Mal was in eigener Sache!

Als vor kurzem in den USA ein Gesetzespaket zurück in die Ausschüsse verwiesen wurde, berichteten sogar die regulären Massenmedien an prominenter Stelle – was bei vielen meiner Bekannten als “Internetstreik” hängen geblieben ist.

Was die wenigsten mitbekommen haben: Im Dezember wurde auf europäischer Ebene einem Vertrag zugestimmt, der ähnlich weitreichende Folgen für das Internet und seine Nutzer haben wird. Das Stichwort lautet Acta. mehr lesen …

Die Verhandlungsposition der Bäuerlichen Notgemeinschaft

Wenn Räumen nicht geht, dann wird halt verhandelt. Aber wer verhandelt was?

SO 15:47O-TON
Beteiligten (Bäuerliche Notgemeinschaft):
»Wir sind bereit, uns aus der Betonpyramide zu lösen und das Gleis zu verlassen, wenn vom Bundesumweltministerium folgende Zusage gemacht werden: Sofortiger Baustopp im Gorlebener Salzstock, sofortiger Stopp aller Castortransporte nach Gorleben, bis der Umgang mit dem deutschen Atommüll geklärt ist, keine Strafverfolgung von angeketteten Menschen! (zu: Pyramidenblockade in Hitzacker)«

via castorticker.de

Was passiert nach dem Wechsel zu iCloud mit “Zugang zu meinem Mac”?

Zusätzliche Informationen

Hinweis: Es ist mit iCloud nicht möglich, “Zugang zu meinem Mac” zur Verbindung mit AirPort-Laufwerken d. h. mit USB-Laufwerken, die mit Apple Wi-Fi-Basisstationen wie AirPort Extreme und Time Capsule verbunden sind zu verwenden.

via Was passiert nach dem Wechsel zu iCloud mit “Zugang zu meinem Mac”?.

Na toll! Jetzt muss ich wohl die Bilder vom Güneitz wie früher per Hand auf nen Stick ziehen, um sie Axel zur Auswahl vorzuschlagen!

Warum werden solche Einträge eigentlich immer so versteckt angebracht, sprich: nachdem ich bereits von mobileMe umgezogen bin. :-(

 

An die Arbeit!

Das Zauberwort heißt Routine. Dressur. Gewöhnung. So wie Jahrhunderte zuvor unsere Vorfahren mit Drohungen, zuweilen mit brutalsten Mitteln zur regelmäßigen Lohnarbeit abgerichtet wurden, werden Mitglieder der Arbeitsgesellschaft – vom Kindergarten an – mit einer regelrechten Gehirnwäsche dazu erzogen, dass nur der, der angemessen lohnarbeitet, ein ehrenwertes Mitglied der Gesellschaft ist. Dazu kommt ein Sozialsystem, das sich nur durch den – immer kleiner werdenden – Anteil an vollerwerbsfähigen Einzahlern finanzieren will. Aus dem kulturellen Zwang ist längst ein “stahlhartes Gehäuse” geworden, wie Max Weber das nannte. Ein Entrinnen gibt es nicht durch Leiden und harte Arbeit, sondern durch etwas Nachdenken.

via brand eins Online: “An die Arbeit” – brand eins 09/2009 – SCHWERPUNKT: ARBEIT.

Passt doch: Heute wurde von wohlwollender Seite behauptet, mir würde die Arbeit im Vorderhaus Spass machen – das hat mich echt irritiert. Drum erstmal was zum Thema Arbeit aus der Brand-Ein.
Lesen war mir zu anstrendend. Den Text gibt es für kleines Geld als Höhrbuch. Audible bietet auf der eigenen Seite die Brand Eins Beiträge des von mir geschätzten Wolf Lotter übrigens in besser Quältität als iTunes, was mich sehr frustet. ;)

Grünen-Politiker Boris Palmer: “Manchmal ist Repression angesagt”

Wenn mir jemand sagt, ich kann nachts nicht schlafen wegen dieser Grölerei, dann kann ich ihn nicht auf die Unzulänglichkeiten von Hartz IV verweisen.

via Grünen-Politiker Boris Palmer: “Manchmal ist Repression angesagt” | Politik | ZEIT ONLINE.

