kirche (Haus Gottes) zu finden ist. Vielleicht kann man mich aber korrigieren.

Es könnte immerhin auch sein, dass Jerusalem, Rom oder Köln als Wohnort in Frage kommen.

Eines ist sicher: Wenn es bei der Begründung des Gerichtes bleibt, ist Amerika am Arsch! Gottverlassen, sozusagen.