Hilfe beim Interview abtippen

Zoom H4 - HandrecordingMein Aufnahmegerät ist hier im Wespennest schon des öfteren besprochen worden.

Ich bin natürlich nicht als Einziger auf die Idee gekommen, das ursprünglich für den Musiker entwickelte Gerät für Diktate und Interviews etc. zu verwenden.

Aber wer schon einmal in die Verlegenheit gekommen ist, ein Interview im Nachgang zu Papier (bzw. zu Text) zu bringen, der weiß kostenfreie Transkriptionssoftware zu schätzen. Wenn die dann auch noch mit einer Pedale gesteuert werden kann, steht dem 10-Finger-Tipper nix im Weg.

Tolle Idee, tolle Kundenliste, und am Ende dieses Links die Erklärung wie die ganzen Behörden und Unis ins Wespennest kommen ;-)

Wenn das Meister Eder wüsste

Ich ahnte es schon längst aber die Auswirkungen sind doch überraschend: das deutsche Urheberrecht ist Banane.

Ohne Not bricht das Münchner Landesgericht ein Tabu:
Pumuckel bekommt eine ‘Frau’.

Und das gegen den Willen der Erfinderin Ellis Kaut, auf Druck von Zeichnerin Barbara von Johnson.

Was ist eigentlich mit dem deutschen Urheberrecht los? Wie kann die Zeichnerin sich gegen den Willen der Erfinderin ein Recht auf Erweiterung der Protagonisten herausnehmen?

Konsequent weitergedacht: Sabine Wilharm (Zeichnerin von der deutschen Harry Potter-Cover) und Übersetzer Klaus Fritz könnten eigenmächtig den Zauberlehrling aus Hogwart in einem achten Band die Schulleitung übernehmen lassen.

Gescannte Botschaft via QR-Code

Hinweis auf Wikipedia via QR-CodeSie dürften Ihnen schon einmal unter die Augen gekommen sein: QR-Codes.

Sie sind die Weiterentwicklung des Barcodes, der an Supermarktkassen für kurze (oder längere) Schlangen sorgt. Anders als Barcodes können im QR-Code auch Buchstaben und andere Zeichen verschlüsselt werden.

Diese Dinger sind perspektivisch eine sehr interessante Sache für Werbung, Messen, Museen, Stadtführer und sogar Bücher!

Der Betrachter scannt den QR-Code am Produkt (Messestand, Exponat, Denkmal oder Quellennachweis). Dann verbindet sich dessen Handy mit einer durch den Code festgelegten Adresse im Internet.

Dort kann ein aktuelles, zusätzliches oder interaktives Informationselement Dienst am Kunden (Besucher) leisten.

Kommt da ein neuer Trend auf uns zu? Diesmal aus dem Osten?

Davon ist auszugehen. Immerhin haben wir von dort auch schon das Tamagotchi in unser Herz geschlossen (bis es verstarb).

In Japan stellt Roger Fischer breite Akzeptanz von QR-Codes fest. Witzigerweise ist QR wie der RFID-Chip eigentlich ein Mittel der Logistiker. Beide scheinen dabei, sich den Alltag zu erobern. Gegen die Chips werden die ersten Abwehrmaßnahmen seitens der Datenschützer diskutiert.

Dank an Mario Sixtus für dieses Thema und das tolle Interview.

Malanca die Dritte: Toni feilscht

Kurbel WelleNachdem die ersten konkreten Anfragen zu Tonis (inzwischen defekter) Malanca bei mir im Email-Fach eintrudeln (lieber über die Kommentarfunktion, wenn ich ehrlich bin ;-) ) passiert folgendes:

Ich sage meiner Frau: ‘… Du, sag mal Toni, da gibt es Interessenten. Er soll sich mal über den Preis Gedanken machen!’
Heute Abend kommt die Antwort durch meine Frau: ‘… soll ich dir sagen: 600€. Wenn er 150€ hätte, würde er sie wieder fit machen.’

Ja, sag ich jetzt mal so. Ich bin gespannt, was folgt.
Nebenbei: Meine CB hat seit Freitag TÜV und läuft wieder wie ne Eins, trotz inzwischen fast 65.000km auf der Uhr.

Kulturelle Landpartie #2

Es ist schon faszinierend. Ein Konzert von Hosoo aus Bremen hat mich gestern vollkommen in den Bann geschlagen.

