Papier versus Datenleitung

Ein Gespenst geht um in Europa. Die Mär vom Zeitungssterben und von Verlagen, die den Sprung in die neue Onlinewelt nicht schaffen (können, oder wollen).

Hintergrund: Die Zeitungen leiden unter schwindenden Auflagen, die junge Leserschaft bleibt aus und der Wettbewerbsdruck im Werbemarkt ist enorm. Gleichzeitig kommen die Laien. Sie bloggen aus den Vereinen und dem Stadtgeschehen und sind damit schneller und oftmals authentischer als die vermeintlichen Medienprofis.

Online wird schon lange fleißig darüber diskutiert, welche Strategien die Zeitungsverlage einschlagen könnten. Denn eines ist sicher: Die Onliner sind nach wie vor an gutem Journalismus interessiert.
Nur: Den bekommen sie viel zu selten geboten.

uninformation.org

Zeitungen, wie wir sie kennen, werden vergehen. Schaut man sich eine beliebige Standard-Klein-Groß-Mittelstadtzeitung an, so findet man dort seitenweise die Agenturmeldungen, die man schon tags zuvor im Web gelesen hat. Warum sollte man das kaufen und lesen? Die große Chance, nämlich statt Agenturmeldungen originäre Berichte und Meinungen eigener Korrespondenten und Redakteure zu drucken, die über die reine trockene Agenturnachricht hinausgehen, nehmen die wenigsten wahr. Zu teuer.

Zeitung definiert sich also immer noch nach der Qualität der Geschichten, die sie für den Leser findet. Daran ändert die ‘schöne, neue Online-Welt’ nichts. Was bedeutet das für das Wendland und die EJZ?

Gerade für die kleinen Zeitungshäuser ist der Schritt in die Online-Welt doppelt schwer: Die geschrumpften Redaktionen arbeiten im eingespielten Ablauf. Viele Kollegen sehen im PC ein notwendiges Übel. Keine Zeit für Zusatzaufgaben mit der Online-Ausgabe. Also werden Doubletten online gesetzt, was den eigenen Auftritt umso weniger attraktiv macht.

Und noch etwas macht es den kleinen Verlagen schwer: Sie kennen ihre Anzeigenkunden und die lassen sich nicht auf Experimente ein. Lokalzeitungen leben zu großen Teil vom lokalen Werbemarkt und der ist bei Google in der Regel nicht einmal vertreten – kein Pfennig zu verdienen.

Einen kleinen Schritt in die richtige Richtung ging – wie ich just gesehen habe – die Altmarkzeitung. Die gehört bekanntlich organisatorisch zur Allgemeinen Zeitung in Uelzen und steht damit unter der Verlagsleitung von Dirk Ippen.

Verleger halten sich ja eigentlich aus dem Tagesgeschäft heraus. Nicht so der rührige Münchner Ippen. Der ist unter die (unregelmäßigen) Blogger gegangen – wie gesagt: ein kleiner Schritt.

Richtiger wäre es, gleich noch den Audio- und Videomarkt zu erschließen. Wie das gehen kann, zeigt das Handelsblatt mit einer jungen wilden Garde von Profis, die bereit sind, für ihre Zeitung zu kämpfen. Auch hausintern.

Wendländer brauchen viel Strom?

Wer hätte das gedacht! Heute war ein ‘Energieberater’ von Yellow bei uns.

So ganz nebenbei erklärt mir der gute Mann aus Salzwedel, in Lüchow-Dannenberg würden die Privathaushalte seiner Erfahrung nach sehr viel Strom verbrauchen. Vor allem im Vergleich zur Altmark falle das Wendland auf. 20Kwh/Tag kämen selbst bei kleinen Familien schon mal vor.

Sieh mal einer an! Woran liegt es? Alte Geräte und großzügiger Umgang mit Energie.

Neu für mich:
Der größte mögliche Stromfresser eines Haushalts wäre ein Wasserbett. Das schlägt sogar die Kühltruhe und im Jahr grob kalkuliert mit 1.000Kwh zu Buche.

Ansonsten gut zu wissen: Der Vertreter (denn letztendlich soll die Energieberatung hat zum Abschluss führen) kann noch einmal andere Tarife anbieten, als Yellow allgemein veröffentlicht.

