DerWesten im eSport-Fieber(wahn)

Die WAZ-Gruppe ist ein Big-Player in der deutschsprachigen Zeitungslandschaft. Wenn dort etwas in Sachen Blog und Zeitung unternommen wird, schauen sowohl die Blogger als auch die Zeitungsleute sehr genau hin. Lange angekündigt, viel spekuliert und das Ergebnis?

Ich finde das Ergebnis jetzt nicht sooo schlecht, komme aber auch nicht aus dem Westen und kann wenig dazu sagen, ob der Assauer jetzt ein Muss für den Pott ist.
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A39: Fahrn, fahrn, fahrn auf der Autobahn

Die Anbindung an den Rest der Republik ist – auf deutsch gesagt – beschissen. Züge fahren kaum bis gar nicht, mit dem Auto ist man auf Bundesstraßen angewiesen. Eine Autobahn ist seit Jahren im Gespräch, passieren tut aber nix.

Nun macht die Kommunalpolitik Druck.

“Sehr geehrter Herr Minister Tiefensee, wir, die unterzeichnenden Landräte, Oberbürgermeister, Bürgermeister möchten Ihnen hiermit das dringliche Interesse unserer Region an einem baldigen Baubeginn für die A 39, die bekanntlich ein einheitliches Projekt mit der A 14 und der Querspange 190n darstellt, zum Ausdruck bringen. Nachdem das Raumordnungsverfahren in Niedersachsen abgeschlossen worden ist, dürfte einer umgehenden Linienbestimmung durch Ihr Haus nichts im Wege stehen. Wir möchten Sie daher bitten, alle Möglichkeiten einer Beschleunigung zu nutzen. Um die Realisierung der A 39 so schnell wie möglich zu erreichen, sprechen sich die Unterzeichner dafür aus, im Bereich der Stadtdurchquerung Lüneburg, die erforderlichen Lärmschutzmaßnahmen – insbesondere durch eine Deckelung – in die weitere Planung und Finanzierung aufzunehmen. Wegen der besonderen Bedeutung, die dieses Autobahnvorhaben für uns alle hat, haben wir uns erlaubt, je eine Ablichtung dieses Schreibens an die Niedersächsische Landesregierung an die Bundestags- und Landtagsabgeordneten unserer Region zu senden, sowie die Presse über unsere Initiative zu informieren.”

Pressestelle Wolfsburg
Unterzeichnet wurde dieser Aufruf auch von Landrat Jürgen Schulz. Wollen wir mal schauen, was der Minister antwortet ;-)

Ganz anders als die Landräte sehen das natürlich die Gegner der A39, die an Tiefensee appellieren, sich gegen einen Autobahnbau zu stellen. Besonders umstritten ist die Trassenführung kurz vor und durch Lüneburg.
Hintergrundinformationen zum Thema bekommt man auf den Seiten des Landes Niedersachsen.

In Kontakt

Mit Liebem GrußBlogs, Flickr, Xing, MySpace, studivz . . . Die Plattformen sollen dabei helfen “in Kontakt” zu treten oder zu bleiben.

Funktioniert meistens aber nicht immer. Dann freut es um so mehr, wenn nach langer Zeit wieder ein Lebenszeichen gegeben wird – per Mail :-)

Gifhorn: Conti fordert Gewerbesteuer zurück

Conti hat bekanntlich VDO von Siemens übernommen. Das schmälert den Gewinn und weniger Gewinn bedeutet weniger Steuern.

Eben im NDR-Fernsehen gesehen: Gifhorn muss Gewerbesteuer zurückzahlen. 1.25 Mio fordert Conti an zuviel gezahlten Steuern aus diesem Jahr zurück. Der kommende Haushalt wird auch in Mitleidenschaft gezogen. 5 Mio wurden dort zuviel eingeplant. Haushaltssperre. Bürgermeister Manfreth Birth, CDU, will alle Maßnahmen auf den Prüfstand stellen.

Ob Dannenberg auch betroffen ist? Auf der Conti-Homepage ist nix zu finden. Auf der Dannenberger natürlich auch nix. Und weil der NDR eben nicht das ZDF ist, findet sich auf bei den Fernsehleuten nix.

Mal sehen ob die EJZ was bringt.

Update:

  • Die Hessisch-Niedersächsische Allgemeine bringt heute einen Artikel aus Frankenberg, einem anderen Conti-Standort.
  • …und auch Ingolstadt ist betroffen, wie der Donaukurier berichtet.
  • .
    Jeweils am Montag seien die Rathäuser über den Wegfall der Gewerbesteuer informiert worden. Einen Tag später war die Ratssitzung des Stadtrates – ohne dass das Thema angesprochen wurde. (. . . oder hab ich das verpasst?)