Wo er die Wahrheit ausspricht, will ich ihm gerne zustimmen.

Es ist ein Kreuz mit diesen Parteiflügeln, denen man nicht selbst angehört. ;-)

Lesetipp: Das Duell « Herzdamengeschichten

Gestern war einer dieser wunderbar produktiven Online-Tage an denen ich weiß, dass es Wert ist doch am Ball zu bleiben.

Zum Abschluss eines wunderbaren, etwas frischen Sandkasten-Frühlingstages, noch einmal online gegangen, finde ich eine Geschichte auf einem mir neuen Blog (übrigens via Facebook). Es geht um nichts mehr aber auch nichts weniger, als dass, was man aus seinem Vaterdasein macht. Die Quintessents: Und ich bin selbst Papa!

“Und ich“, sage ich und hebe meine Augenbrauen dezent an, „ich bin selber Papa.“ Der Junge guckt verblüfft. Dann denkt er nach. Er sieht auf seine Schuhspitzen, er sortiert emsig Steinchen. Dann gibt er endlich auf, zuckt mit den Schultern, wirft mit einen ganz kurzen, fast schon freundlichen Blick zu und sagt anerkennend: „Okay. Das ist auch sehr gut.“

Das Duell « Herzdamengeschichten.

Kontrolletti

So ist das mit Kontrollgremien. Sie sind nur so gut wie man sie läßt. Es ist zum heulen, dass es ausgerechnet in der Nuklear-Technik so unangenehm ist, wenn die Kontrolle auf voller Linie versagt.

Diplomaten und Politikwissenschaftler sehen die Behörde in einer unglücklichen Doppelrolle. Einerseits soll die IAEA die friedliche Nutzung der Nuklearenergie fördern, andererseits soll sie sich auch um deren Gefahren kümmern.

via Japans Atom-Desaster: Die IAEA schaut zu und schweigt – International – Politik – Handelsblatt.

Wir können alles!

Hach das ist spannend! Wäre es möglich dass ein so grandioser, grüner Wahlsieg tatsächlich zu einem echten Politikwechsel führt?

“Wir können alles!”

Da können die Südwestler mal eben den ersten grünen Ministerpräsidenten (bis dahin undenkbar!) und der kann jetzt eben nicht gegen seine zentralen Forderungen regieren. Oder doch?

S21, Energiewende, Bildungsdebatte – Viel Platz für Hoffnungen, viel Raum für Enttäuschung.

Es ist das eine, was man ändern muss, das andere was man ändern kann. Grandiose Siege in Wahlschlachten sind nichts wert, wenn sie nicht bald zu Ergebnissen führen. (Ich sehe Westerwelle nicken).

Ich wünsche dem Ministerpräsidenten viel Erfolg und hoffe auf seine Unterstützung bei der Suche nach einem alternativen Endlagerstandort.

Von Pazifisten und anderen

Ich kann mich noch an Zeiten erinnern da war es undenkbar, dass deutsche Soldaten außerhalb der Landesverteidigung eingesetzt wurden.

Dieser Friede währte 40 Jahre lang. Damals – alte Leute wissen es noch – wurde zur Osterzeit für den Frieden auf der Welt demonstriert und hunderttausende gingen mit.

Was ist inzwischen nicht alles geschehen.

Wir haben deutsche Soldaten in Jugoslavien stationiert, wir werden am Hindukusch verteidigt, deutschen Wirtschaftsinteressen mit Waffengewalt am Horn von Afrika der Seeweg freigehalten und der deutsche Außenminister entschuldigt den Umstand, dass die Luftwaffe nicht in Libyen die Luftabwehr eines durchgeknallten Diktators platt macht.
Damit nicht genug. Viele meiner digitalen Kontakte sind geradezu empört, dass Deutschland keinen Wüstenfuchs schicken will, um die Beduinen zu befrieden.