4 Tipps, einen gesuchten Artikel zu finden

Weil ich jüngst von einem Nachbarn gefragt wurde, erkläre ich die vier verschiedenen Möglichkeiten, auf dieser Site einen gesuchten Artikel zu finden:

    Möglichkeit 1

Präzise: Das ‘Suchen’-Feld
Wenn Sie ein geübter Internetsurfer sind, haben Sie auf den ersten Blick in der linken Spalte das Suchen-Feld gefunden.
Wenn Sie es erst jetzt suchen, ist das natürlich auch nicht schlimm. Es ist ganz oben links.

Fahren Sie mit der Maus auf das graue Feld (das mit der kleinen Lupe), klicken Sie einmal mit der linken Maustaste darauf und geben Sie ein Suchwort ein. Möglich ist jedes beliebige Wort aus dem gesuchten Beitrag (selbst ‘und‘ oder ‘der‘).

Wie bei Google werden Ihnen alle Treffer angezeigt sobald Sie auf das Wort ‘Suchen’ unter dem Feld klicken.
Die Beiträge sind nach Erscheinungsdatum sortiert. Das Datum steht Neben der Überschrift in dem Kalenderblattsymbol. Um die Artikel ganz zu lesen, klicken Sie einfach auf die Überschrift.

Zurück kommen Sie mit dem Zurück-Knopf in ihrem Browser. (Das sollte eigentlich bei allen Webauftritten so sein. Zurück-Links sind eine Unsitte.)

    Möglichkeit 2

Chronologisch: Der Kalender
Ihr Freund sagte heute vormittag:

‘Das Video habe ich vor drei Tagen im Wespennest gefunden…’.

Nutzen Sie einfach den Kalender. Er befindet sich unter dem Suchen-Feld. Kalender lohnen sich zum schnellen Finden der Artikel des Vortages oder vom Sonnabend vergangener Woche.

Ein Klick mit der Maus auf das gewünschte Datum und Sie erhalten alle an diesem Datum erschienenen Artikel auf einen Blick.

Ich persönlich nutze diese Form der Kalendernavigation bei mir fremden Seiten nur zum Stöbern in den Beiträgen der letzten Tage und Wochen. Alles andere ist mir zu umständlich.

update: Ich habe den Kalender aus der Sidebar rausgeworfen.

    Möglichkeit 3

Modern: Die ‘Tag’-Wolke
Um sich einen Überblick über die Themen im Wespennest zu verschaffen, können Sie die sogenannte ‘Tag-Wolke’ nutzen.

Diese Form der Navigation ist relativ neu. Je häufiger das Stichwort in einer Seite verwendet wird, desto größer wird das Stichwort dargestellt. Es findet also eine optische Gewichtung statt, was eine schnelle Übersicht über die Themenschwerpunkte der Internetseite bietet.

Sie befindet sich bei mir auf der linken Seite, unmittelbar unter dem Kalender und besteht aus vielen Stichwörtern, den sogenannten Tags (engl. also Täggs).

Jedes der gezeigten Tags ist ein Link. Wenn Sie diesem Link folgen kommen Sie auf eine Seite, die alle Artikel anzeigt die ich mit diesem Stichwort versehen habe.

Die meisten Artikel enthalten noch andere Tags.
Sie werden unter der Überschrift angezeigt. Das hat einen kleinen Vorteil beim Suchen: Sie können schnell abschätzen, ob der Beitrag für Sie interessant ist.

Das Surfen in Tags führt Sie sehr tief in das Wespennest.

Um zurück zu kommen, nutzen Sie einfach die Tasten in ihrem Browser. Auf die Startseite komme Sie, indem sie ganz oben links auf den Schriftzug ‘Wespennest’ klicken.

    Möglichkeit 4

Klassisch: Themenrubriken
Sie kennen das von ihrer Zeitschrift: Jeder Artikel gehört zu einer Rubrik, einem immer wiederkehrenden Oberthema, sozusagen.

Das gilt auch für das Wespennest. Themenrubriken werden derzeit ‘räumlich’ gegliedert. Das erweist sich nicht immer als leicht und ist noch im Aufbau. Darum sind die Themenrubriken bei mir ganz am Ende der linken Navigationsleiste zu finden.

Entwickeln Sie ihre eigene Suchstrategie
Ich nutze das Internet täglich und gerne: Dabei habe ich mir – wie die meisten anderen Webnutzer auch – eine eigene Suchstrategie zurecht gelegt.
Ich bevorzuge Suchfelder für die schnelle Suche und die Tagwolke, wenn ich Lust auf Surfen und Inspiration habe.