Groß Heide
Ich hatte ja angekündigt, mir das Konzert in Groß Heide anhören zu wollen. Wie versprochen habe ich auch gefragt, ob ich eine Aufnahme machen durfte und habe mir die Erlaubnis von Dangaaa (der Maestro der Mongolen) und der deutschen Managerin geholt. Kleiner Hinweis: Interessierte Veranstalter, bitte melden ;-)
Groß Heide: Wie war es?
Tolles Konzert, buntes Publikum. Die Musik ist auch für europäische Ohren sehr eingängig und es würde mich nicht wundern, wenn diese Art zu singen früher oder später die deutsche Independent-Szene beeinflusst. Stimmungsmäßig irgendwo zwischen Früchtetee und Irish-Folk-Konzert angesiedelt, haben sich meine Erwartungen erfüllt. Gelungen!

Wo ich aber schon mal Musik mitgeschnitten habe:
Was liegt da näher, als gleich einen ganzen Podcast zu machen? Fünf Minuten Kulturelle Landpartie zum Hören. Viel Spaß.

Kulturelle Landpartie ­® #1

Vatertag, Himmelfahrt – Geschenkt. Wichtig ist, dass heute die Kulturelle Landpartie ­® oder kurz und ungeschützt: “KLP” begonnen hat.

Es ist das erste Mal, dass wir gezielt und fast so etwas wie geplant losgefahren sind. Zu Beginn der Partie standen erst einmal drei Stationen bei Dannenberg und am frühen Nachmittag den Barockgarten Künsche.

Künsche
Letzterer ist auf der sehr gut gemachten Wendland-DVD ausführlich beschrieben und es war höchste Zeit, ihn mir einmal live anzusehen, zumal unser Garten noch Raum für jede Menge Inspiration bietet. Die Hecken sind hoch und das hat einen tollen Effekt: Auch wenn der Garten gut besucht ist, kommt man sich immer privat weil unbeobachtet vor. Aus den Augen aus dem Sinn, wie der Volksmund sagt.
Künsche: Wie war es?
Mir hat es gut gefallen. Dabei ist für den häuslichen Garten meine bessere Hälfte verantwortlich. Bemerkenswert in Künsche ist das Publikum und der hohe Anteil auswärtiger Besucher. München, Köln, Hamburg, die Kennzeichen der am Straßenrand geparkten Autos lassen Rückschlüsse zu. Nicht besucht haben wir Anna Wiesinger (auch in Künsche). Hier ein Link zu ihrer Homepage.

Riskau
In der näheren Umgebung von Dannenberg haben wir uns heute für den Wunderpunkt in Riskau entschieden. Ausschlaggebend war folgender Eintrag im 3,50€ teuren ‘Reisebegleiter’: ‘Erste Hilfe-Beete und Mystische Pflanzen’ von O.Krull.
Der war leider nicht da (ob er später noch kommt, war nicht zu erfahren). Nach kurzer Endtäuschung, die Entschädigung schlechthin: Wir haben uns in die Skulpturen von Marga Falkenhagen verliebt. Altes Holz wird durch ihre Arbeit lebendig. Es ist das erste Mal in meinem Leben gewesen, dass mich ein Objekt innerlich berührte – toll dabei, dass es meiner Frau ähnlich ging.
Riskau: Wie war es?
Toll! Sehr schöner Schmuck, hochinteressante Holzarbeiten und – wer es kuschelig liebt, aufgepasst – wunderschöne Teddys. Das ganze ausgestellt auf einem prima Bauernhof. Empfehlenswert.

Karwitz
Karwitz ist ein Ort, der in unserer Jugend wirklich mit allem in Verbindung stand – nur nicht mit Kunst. Geschenkt. Wir sind älter geworden und Karwitz hat sich uns heute von einer anderen Seite gezeigt. Wir haben uns nett mit Heidrun Palder unterhalten. Die Hamburgerin ist das erste Mal dabei, macht Keramiken und die sind besonders dann sehr schön, wenn sie Holz und Keramik miteinander verbindet.
Dass Schrott zur Kunst taugt, ist heute ja schon Mainstream. Mein Ding ist es nicht. Allerdings taugen verrostete Heckenscheren und Schraubenschlüssel durchaus als Warnhinweis an die Frau: ‘So sieht unser Werkzeug auch bald aus, wenn du das im Regen liegen lässt….’
Karwitz: wie war es?
Leider durfte ich die Band nicht hören. Der Weinladenhof in Karwitz schafft als Ausstellungsort im Hof jede Menge Atmosphäre und auf Bierbänken und Sesseln lässt sich prima verweilen und verkosten.

Prisser
Zugegeben: Der Wunderpunkt in Prisser hatte es recht schwer, bei mir zu landen. Wir kamen kurz vorher aus Riskau und waren noch schwer beeindruckt von den Holzskulpturen. In Prisser beschränkt sich der Wunderpunkt auf Malerei und gerade dafür hatte ich heute nachmittag einfach kein Auge. Trotz Sektkorken-Knall in der Küche, konnte bei mir dort keine Stimmung aufkommen.
Prisser: Wie war es?
Heute war nichts für mich dabei. Vielleicht ein anderes Mal.