Wie nebenbei wird die Wehrpflicht abgeschafft und ohne Plan und Diskussion machen wir uns an die Verkleinerung der Armee auf ein Maß, das … ja was eigentlich? Wer hat eigentlich festgelegt, wieviele Deutsche in Uniform auf Befehl töten dürfen oder müssen, geschweige denn wen sie töten sollen.

Damals, in der guten alten Zeit, schoss man noch auf seine Nachbarn. Jetzt, da wir das Reihenhaus Europa ausgerufen haben, kommt das nicht mehr so gut an. Muss man sich halt ein anderes Ziel suchen – aber welches? Den Terror? Blödsinn, eine Armee kann gegen Soldaten kämpfen, gegen Terroristen hilft die Polizei. Menschenrechtsverletzer? … Ich denke kaum!

Wie kommt man eigentlich auf die Sollstärke einer Armee, deren Aufgaben inzwischen genauso schwammig definiert sind, wie die Sicherheitsbestimmungen deutscher Kernkraftwerke. Wenn tagesaktuell entschieden wird was wir als Landesverteidigung bezeichnen, muss man da nicht auch Ausrüstung und Mannstärke der Armee kurzfristig auf- und abschwellen können? Vielleicht wäre es sogar sinnvoll, die Bundeswehr ganz aufzulösen und abzuwarten was passiert!?

Ich wäre sehr dafür, eine ausgiebige Debatte über den Sinn und Unsinn von militärischen Kapazitäten zu führen – aber wer macht mit?

Plugin-Salat

Es sind diese kleinen Katastrophen, die das Bloggen so liebenswert machen. Weniger der Umgang mit Themen, als mit Servertechnik, php- und javaskripten.
Das Wespennest läuft seit nunmehr fünf Jahren auf WordPress und ich bin – mal mehr und mal weniger – von dem System überzeugt.

Das liegt zum einen an der einfachen Handhabung im Front- wie im Backend und zum anderen an der nahezu unbegrenzten Erweiterbarkeit der Möglichkeiten.

Allerdings sind einige Funktionen die ich mir mittels Plugin gegönnt habe doch recht anfällig für Fehler. Eine Entschuldigung geht jetzt zum Beispiel an die Empfänger des Newsletters. Die sind vor wenigen Minuten mit Beiträgen bombardiert worden, die selbst bereits Jahre alt sind. Der Grund liegt in einem anderen Plugin das für sich genommen sehr sinnvoll ist: der Broken-Link-Checker. Wie das?

Auch wenn das Netz nix vergisst – die eine oder andere Internet-Adresse ist nach einiger Zeit einfach nicht mehr existent. Das ist nicht weiter schlimm, es sei denn für die Leser, die über Seiten wie das Wespennest auf eben jene toten Links geschickt werden. Darum habe ich den Broken-Link-Checker, der mich über tote Links informiert und sie ggf löscht. Das geht natürlich auch manuell und eben jenes habe ich eben gemacht.

Dumm: Die aktualisierten Beiträge werden wie ein neuer Beitrag behandelt und an die Adressaten des newsletters verschickt. Sorry for the SPAM

Filmspiele

Junge Filmer haben es schwer. Die Mühlen der Branche malen langsam und längst nicht jedes Nugget schafft es in die Kinos.

Ich frage mich, welche Rolle Online-Portale in den Filmschulen und den Köpfen der Beteilgten spielen? Kino und Internet haben ihren Frieden ja noch nicht geschlossen. Vielmehr wird das Netz seitens der etablierten Markteilnehmer in der Regel als nervige Konkurrenz gesehen. Die Diskussionen sind endlos und für den aufgeklärten Netznutzer fast täglich im Blick. Jedenfalls sind die Video-Plattformen da und sie entwickeln Profil.

Bei Vimeo zum Beispiel nimmt man sich vor allem den Young Professionals an. Aktuell werben die einem Festival, celebriert im Netz und in NewYork (if you can make it there), einem üppigen Preisgeld und einer wirklich eindruckvollen Juri setzt sich das Video-Online-Portal von YouTube angehm ab.