Welche Art zu suchen Ihnen am besten gefällt, hängt von Ihrem persönlichen Geschmack ab.

Wenn Sie diesen Artikel hilfreich finden, bewerten Sie ihn doch einfach: Ziehen Sie ihre Maus von links nach rechts über die Wespenköpfe. Je mehr farbige Wespenköpfe erscheinen, desto besser die Bewertung.

Biodiesel für Handynetze?

Der Spiegel hat die Antwort: Biodiesel sorgt in abgelegenen Gegenden in Afrika für Handyempfang. Weil dort kein Strom verfügbar ist gibt es keine Basisstationen und somit keine funktionierenden Handynetze. Das ändert nun die GSM-A eine Lobbygruppe der GSM-Netzbetreiber und stellt die regionale Energieversorgung mit Biodiesel sicher, der Stromgeneratoren antreiben soll.

Mein erster Gedanke: Vielleicht kann man in Deutschland ja auf irgendeine Weise die DSL-Versorgung abgelegener Gebiete mit Biogas in Verbindung bringen? (…habe ich aber wieder verworfen ;-) )

Das zweite Leben beginnt.

Während ich hier im Wendland gerade mein neues Leben im Einfamilienhaus in den Griff bekomme, mache ich mich nebenbei schon mal in das nächste Leben auf. Dieses zweite Leben (second life)ist im Spiegel massenkompatibel beschrieben und wird ausführlich von zahlreichen Kommunikationsexperten beleuchtet.

Second Life ist eine dieser ganz hypermodernen Internet-Anwendungen. Ich war bereits während meiner Zeit bei Volkswagen im Frühjahr 2005 auf das Spiel schon einmal aufmerksam geworden und habe die Entwicklung seitdem am Rande verfolgt. Nach einigen erfolglosen Versuchen mich anzumelden (Second Life macht es dem 1&1-Kunden nicht besonders leicht) habe ich es heute endlich geschafft.

So sehe ich in meinem zweiten Leben aus.

Man beachte das volle (dafür graue) Haar und die ansprechenden Körperproportionen.

Second Life ist ein kostenloses Internetspiel. Wobei ich mir bei ‘Spiel’ schon fast nicht sicher bin, denn Spiele ohne Ziele machen wenig Sinn. Ein bestimmtes Ziel gibt es im Second Life aber nicht und darin ähnelt das virtuelle Leben dem realen.

Second Life versteht sich denn auch eher als Plattform, auf der sich Menschen darstellen und austauschen können. Unabhängig von den hürden der realen Welt gilt dort die Devise: anything goes.

Für mich als Anfänger ist Second Life erst einmal ein auf Avataren basierter Chatroom (und damit ähnlich wie Mokitown, eine Kinderwebsite von der Mercedes) und vor allem aufgrund der Komplexität etwas Neues.

Leider ist die Steuerung nicht ganz trivial und darum wieder einmal etwas, was ich wirklich nur ungerne weiter empfehle. Es sei denn Sie haben viel Zeit.

Vielleicht sehe wir uns ja. Ich heiße Stuff Writer. Warum? Weil das meine zweite Natur geworden ist ;-)

Loremo: Weil es eh keiner anschaut?

Also wenn ich ein Auto richtig geil finde, dann den Loremo aus München. Haben Sie noch nie gesehen? Geht auch nicht, gibts ja noch nicht. Ab 2009 soll es losgehen.

Im Internet kann man einen schönen Prototypen begutachten, was Robert Basic zu einer bösen Überschrift in seinem Blog und mich zum ‘trotzdem mal nachschauen’ gebracht hat.

Seine Kritik an der Kommunikation mag richtig sein. Aber: Mit dem Einbinden eines Forums sind die Münchner schon recht mutig und bei YouTube gibt es sogar ein 2006 erstelltes Video mit Hintergrundinfos zu sehen.


(mit freundlicher Erlaubnis von loremo doch in eingebundener Form)

Mit der Überschrift hat Basic trotzdem die Wahrheit getroffen: Der Umgang mit potentiellen privaten Investoren ist sträflich ärgerlich.

