Kiddies aus Berlin verwechseln den Castor-Protest mit dem 1..Mai. Kurz nach Ende der Kundgebung vor dem Zwischenlagertor brennt es ploetzlich.
Besonders konfliktfreudige Demonstranten schaffen Stroh und Holz auf die Strasse und legen Feuer. Die Polizei ist erst ruhig und sammelt Kraefte auf beiden Seiten der Strasse.
Es kommt zu Rangeleien zwischen den Demonstranten. Ich verbrenne mir meinen Pulli dank des Funkenfluges und komme an tolle O-Toene.
Jetzt sind wir auf dem Rueckweg und kuerzen uber den Sportplatz ab. Das warme Auto wartet.
Ich bin mir nicht ganz sicher, ob die Geschichte koscher ist. Wie eben in den Spätnachrichten auf Vox gesehen, hat sich heute direkt vor unserer Gartenpforte ein Krimi ereignet:
Berliner Polizeiwagen postieren sich um einen Gullideckel auf der B216 kurz vor der Einmündung zur B191 am Rande der Dannenberger Stadtgrenze.
Wir sehen zu überlegen noch was da wohl passiert sein könnte. Nach einer Stunde ist uns der Polizeiauflauf der sich da entwickelt aber relativ wurscht. Fotos gemacht und gut.
Dann die Spätnachrichten und die Erkenntnis, dass da vor unserer Haustür ein ‘Terror’-Anschlag stattfinden sollte. Die Metallkonstruktion ist unter einem Gullideckel verborgen und soll per Funk auslösen, um – so die Vermutung – die darüberfahrenden Reifen zu zerstören.
Wer hätte es gedacht. Inzwischen der dritte Teil mit Interviews zum Thema “Castor” hier aus dem Wendland.
Den zweiten Teil habe ich im Blogspiel vom dRadio platziert, der erste ist wegen “Überlänge” nicht akzepiert worden… Für alle, die über das Podspiel auf diese Seite gekommen sind: Hier ist der erste Teil noch einmal nachzuhören.
Ich würde mich natürlich freuen, wenn mein Beitrag auch die eine oder andere Stimme von Euch beim Voting bekommen könnte.
In diesem dritten Teil kommt Stefan zu Wort. Er kommt eigentlich aus Düsseldorf und ist über den Umweg Hamburg ins Wendland gekommen. Stefan ist einer von den damals “jungen Leuten”, die ende der 70er Jahre im Zuge der Atomdiskussion ins Wendland gekommen sind.
Er erzählt in diesem Interview, warum es ihn in Wendland gezogen hat, warum Gorleben seiner Meinung nach mehr ist, als nur ein Symbol und welche Rolle das Wendland in der gesamten “Ausstiegsdiskussion” eigentlich spielt.
Bis zum 11.November, dem vermeintlichen Tag X des Jahres 2006, versuche ich hier regelmäßig neue “alte” Interviews zu veröffentlichen. Sie alle sind in Folge eines Features entstanden, das ich für den ORF 1998 erstellt habe.
Also: Viel Spaß beim Hören.
PS. Ich habe dieses Mal auf ID-Tags beim MP3 verzichtet. Ich fürchte nämlich, dass die für die Probleme mit meinem Feed verantwortlich sind.
In was für einer Welt leben wir? Diese Frage stellt sich jeder früher einmal.
Diese Frage lässt sich vielleicht besser beantworten wenn man sich daran erinnert, wie die Welt früher einmal war.
Ein Professor von mir nannte die gehörte Erinnerung eines Fremden in einer Vorlesung in Krems “oral history”. Prof. Jagschitz akzeptierte, dass Geschichtsempfinden immer subjektiv gefärbt ist, ja sein muss.
So auch dieses Empfinden eines Zeitzeugen, der das Wendland beschreibt wie er es als junger Mensch erlebte. Damals in den 70ern, als die Atomanlagen in Gorleben nur für wenige eingeweihte Kreise ein Thema war.
Erstaunlich finde ich die Zeitlosigkeit seiner Aussage.
Das war ja wohl nix. Auch wenn die direkte Verlinkung wenig genutzt wird – so einfach mal die Permalinks zu ändern ist nicht nett.
Ich entschuldige mich bei allen Betroffenen. Allerdings weiss ich nicht, welcher Fehler sich da wohl in mein WordPress eingeschlichen hat. Wahrscheinlich hatte es was mit dem Podcast-Plugin zu tun. Sicher bin ich mir nicht.
Auf alle Fälle: Erst waren die Feeds weg und dann habe ich auch noch einen Schusselfehler gemacht, in dessen Folge die einst festen Adressen (Permalinks) unter denen die Beiträge auf immer und ewig abzurufen waren einfach umgestellt wurden.
Nun muss ich erstmal die Feeds wieder hinbekommen.
Lang vergessene Worte wie “Formaldienstsaufen” tauchen da auf. Poser und Wichtigtuer, Witzbolde und die üblichen Mitmacher haben gewaltig Spaß dabei und zeigen das. Leider auch dem Vorgesetzten, der auch als 40jähriger durchaus noch in der Lage ist, YouTube mal zu durchsuchen.
In den letzten Jahren haben sich Wahrnehmung und Nutzung des Internets gewandelt – Weblogs, Audioblogs und Podcasts erobern das Netz. Dabei etabliert sich eine neue Form des Produzierens und Hörens: direkt, ungefiltert, kreativ und subjektiv.
Dem Niedersachsen im Allgemeinen und dem Dannenberger im Besonderen sagt man ja eine gewisse Sturheit nach. Ob zu Recht oder nicht, sei jetzt einmal dahingestellt.
Tatsache ist, dass der Niedersachse sowohl sturmfest als auch erdverwachsen ist. Wie sehr diese Zeile aus dem Niedersachsenlied gültig ist, sieht man heute.
Die Dannenberger halten heute ihr traditionelles Stadtfest ab: den Kartoffelsonntag.
11.2 Grad, Wind mit der Stärke 3-4 aus Nordwest, Regenschauer. (weiterlesen …)
Nachdem ich meine neue Festplatte eingerichtet habe bin ich heute zufällig über ein altes MP3 gestolpert. Keine Musik aber nichts desto weniger spannend, weil inzwischen zeitgeschichtlich: ein Interview, dass ich für ein ORF-Feature gemacht habe.
Ich stelle es mal online. Nur für Interessierte am Thema Castor und Nostalgie…
So richtig spannende Videos gibt es nicht viele. Neben Ehrensenf für den Humor hat das Handelsblatt als “ernstes” Medium einen elektischen Reporter unter Vertrag genommen (wie ich hoffe).
Mario Sixtus macht ist für mich der lebende Beweis dafür, dass die Rundfunkanstalten nicht zu Unrecht zittern vor der neuen Konkurrenz.
Tradtionsbewusst sind die Wendländer. Auch der Nachwuchs. Wie in jedem Jahr wollen die Schüler aus Lüchow gegen den anstehenden Atom-Transport nach Gorleben demonstrieren. Diesmal am 10.November. Anders als bisher hat das Ordnungsamt des Landkreises aber nicht so mitgespielt.
Gut, die Demo ist erlaubt worden. Aber der Zeitpunkt wurde auf das Ende der vierten Stunde gelegt. Damit bringt Vater Staat (denn nichts anderes sind die Vertreter des Ordnungsamtes) die Schüler natürlich in Verlegenheit. (weiterlesen …)
Ich freue mich über Feedback, Anregungen und Korrekturen.