Während YouTube das RTL der Netzvideo ist (Unterhaltung, Blockbuster, News und mehr), kommt mir Vimeo eher wie die netzgewordene Arte-Plattform vor. Anspruchsvolle Animationen, HD-Versuche und -Entwicklungen, Inhalte und Machart sind wesentlich profunder, was auch daran liegt, dass das Team hinter Vimeo eine bessere “was uns gefällt”-Sparte betreibt und damit deren “Vision” eines guten Filmes promient fördert und unausgesprochen einfordert.

Nach der Registrierung mit Email und Passwort geht es immer los. Während YouTube mich fast nötigt, selbst aktiv zu werden, läßt mich Vimeo an den Ergebnissen derer teilhaben, die von Video definitiv mehr Ahnung haben als ich selbst (vor allem die bessere Ausrüstung ;-) )
Großartige Projekte wie dieser Kurzfilm tauchen dabei auf meiner Startseite auf.

Leap from Dan Gaud on Vimeo.

RTL und Arte? Natürlich hinken die Vergleiche, aber wer noch überhaupt keine Erfahrung mit YouTube oder ähnlichen Portalen hat, kann sich so wenigstens ein Bild machen.

Alle, die selbst mit Video verhaftet sind, können sich übrigens derzeit für das Festival mit ihrem Beitrag bewerben – Opportunity statt Bedrohung. Denn Ehre sei, wem Ehre gebührt.

Vimeo Festival + Awards.

Mathematik High

Mathe ist dröge, langweilig und echt schwer zu verstehen.
Mit dieser simplen Erkenntnis verlassen die meisten jungen Erwachsenen die Schule und beschränken sich fürderhin auf das simple Rechnen, studieren Jura oder Erziehungswissenschaften. Je weniger Mathe, desto besser.

Ich konnte jedenfalls lange nicht nachvollziehen, wenn die (beiden) Mathefreaks in meinem Bekanntenkreis etwas über ästhetische Schönheit von Gleichungen fabulierten (was meist im Rahmen excessiven Alkoholkonsums geschah).

Dann kam das Apfelmännchen. Das Apfelmännchen ist ein Bild, nicht gemalt sondern die Darstellung einer komplexen mathematischen Welt (ich traue mich nicht mal das Wort Gleichung zu verwenden). Das Besondere: Je näher der Betrachter an das Bild heranzoomt, desto auffälliger wird, dass sich einzelne Muster und Strukturen immer wiederholen. “Das Kleinste ist wie das Größte” sagen die Mystiker und genau das traf auf die alten Apfelmännchen zu.

Und nun kommt die Mandelbrot-Menge, die dem Apfelmännchen als Mathematische Basis dient, zurück. Gegen die neuen 3D-Versionen kommt dem Betrachter das gute alte Apfelmännchen aus den 80ern vor, wie ein Arcade-Spielhallen-Klassiker im Vergleich zur Matrix nach Einnahme der roten Pille.

Das passiert also, wenn man Mathematiker mit LSD füttert, gerne mehr davon!

(via SpOn)

Minutensache. WordPress 2.9

Ich gebe zu: Ich bin unbelehrbar.

Seit einigen Jahren nutze ich WordPress für das Wespennest und ich bin so manches Mal schwer genervt. In regelmäßigen Abständen werden mir (und zigtausend anderen WordPress-Nutzern) Updates angeboten. Mal sind es kleinere Sicherheitspatches, mal auch umfangreiche Aktualisierungen.

Die WordPress 2.8er Serie hat es in sich. Längst nicht jedes Update war einfach zu handhaben. Die Site meiner Firma läuft noch immer auf einem 2.7er System – eine Aktualisierung ist bisher nicht mit vertretbaren Aufwand möglich. An zu vielen Stellen hakt es mit meinem Spiegelsystem im Intranet. Heute also wieder ein Update: Version 2.9

Was soll ich sagen? Bis vor fünf Minuten war das Wespennest 2.8.6 jetzt 2.9. Aufgespielt, fertig. Toll, danke! Niemals vergessen: Das System ist kostenlos, ungemein flexibel, relativ sicher und macht bei der Bedienung echt Spaß.