Das verlinkte PDF erlaubt den interessierten Investoren, sich bei der Loremo AG zu melden und einen Betrag von 56.000 € für 400 Aktien zu investieren. . . . Leider ist die Zeichnungsfrist am 17.11.2006 abgelaufen. Warum ist das noch online? Weil es eh keiner anschaut?

Förderpraxis: Nicht für die Öffentlichkeit?

Rund eine Milliarde Euro wird in den Jahren 2007 bis 2013 über den ehemaligen Regierungsbezirk Lüneburg in Form von Fördermitteln ausgeschüttet. Stichwort: Ziel 1-Förderung.

Die Mittel kommen den Kommunen, privaten Unternehmen und Initiativen zu gute und direkt aus Europa. So weit so schön.

Die Ersten machen sich bereits Gedanken, wie die Förderanträge für schon lange geplante Vorhaben formuliert werden müssen. Trockenübungen, sozusagen. Das wurde gestern klar, als Harald Ottmar, Leiter der niedersächsischen Regierungsvertretung, im Dannenberger Schützenhaus einen ‘Powerpointvortrag’ über das Thema Ziel-1-Förderung hielt.

Wichtigster Hinweis des Abends: Vor Sommer 2007 wird es keine konkreten Förderkriterien geben (außer den grundsätzlichen Lissabon-Kriterien) Und: Vor dem Stellen eines Förderantrages sei eine Beratung durch die NBank sinnvoll und in der Regel kostenlos. Dort findet auch eine Beratung statt – und zwar fundiert.

Ich fragte, ob die geförderten Unternehmen und Initiativen mit ihren Projekten und den bewilligten Fördersummen denn öffentlich genannt werden.

Die Reaktion: Heiterkeit im Saal. Gefolgt von der wohlmeindenden Begründung des Regierungsvertreters. ‘Nein, das wäre wettbewerbsverzerrend…’
???

Die Förderung oder die Veröffentlichung? Was versteht man hier denn unter ‘Wettbewerb’?

Meine Meinung: Wer seine Projekte der Öffentlichkeit vorenthalten möchte (was bestimmt im einen oder anderen Fall sinnvoll wäre), braucht keine Fördermittel zu beantragen.

Wer Fördermittel beantragt und sie erhält, hat in der Regel eine gute Idee. Diese gute Idee könnte auch in anderen Teilen der europäischen Union die Lösung eines regionalen Problems sein. Wenn es zum Beispiel eine Möglichkeit gibt, als Kommune die Sanierung der örtlichen Schule über einen der drei Fördertöpfe zu stemmen, dann ist das eine verdammt wichtige Informationen für zahlreiche Kommunen anderer Ziel-1-Regionen.

Vielleicht stellt sich dabei heraus, dass die Förderpraxis nicht einheitlich ist . . . na und wenn schon. Das wäre ja auch mal interessant, zu wissen.

Gleiches gilt für die Förderung von Initiativen oder Unternehmen. Warum kann eine im Wendland geförderte Idee, ein Projekt oder ähnliches, nicht auch in anderen Teilen der europäischen Union helfen, regionale Probleme zu lösen? Weil es in anderen Regionen gar nicht bekannt wird, wenn hier etwas sehr gut funktioniert. Das ist dumm für alle beteiligten. Wie soll man in Portugal von unseren Ideen denn sonst profitieren? Was daran zum lachen ist, kann ich beim besten Willen nicht verstehen.

Sie mögen Google-earth? Es gibt was Neues . . .

Mircosoft legt nach und bringt ‘virtual earth’ auf den Markt. Der Spiegel nutzt in diesem sehr lesenswerten Test die Gelegenheit und nimmt einer etwas ‘übergeordnete’ Sicht auf die Segnungen des WorldWideWeb dieser Tage.

Kurz zusammengefasst:
Microsoft bringt ein zusätzliches Feature auf den Bildschirm: schräge Luftaufnahmen. Das sieht sehr verführerisch aus und erinnerte mich sofort an diesen Artikel von mir aus dem Dezember. (Stichwort panoramio-Layer bei google-earth)
Subjektive Zusammenfassung der Meta-Betrachtung: Wer über eigene, schwer zu kopierenden Inhalte verfügt, kann damit Geld verdienen.

Online-Power to the Bauer

Wo vor allem die Preise den Markt bestimmen, ist Zeit mitunter ein entscheidender Faktor. Was dem Banker recht ist, sollte dem Landwirt billig sein: der Zugang zu aktuellen Informationen.