    Stadt fördert schnelle Leitungen

    “Die Stadt Dannenberg (Nds) kurz vor den Toren Hamburgs verteilt die Fördermittel paritätisch zwischen Beton und Datenautobahn. Dannenberg liegt im Landkreis Lüchow-Dannenberg, der im jüngst vorgestellten Familienatlas unter den Top Ten in Sachen Wohnumfeld platziert wurde. Politik und Verwaltung unterstreichen damit den Anspruch, Fördermittel in “nachhaltige Projekte” zu investieren. ”

    Das wäre doch mal ne Meldung im Zusammenhang mit einem regionalen Entwicklungskonzept . . . wäre.

    Wie jüngst erwähnt, ist das Dannenberger REK beschlossene Sache und dazu gehört, vor allem eine Menge Geld in Straße und Auto zu stecken.

    Geld für die zukünftige Entwicklung

    Nun aber zu sagen, damit wäre es genug getan ins Sachen Zukunft ist etwas vorlaut.

    Was ist mit den medialen Verknüpfungen zum Rest der Republik? Wo sind die Wlan-Hot-Spots? Wo gibt es UMTS? Wo sind die Investitionen in Zukunftstechnik?

    Betriebswirtschaftlich für einen Privatinvestor kaum zu vertreten im ländlichem Gebiet wo Distanzen weit und Investitionen teuer sind. Genau für solche Art Investition sind Fördermittel gedacht. Sie gleichen ein Risiko aus, das zu Gunsten zukünftiger Chancen eingegangen werden soll.

    Ich vermute mal: Wenn wir unsere Region wirklich bei den jungen Famlien in Hamburg und Berlin etablieren wollen, dann ist die frühzeitige, flächendeckende Versorgung mit UMTS und Highspeed-DSL-Anbindung eine zwingende Notwendigkeit. Da verbindet sich die Wohnsituation unmittelbar mit der Möglichkeit am Arbeitsleben teilzunehmen. Vielleicht sogar auf der Fahrt zu Arbeit. Und überhaupt: Fragen Sie mal Ihre Kinder ob sie eher ne Autobahn oder ne echte 16.000K/bits-Verbindung mit allem ChiChi brauchen, die werden Ihnen was Ähnliches sagen.

    Ich hätte es mutig gefunden, wenn die Stadt bei ihrer Förderwunschliste in diese Richtung etwas weitblickender gewesen wäre. … Ich bin mir gar nicht sicher, was die Umfrage der Wirtschaftsförderung und der EJZ zum Thema Internet eigentlich ergeben hat und welche Schlüsse daraus gezogen wurden.

    Jedenfalls keine, die sie als Punkt im regionalen Entwicklungskonzept niederschlugen. Dabei ermutigte Landrat Jürgen Schulz noch am Nikolaustag des vergangenen Jahres die Kommunen, nach lokalen Lösungen zu suchen.

    »Wir werden in Sachen Verbesserung der Übertragungsstrukturen zunächst einmal die Moderatoren- und Koordinationsrolle übernehmen, damit wir konkreter sehen, welche Möglichkeiten machbar und wo genau die weißen Flecken sind.»

    Jürgen Schulz, EJZ 06.12.06 (übrigens werden in dem EJZ-Artikel ähnliche Forderungen aufgestellt.)

    Lebenslange Benimmregeln

    Zur regionalen Entwicklung gehört natürlich auch die Bildung. Logisch und darum gibt es eine feine Mensa für die geplante Ganztagsschule in Dannenberg. Sehr gute Sache.

    Ob die Nähe zu den zehn altengerechten Wohnungen des Mehrgenerationenhauses das ganze gleich zu einem Projekt “Lebenslanges Lernen” macht, mag jeder für sich entscheiden. Aber ist doch immer nett, wenn die Oma und die Enkel zusammen am Tisch sitzen. :-)

    Lehrstunde Demokratie im Stadtrat

    Demokratie ist, wenn man hingeht.

    Wer aber glaubt es würde reichen, zur Wahl zu gehen, irrt. Es lohnt sich, auch die politischen Debatten zu verfolgen. Gestern zum Beispiel tagte der Dannenberger Stadtrat.

    Der hatte über das regionale Entwicklungskonzept zu entscheiden, von dem hier schon mal die Rede war. Vorher gab es eine Bürgerfragestunde (laut Satzung auf eine halbe Stunde beschränkt) und eine Diskussion über die einzelnen Punkte des Paketes, welches von der Verwaltung geschnürt wurde.