Ausblick:
Am Freitag geht meine kulturelle Reise nach Fernost: Tansmongolia Höömii macht mit den Ponies in Groß Heide Station und präsentiert dort ab 20.30 Uhr Obertongesang (Brummmmmm). Nein, nicht Tibet, Mongolei!
Ich würde gerne den Rekorder mitnehmen. Mal sehen, ob eine Aufnahme gestattet wird.

Fortsetzung folgt.

Motorschaden – Malanca vom Markt

ErsatzteillagerSo kann es kommen.

Während die ersten Surfer via google mit dem Stichwort Malanca ins Wespennest trudeln, ist die einmalige Chance vertan.
Der Bock von Toni ist vom Markt.
Motorschaden. Finito. Lässt sich nix mehr machen – sagt Toni.

So sei es.
Wieder eine Begründung mehr, bei echten Exoten unter den Motorrädern die Augen offen zu halten. Es könnte die letzte ihrer Art sein.

Alma verschiebt Beschluss zur Satzung

Die Samtgemeinde Elbtalaue will die Bürger in die künftige Entwicklung enger einbinden. Als gangbarer Weg erscheint ein Verein. Ein Bürgerverein um genauer zu sein. Der hat schon einen Namen, einen Vorstand, bereits einige Mitglieder (unter anderem mich) – aber noch keine Satzung. Auch nach der gestrigen Sitzung steht die noch aus (genau wie die Beitragsordnung)

Eine Satzung zu beschließen, ist nicht so einfach.

Das liegt nicht zuletzt daran, dass neben einfachen Bürgern auch die Touristiker, Gewerbetreibenden und politischen Vertreter der zur Samtgemeinde zugehörigen Gemeinden in den neu gegründeten Bürgerverein integriert wurden.

Vereine in Vereinen – das macht die ganze Angelegenheit etwas kompliziert, was ich am einfachsten anhand der Mitgliedsgemeinden beschreibe (auch wenn die natürlich kein Verein im engeren Sinne sind) :

Entschließt sich eine Gemeinde Alma beizutreten, werden Beiträge fällig – abhängig von der Bevölkerungszahl der Gemeinde. Dafür bekommen die Gemeindevertreter auch mehr Stimmen – wiederum abhängig von der Bevölkerungszahl der jeweiligen Gemeinde.

Gestern wurde die Konstruktion des Vereins via Overheadprojektor auf eine Leinwand geworfen. Das Organigramm sei nach langer Diskussion im Vorstand entstanden. Sie hier wiederzugeben (und sei es nur näherungsweise) ist mir leider nicht möglich. Nur so viel:

Die Mitglieder von Alma werden sich in vier Sparten aufgliedern: Touristik, Gewerbe, Gemeinden und ‘Bürger’.

Ich werde wohl ‘Bürger‘ bleiben. Das kommt meinem Naturell sowieso am nächsten.

To be continued . . .

Gut Wehr: Jugendfeuerwehr Clenze feiert 40. Geburtstag

P1110063Was lange währt, wird endlich gut. Das gilt in erster Linie für meinen Podcast hier im Wespennest. Der war ursprünglich als Platz für hörbare Erlebnisse hier vor Ort gedacht, entwickelte sich zwischenzeitlich aber als eher als Technikchannel.

Diesmal ist es soweit und mein erstes Regionalthema ist online.

Die Jugendfeuerwehr in Clenze feierte am 5. Mai 2007 ihren 40. Geburtstag. Damit ist sie genauso alt wie die Jugendwehr der Stadt Hamburg. Das ist ein untrügliches Zeichen dafür, dass die Großstädte der Provinz nicht immer eine Nasenlänge voraus sind. Zumal die Jugendwehr in Wustrow auf eine noch längere Tradition zurückblickt. Aber das nur am Rande.

Ich war am Wochenende mit Aufnahmegerät vor Ort und hier ist mein Bericht. Zum Anhören einfach auf das kleine Dreieck unter diesem Bericht klicken, zurücklehnen und lauschen.

Viel Spaß beim Zuhören und liebe Grüße an alle Beteiligten, die mir so nett Rede und Antwort gestanden haben.

Wer mehr wissen möchte, über die Jugendwehren im Landkreis, kann sich die Page der Kreisjugendfeuerwehr zu Gemüte führen. Dort gibt es eine Liste mit allen Ansprechpartnern der hiesigen Jugendwehren.
Ach ja: Ich freue mich über Leserbriefe meiner bisherigen und meiner neuen Hörer

Gut Wehr.

‘Wer liest das eigentlich?’