Zugang bedeutet Infrastruktur. Und genau daran hapert es vor allem in den ländlichen Regionen der Republik. Denn während sich in Berlin, Köln, Frankfurt und München die Provider um die Kunden prügeln, wartet man in weiten Teilen der Provinz Wendland noch immer auf DSL.

Für alle Landwirte mit DSL-Zugang mein aktueller Surftipp: Agrarheute.com. Ein wirklich gelungenes Beispiel, wie ein traditionelles Berufsmagazin die aktuellen Entwicklungen in Sachen Web für sich nutzen kann.

Umfragen, Podcasts, Kommentarfunktion, nebst aktuellen Preistabellen und Feeds – die Leute haben es drauf. Gruß an die EJZ, deren Archiv seit einigen Tagen wieder online verfügbar ist ;-)

Biogas Wendland: Was bleibt vom Hype?

Also irgendwie hörte sich das doch ziemlich ernüchternd an. Ich war heute auf dem Biogasforum im – inzwischen verkauften und noch immer als Ort solcher Treffen betriebenen – Jagdschloss Göhrde. Dabei ist das ZDF noch voller Euphorie.

Da saß ich nun, mitten unter so vielen Gästen. So viele habe es noch nie bei einer ähnlichen hiesigen Veranstaltung gegeben, sagte Horst Seide. Er muss es wissen, ist doch ein Pionier und außerdem: Horst Seide ist Chef der Region Aktiv. Seine Einschätzung von der Verbandstagung des Biogasverbandes fasse ich mal zusammen: Man kann wieder mit einander reden, weil die Betreiber ihre Euphorie der ersten Jahre überwunden haben und nicht mehr nur glückseelig grinsen. Der Alltag hat die meisten eingeholt, jede dritte Anlage schreibt rote Zahlen.

Grundsätzlich ernüchternd war für mich, was mir ein Bauer vor der Tür sagte. Er erklärte mir, warum er KEINE Biogasanlage betreibt: ‘So eine Biogasanlage ist eine 10.000 Liter Hochleistungskuh. Die will immer das richtige Futter; immer zur richtigen Zeit. An die musst du auch noch im Bett denken, sonst bringt sie diese Leistung nicht.’ Welches Futter das richtige ist und ob der nächtliche Gruß in den Stall tatsächlich wirkungsvoll ist, weiß aber nur der Fachmann.

Biogasanlagen sind natürlich noch viel komplizierter als ne Kuh (obwohl das Grundprinzip gleich ist: Bewegungsenergie und Wärme aus Silage). Darum nützt ein Fachmann nix. Es geht um Chemie, Biologie, Physik, Ökonomie und das alles nachzulesen bei tausenden von Quellen (im Netz, wenn Zugang vorhanden) und unter sich stetig verändernden Rahmenbedingungen. Die Mirkoorganismen auf der einen und die Einspeisevergütung auf der anderen Seite machen aus dem Traum der Bioenergie schnell eine Milchmädchenrechnung.

Es helfen: Noch mehr Normen und Vereinbarungen, Lobbyarbeit mit Staatssekretären und ein Masterstudiengang (der im Landkreis gerade im Entstehen ist).

Banker und Bauer sind nämlich ähnlich arm dran. Der eine soll finanzieren was der andere betreiben will und beiden hoffen, dass der Gegenüber etwas von dem versteht was durch den Berater bestätigt wurde. Die Wahrscheinlichkeit ist gering – der Bildungsnotstand ausgerufen.

Darum drücken sie in Zukunft die gleiche Schulbank (Vollzeit oder berufsbegleitend) und lernen etwas über die Nutzung von Fäkalgasen. Abgerechnet wird – je nach Sichtweise – in Euro oder Kilowattstunden/elektrisch.

Und was ist mit Öko, diesem ursprünglichen Gedanken? Was ist mit phänomenalen Wirkungsgraden und Demonopolisierung der Stromerzeugung? Was mit regionalen Wertschöpfungsketten? Was ist mit dem Klima? Alles noch gut und wichtig. Aber EEG und NAWARO-Düngebilanzen, der Kampf um die Mikroorganismenstämme und Substrate verstellt irgendwie den Blick auf diese Fragen.

Vielleicht ist das aber auch gar nicht so wichtig. Wichtig ist und bleibt der Preis für Kali und Stickstoff.
Denn ohne Dünger wächst nix. Nicht mal nachwachsende Rohstoffe.