    Dabei wurde der Plan, Bauland am Thielenburger See auszuweisen abgewiesen. Der Weg zu dieser Entscheidung war ein Krimi. Denn ursprünglich wollten die Fraktionen von SPD und CDU den Plan mit minimalen Änderungen durchwinken.

    Erst eine wirklich fulminante Rede von Ex-Bürgermeister Fartmann drehte diese Entscheidung. Fartmann konnte sich sicher sein, den Willen der Anwesenden zu treffen. Denn während der Bürgerfragestunde war Volkes Stimme eindeutig gegen diese Idee. SPD-Fraktionschef Schwidder beantragte im Anschluss an die Fartmannsche Einlassung eine Sitzungspause, um den ursprünglich geplanten Beschluss noch einmal im Fraktionskreis zu diskutieren.

    Nicht ohne Folgen bei SPD wie auch auch bei der CDU.

    Deren Fraktionsvorsitzende Felber hatte die Größe, von der ursprünglichen Rede abzurücken und im Anschluss wurde die Idee einstimmig abgelehnt.

    Danke für die Einsicht . . .

    Fünf Kardinalfehler bei zu wenig Kohle.

      Schau Werbung
      Kaufe Zeitschriften
      Behalte dein Auto.
      Spiele Lotto.
      Kaufe dir ein Pferd.

    Ja, logisch, näh?!!” Von wegen:

    Der Sohn eines Bekannten hat sich jetzt ein Pferd gekauft. Für 1.500€. Der Wallach ist 12 Jahre alt und fand seinen Weg aus Frankfurt ins Wendland.

    Die Verkäufer haben wohl geglaubt: Och im Wendland hat es unser “Dicke” doch gut – so auf dem Land.

    Ja, Pech gehabt! Nicht jeder vom Land verfügt auch über solches.

    Sohnemann hat sich nicht überlegt, dass die Unterstellung eines Pferdes durchaus mit Kosten verbunden ist. 200€ im Monat sind auch hier im Wendland kein Preis für Vollpension. Die brauch er, weil von Pferden hat er eigentlich keine Ahnung. Dummerweise übersteigt dieser Betrag, zusammen mit der Abzahlung des Kaufpreises in Raten zu 100€ sein Hartz4 Einkommen. Das wird sowieso dezimiert durch die Unterhaltskosten für das Auto, den Hund und den Schuldendienst.

    Darum steht der Zosse jetzt bei seinem Vater. Der hat zwar auch keine Ahnung von Pferden aber wenigstens einen Garten.

    Wie kann es angehen, dass jemand der von der Hand im Mund lebt und einen Arsch voll Schulden hat und dem das Wasser einmal im Monat bis zu Hals steht auch nur darüber nachdenkt, sich ein Pferd zu kaufen?

    Hat jemand ne Ahnung?

    Kurzfilmer gesucht

    Das Thema Kurzfilme ist hier ja schon öfter angesprochen worden – allerdings im lokalen Zusammenhang.

    Diesmal geht es um einen thematischen Zugang, den ich persönlich recht spannend finde. Vom 27. bis 30. Dezember veranstaltet der Chaos Computer Club seinen Congress (ein C geht noch ;-) ). Dort sollen Kurzfilme vorgestellt werden, die das Thema “Überwachung” aufgreifen, überspitzen, formulieren – Phantasie ist ausdrücklich erwünscht.

    Die Materie ist schwierig, das Publikum aufgeklärt. Zumindest die Aktiven im CCC dürften sich mit dem Thema beschäftigt haben. Auf der hauseigenen Website macht der CCC den Filmemachern Mut, auch unkonventionell zu denken:

    FilmemacherInnen und AutorInnen sollen ermutigt werden, sich mit dem Thema „Überwachung“ filmisch auseinander zu setzen. Es sollen Kurzfilme entstehen, die wachrütteln, verstören, zur Diskussion anregen und dem derzeit vorherrschenden Diskurs (um das Begriffspaar Sicherheit und Angst) weitere Perspektiven hinzufügen.

    CCC.de

    Was zählt, ist der Plot. Und der soll in drei Minuten stehen.

    Eine schöne Aufgabe für Schul-AG’s, oder? Mehr Infos auf der Website zum Projekt.

    Familienatlas: Traue keiner Statistik

    Gute Verhältnisse in Sachen WohnsituationEs war angeblich der britische Premier Winston Churchill, der keiner Statistik trauen wollte, die er nicht selbst gefälscht hatte.

