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Monthly Archives: Februar 2009
On Tour mit Strom
Der Frühling steht vor der Tür und das Rad wartet auf Bewegung. Ich hingegen kann mir Bewegung im Augenblick so gar nicht vorstellen. Mir gruselt alleine vor der Idee, das Haus um 7 Uhr morgens in Regenkombi zu verlassen. Da kommt mir das Video vom Bug E gerade recht für ein entspanntes Wochenende. Ist noch ne Nummer schärfer als der Scorpion, gelle?
Bis Montag – da stehe ich im Wort und werde meine Tour de Pendler wieder aufnehmen. Diesmal mit Trailguru und Twitter-Begleitung
geile Werbung für ein Buch!
Safari 4 Beta – wann werde ich schlau?
Mal wieder, mag man sagen. Mal wieder ein neuer Browser. Diesmal sind es die Programmierer von Apple, die eine überarbeitete Version von Safari auf den Markt bringen. Die aktuelle Version ist die Nummer 4 und hört auf den Namen Beta – sprich: Wer sich dran versucht, muss mit dem einen oder anderen Bug leben.
Und mal wieder habe ich mich auf das Spiel eingelassen – Dummheit vergeht nicht.
Ich habe ihn mir nur geladen, weil slashdot mit der Überschrift titelt: “Safari 4 Released, Claimed “30 Times Faster Than IE7″. Nachdem die ersten Kommentare recht wohlwollend waren, habe ich den Versuch gewagt und mich auf die Beta eingelassen. Der Tempovorteil lockt.
Der erste Eindruck ist durchaus spannend. Auch wenn ich vom Geschwindigkeitsvorteil wahrlich nichts merke. Jedoch: Rein optisch macht sich der neue Safari ganz gut:

Top-Sites-Ansicht
Die eine oder andere Design-Attraktivität haben die Programmierer schon eingebaut. Zum Beispiel die Option “Top-Sites” zeigt eine grafisch gestaltete Übersicht über die jüngst besuchten Websites. Das ist übersichtlich und wirklich nett. Ob es denn auch so nützlich ist, vermag ich noch nicht zu sagen. Ich vermute aber, dass ich es nicht allzu häufig nutzen würde.
Schön sind die Tabs, die sich großzügig über der Adressleiste verteilen. Sehr angenehm ist die Möglichkeit, einen Tab greifen zu können und ihn durch ziehen in einem eigenen Fenster zu öffnen. Das ging – soweit ich weiß – bislang nicht. Auch der umgekehrte Weg ist offen: Das Ziehen eines Tabs von einem Fenster in ein anderes. So lassen sich auch umfangreichere Recherche-Arbeiten gut organisieren und auf weniger Fenster verteilen.
Nervig ist jedoch, dass Safari 4.0 und WordPress 2.7.1 nicht ganz so gut zusammenarbeiten, wie ich es mir wünsche. Okay, das dürfte den Meisten nun wirklich egal sein, ich erwähne es nur darum, weil ich mir von dem einen oder anderen Crack einen Tipp für folgendes Problem erhoffe: Beim Einfügen von Links öffnet der grafische Editior ein Pop-Up in welches der Link und die Zusatzinformationen eingetragen werden, (ajax?) Dummerweise ist es mir nicht gelungen, diese Funktion unter Safari 4.0 zu nutzen. Der Bildschirm versinkt im unklickbaren Grau. Was bleibt, ist neu laden.
A propo neu laden.
Der Reload-Button ist weg. Er verbirgt sich jetzt am rechten Rand der Adresszeile und ich war schon verzweifelt, bis ich ihn endlich fand. Dass ich mit diesem Problem nicht allein war, zeigte mir ein Kurzbesuch bei Twitter. Unter dem Hashtag #Safari ist die neue Beta-Diskussion zu verfolgen.
Für Fans von Webstandards sind vielleicht folgende Links noch interessant: http://webkit.org/blog-files/pulse.html , http://webkit.org/blog-files/bounce.html , http://webkit.org/blog-files/leaves/index.html . Nur zur Info für all jenen die hier im Wespennest noch mit dem IE4 aufschlagen (ja, die gibt es!): Es bewegt sich was.
Für jeden, der der englischen Sprache nicht so mächtig ist: Eine kleine Gruppe von Enthusiasten hat es sich nicht nehmen lassen, den rein englischen Browser einzudeutschen. Mehr dazu hier.
Eben ist mir der Safari beim Versuch des Zoomen der Apple-Seite abgeschmiert.
Ansonsten bin ich ziemlich genervt, dass Apple beim Installieren seines Beta-Browsers die stabile und verhältnismäßig sichere 3er Variante seines Safari vom Rechner kickt. Man kann sie sich aber wieder zurückholen. Hier. … Und genau das tue ich jetzt.
EJZ online: Und sie bewegt sich doch?
Wer rundum über Lüchow-Dannenberg informiert sein will, wird nach wie vor auf die Zeitung zurückgreifen.
Jens Feuerriegel, EJZ, 25.02.2009
Über die EJZ habe ich schon den einen oder anderen Beitrag geschrieben. Der Online-Auftritt ist dabei immer etwas kritisch betrachtet worden. Zu dürftig, altbacken und eingeschränkt habe ich EJZ.de bisher empfunden. Inzwischen bin ich überzeugt: Das war gewollt. Mein Lieblingsredakteur “gel” hat seine ablehnende Haltung gegenüber den neuen Medien nie verborgen.
Dass zwischenzeitlich doch ein Relaunch der Website meiner Lokalzeitung stattgefunden hat, habe ich aus der Zeitung erfahren. Es ließ sich wohl nicht verhindern, nicht mal von gel
Selbst wenn die Dinge im Wendland manchmal etwas länger dauern, auch hier im Nordosten Niedersachsens tut sich in Sachen Online so einiges. Gerade der kleine aber emsige Anzeigenkonkurrent der EJZ, der Kulturkalender ZERO, hat sich mit seiner Art der Online-Präsents zu einer ernstzunehmenden Konkurrenz um die Meinungsführerschaft entwickelt.ÂÂ
Hübsch aber dünn
Gut sieht sie aus, die neue EJZ.de. Was beim Relaunch der EJZ im Web herausgekommen ist, enttäuscht trotzdem.
- Partizipation beschränkt sich auf Umfragen, Kommentare zu einzelnen Artikeln sind nicht möglich. Dass Bedarf besteht, zeigt ausgerechnet das neue Umfrage-Tool. Nur dort sind Kommentare möglich. Anders als im Wespennest werden aber die abgefragten Email-Adressen veröffentlicht und öffnen des Spammern das Tor ins Wendland.ÂÂ
- Das Archiv ist gänzlich weggefallen gut versteckt. Wenn das Netz für Zeitungshäuser überhaupt einen direkten Mehrwert bietet, dann das Archiv. Ein echter Zusatznutzen, den man zum Beispiel in einem geschlossenen Bereich den Abonnenten der Printausgabe anbieten könnte.ÂÂ
- Angebotene Video haben mit dem Landkreis nix zu tun. Ich wette, dass die EJZ dafür auch noch Geld bezahlt. Mittel, die sich der Verlag locker sparen könnte, denn aktuelle Informationen bezieht der Onliner eh über andere Kanäle (Stichwort ÖR-Rundfunk). Wenigstens die Kinotrailer könnten mit dem Angebot in Lüchow abgesprochen werden. Aber Fehlanzeige.
- Links nach innen wie außen gibt es nicht. Ein typischer Denkfehler der gerne von klassischen Medien gemacht wird: Anstatt Links auf Archiv-Artikel, Expertenseiten oder Blogs zuzulassen, versucht man gerne, den Leser auf Teufel komm raus auf der eigenen Seite zu halten. Service ist das nicht.ÂÂ
Schade eigentlich, denn die Gnade der späten Entwicklung macht es den Lüchowern im Grunde genommen leicht, sich gute und funktionierende Online-Adaptionen von Lokalzeitungen im Web anzusehen, aktuelle Entwicklungen zu berücksichtigen und davon zu profitieren.ÂÂ
Dass es auch anders geht, macht ausgerechnet die benachbarte Altmark-Zeitung vor. Die Zeitung, deren Gründung ohne aktive Hilfe der EJZ nach der Grenzöffnung gar nicht möglich gewesen wäre (abenteuerliche Geschichten kann Hajo erzählen), hat in meinen Augen einen guten Ansatz gestartet.ÂÂ
Zusammen mit dem wirtschaftlich verbundenen Redaktionen aus Uelzen und Isernhagen hat man dort wesentlich besser auf Partizipation gesetzt.
“Kennen Sie einen Link zum Thema? Mailen Sie ihn uns!” – Ein so simpler Aufruf macht es dem Leser leicht, sich mit dem Angebot und dem Thema zu befassen. Spezialisten in der Leserschaft werden eingebunden, ohne dass die Redaktion sich übermäßig viel Blöße gibt.
Videos von Außenterminen werden – grob zusammengeschnitten – als Zusatzmaterial zur Verfügung gestellt. Auch hier ist der Aufwand überschaubar, der “Schau mal”-Effekt aber enorm. Learning by doing ist nicht schlimm und bekommt im Web sein eigenes Etikett: Beta
Ausprobieren ist das Stichwort.
Dazu bedarf es eines gewissen Spieltriebes, der aber so gar nicht zu einer seriösen Redaktion passt. Vielleicht kommt der Appetit mit dem Essen. Dann können sich Print und Online auch bei der EJZ in Zukunft wirklich befruchten – egal, was die von gel zitierten aber namenlos gebliebenen Medienwissenschaftler darüber denken.
Zx1: Gadgets Must Have – oder “noch so ein Spielzeug”
Ich treibe meine Frau in den Wahnsinn. Das ist keine Absicht, eher Zufall. Ein irrsinniger Spieltrieb wurde mir sozusagen in die Wiege gelegt, und ich lebe ihn heute mit allerlei technischem Schnickschnack aus. Zugegeben.ÂÂ

Amazon.com: Kodak Zx1 HD Pocket Video Camera (Black)
Dabei schäme ich mich nicht zu sagen, dass ich mir das Meiste der wünschenswerten Dinge streng genommen schon gar nicht mehr zulegen möchte. Reine Rücksichtnahme auf meine Umwelt.
Zum Totlachen: Terror, die USA und die Ursachen – älter aber gut
ZDF-Web-Sex nur am Abend

Fundstück aus der Mediathek
Issuu – You Publish
300 MBit/s down, 75 MBit/s up – auf nach England
Der angeschlagene Technologiekonzern Motorola errichtet im Südwesten Englands ein Versuch- und Testnetzwerk im UMTS-Nachfolgestandard LTE. Mit dem 4G-Standard sollen maximale Datenraten von 300 MBit/s im Downstream und 75 MBit/s im Upstream möglich sein.ÂÂ
Wie schön wäre es, wenn sich unsere um Infrastruktur bemühte Regierung, Verwaltung einmal ein solches Pilotprojekt an Land ziehen könnte. Statt Südengland vielleicht mal “4Länder-Eck” oder “Wendland” – das wäre doch etwas.ÂÂ
Ob es gleich 4G sein muss – okay, vielleicht nicht – aber in der aktuellen DSL-Diskussion wäre auch eine UMTS/HSDPA-Option für die vergessenen Dörfer entlang von Heide und Elbe eine überlegenswerte Sache.