Sorry, wenn ich das mal so sage. ;-)

PS: Die meisten Wortbeiträge habe ich mit meinem Aufnahmegerät mitgeschnitten, um mir die Schreibarbeit zu sparen. Interesse?

Neu, neuer, erneuerbar

Wer es hat zuerst gerochen, dem ist es aus dem Arsch gekrochen. Ein lustiger Kinderreim mit viel Weisheit. Aber mal im Ernst: Wenn’s stinkt, war es natürlich immer der andere – oder die Kuh auf dem Feld.

Faulgase gehören zum Landleben mit dazu und vielleicht ist das die ganz große Chance.

Lüchow-Dannenberg positioniert sich derzeit in einer echten Zukunftsbranche: Biogas. Die Wendländer sind gut dabei, haben die höchste Dichte an Biogasanlagen im Bundesgebiet und sind die ersten, die Biogas als Treibstoff an der Tankstelle verkaufen. Toll daran: Biogas ist ein typischer Vertreter der erneuerbaren Energien. Es entsteht viel Know-how und das ist wichtig für die Region.

Heute findet das Forum Enerneuerbare Energien im Jagdschloss Göhrde statt. Schwerpunkt ist neben Biogas auch Holzwärme. Letzteres ist vor allem für die privaten Hausbesitzer mit viel Holz vor der Hütte interessant.

10 Erkältungstipps

Wen es gewundert hat, dass es hier so still ist: Ich liege mit Grippe im Bett, bin offline und habe mich heimlich für 3010 Minuten an den PC geschlichen, um wenigstens ein Lebenszeichen zu geben.

Ich hoffe, dass ich übermorgen wieder auf dem Damm bin. Bis dahin meine 10 Überlebenstipps bei grippalen Effekten:

  • Im Bett bleiben
    Nach meiner Erfahrung sehen Chefs es nicht gerne, wenn Mitarbeiter mit Grippe in die Firma kommen. Nehmen Sie die Infektion als das was sie ist: eine ansteckende Sache.
  • Schlafanzug suchen
    Die meisten Menschen besitzen einen, wesentlich weniger tragen ihn: den Schlafanzug. Er schützt vor Auskühlungen an Armen, Beinen und Rücken. Wenn Sie keinen haben, versuchen Sie doch mal den ihres Partners.
  • Tee trinken
    Ich hasse Erkältungstee. Kommt bei mir nicht in die Tasse, weil er einfach eklig schmeckt. Zur Zeit sind Kräuter ganz hipp. Viele schwören drauf. Ist mir egal. Ich finde Erkältungstees eklig. Einzige Ausnahme: Lindenblüten. In der Apotheke zu beziehen, schmecken mit etwas Honig annehmbar und wirken.
  • Ingwer
    Er ist scharf und gesund. Ronni hat uns drauf gebracht – aber in einem anderen Zusammenhang. Egal. Ich lasse den Ingwer zusammen mit den Lindenblüten ziehen. Weil ich ein Weichei bin wenn ich kränkel, nehme ich nicht ganz so viel von der Knolle um unnötige Schärfe zu vermeiden..
  • Mineralwasser
    ist ja sowieso wichtig. Wer aber so schwitzt wie ich, braucht das Zeug literweise. Schlecht, wenn der Kasten alle ist. Für Vorräte sollte rechtzeitig gesorgt werden. Ansonsten hilft der Gang zum Wasserhahn und etwas Salz. Ganz nebenbei: Was ist eigentlich bei uns in Sachen PFT-Skandal Stand der Dinge?
  • Heiß Duschen
    dient in diesem Falle nur nebenbei der Reinlichkeit. Heiß duschen führt zwar manchmal zu komischen Situationen, belastet den Kreislauf aber weniger als baden.
  • Lüften
    Das ist im Schlafanzug zwar echt doof, aber der Mief muss raus. Als echter Öko stehe ich natürlich auf Stoßlüften. Das geht am besten während man duscht.
  • Warme Füße
    Da helfen Socken. Am liebsten aus Wolle. Das müssen nun nicht unbedingt Ommas sülwst knütt Strümp sein. Ich persönlich finde: Langflorige Wolle ist super angenehm.
  • 2 bis 3 Bücher
    Die motivieren mich zum Liegenbleiben. Das fernsehlose Schlafzimmer garantiert den Schlaf dann wenn mein Körper ihn haben will. Ein Sachbuch hilft auch dabei. Mein Favorit derzeit: Radiomanagement, Ein Handbuch für Radiojournalisten.
  • Warmes Bier
    Das ultimative Mittel für Rotznasen (au weia). Was ist warm? Wer will, kann die Mirkowelle aktivieren – mir reicht alles über ‘kellerkalt’.
  • Nasendusche
    Einen elften Tipp trage ich noch einmal nach. Ich bin erst kürzlich drauf gekommen und total begeistert: Wer merkt, dass die Erkältung spätestens morgen oder übermorgen zuschlägt, sollte sich eine Nasendusche gönnen.
  • Gemischte Gefühle