    Mit Statistiken ist das wirklich so eine Sache. Sie können Lichtungen schlagen, wo der Wald vor lauter Bäumen nicht zu sehen ist. Allerdings wird dabei auch mit einem groben Keil gearbeitet. Das Ergebnis ist – um im Bild zu bleiben – eher ein grober Klotz als eine filigrane Skulptur welche die Wirklichkeit abbildet.

    Sieht man sich den Familienatlas an der heute von Prognos veröffentlicht und von DIHK und Familienministerium vorgestellt wurde, kann man “seine” Gemeinde endlich “objektiv” mit den Nachbarn vergleichen und Druck auf die Politik machen.

    Der Familienatlas ist daher in meinen Augen eine Motivationshilfe.

    Denn: Aufgeteilt in vier Handlungsfelder werden die einzelnen Kommunen bezüglich Wohnumfeld, Ausbildungsumfeld, “Vereinbarkeit von Familie und Beruf” und Freizeitangebot für Familien bewertet.

    Für Lüchow-Dannenberg gibt es Licht und Schatten. Am Ende bleibt ein diffuses Streulicht.
    Denn: Unser Landkreis ist eine sogenannte “stabile Region”. Nun ja. Hört sich ja nicht schlecht an oder? Genau! Und genau da kommt diese Sache mit der Motivationshilfe ins Spiel:

    Diese Regionen bilden das Mittelfeld sowohl was die Angebote für Familien als auch die
    Rahmenbedingungen betrifft. Gegenüber Familien tun sie sich nicht hervor – weder in
    positiver noch in negativer Hinsicht.

    Die Autoren empfehlen:

    Stabile Regionen sollten sich stärker um ein familienfreundliches Profil bemühen, um Familien
    anzuziehen und einer möglichen Abwanderung vorzubeugen.

    Familienatlas 2007

    Nach Hause an die Müritz

    Auf nach LudorfEigentlich wollte ich heute gar nix schreiben und frühzeitig ins Bett. Morgen ist nämlich eine Reise in unbekanntes Gebiet vorgesehen: Nach Ludorf an die Müritz.

    Ich habe eigentlich kaum damit gerechnet, dass es Schwierigkeiten geben könnte. Aber wie das nun mal mit einer Erkältung so ist: Sie bleibt unberechenbar.

    Was ich im Herbst an der Müritz mache? Ich bringe “Das Müritz Kochbuch” nach Hause. Also, gewissermaßen an den Entstehungsort. Und in dem Zusammenhang hoffe ich auf nette Gespräche mit dem Autor, der ein wirklich guter Koch sein muss, tolle Fotos in den Pausen (Natur und Gutshaus) und vielleicht noch ein paar schöne Tonaufnahmen von Kranichen.

    Bleibt zu hoffen, dass mich die berüchtigten Blitzer in Meck-Pomm nicht schröpfen. Obwohl – Bisher bin ich immer glimpflich davon gekommen.

    Screenshot easy

    erstes Ergebniss mit iSight im WohnzimmerAuf dem Social Media Stammtisch hatte Jörn mir was von Sktich vorgeschwärmt. Heute hab ich den Zugang bekommen. Der erste Eindruck ist sehr witzig.

    Nachahmenswert: Nach erfolgter Installation startet ein Screencast. Das kommt dem Mann im Manne ziemlich entgegen. Bekanntlich lesen meine Geschlechtsgenossen ja keine Handbücher – aber für einen netten Videoabend ist man doch immer zu haben.

    Vielleicht lösen die Screencasts ja bald die klassische Texthilfe ab ;-)

    Datenschutz: Künftig ohne IP?

    Eben bei Patrick gefunden und noch immer am Staunen.

    Dem Bundesjustizministerium wurde nun per Urteil vom Landgericht Berlin untersagt die IP-Adressen der Website-Besucher zu speichern. Momentan geht es in dem Urteil zwar nur um die Daten eines einzelnen Users, da das Urteil nun aber rechtskräftig ist, kann es durchaus sein, dass dies zukünftig weitreichende Auswirkungen hat.

    Webanalyse-news

    Vielleicht ist es spätestens jetzt wieder an der Zeit, sich über die Technik im Hintergrund Gedanken zu machen. Wenn nämlich WordPress installiert ist, werden die IP-Adressen automatisch mitgetrackt. Zwar gibt es ein Plug-In um das zu verhindern – aber sollte man das als Deutscher jetzt installieren?

    Anders herum gefragt: Ist das “systematische” aber arglose Speichern von IP-Adressen in naher Zukunft ein abmahnfähiges Vergehen?

    Spannend ist in diesem Zusammenhang die weitere Entwicklung des Vorganges, der – mit allen Hintergründen – bei Datenspeicherung.de zu finden ist.