Nichts macht beim Pflegen eines Blogs oder einer Webseite mehr Spaß: sehen, wer sich aus welchem Grund so auf die eigene Seite verirrt. Schon aus diesem Grund ist es mir vollkommen unverständlich, warum nicht jeder Websitebetreiber diesen Genuss bis zum Ende auskostet.

Im Gegenteil:
Viel zu kurz und häufig genug vollkommen unzureichend ist die Auswertung der Besucherströme vor allem bei Seiten von Vereinen und Unternehmen (den großen wie den kleinen). Wenn überhaupt, dann werden Besucherzahlen und Seitenaufrufe zur Kenntnis genommen.
mehr lesen …

Auf dem Weg zum Überwachungsstaat

Zur Zeit wird heftig über die Wunschliste von Innenminister Schäuble diskutiert. Ich bin noch immer unentschlossen, wie weit der Schutz von Daten gehen soll.

Denn machen wir uns nix vor: Den meisten Bürgern dieses Landes ist es scheißegal, wo ihre Daten nun stehen, zu finden oder eben nicht zu finden sind. Wer wissen will wohin die Reise geht, braucht sich bloß auf die Spurensuche von den Vereinigten Staaten und dem Vereinigten Königreich zu machen.

Die sind uns nämlich einen Schritt voraus.
Eine tolle, leider englische Dokumentation gibt es bei Google video zum Ansehen. Dauert 46 minuten und wird von Sekunde zu Sekunde beklemmender. Der Hammer: Autor Henry Porter lässt sich einen RIFT-Chip einsetzen – probehalber.

Since Tony Blair’s New Labour government came to power in 1997, the UK civil liberties landscape has changed dramatically. ASBOs were … Alle » introduced by Section 1 of the Crime and Disorder Act 1998 and first used in 1999. The right to remain silent is no longer universal. Our right to privacy, free from interception of communications has been severely curtailed. The ability to travel without surveillance (or those details of our journeys being retained) has disappeared.

Indeed, as Henry Porter (the Observer journalist famous for his recent email clash with Tony Blair over the paring down of civil liberties) reveals in this unsettling film, our movements are being watched, and recorded, more than ever before.

suspect nation, Henry Porter google video

Ach ja – nicht dass man mich falsch versteht: Aber die Kopie der Sendung wurde mit Sicherheit illegal bei google video eingestellt.

DIN für Tagesmütter oder besser für Kids?

Heute in der FTD gefunden:

Eltern, die eine Tagesmutter suchen, sind weitgehend auf sich selbst gestellt. Die Qualität der Kinderbetreuung variiert stark. Denn es fehlen bundesweit einheitliche Standards und Kontrollen.

Financial Times, Deutschland

Ich finde:
Wenn sich die Tagesmütter sich einer Norm unterwerfen sollen, müssen auch die Eltern darauf achten, dass sich die Kinder genormt verhalten.
Mal im Ernst: Tagesmütter zu bekommen, ist nun wirklich nicht sooo einfach. Wenn dann das typisch deutsche Zertifikatsdenken mit Ausbildungsnachweis (am besten von der Arbeitsagentur gefördert) um sich greift, wird die ganze Angelegenheit nur noch bizarr. Dann ist es nur noch ein kleiner Schritt, bis auch Eltern sich einer TÜV-Prüfung unterziehen müssen . . .

Der Mai ist gekommen . . .

. . . und meine Lust zum Bloggen hält sich in engen Grenzen. Ich hoffe, das wird sich demnächst wieder ändern. Einzig dieses ist mir aufgefallen:

1.Mai in DannenbergDer 1.Mai lockte heute mMorgen Massen von Besuchern an den hiesigen Marktplatz. Das lag wohl einerseits am wunderbaren Wetter, andererseits am Rahmenprogramm mit Blaskappelle (Hörprobe am Artikelende ;-) ).

‘Maibaum aufstellen’ ist ein Brauch, der bislang vollkommen an mir vorbei gegangen war.

Dass ich trotzdem heute dort gewesen bin, liegt an der einmaligen Kulisse, die der Marktplatz mit Maibaum bietet: die Fassade des Ratskellers steht im Holzkorsett am Dannenberger Markt und macht sich als Fotomotiv ganz ausgezeichnet.

Aber ganz nebenbei:

Der erste Mai ist doch mal wirklich ein anachronistischster Feiertag, oder?

Nicht nur, dass der ‘Tag der Arbeit’ in die schönste Jahreszeit gelegt wurde. Keiner kann mir erklären warum ausgerechnet der 1.Mai sich für den Tatbestand ‘Tag der Arbeit’ so gut eignen soll. Außerdem ist der 1.Mai seit dem Dritten Reich arbeitsfrei und diese Ehrung hat immer noch Bestand.