    Vor den Erfolg hat der liebe Gott die Arbeit gesetzt. Vor die Arbeit eines Bürgervereines stellt das Vereinsrecht Mitgliederversammlungen mit Debatten um Satzungen, Gebührenordnungen und Stimmverteilungen.

    Genau darum ging es gestern im Hotel ‘Alte Post’ in Dannenberg. ALMA Elbtalaue e.V. lud zur Informationsveranstaltung mit anschließender Mitgliederversammlung.

    Um 18.30 Uhr war der Saal rappel voll. Das Interesse der Bürger ist vorhanden auch wenn nicht alle Interessierten zur anschließenden Mitgliederversammlung blieben. Mit 40 € für die bürgerliche Sparte ist der Vereinsbeitrag zwar überschaubar – aber nicht jeder hat Lust auf die bei Vereinsgründungen typischen Geburtswehen.

    Es dürfte schwierig werden, die unterschiedlichen Interessenlagen der Beteiligten unter einen Hut zu bringen. Der Verein rekrutiert nämlich Mitglieder aus allen Sparten des öffentlich/wirtschaftlichen Lebens.

    Dazu gehören neben Einzelpersonen mit Einzelinteressen auch Gemeinden, Tourismusverbände und Werbegemeinschaft(en). Um deren Gewicht im Entscheidungsprozess abzubilden, gibt es einen Stimmenschlüssel, der diesen Gruppen einen entsprechenden Einfluss auf die Entscheidungen gewähren soll.

    Erschwerend kommt hinzu, dass der Einflussbereich von ALMA sich über zwei ehemals unabhängige Samtgemeinden erstreckt. Dannenberg und Hitzacker sind sich zwar nicht so spinnefeind wie Lüchow und Dannenberg – aber beide fremdeln und Hitzacker fürchtet das ‘mächtige Dannenberg’ wenn es um die Verteilung von Ressourcen geht.

    Kritik am ZOOM H4: Meine Meinung

    Es wird Zeit, auch mal was kritisches zum ZOOM H4 zu sagen. Der MP3-Rekorder leistet mir zwar gute Dienste aber viele Hörer wollen offenbar etwas zu den ‘Störgeräuschen‘ hören.

    Die heutige Folge handelt vom Software-Update, enthält meine Stellungnahme zur Kritik im Tontechniker-Forum, einen Hinweis auf die vom Hersteller empfohlenen SD-Karten und zu guter Letzt
    einen Tipp zu Audacity, dem Opensource-Schnittprogramm mit dem auch mein Podcast produziert wird.

    Shownote-Links:

  • Die neue Software mit der Versionsnummer 1.20 für den H4 gibt’s hier.
  • Im Tontechniker-Forum gibt es kritische, ja sogar warnende Stimmen zum Gerät.
  • Im gleichen Forum steht hier eine ausführlichen Kritik zum Mikrofon. (Mir persönlich ist das etwas zu theoretisch.)
  • Eine Liste der vom Hersteller empfohlenen SD-Karten von 512MB bis 2GB.
  • Mein Fundstück im Audacity-Forum: Die ‘Schnitt-Vorhör-Funktion über die Strg-Taste‘.
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    Ich freue mich wie immer Feedback. Die Kommentarfunktion steht euch dafür offen. Wenn dir das Schreiben zu umständlich ist: Gib mir doch eine Bewertung und klicke einen der fünf Wespenköpfe unter dem Titel an. Viel Spaß beim Hören.

    Erste öffentliche Sitzung von ALMA

    Stadtmarketing ist ein weites Feld. Es gibt auf dem Gebiet eine Menge Thesen und Themen, die sich täglich um ein neues Puzzlestück ergänzen. Unmöglich, alles im Blick zu haben.

    Es bleibt damit eine Aufgabe, der sich vor allem die Universitäten und einige Spezialagenturen verschrieben haben und ein lohnender Markt, denn: Jede Region oder Stadt ist heute bestrebt, sich möglichst gut zu positionieren.

    Die Beteiligung der Bürger wird als wichtige Komponente akzeptiert. Aber je nach Konzept (oder Masterplan) gibt es unterschiedliche Ansätze, diese Beteiligung zu gewährleisten.

    In der Samtgemeinde Elbtalaue wird im Rahmen einer ‘Markenbildung‘ ein Verein ins Leben gerufen.

    Die erste Sitzung ist am Montag, 10.Februar um 18.30 Uhr, im Hotel ‘Alte Post’ (Marschtorstraße 6).

    Ich bin ja mal gespannt.

    Crossmeisterschaften abgesagt

    Wie der Kreis-Leichathletik-Verband in seinem Blog mitteilt, wurde die Kreis-Crossmeisterschaft wegen des Schnees im Wendland kurzfristig abgesagt.

    auf Grund der irregulären Laufverhältnisse auf den Strecken in Liepe, insbesondere für die Kinder und auf Grund der ungünstigen Witterungsverhältnisse hat der KLV in Abstimmung mit dem ausrichtenden Verein TuS Liepe heute Nachmittag nach einer Ortsbesichtigung entschieden, den Kreiscross abzusagen. Da die Wettervorhersagen auch für den morgigen Tag weiteren Schneefall ankündigen, werden sich die Bedingungen gegenüber heute voraussichtlich noch verschlechtern.

    Blog des Verbandes

    Da hoffen wir doch mal, dass die EJZ das bis morgen noch in der Zeitung bringt, sonst frieren die Sportler bei Liepe.

    Vorabbericht der KIM Studie 2006

    Die KIM-Studie 2006 ist veröffentlicht worden. Die Studie beschäftigt sich mit der Mediennutzung und der persönlichen Ausstattung des deutschen Nachwuchs.

    Anlässlich des Safer Internet Day am 06.Februar stellte der Medienpädagogische Forschungsverband Südwest Stuttgart die ersten Ergebnisse der jüngsten Umfrage unter 1.203 Kinder und Jugendlichen zwischen sechs und 13 Jahren vor.

    Die Studie gibt einen schönen Einblick in die deutschen Kinderzimmer.
    Grundtenor der KIM 06: Die technische Ausstattung der Haushalte mit Kindern wächst. 95% der Haushalte verfügen über ein Handy. Immerhin 81% der Kids haben Zugang zum Internet, 89% besitzen einen Computer, 77% eine Spielkonsole.
    Bemerkenswert: In einem Fünftel der Haushalte findet sich eine PSP.

    Aktuell zählen 81 Prozent aller Sechs- bis 13-Jährigen zum Kreis derer, die bereits Erfahrung mit dem Computer gesammelt haben, wobei der Anteil der Jungen mit 85 Prozent neun Prozentpunkte über dem der Mädchen liegt. Bei den Sechs- bis Siebenjährigen zählen 57 Prozent zu den Computernutzern, dieser Anteil steigt mit zunehmendem Alter der Kinder schnell auf über 90 Prozent an. Im Vergleich zur Vorjahresuntersuchung zeigt sich insgesamt ein Anstieg um fünf Prozentpunkte, der zwar fast ausschließlich auf das Konto der Jungen geht, gleichzeitig aber über alle Altersgruppen hin zu beobachten ist.

    Auszug aus der Vorabveröffentlichung der KIM 2006

    Über eine Aussage bin ich gestolpert: Väter sind dafür zuständig, den Kids den Umgang mit dem PC beizubringen (67%). Nur 15% der Kinder und Jugendlichen lernen den PC in der Schule kennen. Lernprogramme für die Schule werden etwas stärker von Mädchen als von Jungen benutzt (47% zu 40%).

    Überhaupt sind die Mädchen im Umgang mit den PC wesentlich vielseitiger. Sie schreiben häufiger, malen lieber und nutzen den Rechner wesentlich intensiver für die Schule.

    Für Podcaster interessant: 24% der Befragten nutzen den PC als Musikabspielstation.